Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

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NeusserGletscher
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von NeusserGletscher »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 13.12.2025 - 11:21 Wer sagt, dass die Skigebiete schon voll sind? Gibt es etwa limitierte Tageskartenverkäufe?
Warst Du noch nie in einem überfüllten Skigebiet und hast Dich hinterher gefragt, ob Du die Zeit sinnvoller verwenden kannst?

Für mich als Ferntourist übt eine Ortsumgehung jedenfalls keine zusätzliche Anziehungskraft aus. Bei Tagestouristen stellt sich in der Tat die Frage, ob ein paralleler Ausbau des ÖV nicht Anwohner und Straße entlasten könnte.
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Daan!
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

Der Einwand mit 30.000 Fahrzeugen pro Tag und 1.000–1.500 Fahrzeugen pro Stunde greift zu kurz. Straßen werden verkehrstechnisch nicht nach Tageswerten, sondern nach der Belastung in den Spitzenstunden bewertet. Gerade im Zillertal ist der Verkehr stark gebündelt und richtungsabhängig, sodass Überlastungen auch bei moderaten Tageswerten regelmäßig auftreten.

Fügen ist keine klassische Ortsdurchfahrt wie Ramsau, das ist richtig. Trotzdem bleibt die B169 hier die zentrale Talachse, auf der sich lokaler Verkehr und Durchgangsverkehr ohne Ziel in Fügen überlagern. Was heute als „Umfahrung“ bezeichnet wird, ist funktional dieselbe Straße mit lokalen Anschlüssen, keine echte Trennung der Verkehrsströme. Eine Umfahrung ist daher keine punktuelle Optimierung, sondern eine strukturelle Maßnahme auf Netzebene.

Induzierter Verkehr ist real, aber nicht unbegrenzt. An Spitzentagen im Zillertal ist die Nachfrage durch Bettenzahl und Liftkapazitäten faktisch gedeckelt. Zusätzliche Straßenkapazität erzeugt hier kaum neue Gäste, sondern betrifft vor allem die Abwicklung bestehender, unvermeidbarer Verkehrsströme.

Beim öffentlichen Verkehr sind wir uns einig: Hier liegt enormes Potenzial. Ziel sollte sein, an Nicht-Wechseltagen den inner­talischen Verkehr weitgehend mit Bahn und elektrischen Bussen abzuwickeln. Dafür braucht es allerdings erhebliche Investitionen, insbesondere in eine leistungsfähigere Zillertalbahn. Tagesgäste lassen sich gut auf die Bahn verlagern; bei länger bleibenden Urlaubsgästen bleibt die Anreise mit dem Auto jedoch realistisch dominant.

Kurz gesagt: Es geht nicht um „mehr Autos“, sondern um eine Kombination aus starkem ÖV für das tägliche Verkehrsaufkommen und einer ausreichenden Robustheit des Straßennetzes für unvermeidbare Spitzen.
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Seilbahnjunkie
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Deine Berechnung geht trotzdem nicht auf, sonst müsste die Belastung nich viel höher sein als sie ist.

Was die angebliche Deckelung der Nachfrage angeht, warum hat denn Kaltenbach gerade ein neues Parkhaus gebaut und Hintertux vor nicht allzu langer Zeit eine Tiefgarage? Wenn die Liftkapaziten angeblich am Anschlag sind und verhindern, dass mehr Leute kommen, wozu erhöht man dann die Anzahl der Parkplätze? Verlagert man etwa Verkehr vom ÖV auf die Straße?

Und nochmal, was bringt es ein kurzes Stück kreuzungsfrei auszubauen, wenn weite Teile der Straße das nicht sind?
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Daan!
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

1) „Deine Berechnung geht nicht auf, sonst müsste die Belastung viel höher sein“
Meine Rechnung war nie als exakte Messung gedacht, sondern als Größenordnung, um zu zeigen, warum man auch ohne „24h Vollauslastung“ in touristischen Tälern regelmäßig in instabile Zustände kommt. In der Verkehrstheorie ist die Beziehung zwischen Tageswerten und Stau nicht linear: Entscheidend sind Spitzenstunden, Richtungsasymmetrien, Kapazitätsabfall im Stau (capacity drop) und die Frage, wo genau der Bottleneck liegt. Es reicht, wenn in relativ kurzen Zeitfenstern die Nachfrage die praktische Kapazität überschreitet – dann entstehen Stauwellen, ohne dass der Tageswert „dramatisch“ wirken muss.

