Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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Tommyski
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Tommyski »

Cervin hat geschrieben: 02.09.2025 - 16:41 Ich weiss allerdings nicht, ob das immer so ein wird. Die Triline in Kandersteg ist mit Fachwerkstützen projektiert. Zwar ist die erste Stütze sehr hoch, die letzte allerdings ganz klein.
Das orientiert sich - wie bei den MGD's - an der Stützenhöhe. Ab einer gewissen Höhe, bei MGD's meist so zw. 40 und 50 Metern, ist die Fachwerkstütze aus statischen Gründen (hier geht es nicht nur um dynamischen Kräfte der Seilbahn, sondern auch um Windkräfte und die daraus resultierenden, benötigten Fundamentkubaturen) notwendig. Darunter werden die Stützen bevorzugt als Rundrohrkonstruktion ausgeführt. U.a. weil die Herstellung einfacher ist und die Montage wesentlich schneller geht als bei Fachwerkstützen. Auch der Untergrund / Stützenstandort kann Auswirkungen auf die Ausführung haben.
Ein Winter ohne Skifahren ist wie ein Auto ohne Motor - undenkbar !

wolfgang161272
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von wolfgang161272 »

Also die 3S-Bahn läuft jetzt schon einmal im Testbetrieb!
Die alte Talstation wurde wie die Bergstation komplett umgebaut. Hier kommen Wohnungen für Mitarbeiter rein.
Nachfolgend ein paar Bilder von mir von vor zwei Wochen. Mittlerweile ist alles bereit für den Saisonbeginn.

Ich finde es mehr als gelungen, obwohl ich doch immer an der alten Bahn sehr hing!
IMG_4722.jpeg
IMG_4721.jpeg
IMG_4723.jpeg
Skifreak_1
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Skifreak_1 »

@Wolfgang1956 Vielen Dank für Bilder. Bin schon gespannt auf die ersten Berichte aus dem täglichen Fahrbetrieb von dem neuen Bahntyp.
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paddington
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von paddington »

Auf den Bildern von Garaventa ist zu sehen, dass die Anlage eine Platform Türe hat. Der Rest vom Umlauf scheint aber offen zu sein. Eventuell wird das nur genutzt bei wenig Andrang um dann Personal zu sparen.
https://www.facebook.com/garaventa.offi ... pKSEN37dyl
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Klemme
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Klemme »

Wohl eher ein automatischer/personalreduzierter Betrieb in Randzeiten. Möglicherweise on demand.
Gondeln! Günstige Gondeln! Schöne Omega III im Angebot, fast wie neu! Gooondeln, günstige Gooondeln...
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die 3S-Bahn wurde vom BAV abgenommen. Die Bahn wurde zwei Wochen früher fertig als geplannt vom Bauherr.

Info: https://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/ ... rt-1628239
abgerufen am 31.10.2025
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Chlosterdörfler
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Chlosterdörfler »

Weltweit erste TRI-Line im Hoch-Ybrig ist betriebsbereit.
Die neue TRI-Line im Hoch-Ybrig wird offiziell zur Wintersaison 2025/26 in Betrieb genommen, je nach Schneeverhältnissen frühestens am 22. November 2025. Am 8. November 2025 wird die Seilbahn in privatem Rahmen feierlich eröffnet.
Technische Daten:

„TRI-Line“ 18-TGD Weglosen–Seebli, Unteriberg
Schräge Länge: 1‘738 m
Höhenunterschied: 424 m
Rundstützen: 2
Förderleistung Anfangsausbau: 1‘400 P/h & Endausbau: 1‘600 P/h
Fahrgeschwindigkeit: 6 m/s
Fahrzeit: 7 Min.
Kabienen: Hersteller CWA Typ „STELLA“ 18 Stück. Die Kabinen bieten Platz für 18 Personen (12 Sitz- und 6 Stehplätze) und verfügen über eine Innen-Skihalterung. Ausserdem verfügt die Bahn über ein zusätzliches Fahrzeug für den Waren- und Gütertransport sowie ein Instandhaltsungsfahrzeug.
Die elektrische Ausrüstung basiert auf der Connect-Steuerung, einer modernen Seilbahnsteuerung, die konsequent auf die Aufgaben des Bedienpersonals ausgerichtet ist und einen effizienten, intuitiven Anlagenbetrieb ermöglicht.

