Ich haette vermutet, dass es an Problemen mit der Ueberbrueckung liegt. Irgendwann muss der GB2 ja auch Revision haben, evtl waere es sich dann nicht ausgeganen ohne Unterbrechung (?)
Aber selbst wenn, lieber einmalig den Betrieb unterbrechen, als langfristig eine aufwaendige und suboptimale Loesung?
Vielleicht hatten sie auch einfach nur wieder Bock auf so eine Monsterbergstation wie bei der GW EUB.
Oder liegts am Untergrund? (Vor der Bergstation gibt es doch eine problematische Stelle, wo schon Stuetzen des GB2 versetzt werden mussten)
Bzw, letztes Jahr gab es hier diesen Post von Dominik1503:
Dominik1503 hat geschrieben: 15.04.2024 - 18:17
Ich habe gehört, dass die neue Tuxer-Ferner-Haus Bahn im Sommer 2025 gebaut werden soll. Es soll entweder eine D-Line oder eine Tri-Line werden. Die Trasse soll rechts vom Gletscherbus 2 verlaufen, da die alte Bahn noch parallel in Betrieb bleiben muss um behördliche Auflagen zu erfüllen. Mittelstation im Graben soll es keine geben.
Weiss jemand ob man vom Ausstieg wenigstens direkt zur Spannagelabfahrt kommt? Für mich wäre es der einzige plausible Grund für die Stationsplatzierung, dass die 10-KBK DIE Winteranlage wird und der GB2 dann kaum mehr laufen wird. So kriegt man vielleicht auch die Lärmstange 1 besser ausgelastet, weil die Leute dann darüber in den oberen Teilbereich wechseln?
Habe jetzt mal hier nachgelesen. Das macht doch überhaupt gar keinen Sinn. Dann hat man da einfach eine Liftruine (zumindest die Stationsgebäude stehen) ohne die Fläche wieder sinnvoll zu nutzen. Das sind ja fast italienische Auswüchse...
Wahrscheinlich brauchen sie die alten Gebäude als Lagerfläche aber selbst dann hätte ich an ihrer Stelle einfach ein neues Gebäude gebaut und die neue Bahn trotzdem auf der Trasse der alten 4EUB.
Arlbergfan hat geschrieben: 14.10.2025 - 09:48
Habe jetzt mal hier nachgelesen. Das macht doch überhaupt gar keinen Sinn. Dann hat man da einfach eine Liftruine (zumindest die Stationsgebäude stehen) ohne die Fläche wieder sinnvoll zu nutzen. Das sind ja fast italienische Auswüchse...
Wahrscheinlich brauchen sie die alten Gebäude als Lagerfläche aber selbst dann hätte ich an ihrer Stelle einfach ein neues Gebäude gebaut und die neue Bahn trotzdem auf der Trasse der alten 4EUB.
Wie soll das denn bei einer Bauzeit von zwei Jahren bei einer weitestgehenden benötigten Redundanz des GB 2 funktionieren ? Man benötigt beide Anlagen mindestens von Oktober-Dezember und von Februar-April aufgrund der Besucherzahl. Im Sommer ist dann meist die Revision des GB2 fällig.
Es wäre aber sicher möglich gewesen die neue Bahn in nur einem Jahr zu bauen. Am GB2 hätte man die absolut notwendigen Revisionen nachts durchführen können.
In Zermatt, wo auch 365 Tage im Jahr Betrieb herrscht, hat es damals beim Bau der neuen PB Zermatt-Furi auch geklappt.
Dass diese Option allerdings teurer als die hier gewählte ist, dürfte logisch sein. Und den Tuxern dürfte es diese Mehrkosten nicht wert gewesen sein. Dies kann ich sogar verstehen, denn sind mir mal ehrlich, selbst wenn der Fussweg zur nächsten Bahn 200 Meter wäre, würden deswegen keine fünf Skifahrer weniger kommen.
Seilbahnfan 05 hat geschrieben: 14.10.2025 - 19:53
Dass diese Option allerdings teurer als die hier gewählte ist, dürfte logisch sein. Und den Tuxern dürfte es diese Mehrkosten nicht wert gewesen sein. Dies kann ich sogar verstehen, denn sind mir mal ehrlich, selbst wenn der Fussweg zur nächsten Bahn 200 Meter wäre, würden deswegen keine fünf Skifahrer weniger kommen.
Geht eben auch nur, wenn man ein sehr tolerantes Bauamt im Hintergrund hat
Ich bleib dabei, dass es möglich wäre die Bahn zwischen März- Ende September fertig zu bauen. Stützen und erste Stationsfundamente hätte man trotzdem schon vorher unter laufendem Betrieb der 4EUB fertigen können und dann hätten halt anstrengende Baumonate mit Nachtschichten und viel Personal und Maschinen gefolgt. Das hat man aber scheinbar nicht gewollt.
Seilbahnfan 05 hat geschrieben: 15.10.2025 - 09:22
Ich bleib dabei, dass es möglich wäre die Bahn zwischen März- Ende September fertig zu bauen. Stützen und erste Stationsfundamente hätte man trotzdem schon vorher unter laufendem Betrieb der 4EUB fertigen können und dann hätten halt anstrengende Baumonate mit Nachtschichten und viel Personal und Maschinen gefolgt. Das hat man aber scheinbar nicht gewollt.
Wie man Stationsfundamente unter laufendem Betrieb der zu ersetzenden Bahn bei den dortigen Platzverhältnissen gießen soll, müsstest du bitte erklären.