2) „Wenn Nachfrage gedeckelt ist: warum neue Parkhäuser in Kaltenbach/Hintertux?“
Parkhausbau ist kein Beweis dafür, dass Liftkapazitäten nie begrenzen. Er kann sehr unterschiedliche Motive haben:
1. Verlagerung von wildem Parken / Ortskernentlastung (Ordnung, Sicherheit, Flächenmanagement).
2. Qualitätssteigerung (Komfort, Winterbetrieb), nicht zwingend Kapazitätssteigerung.
3. Abfangen von Spitzen: selbst bei gedeckelter Gesamtnachfrage kann sich die Anreise zeitlich und räumlich verschieben, wodurch Parkdruck entsteht.
4. In manchen Teilräumen ist nicht der Lift, sondern Parken oder Zufahrt der kurzfristige Engpass – an anderen Tagen sind es wieder Lift- oder Pistenkapazitäten.

Hinzu kommt, dass die Nachfrage keineswegs statisch ist. In Hochzillertal werden bereits im kommenden Sommer die Hochzillertal 1+2 durch eine 10er-EUB ersetzt, womit die Förderleistung ab Kaltenbach deutlich steigt. Damit können künftig mehr Personen pro Stunde ins Skigebiet gebracht werden. Solche Investitionen zeigen, dass die Kapazitäten punktuell weiter erhöht werden – was die Annahme einer dauerhaft „harten Deckelung“ zusätzlich relativiert.

Kurz: Parkplätze zu bauen – ebenso wie Liftkapazitäten zu erhöhen – kann Teil eines (aus meiner Sicht oft falschen) autoorientierten Gesamtkonzepts sein. Es widerlegt jedoch nicht, dass sich Verkehrsspitzen aus bestehenden Strukturen ergeben und dass deren Abwicklung ein zentrales Problem bleibt.

3. „Was bringt ein kurzes kreuzungsfreies Stück, wenn weite Teile es nicht sind?“
Da bin ich bei dir: Ein kurzer kreuzungsfreier Ausbau ist keine Gesamtlösung. Er kann aber trotzdem Wirkung haben, wenn er den dominanten Engpass entschärft und damit Rückstau, Blockieren und Störanfälligkeit reduziert. Das ist klassische Bottleneck-Logik. Gleichzeitig ist genau deshalb mein Punkt: Ohne ein starkes Gesamtpaket (ÖV-Ausbau, Angebotsqualität, P+R/Daytripper-Strategie, Raumordnung, ggf. Verkehrsmanagement) wird man das Problem nicht in den Griff bekommen.

Fazit: Ich bin ausdrücklich pro ÖV und würde lieber sehen, dass sich an Nicht-Wechseltagen der Talverkehr weitgehend per Bahn + E-Bus abwickelt. Tagesgäste kann man realistisch auf P+R + Bahn bringen. Bei Wochenurlaubern bleibt die Anreise mit dem Auto aber ein Faktum – und dafür braucht das System eine gewisse Robustheit, sonst kollabiert es bei jedem Peak.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von kaldini »

meiner Meinung nach sollte man das Geld für die neue Umfahrung eher zum großen Teil in die Zillertalbahn stecken und andererseits den Fügen Nord Knoten Kreuzungsfrei ausbauen, alle Ein/Ausfahrten außer den beiden kreuzungsfreien Knoten (Nord ist ja bereits fertig) sperren - dann sollte der Verkehr auch besser fließen. Die beiden Tankstellen sollten natürlich bleiben, der Fußweg zum Bahnhof muss auch kreuzungsfrei werden.
Staufrei wird es da aber nur gehen, wenn man eine komplett neue zusätzliche Straße (z.B. am Ziller entlang bis hinter Uderns) baut. Ob man aber diese Straße will, würde ich hinterfragen.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von NeusserGletscher »

Dieser Artikel ist zwar schon älter, aber er gibt im wesentliche auch den Tenor dieser Diskussion wieder, siehe letzter Absatz. Man ist sich der Tatsache durchaus bewusst, dass die Umfahrung Fügen alleine nicht die Lösung ist, sondern setzt auch auf eine Modernisierung der Zillertalbahn. Grundsätzlich aber sind die Einwohner selbst mehrheitlich für die Umfahrung. Was soll ich mich als Auswärtiger dagegen stellen? Oder wohnt hier jemand in Fügen?
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Seilbahnjunkie
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