Technische Merkmale:
Das Herzstück der TRI-Line ist ihr neu entwickeltes Laufwerk: Zwei D5000-Klemmen greifen von oben auf das Seil, acht Laufrollen – vier auf jedem Tragseil – garantieren Laufruhe und Stabilität, selbst bei starkem Wind. Die Bahn nutzt zahlreiche bewährte Komponenten der D-Line und des 3S-Systems, was die Wartung und den Betrieb für das Seilbahnbetriebsteam vereinfacht.

Auf autonomes Fahren ausgelegt:

Die neue TRI-Line im Hoch-Ybrig ist AURO-fähig. AURO steht für Autonomous Ropeway Operation und ermöglicht den Betrieb ohne Bedienpersonal. Je nach Bedarf kann die Anlage in zwei Betriebsarten gefahren werden: Im konventionellen Betrieb überwachen Mitarbeitende die Tal-und Bergstation, was die volle Förderleistung ermöglicht – ideal für den Hauptverkehr im Skigebiet. Im AURO-Betrieb erfolgt der Ein- und Ausstieg bei stehender Kabine über Portale. Der Betrieb wird dabei über das Ropeway Operation Center (ROC) in der Bergstation videoüberwacht und zentral gesteuert. Das System erkennt Abweichungen automatisch, verlangsamt oder stoppt den Betrieb bei Bedarf. Kommt die Anlage zum Stillstand, nimmt der Betreiber nach Behebung der Ursache den Betrieb manuell am Berg wieder auf. Der Betreiber kann flexibel zwischen den Betriebsarten wechseln und seine Ressourcen optimal einsetzen.
Quellen: https://www.doppelmayr.com/wp-content/u ... 25_deu.pdf
https://www.doppelmayr.com/presse/weltw ... ebsbereit/
Bilder ohne Bergstation: https://coco.doppelmayr.com/pinaccess/p ... sciSQTiHt6
abgerufen am 07.11.2025

Medien: https://www.luzernerzeitung.ch/zentrals ... ld.4041618
https://www.krone.at/3950789
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Richie »

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Jojo
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Jojo »

Genial! Bekommt recht wenig Aufmerksamkeit gefühlt, oder?
Bin gespannt, ob alles problemlos laufen wird und falls ja, bin ich sicher, dass diese Art von Bahn "Karriere machen" wird.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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hegauner
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von hegauner »

In Zürich gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema Aufmerksamkeit:

Zürich beendet Beteiligung am Skigebiet Hoch-Ybrig | Tages-Anzeiger https://share.google/we4330xTucB0Xkfsa

Der Artikel ist nicht mehr ganz aktuell aber trotzdem interessant.
Skitage 25/26 Gargellen, Silvretta Montafon, Golm, Ischgl, Kappl
Skitage 24/25 Gargellen 2x, Chäserrugg, Mellau/Damüls, Brandnertal
Skitage 23/24 Waldau, Flumserberg, Silvretta Montafon, Balderschwang
Skitage 22/23 Waldau, Damüls
Skitage 21/22 Montafon, Arlberg, Hoch-Ybrig, Pizol, Diedamskopf
Skitage 20/21 Jakobsbad
Skitage 19/20 Elm, Arlberg (2x), Montafon, Balderschwang, Ischgl
Skitage 18/19 Hinterzarten (2x), Muggenbrunn, Ischgl, Toggenburg (2x)
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ATV
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von ATV »

Jojo hat geschrieben: 13.11.2025 - 20:54 Genial! Bekommt recht wenig Aufmerksamkeit gefühlt, oder?
Bin gespannt, ob alles problemlos laufen wird und falls ja, bin ich sicher, dass diese Art von Bahn "Karriere machen" wird.
Ich bleib dabei. Seilbahnsysteme die die Welt nicht braucht. Man vereine die Nachteile einer 2S mit denen einer 3S, indem man die Vorteile des jeweils anderen System aufgibt.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Reginleif »

Ich sehe das genau umgekehrt, nämlich so wie Doppelmayr es auch bewirbt. Man kombiniert die Vorteile einer EUB mit denen einer 3S und umgeht die Nachteile einer 2S.
Denn sind wir mal ehrlich die richtige 3S bringt sowohl finanziell als auch geometrisch eine Größenordnung mit die sie an den meisten Stellen uninteressant macht.
Ich sehe für die Triline einen großen Markt, auch aufgrund der möglichen Förderleistung.
Die Tri Line ist für mich das was die 3S mal sein sollte und wird deutlich mehr in die Masse gehen als die eine 3S die im Jahr vielleicht mal gebaut wird.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Seilbahnjunkie »

