Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

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Petz
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Petz »

j-d-s hat geschrieben: 12.09.2025 - 16:49man könnte glatt glauben die Gebäude von 1970 seien in einem Zustand errichtet worden wie bei Slums in Indien)
Nicht unbedingt in einem solchen Zustand aber wie die Beispiele Carolabrücke, Morandi oder auch "unsere" Luegbrücke zeigen in falscher Bauweise. Bei der Carolabrücke war die Schädigung der einbetonierten und daher nicht auf Korrosion prüfbaren Spannelemente das Problem und bei Morandi als auch der Luegbrücke hat man die rechtzeitige Inangriffnahme von Sanierungsarbeiten schlicht versäumt.
Meines Erachtens nach dürfte man eigentlich gar keine Stahlbetonbrücken bauen denn nur reine Stahlkonstruktionen sind zugänglich genug um eine wirksame Überwachung und problemlose Sanierung zu gewährleisten - die Golden Gate ist dafür das Paradebeispiel.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.

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miki
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von miki »

Ziemlich viele gute Neuigkeiten von Österreichs Strassen, wenngleich die meisten davon leider weit weg von den Skigebieten liegen:

S7 wird komplett für Verkehr freigegeben
„Aber es ist alles unter Dach und Fach. Unter dem Strich kann man sagen, Fürstenfeld ist durchaus ein Profiteur von dieser neuen Straße, und wir sind dankbar und froh, dass das geglückt ist“, so (BGM, anm.) Jost, der sich überzeugt zeigt, dass das Ziel „1.000 neue Arbeitsplätze“ vor allem auch durch den Bau der S7 in absehbarer Zeit möglich sein werde.
Großer Zuspruch für S1-Ausbau und Lobautunnel
Seit dieser Woche ist es fix: Die S1-Nordostumfahrung kommt. Der Baustart für den ersten Abschnitt soll 2026 erfolgen. In den unmittelbar betroffenen Gemeinden in Niederösterreich steht man dem Bauprojekt positiv gegenüber und hofft auf weniger Verkehr.
Wenigstens aus meiner Sicht ein wenig relevant, wenn es um den Weg in die obersteirischen Skigebiete geht:

Der dreispurige Ausbau der A9 Pyhrnautobahn südlich von Graz scheint einen Schritt näher zu kommen. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) und die Landesregierung haben bekanntgegeben, die ASFINAG mit einer ersten Planung des Projekts zu beauftragen.
Die dritte Spur werde die Lebensrealität der Steirerinnen und Steirer spürbar verbessern, so die SPÖ in einer Aussendung. Der steirische SPÖ Chef Max Lercher sieht darin einen wichtigen Impuls für den sterischen Standort:
Habe nur ich das Gefühl, dass der Strassen(aus)bau in Ost- vs. Westösterreich wesentlich anders, also positiv vs. negativ, wahrgenommen wird? Und da meine ich nicht nur den Unterscheid zwischen z.B. Burgenland vs. Tirol / Vorarlberg, sondern z. B. auch zwischen der Oststeiermark und dem NW des Landes?

Was nachhaltiges :lol: : die Rad- und Fussgängerbrücke über die Mur zwischen dem südsteirischen Strass und dem slowenischen Ceršak, siehe mein Posting vom 3. 9. 2025, wurde gestern feierlich eröffnet. Ein gewisser Miki durfte bei der Gelegenheit nicht fehlen:

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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von tmk1609 »

Windischgarsten ist leider nur in Sommerpause, die dauert - mit Unterbrechungen in den Sommerferien und von Dezember bis Februar - bis Sommer 2027: https://www.asfinag.at/ueber-uns/presse ... chgarsten/
Damit ist sie immerhin außerhalb der Hauptsaisons und dürfte damit keine (oder höchstens sehr wenige) größere Staus verursachen.
Bin Freitag vor einer Woche nach Windischgarsten gefahren. Baustelle ist wieder aktiv - nur mehr einspurig in jeder Fahrtrichtung befahrbar.

