Ich war 2020 völlig überrascht, dass sie die erst 1997 errichtete 6EUB schon wieder ersetzten. So bin ich nun, soweit ich das auf dem Schirm habe, das erste Mal d r e i Bahngenerationen leibhaftig gefahren – 1990 die 2KSB, später besagte 6EUB und nun die neue Leitnerbahn. Deren Verlängerung bis ganz runter zum Parkplatz ist natürlich zu begrüßen und die „1. Sektion“ war dann eine Premierenfahrt für mich.
Die Anreise verlief bis auf den zähen Nebel bis Höhe Germaringen völlig ungestört, da wegen der Vorsaison noch nichts los war. An einem sonnigen Wochenendtag lässt sich ab Weihnachten sicherlich nicht mehr so angenehm auf der B 19 gen Süden fahren bzw. am Nachmittag retour. Am Parkplatz füllten sich dennoch schon die Reihen, da das Söllereck mit der EUB und ihrer flachen Talabfahrt ideal für Kinder zum Üben ist.
Es ergab sich dann auch schon die erste Bekanntschaft mit den Parkticketautomaten. Ich dachte, man müsse erst am Ende zahlen, doch dann gingen einige hin und wollten zahlen. Also stellte ich mich an. Aber es gab irgendein Problem. Nichts ging weiter, weil der Automat anscheinend nicht funktionierte – bis einer von weiter weg rief, dass wir doch erst am Ende am Heimfahren zahlen müssten.
Aber gut, bei den sehr günstigen Ticketpreisen am Söllereck ist es total nachvollziehbar, fürs Parken noch extra zu bezahlen. Immerhin kostet es noch unter 100 EUR
Premierenfahrt mit der 3. Generation der Söllereckbahn. Die hier gezeigte 1. Sektion vom Parkplatz zur vormaligen Talstation gab es bei den Vorgängeranlagen nicht.
Das ist wirklich eine gute Idee, denn das Gelaufe früher da unten war schon immer etwas nervig. Aber auch eine gute Aufwärmübung für die anschließenden Karachofahrten mit den nichttaillierten Pommeslatten zum Höllwieslift GANZ RUNTER INS TAL....ach wie war das schön vor allem im schneereichen Winter Anfang 2000...
In Mittelstation stiegen welche zu – angeführt von vom ersten Gondelhechter der Saison. Als mittelalter oder älterer Mann muss man immer ganz zackig so schnell wie möglich sein, im Auto wie auch beim Zustieg zur Seilbahn. Der Typ blickte kritisch auf mein Filmen zur Seite hin, sagte aber wenigstens nichts. Hatte ich aber auch schon mal, dass erst gehechtet und dann gemotzt wurde.
Der Ochsenhöflelift – ein zwar recht kurzer Lift, aber wenigstens eine kleine Ergänzung des Skigebiets. 1979 erbaut – soll aber schon die 2. Generation sein. Die erste war wohl von 1964. Müsste von den Luftbildern her auf der gleichen Trasse verlaufen sein.
Oben angekommen – bevor ich mich ins Pistenvergnügen stürzte, zückte ich erst mal die DSLR, denn die Aussicht dort oben ist sehr schön. Man sieht das Illertal hinauf bis zum Grünten und links den Eingang zum Kleinwalsertal bis zum Ifen.
Premierenfahrt mit der 6 KSB – schade um den alten Kurvenschlepper. Ob es das gebraucht hat, hier so aufzurüsten? Müsste schon die vierte Generation sein – früher mal ESL, dann SL, dann Kurven-SL...
Ich fuhr erst mal nicht den Steilhang, sondern zum Einüben und auch Fotografieren am Ausstieg rechts. Da ist erst ein Ziehweg und dann eine schöne Hinten-Rum-Abfahrt in idyllischer Lage. Der Schnee war an jenem 13. Dezember 2025 total gut, wenn auch künstlich erzeugt, denn sonst wäre ja eh nichts gegangen.
Gleich mal hüpfte die Abdeckung vom Objektiv ab und wollte den direkten Hang hinunterrodeln. Aber wenigstens verfing sie sich einige Meter unterhalb dies Skiwegs und ich konnte das blöde Ding wieder bergen. So etwas passiert immer dann, wenn es wo steil runter geht, matschig ist oder eine Pfütze...