ATV hat geschrieben: 14.11.2025 - 13:09 Ich bleib dabei. Seilbahnsysteme die die Welt nicht braucht. Man vereine die Nachteile einer 2S mit denen einer 3S, indem man die Vorteile des jeweils anderen System aufgibt.
Ich weiß, ich bin late to the party, aber könntest du das etwas genauer ausführen?
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von SkiFan19 »

Gerade entdeckt:

https://youtu.be/EVFmmnwuECQ?si=UYes1HyY8bqJ9Onk

Viele Grüße
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Naturbahnrodler
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Naturbahnrodler »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.11.2025 - 23:43
ATV hat geschrieben: 14.11.2025 - 13:09 Ich bleib dabei. Seilbahnsysteme die die Welt nicht braucht. Man vereine die Nachteile einer 2S mit denen einer 3S, indem man die Vorteile des jeweils anderen System aufgibt.
Ich weiß, ich bin late to the party, aber könntest du das etwas genauer ausführen?
Es wäre ja wirklich interessant, ob es da auch Argumente gibt. Ich sehe aktuell noch keine.
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Christoph Lütz
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Christoph Lütz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.11.2025 - 23:43
ATV hat geschrieben: 14.11.2025 - 13:09 Ich bleib dabei. Seilbahnsysteme die die Welt nicht braucht. Man vereine die Nachteile einer 2S mit denen einer 3S, indem man die Vorteile des jeweils anderen System aufgibt.
Ich weiß, ich bin late to the party, aber könntest du das etwas genauer ausführen?
Ein Nachteil des neuen Systems ist zum Beispiel die seitliche Zugseilablage auf den Stützen und Seilreitern. Das besondere am 3S-System war ja die extrem zuverlässige Zugseilablage von oben zwischen den Tragseilen.
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phifue
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von phifue »

Vorteil des Systems ist vor allem im urbanen Raum. Man kann mit deutlich kleineren Stationen und Stützen als bei einer 3 S arbeiten und zugleich braucht man deutlich weniger Stützen als bei einer EUB.

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ATV
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von ATV »

Es ist wirklich kaum zu übersehen, wie die sogenannte Triline es schafft, gleichzeitig die empfindliche seitliche Krafteinleitung einer klassischen 2S-Bahn und die massiven, schweren Tragseile einer 3S-Bahn miteinander zu kombinieren, ohne dabei auch nur einen der echten Vorteile der jeweiligen Systeme mitzunehmen, denn während eine klassische 3S ihre beiden weit auseinanderliegenden Tragseile sinnvoll nutzt, um die Kabine stabil und windfest zu führen und das Zugseil oben mittig verankert ist, sodass die Klemme sauber von oben zwischen den Seilen greifen kann, und während eine 2S zwar nur ein Tragseil besitzt, dafür aber wenigstens konstruktiv klar bleibt, indem das Zugseil unten verläuft und die Klemme seitlich zugreift, schafft die Triline eine merkwürdige Zwischenform, bei der die beiden Tragseile so eng zusammenstehen, dass die breite Spur der 3S völlig verloren geht, die Klemme trotzdem seitlich angreifen muss wie bei der 2S, was die komplette asymmetrische Krafteinleitung und die seitliche Empfindlichkeit übernimmt, und gleichzeitig das Zugseil unten verläuft, wodurch es wie beim 2S-System durchhängt und nur mithilfe seitlich offener Seilreiter geführt werden kann, die bei Seitenwind noch anfälliger sind, während man gleichzeitig das ganze schwere Tragwerksprinzip einer 3S mitschleppt, also zwei dicke Tragseile, grosse Stützen, aufwendige Stationstechnik und all die damit verbundenen Kosten, ohne dass man dadurch die eigentliche Windstabilität, die ruhige Laufsymmetrie oder die langen Spannfelder einer echten 3S erreicht, sodass am Ende ein System entsteht, das seitlich so empfindlich ist wie eine 2S, schwer und teuer wie eine 3S, aber weder die Einfachheit des einen noch die Stabilität des anderen liefert, wodurch man sich zwangsläufig fragt, weshalb man überhaupt zwei Tragseile mitführt, wenn man sie konstruktiv nicht so einsetzen kann, dass der entscheidende Vorteil einer 3S, nämlich die grosse Spurweite und die mittige Zuseilführung, überhaupt zum Tragen kommt.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Reginleif »