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Seilbahnjunkie
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ziemlich schlimme Nachrichten trifft es wohl besser. Da wird uns vorgegaukelt, dass wir jetzt sparen müssen, weil die letzte Regierung so viele Prestigeprojekte auf Pump finanziert hat, aber für jeden Blödsinn beim Straßenbau ist Geld da.
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Downhill
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Downhill »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 30.09.2025 - 00:49Ziemlich schlimme Nachrichten trifft es wohl besser. Da wird uns vorgegaukelt, dass wir jetzt sparen müssen, weil die letzte Regierung so viele Prestigeprojekte auf Pump finanziert hat, aber für jeden Blödsinn beim Straßenbau ist Geld da.
Ich glaub du hast dich im Topic verlaufen.
Die Asfinag (und im obigen Post von Miki ging es nur um Asfinag-Projekte) finanziert sich aus Mauteinnahmen, nicht aus Steuergeldern.
Falls dir die Umverteilung deiner Steuern nicht passt, diskutier das bitte im Politik-Thread :roll:
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Tyrolens »

Auch die ASFINAG muss an die Republik Österreich jährlich eine Dividende in Höhe von mehreren hundert Mio. Euro bezahlen.
Insofern gibt es hier schon einen Kontext.

In Tirol sieht es so aus, dass man eigentlich keine neuen Straßen oder deren Ausbau möchte, weil neue Straßen neuen Verkehr anziehen (so zumindest die Doktrin).
Ausnahmen gibt es zb am Fernpass.
Bei uns im Raum Innsbruck wird gerade die A12 saniert und ist das auch ein Indiz dafür, dass ein dreispuriger Ausbau in den nächsten zwei Jahrzehnten eher nicht kommen wird.
Man versucht halt alles in den ÖPNV zu verlagern. Das klappt nicht so schlecht, ist aber auch sehr teuer.
Unsere Gemeinde plant gerade einen Radweg, finanziert vom Land, geht es da um ca. 3 Mio Euro für 1,8 km Strecke. Ob's schlau ist? Ein Güterweg wäre jetzt schon da und die Leute fahren doch eh alle mit ihren E-Mountainbike-Monstern herum.

Radwege sind ja auch Straßen und auch wenn es viele nicht glauben , gilt auch dort die STVO. Gebaut wird im traditionellen Tiroler Stil:

https://www.meinbezirk.at/stubai-wippta ... k_a6583495


*ggg*
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Bis Herbst 2027 soll ein "multifunktionales Transitmanagementsystem" für einen besseren Verkehrsfluss und mehr Verkehrssicherheit sorgen. Profitieren sollen auch die Anrainer in den Gemeinden entlang der Transitverbindung. Sie waren in den vergangenen Jahren besonders in der Hauptreisezeit häufig vom Ausweichverkehr belastet.
Quelle: 40 Millionen Euro gegen Stau auf A10: "Intelligente Verkehrssteuerung" in Salzburg
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Wintersperren seit 9 Uhr aktiv:
Der Winter ist da und damit werden auch wieder einige Straßen gesperrt. Den Auftakt hat am Montag das Furkajoch gemacht, also die Verbindung zwischen Bad Laterns und Damüls. Am Dienstag folgt die Straße zwischen Lech und Warth. Wie jeden Winter sind beide Strecken aus Sicherheitsgründen nicht befahrbar.
Quelle: Sperre von Furkajoch und Warth-Lech-Strecke
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

#GoodNews für alle, die auf der B 180 Reschenstraße unterwegs sind: Zwischen 20. Dezember 2025 und voraussichtlich 12. Jänner 2026 ist die Reschenstraße im Bereich der Kanzelgalerie in BEIDEN Fahrtrichtungen zweispurig geöffnet! 🚗🚗
Dank großer Fortschritte beim derzeit größten Bauprojekt des Landes gibt’s daher pünktlich zur Wintersaison eine deutliche Entlastung für alle PendlerInnen, Einheimischen und Gäste.
Was gilt in der Baupause? 🤔
◾ Zweispuriger Verkehr in beide Richtungen
◾ Je nach Witterung: kurzfristig einspurige Regelungen mit Ampel möglich
◾ Fahrtrichtung Süden (Nauders): Verkehrsführung über die neue talseitige Umfahrungsstraße
◾ Fahrtrichtung Norden (Pfunds): Verkehrsführung über die Baustraße (ehemalige B180)
Quelle: facebook

Mehr Details: Kanzelgalerie: Freie Fahrt in beide Fahrtrichtungen in der Weihnachtszeit
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Und es geht bald wieder los:
Zum Start in die Wintersaison treten in Tirol erneut Fahrverbote im niederrangigen Straßennetz in Kraft. Sie gelten vom 20. Dezember 2025 bis zum 6. April 2026 an Wochenenden und Feiertagen. Das Ziel des Landes ist es, damit den Ausweichverkehr zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Quelle: Abfahrfahrverbote starten am 20. Dezember
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Ilcko »

Auf einem Schleichweg unterwegs und plötzlich fragt die Polizei nach dem Fahrziel?