Zoom zum Ifen, wo ich mich zuletzt 2016 aufgehalten haben, als noch „der alte Ifen“ bestand – mit Steurer-DSB unten, oben Kurvenschlepper und 2KSB...
Gegenüber vom Söllereck war vom Winter nichts zu sehen.
Da sah es ein wenig so aus, als habe es da am Waldrand mal einen Lift gegeben. Tatsächlich suchte ich nach dem Schlepper irgendwo hinter der Breitachklamm, den ich den 2000ern mal gesehen habe. War aber vom Söllereck aus nichts zu sehen.
Da so ein Haus haben...als Großstadtbewohner stellt man sich das sicherlich viel zu leicht vor, wenn man es nicht gewohnt ist, auf das Auto angewiesen zu sein bzw. nicht alles Nötige im nahen Umkreis zu haben.
Zoom Richtung Sonthofen – vom Schwäbeleholzlift oder wie der heißt, war vom Söllereck nichts zu sehen, da er sich an einem Nordhang befindet. Weiter hinten Burgberg, wo bis in die 2000er ein Heuss-Portalmastenlift stand. Leider nicht mehr geschafft, ihn zu fahren. Der Ballon ist mir erst zuhause am Laptop aufgefallen
Dann ging es natürlich zum Höllwieslift, den ich seit dem Januar 2010 nicht mehr gefahren bin. Zwischenzeitlich bin ich mal im Frühjahr 2021 die Trasse zu Fuß hinauf, als noch alles stand, aber man eher vom Komplettersatz oder Komplettwegfall ausgehen musste.
Die prägnante Beton-Bergstation mitten auf der Abfahrt der Söllereckbahn gibt es nun nicht mehr – 2021 bin ich da noch in der Aprilsonne gesessen. Ich weiß auch noch, wie die 1990 bei meiner einzigen Fahrt mit der 2KSB plötzlich im Nebel auftauchte. Was für ein Monstrum und offenbar notwendig, um den 2 km langen Lift so schnell laufen zu lassen. Der jetzige knapp 900 Meter lange Rest wird nun von diesem lütten Rasenmäher betrieben und fährt entsprechend langsam. Aber – so oft mein Gedanke an jenem Tag – besser als nix...
So sah die alte Station aus:
https://isr.at/wp-content/uploads/isr.a ... eslift.png
Da ist alles noch beim Alten...
Es war ein Erlebnis, die Abfahrt von oben aus gesehen rechts vom Lift mal wieder zu fahren. Bei solchen Verhältnissen habe ich sie das letzte Mal 2000 erlebt. Beim Besuch in 2010 herrschte dichter Schneefall. Um die Jahrtausendwende wohnte ich in Oberstdorf und bin oft ans Söllereck, da man dank des damals guten Winters den Höllwieslift bis zur Talstation an der Ziegelbachhütte hinab fahren konnte.
Hier noch ein Zoom Richtung Skisprungschanzen und Nebelhornbahn. Ganz rechts das Liftlerhäusl des LSAP-Lifts hinter den Schanzen. Müsste ein Seillift gewesen sein.
Hier der besagte LSAP-Hang. Das Lifthäusl der ehem. Talstation befindet sich links der Bildmitte neben dem Stallgebäude.
Zoom zum Nebelhorn – die Abfahrt zur Mittelstation und natürlich auch jene bis ganz hinunter waren zu. An der DSB und oben der 4SB war aber Skifahren möglich. Die DSB Sonngehren hat 1985 das Gebiet sicher ziemlich aufgewertet, denn sonst musste immer die Abfahrt bis zur Mittelstation möglich sein, wo man sich an der Pendelbahn wieder anstellen musste.
Ich glaube, bis Mitte der 90er gab es auf der 2. Sektionsstrecke sogar zwei Bahnen nebeneinander, da sie die ganze alte Generation noch parallel zu neueren betrieben. 1999 bei meinem Erstbesuch, waren da noch Stationsgebäude zu sehen. Die Koblat-4SB ist schon die dritte Generation – vorher gab es 2. Generationen von Schleppliften auf etwas anderer Trasse (1960-1981 ein Gittermastler und 19891-1996 ein T-Mastenlift). Dazu weiter links ein ESL, der ebenso 1996 abgebaut wurde. Sein oberer Bruder lief 1999 noch, sodass man im Skibetrieb mit 4SB und ESL bis zum Gipfel kam. 2013 bei meinem letzten Besuch gab es den oberen ESL dann aber auch nicht mehr.