Also man kanns auch negativ sehen und Mücken zum Elefanten machen.
Ich würde eher sagen die Triline ist ein sehr gutes Produkt, dass die Vorteile der 3S gegenüber der 2S im Kern behält (ja natürlich mit Abstrichen) es dabei aber schafft in sämtlichen Dimensionen viel abgespeckter gebaut werden zu können und dadurch erst interessant wird. Man sollte sich eher Fragen, ja die 3S kann viel, aber braucht es das überhaupt?
Anhand der wenigen Anlagen weltweit sieht man doch, dass die 3S in 90% der Fälle völlig over the top ist und gar nicht praxistauglich. Das was sie kann, braucht man fast nirgends und wenn dann kostet sie zu viel oder baut zu groß.
Wer muss denn mit einer Seilbahn noch bei Orkansturm fahren können, wenn vorher eh jede Sportbahn im Skigebiet dicht machen muss?
Im urbanen noch viel schlimmer, man mag zwar denken hier geht es um die maximale Verfügbarkeit bei Sturm, in der Praxis fühlt sich der durchschnittliche urbane Nutzer bei Sturm aber schon weit bevor die Anlage nicht mehr fahren kann gar nicht mehr wohl und sicher und will bei dem Wetter gar nicht Seilbahn fahren.
Mit der Triline, die man ja auch als 3S-Light vermarktet erschließt man den Markt jetzt praxisorientierter.

Einige deiner Punkte kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Du sprichst von empfindlicher seitlicher Krafteinleitung. Klar ist eine asymmetrische Krafteinleitung rechnerisch ungünstiger, aber das ist über jahrzehnte bewährte Seilbahntechnik bei vielen Anlagen. Das als empfindlich zu bezeichnen scheint mir weit her geholt. Ich denke wenn es hier ernsthafte Probleme geben würde, hätte sich das längst gezeigt und es würden nicht viele solcher Anlagen schon seit Jahrzehnten laufen.

Die 2 "massiven schweren Tragseile" machst du zu einem Problem, das in der Praxis kaum Relevanz hat. Das Seil macht bei einer Seilbahn einen so kleinen Bruchteil der Baukosten aus, dass es sich in jedem Fall lohnt gegenüber einer 2S die eine Spurweite von 0 hat zumindest etwas Spurweite zu haben. Ja weniger als die 3S, aber immernoch mit einem großen Plus an Stabilität.
Das viel größere Plus gegenüber der EUB sind in meinen Augen aber die großen Spannfelder, die deutliche reduzierte Stützenzahl, und da steht die Triline der 3S kaum nach. Hier spart man Baukosten, Logistik und Flächenverbrauch, während man beim Wind irgendwann eh das Problem hat, dass es einem das Fahrzeug vom Seil oder die Seile von den Stützen nimmt, unabhängig von der Spurweite. Die Topografie mit den langen Spannfeldern überwinden zu können, das ist in meinen Augen der viel wesentlichere Aspekt als bei etwas mehr Wind noch fahren zu können.

Das Laufwerk der 3S, das bei Doppelmayr übrigens mit der Klemme unters Zugseil greift, ist ebenfalls einfach too much. Für die Praxis zu groß und teuer. Die seitliche Klemme mag weniger optimal sein, kostet dafür aber nur einen Bruchteil. Die Triline wirkt da minimalistisch dagegen und ich würde keinesfalls sagen hier schleppt man das teure Übel aus beiden Welten mit. Auch hier wieder, das was der Markt eigentlich sucht und braucht.

Die Stützen hat man gegenüber der 3S ja eher fast auf die Dimensionen einer EUB reduziert, die Stationstechnik ebenfalls so runtergebrochen dass man der EUB nahe kommt und genau das ist doch auf dem Markt erforderlich, mehr als eine EUB aber nicht so aufgeblasen wie die 3S.