DAZU: https://www.autorevue.at/ratgeber/verke ... ch-richtig
grafik.png
grafik.png (23.61 KiB) 891 mal betrachtet
Im Zweifel lieber Kooperation heucheln und ggf ein unverfängliches Fahrtziel angeben. Man sollte darauf vorbereitet seit und willen wo man (angeblich) hinwilll
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Reinhard S.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Reinhard S. »

Naja, nicht Allem blind hinterherlaufen und was zu hinterfragen ist ja ok.

Im gegenständlichen Fall den Vordrängler zu geben, wäre schon etwas "verhaltensoriginell".

In der Hoffnung vielleicht (Betonung auf vielleicht, weil gibt ja immer mehrere Kandidaten) ein paar
Minuten durch einen Schleichweg zu gewinnen, staut man sich durch ein paar Ortschaften...
Und verursacht dann bei der nächsten Auffahrt zusammen mit den anderen Kandidaten wieder neuen
Rückstau, der den Fluß auf der Autobahn wieder stört usw, usw....

Nur mal so als Denkanstoß...
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Seilbahnjunkie
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Was erwartest du von Leuten die aus Protest gegen Schutzmaßnahmen für die Anwohner sinnlos hupen?
tmk1609
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von tmk1609 »

Ilcko hast du schon den Hauptgrund von diesem Forum verstanden?
Steht ja eh ganz groß oben: alpinforum.com - Skigebiete, Seilbahnen und mehr

von deinen 30 Posts werden mir 28 angezeigt. Diese gliedern sich auf in:
  • 12 zum Thema Fernpass
  • 7 zum Thema sonstige Verkehrsthemen - z.B. Protesthupen, Kooperation heucheln, geblitzt vor Zahlung drücken, etc.
  • 4 zum Klimaschutzthemen - z.B. Tesla; beim Duschen in die Dusche pinkeln
  • 3 zum Thema Parkplatzgebühren
  • 2 zu sonstigen Themen: Nationalratswahl Ö; muslimische Frauen als Papst
Jetzt könnte man sagen, dass du dich einfach nur auf das "mehr" im Titel konzentrierst. Aber das ist ja doch ein wenig einseitig.
Aber zu 100% nur auf das "mehr" konzentrieren, und dann davon zu in 19 von 28 Posts nur über Fernpass bzw. Verkehrsthemen und dies dann zum Großteil negativ - ist schon bemerkenswert.

Wobei dein Post zum in die Dusche Pinkeln und muslimische Frauen als Papst hauen das Forum sicherlich vorwärts! :lol:

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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Spezialwidde »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 10.12.2025 - 16:16 Was erwartest du von Leuten die aus Protest gegen Schutzmaßnahmen für die Anwohner sinnlos hupen?
Ich erwarte dass die das in der realen Welt niemals machen würden sondern nur in einem Forum alle Nase lang als Zeitvertreib aus dem Keller kommen, irgendeinen Quatsch trollen in der Hoffnung irgendeine komplett sinnbefreite Diskussion anzetteln zu können, wieder verschwinden und sich heimlich drüber kaputt zu lachen wer alles drauf anspringt.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

https://tirol.orf.at/stories/3332950/

Im Zillertal wird der Ruf nach einem raschen Baustart der Umfahrung Fügen immer lauter. Die bestehende Straßenbaubewilligung läuft 2026 aus; müsste das Verfahren neu gestartet werden, entstünde laut Bürgermeister Dominik Mainusch (ÖVP) erheblicher Schaden und ein Glaubwürdigkeitsverlust für die Politik.

Das Land Tirol hat vor vier Jahren 98 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt. Für die Umsetzung werden rund fünf Hektar zusätzliche Flächen benötigt. Obwohl der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerden der betroffenen Grundeigentümer im Vorjahr abgewiesen hat, dauern die Grundtauschverhandlungen mit dem Land weiterhin an.

Der Hauptbetroffene, Landwirt Alois Huber, müsste etwa 1,5 Hektar abgeben. Er kritisiert das Angebot des Landes als unzureichend: Die angebotene Tauschfläche liege drei Kilometer entfernt, befinde sich in einer roten Zone und sei für den landwirtschaftlichen Betrieb nur schwer nutzbar. Huber fordert ein Tauschverhältnis von mindestens 1:3 und bezweifelt, dass die Umfahrung das Verkehrsproblem tatsächlich lösen werde.