In Fügen wohn ich nicht, aber mit meinen Steuergeldern wird der Blödsinn trotzdem bezahlt. Wenn die Fügener das selbst finanzieren würden, dann könnte man die Diskussion auch ausschließlich vor Ort führen.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Rechtzeitig zur Wintersaison werden wichtige Arbeiten fertiggestellt. Damit kann die B180 Reschenstraße im Bereich der Kanzelgalerie zwischen Pfunds und Nauders ab 20. Dezember bis voraussichtlich 12. Jänner zweispurig in beide Fahrtrichtungen genutzt werden. Die Verkehrsführung erfolgt dabei getrennt: Richtung Süden (Nauders) über die neue talseitige Umfahrungsstraße, Richtung Norden (Pfunds) über die Baustraße (ehemalige B180 Reschenstraße). Bis zum Beginn der Winterpause am 20. Dezember werden noch mehrere wesentliche Bauschritte abgeschlossen. Die talseitige Umfahrungsstraße wurde bereits mit Ende November 2025 fertig asphaltiert und anschließend für den Verkehr freigegeben. Parallel dazu laufen die Betonarbeiten an der Galerie weiter: Ziel ist es, die Galerie noch im Dezember bis Block 15 (von insgesamt 40) fertigzustellen. Ergänzend dazu erfolgen beim Baulosanfang auf nördlicher Seite noch Felsvernetzungsarbeiten, um die Sicherheit im gesamten Abschnitt zu erhöhen.
Quelle: Drei Wochen offen - Kanzelgalerie-Bau: freie Fahrt in der Weihnachtszeit
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Flucht- und Rettungsstollen des Landecker Tunnels ist angeschlagen
In den kommenden fünf Jahren lässt die Asfinag dem Land­ecker Tunnel eine Sanierung angedeihen und spendiert ihm auch einen „kleinen Bruder“, einen Flucht- und Rettungsstollen. Totalsperren sind unausweichlich.
Mit den Vorarbeiten wurde vor zwei Monaten begonnen, am 4. Dezember konnte dann bereits der offizielle Barbara-Schuss durchgeführt werden. Mit dem Beginn des Vortriebs des Flucht- und Rettungs­stollens mit einem Durchmesser von rund 6,5 Metern hat die Asfinag den Sicherheitsausbau des Landecker Tunnels offiziell gestartet. 292 Millionen Euro fließen in den 6,7 Kilometer langen Stollen, der 18 begehbare Querschläge und fünf für Einsatzfahrzeuge befahrbare Querschläge bieten wird. Inkludiert ist darin auch die Generalsanierung des Land­ecker Tunnels, die Lüftung, Fahrbahn, Beleuchtung und Verkabelung betrifft. Abgeschlossen soll das Projekt in fünf Jahren sein, im Dezember 2030. DI Arno Piko, Baumanager der Asfinag, bezeichnet das Vorhaben als wesentliches Projekt und einen der letzten Puzzlesteine in puncto Erfüllung der Tunnelsicherheitsanforderungen.
Quelle: „Einer der letzten Puzzlesteine“
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Die Umsetzung des Fernpasspakets nimmt konkrete Formen an. Mit der Gründung der Fernpassstraße GmbH wurde ein neues Finanzierungsmodell installiert, das den Bau des Fernpasstunnels sowie den Betrieb und Erhalt der B 179 langfristig sichern soll. Das Land Tirol geht damit auch auf Anliegen des Transitforums Tirol ein und stellt finanzielle und rechtliche Weichen für die kommenden Jahrzehnte.
Quelle: Außerfern soll entlastet werden
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von j-d-s »

Beim Zillertal wird sowieso mittelfristig keine Alternative dazu bestehen, bis Mayrhofen 4-spurig auszubauen, da kann man sich andere Baumaßnahmen eh sparen.

Die ganzen genannten angeblichen Alternativen können nicht viel bringen, denn man kann halt nicht immer weiter Wirtschaftswachstum haben und dank Migration auch immer weiter wachsende Bevölkerung und dann weniger Verkehr wollen, und genauso wird man beim Zillertal auch kaum nennenswert mehr Nutzung des Öffentlichen Verkehrs erzeugen können, denn mit Gepäck, besonders Wintergepäck, wollen halt bei noch so viel Propaganda, Stau, und anderen Dingen nur sehr wenige die damit verbundenen Fußwege und Schlepperei haben.
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Seilbahnjunkie
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Träum weiter, so deppert sind sie nichtmal im Zillertal.
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Daan!
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Daan! »

j-d-s hat inhaltlich durchaus recht. Die einzige Möglichkeit, Staus strukturell zu reduzieren, ist ein durchgehend leistungsfähiger 2×2-Ausbau zumindest bis zur B165, idealerweise bis nach Mayrhofen. Aber selbst dann ist es keineswegs ausgeschlossen, dass es an Samstagen in den Spitzenstunden weiterhin zu Stauerscheinungen kommt.

Der entscheidende Punkt ist jedoch: Das Zillertal hat sich bewusst zu einem touristischen Tal entwickelt – und das sehr erfolgreich. Davon profitiert es heute erheblich, muss nun aber auch die damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen akzeptieren und bewältigen.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Thunderbird80 »

Man kann heute noch erkennen, dass mal eine Autobahn (oder Schnellstraße) mit 2 plus 2 Spuren durchs zillertal geplant war. Unter anderem war der tunnel am taleingang Teil davon und hätte dann natürlich eine 2. Röhre bekommen. Außerdem erkennt man zwischen kaltenbach und Zell eine bauliche Vorleistung. Die Autobahn wäre dann weiter mit Tunnel durch den Alpenhauptkamm geführt worden ins Tauferer ahrntal. Dann weiter nach Bruneck , Toplach, Cortina bis Belluno. Und von Belluno bis Venedig existiert sie ja. Die sogenannte Alemagna

Eine andere Variante wäre gewesen von Wörgl ins Brixental nach Gerlos und von dort der Tunnel ins Tauferer Ahrntal.