Die Triline bietet einen klaren Vorteil gegenüber der EUB, ja sie bleibt hinter der 3S, aber die schießt einfach übers Ziel hinaus in meinen Augen. Die Spurweite der 3S hat auch nur irgendwer irgendwann mal definiert, hätte es die 3S nie gegeben und die Triline wäre direkt als Weiterentwicklung der EUB gekommen, hätte wohl jeder gesagt was für Vorteile wir Gewinnen bei einer Station und Stütze die kaum breiter wird als die eines 8er Sessels.
Jetzt nimmt man das vielleicht als Rückschritt war, der es gegenüber der 3S ja auch ist. Ich würde nie sagen dass die Triline besser als die 3S ist wenn man die kosten mal außer acht lässt. Sie ist aus seilbahntechnischer sicht schlechter, ganz klar. Als Gesamtpaket würde ich es aber eher als eine Rückbesinnung auf die Praxistauglichkeit sehen ohne zu viel aufzugeben. Vielleicht hätte man sich eher die 3S sparen sollen.
Und es muss ja auch nicht jedem gefallen, die wenigsten werden sich privat eine Seilbahn zulegen nehme ich an :lol:
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Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von GMD »

Gerade im urbanen Raum sehe ich die seitlichen Klemmen und die daraus resultierende seitliche Zugseilführung kritisch. Man stelle sich einen Sturm vor! Selbst wenn die Bahn schon lange nicht mehr fährt, hat man trotzdem die Gefahr, dass der Wind das Zugseil aus den seitlichen Führung der Seilreiter oder Stützen wirft. Das dann evtl. auf die darunter liegenden Gebäude fällt. Oder auf eine Strasse.
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Naturbahnrodler »

ATV hat geschrieben: 28.11.2025 - 13:06 Es ist wirklich kaum zu übersehen, wie die sogenannte Triline es schafft, gleichzeitig die empfindliche seitliche Krafteinleitung einer klassischen 2S-Bahn und die massiven, schweren Tragseile einer 3S-Bahn miteinander zu kombinieren, ohne dabei auch nur einen der echten Vorteile der jeweiligen Systeme mitzunehmen, denn während eine klassische 3S ihre beiden weit auseinanderliegenden Tragseile sinnvoll nutzt, um die Kabine stabil und windfest zu führen und das Zugseil oben mittig verankert ist, sodass die Klemme sauber von oben zwischen den Seilen greifen kann, und während eine 2S zwar nur ein Tragseil besitzt, dafür aber wenigstens konstruktiv klar bleibt, indem das Zugseil unten verläuft und die Klemme seitlich zugreift, schafft die Triline eine merkwürdige Zwischenform, bei der die beiden Tragseile so eng zusammenstehen, dass die breite Spur der 3S völlig verloren geht, die Klemme trotzdem seitlich angreifen muss wie bei der 2S, was die komplette asymmetrische Krafteinleitung und die seitliche Empfindlichkeit übernimmt, und gleichzeitig das Zugseil unten verläuft, wodurch es wie beim 2S-System durchhängt und nur mithilfe seitlich offener Seilreiter geführt werden kann, die bei Seitenwind noch anfälliger sind, während man gleichzeitig das ganze schwere Tragwerksprinzip einer 3S mitschleppt, also zwei dicke Tragseile, grosse Stützen, aufwendige Stationstechnik und all die damit verbundenen Kosten, ohne dass man dadurch die eigentliche Windstabilität, die ruhige Laufsymmetrie oder die langen Spannfelder einer echten 3S erreicht, sodass am Ende ein System entsteht, das seitlich so empfindlich ist wie eine 2S, schwer und teuer wie eine 3S, aber weder die Einfachheit des einen noch die Stabilität des anderen liefert, wodurch man sich zwangsläufig fragt, weshalb man überhaupt zwei Tragseile mitführt, wenn man sie konstruktiv nicht so einsetzen kann, dass der entscheidende Vorteil einer 3S, nämlich die grosse Spurweite und die mittige Zuseilführung, überhaupt zum Tragen kommt.
Der Hersteller gibt die gleiche Windstabilität wie bei seiner eigenen 3S Bahnen an. Ob das dann auch stimmt wird sich zeigen. Es scheint aber, dass die Spurbreite im Verhältnis zur Kabinengrösse ausreicht.
Prinzipiell könnte man ja auch die gleiche Aufhängung mit breitere Spur bauen, nur ist halt die Frage, wieviel ist nötig. In Hoch-Ybrig macht es z.B. keinen Sinn, die Zubringerbahn (welche keine eigenen Pisten erschliesst) auf eine viel höhere Windgeschwindigkeit auszulegen als die Bahnen oben. Zumal das Gebiet zur Not auch noch über eine kleine Strasse evakuiert werden könnte.