Sowohl Mainusch als auch der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Hörl fordern daher das Land auf, endlich zur Enteignung zu greifen. Hörl bezeichnet das Verhalten einzelner Grundeigentümer im vorderen Zillertal als „Skandal“.

Der zuständige Landesrat LHStv. Josef Geisler (ÖVP) – zugleich Obmann des Tiroler Bauernbunds – lehnt Enteignungen ab und setzt auf eine gütliche Einigung. Er weist den Vorwurf zurück, aus Rücksicht auf seine bäuerliche Klientel zu handeln, und betont, dass er die Verhandlungen noch heuer abschließen wolle. Das Projekt befinde sich „planmäßig auf Kurs“.
Aus den Niederlanden. Entschuldigen Sie eventuelle Schreibfehler.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Der einzige Skandal ist das Projekt selbst. Das ist die unnötigste Umfahrung die es geben kann, denn Fügen hat schon längst eine Umfahrung. Das einzige Problem ist die Kreuzung der Fußgänger zum Bahnhof. Da nehm ich das Geld und bau den Bahnhif neu, inkl. Unterführung unter der Straße durch. Kostet wesentlich weniger, erfordert keinen neuen Grund und löst das Problem trotzdem.

Aber in diesem Tal ist längst jede Hoffnung auf Verstand verloren. Die Modernisierung der Bahn wird durch geballte Inkompetenz, Dummheit und aufgeblähte Egos verzögert bis sie irgendwann auseinander fällt. Dafür plant man sinnlose Umfahrungsstraßen oder Straßentunnel und Kaltenbach baut ein Parkhaus nach dem anderen. Gleichzeitig schimpfen aber alle, dass man im Verkehr erstickt. Einfach nur noch völlig absurd.

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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

Die Argumentation, dass die Umfahrung Fügen überflüssig sei, weil Fügen „bereits eine Umfahrung habe“, und dass das Problem im Wesentlichen durch eine Unterführung am Bahnhof gelöst werden könne, hält einer verkehrstechnischen Prüfung nicht stand.

Unter idealen Bedingungen kann eine zweistreifige Straße rund 4.200 Fahrzeuge pro Stunde abwickeln (etwa 2.100 Fahrzeuge je Fahrstreifen und Richtung). Diese Werte gelten jedoch nur für Straßen mit niveau­freien Anschlüssen, ohne Querungen, ohne seitlich einmündenden Verkehr und mit freiem Verkehrsfluss. Die B169 erfüllt diese Voraussetzungen auf den entscheidenden Abschnitten eindeutig nicht. In der Praxis handelt es sich um eine einspurige Talstraße mit erheblicher seitlicher Reibung: zahlreiche Zufahrten, Kreuzungen, Ortsdurchfahrten, Zebrastreifen sowie intensiver touristischer Verkehr.

Gerade durch diese Reibung liegt die praktische Leistungsfähigkeit der B169 in den Spitzenstunden deutlich niedriger, in der Größenordnung von 1.000 bis 1.500 Fahrzeugen pro Stunde und Richtung an den kritischen Stellen. Gleichzeitig zeigen die offiziellen Verkehrszählungen, dass die Tagesverkehrsstärke an Spitzentagen in Richtung 30.000 Fahrzeuge geht. Das bedeutet nicht, dass die Straße ganztägig ausgelastet ist, wohl aber, dass insbesondere in der Morgen- und vor allem in der Nachmittagsspitze die Nachfrage dauerhaft über der verfügbaren Kapazität liegt. Staubildung ist daher kein Ausnahmefall, sondern eine logische und vorhersehbare Folge.

Die Fußgängerquerung beim Bahnhof Fügen stellt dabei zweifellos ein Problem dar, insbesondere aus Sicherheits- und lokaler Abwicklungssicht. Eine Unterführung wäre sinnvoll und würde lokale Bremswirkungen reduzieren. Eine solche Maßnahme erhöht die Leistungsfähigkeit der B169 jedoch nur marginal. Sie löst nicht das grundlegende Problem: Die Talachse ist strukturell unterdimensioniert für die Kombination aus Pendlerverkehr, touristischen Spitzen und lokalem Verkehr.

Hinzu kommt, dass die bestehende „Umfahrung“ von Fügen funktional keine echte Umfahrung darstellt. Sie ist weiterhin Teil derselben B169-Achse, weist vergleichbare Konflikte und Einschränkungen auf und ist nicht darauf ausgelegt, die heutigen oder zukünftigen Verkehrsströme konfliktfrei abzuwickeln. Aus verkehrstechnischer Sicht handelt es sich daher nicht um eine vollwertige Umfahrung.