Zoom zum Gipfel – seit 1991 von einer PB erschlossen – davor brauchte man die beiden ESL.
Zoom zum Ende der Nebelhorntalabfahrt. Mittlerweile beschneit und wenn sie offen hat, müsste es die längste Abfahrt Deutschlands sein. Das Dammkar gibt es ja nicht einmal als Skiroute mehr? 1999/2000 hatte es für die Nebelhorntalabfahrt, glaube ich, noch keine Beschneiung. Aufgrund der Höhenlage und dem Sonnenhang war dass dann nur was für den absoluten Hochwinter. Da gab es an der Mittelstation auch nur einen ollen Seillift – der jetzige SL ist ja der alte Kuchenbachlift, der früher unter der Fellhornbahn verlief. Den brauchte man einst, wenn man die Pendelbahn via DSB Faistenoy und Höflelift umging, um dann weiter zur Mittelstation zur gelangen.
Die Weiherkopfbahn – schade um den alten Lift, den ich aufgrund seiner Stützen als Kind bei einer Sommerwanderung für einen ESL gehalten habe.
Wieder so eine Bergidylle – ich weiß gar nicht mehr, wohin ich da mit dem Teleobjektiv gezoomt habe.
Zoom ins Illertal...Sonthofen mal wieder...
Zoom zum Grünten, wo leider (wenigstens!) nur noch vier Schlepplifte am Leben sind. Wagneritz, Kammeregg und das Hauptgebiet sind leider LSAP...
Gerade als man so richtig Spaß hatte, musste man wieder aufhören und jäh nach links in den Wald zur neuen Talstation abbiegen
Da wäre es weiter gegangen – unten links gleich zum alten Zwischeneinstieg bei Stütze 9. Nicht einmal dafür hat es aufgrund irgendwelchen Bauernstreitigkeiten gereicht. So wurde der Lift eben bis Stütze 10 kastriert und erst ab Stütze 11 ist er wieder am Leben. Aber besser als LSAP! Gut, wenn sie eine KSB von der Ziegelbachhütte hinauf errichtet hätten, wäre wenigstens die Piste am Leben geblieben. So findet man jetzt an überfüllten Tagen an der Ziegelbachhütte unten sicherlich immer einen Parkplatz
Der Höllwieslift taucht auch an diversen Beschilderungen an der B 19 noch auf, aber stets als „geschlossen“ man von der alten Talstation 1.100 Meter zur neuen die Lifttrasse hinaufwandern müsste.
Der 1. Höllwieslift (1962-1975) ging ja noch ein Stück weiter hinunter und startete direkt am Parkplatz, ehe er über eine Kurve zur späteren T-Masten-Trasse schwenkte:
https://www.ardmediathek.de/video/br-re ... Mjg1NDYwNA
Jener 2 km – lange POMA wäre natürlich noch interessanter wie der spätere normale DM-Schlepper gewesen:
https://storage.tramino.net/ok-bergbahn ... 7b1a15.jpg
https://www.instagram.com/p/DH6Ut7VsE1h/
Das erste Saisonhighlight – den gestutzten Höllwieslift wieder fahren. Knapp 900 m des einst längsten Schleppers von Deutschland (teilen diesen Rang jetzt der Buronlift und der Rossalmlift? - wobei lt. Liftworld der Buronlift mit 1.650 m der längere ist) sind reaktiviert worden.
Aufgrund von Streitigkeiten unter den Grundstücksbesitzern hat man die neue Talstation hier mitten ins Gelände hinein verlegt. Weiter runter bis zum alten Zwischeneinstieg ging es wohl leider nicht. Dennoch hat die jetzige Wiederöffnung das Söllereck enorm aufgewertet – zumal es auf der anderen Seite der Lifttrasse ja auch noch eine rote Piste gibt, die am 13.12.2025 leider noch geschlossen war.