Die seitliche Krafteinleitung haben wir heute bei allen kuppelbaren Systemen ausser bei gewissen 3S Bahnen. So hat auch die Leitner 3S eine seitliche Kuppelung welche auch die gleiche "C" Form hat wie die Triline nur mit dem Unterschied, dass sie zwischen den Tragseilen angeordnet ist. Wenn man nun die bestehenden Bahnen von Leitner und Doppelmayr anschaut sieht man schon dort, dass die seitliche Kupplung wesentliche Vorteile für die Konstruktion der Stützen hat. Die Triline geht diesen Weg nun konsequent weiter. Wo die Kraftführung in der Klemme geführt wird, sehe ich als irrelevant, da sie drei Stegen und doppelter Klemme keine Drehbewegung zulassen wird sofern sich das Zugseil mittig über dem Schwerpunkt der Gondel befindet. Dies aber bereits auf allen Bildern zu erkennen, das Zugseil ist Mittig angeordnet.

Ein Zugseil hängt bei allen Systemen mit Tragseilen durch. Das ist von der Anordnung völlig unabhängig. Auch eine Pendelbahn oder klassische 3S braucht Seilreiter, damit das Seil nicht durchhängt. Die Möglichkeit von Seilreitern ist einer der grossen Vorteilen der Triline gegenüber 2S-Systemen welcher du hier einfach unterschlägst. Auch wenn die Form des Seilreiters vielleicht gewöhnungsbedürftig ist, es ist ganz klar ein Vorteil gegenüber durchhängenden Zugseilen und ermöglicht es so, grössere Spannfelder als bei einer 2S zu realisieren. Ob man an eine klassische 3S herankommt, wird sich zeigen, der Hersteller hat es mal so definiert. Ich werde, wenn nichts dazwischen kommt, den Hoch-Ybrig diesen Winter besuchen. Dann kann ich die Laufruhe auch einmal testen.

Zusammengefasst sehe ich folgende Vorteile zu den anderen Systemen:
+ Kompaktere Stationen und Stützen im Vergleich zur 3S
+ Kostengünstiger als 3S
+ Grössere Spannfelder als 2S
+ Kein durchhängendes Zugseil wie bei 2S

Als Bonus:
+ Weniger Stützen als eine klassische EUB
GMD hat geschrieben: 28.11.2025 - 18:41 Gerade im urbanen Raum sehe ich die seitlichen Klemmen und die daraus resultierende seitliche Zugseilführung kritisch. Man stelle sich einen Sturm vor! Selbst wenn die Bahn schon lange nicht mehr fährt, hat man trotzdem die Gefahr, dass der Wind das Zugseil aus den seitlichen Führung der Seilreiter oder Stützen wirft. Das dann evtl. auf die darunter liegenden Gebäude fällt. Oder auf eine Strasse.
Dafür haben die Seilreiter seitliche Bügel angebracht. Der Sicherheitsbügel ist zugegebenermassen etwas kleiner als bei einer klassischen 3S, aber es ist nicht so, dass das Seil runterfällt wenn er von der Rolle springt.
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von GMD »

Wurden da eigentlich Versuche in einem Windkanal unternommen?
Probably waking up
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von stephezapo »

Außerdem hat die Tri-Line im Gegensatz zu einer 2S Seilreiter, dh. das Zugseil wird auch zwischen den Stützen getragen bzw. seitlich stabilisiert. Ich sehe da (als Laie!) kein nennenswertes Risiko, dass Seitenwinde das Zugseil von den Stützenrollen fegen. Durch die großen Spannfelder haben die Stützen auch größere Ablenkungswinkel, die dem nochmal entgegenwirken.
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Re: Neues in Hoch-Ybrig – Unteriberg/​Oberiberg

Beitrag von Reto »

Schöne Bahn

Aber solange die Ybriger nicht dem Zentralschweizer Skipass beitreten werde ich dihnen kein Geld bringen

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