Gleichzeitig ist die Kritik an der rückständigen Entwicklung der Zillertalbahn berechtigt. Die Bahn bleibt hinsichtlich Takt und Kapazität deutlich hinter dem Bedarf des Tals zurück. Dies ist jedoch kein Argument gegen eine Umfahrung, sondern unterstreicht vielmehr den systemischen Charakter des Problems. Selbst bei einer deutlich verbesserten Bahn verbleiben Verkehrsströme, die nicht auf die Schiene verlagert werden können. Die Aufgabe ist daher kein „entweder–oder“, sondern eine Kombination von Maßnahmen: eine substanzielle Stärkung des öffentlichen Verkehrs und eine strukturelle Entlastung der B169.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Bahnhofsunterführung ist eine sinnvolle lokale Verbesserung, macht die Umfahrung Fügen jedoch nicht überflüssig. Das Verkehrsproblem im Zillertal ist kein lokaler Engpass, sondern eine strukturelle Kapazitätsfehlanpassung der Talachse. Wer dieses Problem lösen will, muss auch auf dieser Ebene ansetzen.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Du widersprichst dir in deiner Argumentation mehrfach selbst.
30.000 Fahrzeuge bei 1.500 Fahrzeugen/h bedeutet 20 h Vollauslastung. Selbst wenn duvon einer Gleichverteilung in beiden Fahrtrichtungen ausgehst sind das noch 10 h Vollauslastung. Auch im Zillertal ist das nicht der Fall.

Duvsprichst davon, dass ein punktueller Ausbau nichts bringt, sprichst dich aber gleichzeitig dafür aus punktuell in Fügen auszubauen. Die Einschätzung, dass die Straße nicht durchgängig kreuzungsfrei ausgebaut ist, ist durchaus richtig, aber das ändert sich durch die "Umfahrung" Fügen nicht.
Wenn man unbedingt die Leistungsfähigkeit weiter steigern will, dann kann man die Nordeinfahrt nach Fügen kreuzungsfrei umbauen (im Süden ist das eh schon so) und einige dee kleineren Einfahrten sxhließen.

Das Tal braucht aber definitiv nicht noch mehr Autos, sondern endlich mal ein Konzept, wie man den Verkehr reduziert. Eigentlich hat man mit der Bahn da gegenüber anderen Tälern einen riesen Vorteil. Aber während sich das Patnaun- und das Ötztal ganzjährig 30 min Takte beim Bus leisten, schmarotzen die zillertaler Gemeimden nur bei Bind und Land den Bahnverkehr und finanzieren nur einen unzureichenden ergänzenxen Busverkehr. Gleichzeitig sind sie es aber, die sich immer aufspielen wie wichtig sie sind und mit einer dämlichen Idee nach der anderen die Bahn sabotieren. Leider lässt das Land sie noch gewähren und finanziert den Mist. Würde man endlich mal die Landesleistungen (und die vom Bund) streichen, wäre die Bahn morgen pleite und könnte als Landesbahn neu gegründet werden.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Vorarlberg:
Das Land setzt auch im Winter 2025/26 Maßnahmen, um den massiven Ausweichverkehr in Bludenz und im Klostertal an stark frequentierten Ski-Samstagen einzudämmen. Hintergrund sind Überlastungen auf der A14-Autobahn und S16, die zuletzt bis zu 5.000 Fahrzeuge pro Tag auf die Arlbergstraße (L97) verdrängten – statt der üblichen 1.000.
Quelle: Land bremst Ausweichverkehr an Ski-Samstagen
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

@Seilbahnjunkie

Deine Kritik beruht auf mehreren Annahmen, die ich nicht teile, und an einer Stelle auf einer falschen Wiedergabe dessen, was ich geschrieben habe.

Zunächst zur Rechnung mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag und 1.500 Fahrzeugen pro Stunde. Diese Betrachtung setzt eine gleichmäßige Verteilung über den Tag voraus, während der Verkehr in touristischen Tälern – und das Zillertal ist ein solches Tal – extrem ungleich verteilt ist. Straßen werden verkehrstechnisch nicht nach Tageskapazitäten bewertet, sondern nach Spitzenbelastungen. Es ist daher kein valides Argument zu behaupten, dass 30.000 Fahrzeuge pro Tag bedeuten würden, die Straße müsse 10 bis 20 Stunden „voll ausgelastet“ sein. In der Realität konzentriert sich ein großer Teil des Verkehrs auf kurze Zeitfenster, und genau dort liegt die strukturelle Überlastung.