Hier der Zustand vor dem Umbau im Jahr 2021, als ich im April mal die alte Lifttrasse hinaufgeschlappt bin.
Blick zurück – den unteren Teil des Lifts hat man nun leider abgetragen. Wirklich sehr schade, dass es nicht noch eine Geländekante weiter runter zum alten Zwischeneinstieg gegangen ist. Dessen Überreste sind da noch zu erkennen.
Etwa gleicher Standort im Jahre 2021... die Liftfahrtbilder von 2010 taugen leider nicht viel, da damals Nebel in diesem Bereich herrschte.
2010: Dieses Bild entstand kurz nach dem Zwischeneinstieg. Oben müsste die Stütze zu sehen sein, wo sich nun mehr die neue Talstation befindet.
Wieder zurück in die Gegenwart des Jahres 2025: Neuer Niederhalter an der neuen Talstation, wo es dann gleich recht steil nach oben geht. Die Trasse hat man nun ein bisserl ausgeholzt und sie ist beschneit, sonst wäre hier nur grüne Wiese gewesen.
Blick zurück
Hier die Passage bei diversen Berghütten vorbei – früher war man da schon ewig lang im Lift unterwegs – trotz dessen rasanter Fahrtgeschwindigkeit. Der Höllwieskastrat läuft langsamer, aber er läuft und lieber so als gar nicht...
Hier der Niederhalter nach der Direktvorbeifahrt an einer Hütte – eine Wegmarke in der ehemals knapp 2 km langen Waldtrasse...
Hier links zu sehen beim Blick zurück...
Oben sieht man die Sonne – im Schatten war es hier im Nordhang an jenem Dezembertag stets wie im Gefrierschrank. Die kalte Lift sackte die Lifftrasse hinab und man war froh, wenn man oben endlich durch den Sonnenschein gezogen wurde. Am Nachmittag sollte aber Schluss damit sein und es gab nur noch Schatten hier.
Wieder ganz hinauf mit der Schrattenwangbahn und diesmal den Steilhang genommen – links am Bildrand kam einst der Schlepplift herauf.
Hier zu sehen auf einem raren Analogbild aus Anfang 2000...
Anhand einer Statusmeldung bemerkte ich, dass Forumskollege tobi27 sich ebenso hier aufhielt. So fuhr ich gleich mal wieder zum Höllwieslift, wo ich ihn vermutete. Dort trafen wir uns schließlich (musste erst mal hinterher kommen – der hatte mich noch nicht gesehen und beamte sich vom Ausstieg zur Talstation
Am Ochsenhöflelift auch mal einen Abstecher eingelegt...
Da war wie am Höllwieslift auch, recht wenig lost. Selbst an der Schrattenwangbahn musste man kaum anstehen. Relativ gut besucht war nur die Talabfahrt der EUB.
Aber wir fuhren auch an der 6KSB mal – nicht nur ausschließlich den Höllwieslift.
So sah es früher mit dem Kurvenlift aus – Bild vom Januar 2010. Oben sieht man die alte Söllereck-EUB (1997-2020).
Auch ins Tal zum Zwischeneinstieg der Söllereckbahn fuhren wir zwischendrin einmal.
Da Tobi27 gegen 15 Uhr wieder weg musste, fuhr ich bis Liftschluss noch alleine weiter – allerdings nun mehr recht langsam, da irgendwas mit der rechten Wade nicht stimmte und ich den Ski nicht mehr so gut belasten konnte. Aber die Sonne lachte, der Schnee war griffig und so konnte ich einfach nicht aufhören.
Die Sonne an der Hauptabfahrt war auch immer gut, wenn man vom Höllwies-Eisschrank wieder herauf kam. Dort hatte ich mich noch wegen eines Eisbrockens beim Anhalten blöd gedreht, was wahrscheinlich zum Wadenproblem führte, das mich den restlichen Tag noch zunehmend beschäftigen sollte.
Schöne Nachmittagsstimmung am Ochenshöfelift-Ausstieg.
Mal wieder zur EUB hinab...
Der Wannenköpflelift war noch außer Betrieb.