Ich habe noch einen alten Shell Atlas aus Anfang der 70er. Da war das alles als in Planung eingetragen sowie auch die Reschen Schnellstraße von Landeck über den Reschenpass nach Meran. Auch hier kann man eine bauliche Vorleistung erkennen im Bereich der Abfahrt nach Serfaus nach der Tankstelle.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Seilbahnjunkie »

In Ried im Inntal gibt's eine Vorleistung, aber wo soll da im Zillertal was sein?
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von Thunderbird80 »

Auf der längeren Strecke zwischen kaltenbach und Zell bei der keine Kreuzung ist und 2 Brücken so gebaut sind dass noch ein Standstreifen platz hätte und neben dran auch noch platz gelassen ist für 2 weitere Spuren für die Gegenrichtung.

Ein weiteres Beispiel für Vorleistungen sieht man auch zwischen grenztunnel Füssen und Reutte. Auch hier sollte in Verlängerung der A7 auf der österreichischen Seite die Autobahn oder Schnellstraße weitergeführt werden. Man erkennt etwa 4km nach dem Grenztunnel dass die Fahrbahn sehr breit ist für eine Spur pro Richtung (platz gelassen für möglichen Standstreifen) und neben der Fahrbahn auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Reutte ebenfalls schon alles platztechnisch vorbereitet wurde für 2 weitere Spuren plus Standstreifen. Das geht bis kurz vor Reutte. Der weitere Verlauf wäre dann vermutlich (hier bin ich mir nicht ganz sicher) von Reutte aus weiter durch das Lechtal gegangen bis Landeck und natürlich der entsprechende tunnel dazu bis zur Inntal Autobahn
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von lanschi »

Auf der A10 (RFB Salzburg) ist heute im neu sanierten Brentenbergtunnel (Tunnelkette Werfen) ein LKW komplett ausgebrannt - den Bildern zufolge ist eine längere Sperre zu befürchten:
https://salzburg.orf.at/stories/3337214/

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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von F. Feser »

Also wenn ich mit die Hitzeeinwirkung anschaue ist da von Tunnel und zugehöriger Technik nicht mehr viel übrig…
Hart. So kurz nach der Sanierung wohl der Super GAU
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Und heute Bettenwechsel …
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von br403 »

Ist schon Stau. Ob man wohl Strafe bezahlen muss, wenn man von der Autobahn abfährt... :lol: In Österreich würde mich das nicht wundern 8O

Tja, dann wird es wieder nix mit Obertauern und Zauchensee diese Saison.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

Aktuell 2,5h Wartezeit an der Ableitung
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von lanschi »

Die Sperre bleibt laut ersten Informationen der ASFINAG bis auf Weiteres aufrecht - die Dauer ist aktuell nicht absehbar, an Alternativkonzepten wird gearbeitet:
https://www.asfinag.at/ueber-uns/presse ... -gesperrt/
https://salzburg.orf.at/stories/3337268/
carvster|
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von carvster| »

Wie ist das mit Skireisebussen, hinkommen würden Sie ja in die Gebiete aber heimkommen aktuell nicht.
Das wäre ein herber Verlustausfall für die Gebiete.
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von snowflat »

carvster| hat geschrieben: 10.01.2026 - 14:29 Wie ist das mit Skireisebussen, hinkommen würden Sie ja in die Gebiete aber heimkommen aktuell nicht.
Das wäre ein herber Verlustausfall für die Gebiete.
Eventuell alternative Ziele in Tirol anfahren oder die Umleitung übers Ennstal-A9-A1 in Kauf nehmen?
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Re: Verkehrssituation und Straßenprojekte in Österreich

Beitrag von carvster| »

snowflat hat geschrieben: 10.01.2026 - 14:32
carvster| hat geschrieben: 10.01.2026 - 14:29 Wie ist das mit Skireisebussen, hinkommen würden Sie ja in die Gebiete aber heimkommen aktuell nicht.
Das wäre ein herber Verlustausfall für die Gebiete.
Eventuell alternative Ziele in Tirol anfahren oder die Umleitung übers Ennstal-A9-A1 in Kauf nehmen?
Ich meine ja, dass des für die Gebiete dort ein starker Ausfall wäre. Die ganzen Busse aus Südostbayern+ Niederbayern werden bei Tagesfahrten den Umweg sicher nicht in Kauf nehmen. Und das sind nunmal die Hauptgäste mit Bus.

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