Zum Vorwurf, ich würde mir selbst widersprechen, indem ich sage, dass punktuelle Maßnahmen nichts bringen, mich aber gleichzeitig für einen punktuellen Ausbau in Fügen ausspreche: Das habe ich nicht getan. Im Gegenteil habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass lokale Eingriffe – wie der Ersatz der Fußgängerquerung beim Bahnhof Fügen oder kleinere Knotenpunktanpassungen – das Problem nicht lösen. Eine Umfahrung ist verkehrstechnisch keine Punktmaßnahme, sondern eine strukturelle Umlegung von Verkehrsströmen, also die Trennung von Durchgangsverkehr im Tal und lokalem Verkehr. Dass diese Maßnahme räumlich bei Fügen ansetzt, macht sie funktional noch nicht „punktuell“.

Du führst weiter an, dass die Umfahrung Fügen die Straße nicht vollständig kreuzungsfrei mache und daher wenig ändere. Das ist formal richtig, verkehrstechnisch aber nicht ausschlaggebend. Es geht nicht darum, einen idealen, vollständig niveau­freien Zustand zu erreichen, sondern die gravierendsten Konflikte zu reduzieren und die Robustheit der Talachse zu erhöhen. Durchgangsverkehr aus dem Ortskern herauszunehmen hat eine grundlegend andere Wirkung als die Optimierung einer einzelnen Zufahrt oder das Schließen einiger Nebenanschlüsse – insbesondere unter Spitzenbelastung.

Dass das Tal keine „noch mehr Autos“ braucht, unterschreibe ich voll und ganz. Auch die Kritik an der schwachen Entwicklung des öffentlichen Verkehrs und dem fehlenden, konsistenten Mobilitätskonzept teile ich größtenteils. Das ist jedoch kein Argument, strukturelle Straßenmaßnahmen grundsätzlich auszuschließen. Selbst bei einer deutlich gestärkten Zillertalbahn und einem wesentlich besseren Busangebot bleiben Verkehrsströme bestehen, die sich nicht auf die Schiene verlagern lassen: Wechselverkehr an Samstagen, lokaler Verkehr, Lieferverkehre und ein Teil des touristischen Autoverkehrs. Die Aufgabe ist daher kein Entweder-oder, sondern eine Kombination aus Verkehrsvermeidung und struktureller Entlastung des Netzes.

Die Touristen, die mit dem Auto ins Zillertal anreisen, wird man realistisch betrachtet nicht (oder nur sehr begrenzt) auf die Bahn verlagern können. Sehr wohl halte ich es jedoch für möglich, an den Skitagen (Sonntag bis Freitag) deutlich mehr Gäste mit dem öffentlichen Verkehr vom Hotel oder der Ferienwohnung zu den Skigebieten zu bringen.

Kurz gesagt: Ich plädiere weder für „mehr Autos“ noch für kosmetische Maßnahmen. Mein Punkt ist, dass die heutigen Probleme kein lokaler Engpass sind, sondern das Ergebnis einer strukturellen Kapazitätsfehlanpassung im gesamten Tal. Wer dieses Problem lösen will, muss auch auf dieser Ebene denken – mit einer starken Rolle für den öffentlichen Verkehr, aber nicht ausschließlich damit. Ich halte die Umfahrung Fügen allerdings für zu begrenzt, um das Kapazitätsproblem der B169 strukturell zu lösen.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Reginleif »

Ein Bus schädigt die Straße vielfach mehr wie wenn jeder mit dem Auto fährt. Das lässt sich einfach nach dem 4ten Potenz Gesetz berechnen.
Auto: 1t x 1t x 1t x 1t Achslast x 60 Fahrzeuge x 2 Achsen pro Auto = 120
Bus: 8t x 8t x 8t x 8t Achslast x 1 Fahrzeug x 2 Achsen = 8192

Damit belastet der Bus die Straße rund 68 mal so stark wie 60 Autos. Damit explodieren auch die Instandhaltungskosten und die Umweltbilanz durch den Straßenbau. Das kehrt man gerne unter den Teppich. Und bis auf Parkflächen spart ein Bus auch kaum Fläche ein, denn die Straße braucht man so oder so.
Das einzige was er tatsächlich lösen kann ist das Stauproblem, aber sonst halte ich finanziell und ökologisch nicht viel vom Bus. Und es wurndert mich immer wieder, dass die Straße selbst und deren Belastung in der Verkehrsplanung sowohl finanziell wie auch ökologisch so wenig Beachtung findet.