Gerade im März und April sind Bauarbeiten in der Höhenlage vor allem am Fernerhaus ohne weiteres möglich
Gutes und kompetentes Personal, welches deine vorgeschlagenen Nachtschichten in der Höhenlage arbeitet bei den Temperaturen, wird nicht ohne weiteres zu finden sein. Die Baustelle ist unter den jetzigen Gegebenheiten in der jetzigen Ausführung (Höhe / Wetter / Logistik) schon anspruchsvoll genug.
Snowboarder90 hat geschrieben: 15.10.2025 - 12:20
Wie man Stationsfundamente unter laufendem Betrieb der zu ersetzenden Bahn bei den dortigen Platzverhältnissen gießen soll, müsstest du bitte erklären.
Gerade im März und April sind Bauarbeiten in der Höhenlage vor allem am Fernerhaus ohne weiteres möglich
Gutes und kompetentes Personal, welches deine vorgeschlagenen Nachtschichten in der Höhenlage arbeitet bei den Temperaturen, wird nicht ohne weiteres zu finden sein. Die Baustelle ist unter den jetzigen Gegebenheiten in der jetzigen Ausführung (Höhe / Wetter / Logistik) schon anspruchsvoll genug.
Meines Wissens steht die 4KBK im vorderen Bereich auf 4 Betonpfeiler. Darunter könnte man den hinteren Stationssteher der neuen Bahn schon ein wenig in die Höhe Giessen. Den vorderen Steher könnte man zwischen Stationsgebäude und letzter Stütze ebenfalls beginnen. Ungefär so wurde es auch bei der Vorabbahn gemacht.
Am Schilthorn wurde die Gipfel-Funifor zwischen Oktober und März gebaut, wieso sollte es hier nicht möglich sein im März zu beginnen? Eigentlich sollte ich mich als Schweizer geehrt fühlen, dass aufwändige Baustellen unter extremen Zeitruck scheinbar nur bei uns möglich sind, aber ich glaube in Österreich gibt es mit der Wildspitzbahn im Pitztal einen perfekten Vergleich. Diese Bahn ist von den Gegebenheiten her definitiv mit der neuen Fernerhausbahn vergleichbar und wurde zu einem Grossen Teil auch in einem kurzen Sommer gebaut.
Ausserdem ist das Tuxer-Fernerhaus ist mit seiner Höhenlage von 2660 Metern verglichen mit Titlis, Brunnenkogel, Klein-Matterhorn und Schilthorn doch Kindergeburtstag. Die Baustrasse dort rauf ähnelt im Verleich zu den anderen Orten einer Autobahn, es ist kein Gipfel der auf alle Seiten steil abfällt und das Wetter ist hier sicher auch nicht immer so viel schlimmer als bei den anderen Seilbahnbaustellen im Gebirge.
Zuletzt geändert von Seilbahnfan 05 am 16.10.2025 - 09:12, insgesamt 2-mal geändert.
Ich bin der Meinung, lieber habe ich in der Bauzeit mal eine Saison lang eine bescheidene Lösung, aber dafür den perfekten Neubau, als eine super Lösung während der Bauzeit, dafür einen Neubau der nicht optimal steht, und das nicht nur eine Saison sondern jahrzente.
Dann steht man halt am Sommerberg in einer Saison mal etwas länger. Oder man lässt sich kreative Lösungen einfallen, z. B. bei langen Wartezeiten einen Shuttle rüber zur Lärmstange 1 um die Wartezeiten etwas zu entschärfen.
Und muss die Revision am GB2 auf einmal gemacht werden, oder kann man diese aufteilen in dem einen Jahr und auf die Frequenzschwächeren Zeiten legen oder sogar kleinere Tätigkeiten nachts durchführen.
Ram-Brand hat geschrieben: 16.10.2025 - 19:02
Verwunderlich, was hier gefordert wird:
Nachtarbeit, Zeitdruck.
Wenn möglich sollte man sowas eher vermeiden. Also lieber über zwei Jahre bauen, dafür Menschlicher!
Vielleicht lieber 1-2 Jahre Zeitdruck für eine komfortable Lösung für die nächsten 3-5 Jahrzehnte.
Die meisten Tunnelprojekte werden auch nicht nur von 8-17 Uhr vorangetrieben...
Mir wurde von einem Kollegen am Tuxer erzählt das der GB2 nächsten Sommer eine neue Steuerung bekommen soll und dass sich das alles ausgeht will man mit der alten Kabinenbahn und mit der Neuen fahren und so die Zeit überbrücken .
Außerdem ist es auf jeder Seilbahnbaustelle stressig auch wenn man sich noch so viel Zeit lässt. Die Zeiten wo man in den Bergen bauen kann sind nun mal sehr begrenzt.
Weiters werden bei einigen Seilbahnen die Revisionsarbeiten bereits nachts durchgeführt gerade Hintertux hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen, bei GB2 & GB3 wird seit Jahren die gesamte Streckenrevision in der Nacht gemacht. Anders ist das bei den Betriebszeiten einfach nicht zu machen, schließlich muss die Station auch noch gemacht werden oder es stehen sonstige Überprüfungen an die nur am Tag gemacht werden können. Die Fahrzeuge (und Klemmen) werden sowieso das ganze Jahr über gemacht.
Zeitplan ist folgendes:
Ende Oktober 2026: Fertigstellung und Inbetriebnahme der neue Bahn
2027: Grosse Revision am Gletscherbus 2, die 4EUB bleibt deshalb noch stehen als Reserve
2028: Demontage der 4EUB