Schöne Abendlichtstimmung am Nachmittag – wg. der Wade unterließ ich weitere Abfahrten zum Höllwieslift und blieb auf der blauen Familienabfahrt. Einmal trat dann ein junger Gondelhechter in Aktion – nicht mehr der obligatorische alte Sack. Obwohl nichts mehr los war und hinter mir alle Kabinen frei gewesen wären, setzte der Typ zum Spurt an und schaffte es im letzten Moment vor dem Türenschließen noch, bei mir wichtigem, hochinteressanten Zeitgenossen mitzufahren. Ob er am Badesee auch 30 cm neben einem das Handtuch ausbreitet, wenn sonst die ganze Wiese frei ist? Oder sich im Lokal mit an den Tisch setzt, wenn sonst alle unbesetzt sind? Irgendwie kapiere ich das einfach nicht...
Ein Hauch von Zauberberg oberhalb von Oberstdorf
Irgendwann ist alles zugepflastert.
Ich wollte zunächst mit der 1. Sektion zum Auto zurück, da ich nicht gewusst hatte, dass es da auch eine Skibrücke gibt. Trotz meiner Blessur fuhr ich dann noch mit den Skiern weiter.
Auf der Suche nach einem Parkticketautomat wenigstens noch den Antrieb des alten Höllwieslifts am Parkplatz entdeckt.
Der Parkticketautomat im hinteren Bereich ging nun wirklich nicht mehr. Neben mir sammelten welche Münzen, was mich schon Böses erahnen ließ. Also humpelte ich zum vorderen Bereich des Parkplatzes und stellte mich am letzten, an sich noch funktionierenden Automaten an. Vor mir zahlten sie mit Bargeld. Ich wollte mit EC-Karte zahlen, was offenbar im Deutschland des Jahres 2025 noch ein völlig neues, NIE gekanntes Verfahren darstellt. Darum zahlen im Supermarkt ja auch alle Ü60-Nervensägen mit Mark und Pfennigen an der Kasse – erst wird selbst gezählt, dann muss die Kassiererin wieder Hände lesen und selbst nachzählen...
Meine EC-Karte wurde erkannt, aber eine Zahlung war offenbar nicht möglich. Vielleicht kann man auch nur mit EC-Karte am Söllereck bezahlen, wenn man bei der Sparkasse Oberallgäu-Schweinsrieden ist. Ich entschuldigte mich schon bei der Frau hinter mir, aber die war wenigstens locker drauf und winkte ab. Eine weitere, jüngere Frau, eilte dann zur Liftkasse, um nachzufragen. Als sie zurückkam, hatte sich die Schlange hinter mir bereits verlängert.
„Man darf den Automaten nur ganz leicht berühren, sonst funktioniert das Touch-Pad nicht!“, lautete der von der jungen Frau an der Liftkasse erfragte Hinweis
Schade – am liebsten hätte ich den Parkautomaten mal KRÄFTIG gestreichelt
Ich kratze meine seit Monaten kaum benutzten Münzen zusammen und das blöde Arschloch verschmähte meine Zweieuromünze. Vielleicht hätte er Mark ja noch genommen? Sämtliche Cents zusammen ließen mich meine ärgerliche Parkgebühr (warum ist die im Skiticket nicht inkludiert? Gefällt mir nicht...) dann endlich bezahlen. Wenigstens war die Meute hinter mir gelassen und wir schimpften alle auf diesen blöden Automaten, das ganze Land, die Welt...
Mit zwickender Wande humpelte ich zum Auto am anderen Ende des Parkplatzes zurück. Noch auf der Umgehung von Oberstdorft begannen die hackenden Schmerzen. Nach Kempten war es wieder finster und neblig – als ich irgendwo an einer Tanke aussteigen wollte, konnte ich den Fuß nicht mehr belasten. Wenigstens ging das Autofahren noch und so fuhr ich vorsichtig weiter, zuhause den restlichen Abend auf einem Bein hüpfend. Alle paar Minuten verkrampfte sich die Wade und schmerzte ordentlich – offenbar zu viel Skigefahren und vielleicht auch den Schuh zu eng gehabt – dazu ein kleiner Dreher am Ende des Tages... aber acht Tage später konnte ich wieder Skifahren und die Wade hielt.
Ich habe dennoch von 10 bis 16 Uhr einen 1A Skitag genossen – bestes Wetter, super Schnee und endlich wieder mal am Höllwieslift gewesen!
ENDE