Von schweren Fahrzeugen auf der Straße halte ich gar nix, die gehören auf die Stahlschiene. Die trägt nämlich viel mehr Last.
Zuletzt geändert von Reginleif am 13.12.2025 - 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Es gibt eine Bahn im Tal, man nutzt sie nur nicht vernüftig.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Zunächst zur Rechnung mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag und 1.500 Fahrzeugen pro Stunde. Diese Betrachtung setzt eine gleichmäßige Verteilung über den Tag voraus, während der Verkehr in touristischen Tälern – und das Zillertal ist ein solches Tal – extrem ungleich verteilt ist. Straßen werden verkehrstechnisch nicht nach Tageskapazitäten bewertet, sondern nach Spitzenbelastungen. Es ist daher kein valides Argument zu behaupten, dass 30.000 Fahrzeuge pro Tag bedeuten würden, die Straße müsse 10 bis 20 Stunden „voll ausgelastet“ sein. In der Realität konzentriert sich ein großer Teil des Verkehrs auf kurze Zeitfenster, und genau dort liegt die strukturelle Überlastung.
Du hast eine Leistungsfähigkeit der Straße von 1.000-1.500 Fzg/h angeführt. Leistungsfähigkeit bedeutet, dass diese Fahrzeuganzahl eine Vollauslastung bedeutet, darüber also die Überlastung beginnt. Ich hab mich mit 1.500 dann am oberen Rand orientiert. Aber wenn du genau sein willst, dann man halt aus den 10 h Vollauslastung meinetwegen 8 h Überlastung, stimmt auch nicht.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Zum Vorwurf, ich würde mir selbst widersprechen, indem ich sage, dass punktuelle Maßnahmen nichts bringen, mich aber gleichzeitig für einen punktuellen Ausbau in Fügen ausspreche: Das habe ich nicht getan. Im Gegenteil habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass lokale Eingriffe – wie der Ersatz der Fußgängerquerung beim Bahnhof Fügen oder kleinere Knotenpunktanpassungen – das Problem nicht lösen. Eine Umfahrung ist verkehrstechnisch keine Punktmaßnahme, sondern eine strukturelle Umlegung von Verkehrsströmen, also die Trennung von Durchgangsverkehr im Tal und lokalem Verkehr. Dass diese Maßnahme räumlich bei Fügen ansetzt, macht sie funktional noch nicht „punktuell“.
Doch, das ist eine punktuelle Maßnahme in Fügen, auch wenn es nicht nur eine einzelne Kreuzung oder Querung betrifft. Die nicht höhenfreien Kreuzungen beginnen direkt hinter dem Brettfalltunnel und daran würd sich auch nichts ändern. Ein struktureller Umbau der Straße ist daher weiterhin nicht gegeben.
Außerdem ist deine Betrachtung ohnehin falsch. Du tust so, als wäre jede Kreuzung gleich, was aber nicht stimmt. Hoch belastete Kreuzungen (was die Abbiegevorgänge angeht) zu beseitigen hat eine ganz andere Wirkung als kleine Hofeinfahrten zu entfernen, vor allem wenn die schon längst Linksabbiegerspuren haben.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Du führst weiter an, dass die Umfahrung Fügen die Straße nicht vollständig kreuzungsfrei mache und daher wenig ändere. Das ist formal richtig, verkehrstechnisch aber nicht ausschlaggebend. Es geht nicht darum, einen idealen, vollständig niveau­freien Zustand zu erreichen, sondern die gravierendsten Konflikte zu reduzieren und die Robustheit der Talachse zu erhöhen. Durchgangsverkehr aus dem Ortskern herauszunehmen hat eine grundlegend andere Wirkung als die Optimierung einer einzelnen Zufahrt oder das Schließen einiger Nebenanschlüsse – insbesondere unter Spitzenbelastung.
Genau, die gravierendsten Probleme, dazu braucht es aber eben keine "Umfahrung" Fügen. Ich frag mich grad auch etwas, ob du die Situation vor Ort überhaupt kennst. Es gibt keinen Durchgangsverkehr im Ortskern von Fügen, denn Fügen hat schon eine Umfahrung.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Dass das Tal keine „noch mehr Autos“ braucht, unterschreibe ich voll und ganz. Auch die Kritik an der schwachen Entwicklung des öffentlichen Verkehrs und dem fehlenden, konsistenten Mobilitätskonzept teile ich größtenteils. Das ist jedoch kein Argument, strukturelle Straßenmaßnahmen grundsätzlich auszuschließen. Selbst bei einer deutlich gestärkten Zillertalbahn und einem wesentlich besseren Busangebot bleiben Verkehrsströme bestehen, die sich nicht auf die Schiene verlagern lassen: Wechselverkehr an Samstagen, lokaler Verkehr, Lieferverkehre und ein Teil des touristischen Autoverkehrs. Die Aufgabe ist daher kein Entweder-oder, sondern eine Kombination aus Verkehrsvermeidung und struktureller Entlastung des Netzes.
Mehr Autos sind aber genau das was du bekommst, wenn du das Straßennetz weiter ausbaust. Es ist ein Trugschluss, dass sich nur die vorhandenen Fahrzeuge besser verteilen, bzw. besser durchkommen. Nennt sich induzierter Verkehr und ist ein wissenschaftlich gut dokumentiertes Phänomen.
Und natürlich lassen sich die von dir genannten Verkehre auf den ÖV verlagern (mit Ausnahme des Lieferverkehrs, aber der ist nicht das Hauptproblem). Das Straßennetz kann nur entlastet werden, wenn man die Alternativen ausbaut, nicht durch noch mehr Straßen.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Die Touristen, die mit dem Auto ins Zillertal anreisen, wird man realistisch betrachtet nicht (oder nur sehr begrenzt) auf die Bahn verlagern können. Sehr wohl halte ich es jedoch für möglich, an den Skitagen (Sonntag bis Freitag) deutlich mehr Gäste mit dem öffentlichen Verkehr vom Hotel oder der Ferienwohnung zu den Skigebieten zu bringen.
Beides ist möglich. Es geht ja nicht darum, dass alle umsteigen, aber eben ein Teil, der dann nicht mehr die Straßen verstopft. Und genau da stellt man sich vor Ort völlig dämlich an. Man hätte die Bahn in Mayrhofen direkt zur Penkenbahn verlängern können. Dadurch wäre die Möglichkeit entstanden Hotels in 1a Lage ohne Busfahrt direkt zu erreichen, zum Lift kommt man dann eh zu Fuß. Aber es gab Widertand vor Ort.
In Zell hat man auch ewig sinn. und aussichtslos einen Tunnel durch den Ort gefordert und damit die Neutrassierung mit direkter Anbindung des Skigebiets so lange verzögert, dass jetzt das Geld fehlt.
Kaltenbach ist eh ein Trauerspiel. Dort ist der Bahnhof zwar (zufällig) in der Nähe der Talstationen, aber man gibt sich alle Mühe den Weg möglichst unattraktiv zu machen. Statt hier mal in eine zeitgemäße Verbindung zu investieren, baut man lieber noch ein Parkhaus.
Daan! hat geschrieben: 13.12.2025 - 08:21 Kurz gesagt: Ich plädiere weder für „mehr Autos“ noch für kosmetische Maßnahmen. Mein Punkt ist, dass die heutigen Probleme kein lokaler Engpass sind, sondern das Ergebnis einer strukturellen Kapazitätsfehlanpassung im gesamten Tal. Wer dieses Problem lösen will, muss auch auf dieser Ebene denken – mit einer starken Rolle für den öffentlichen Verkehr, aber nicht ausschließlich damit. Ich halte die Umfahrung Fügen allerdings für zu begrenzt, um das Kapazitätsproblem der B169 strukturell zu lösen.
Natürlich ist das ein strukturelles Problem. Das besteht darin, dass viel zu viel auf das Auto gesetzt wird. Das betrifft nicht nur den stiefmütterlich behandelten ÖV, sondern vor allem auch die Raumordnung. Eigentlich sind Täler dankbare Kandidaten für eine gute ÖV Erschießung, weil man nur eine Hauptachse bedienen muss, statt eine Fläche zu erschließen. Aber im Zillertal hat man überall die Hänge hoch spärliche Besiedelungen genehmigt, die man nicht mehr vernünftig mit ÖV erschließen kann.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von NeusserGletscher »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 13.12.2025 - 10:01 Mehr Autos sind aber genau das was du bekommst, wenn du das Straßennetz weiter ausbaust. Es ist ein Trugschluss, dass sich nur die vorhandenen Fahrzeuge besser verteilen, bzw. besser durchkommen. Nennt sich induzierter Verkehr und ist ein wissenschaftlich gut dokumentiertes Phänomen.
Wo fahren diese induzierten Autos hin, wenn Hotels und Skigebiete bereits voll sind?
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Wer sagt, dass die Skigebiete schon voll sind? Gibt es etwa limitierte Tageskartenverkäufe?

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