Mt. Cervino hat geschrieben: 14.10.2025 - 09:49
Je weniger weit man die Bahn außen rum fertigstellt, desto weniger Aufwand und Geld hat man verbrannt.
Nach Olympia wird die Bahn eh nie wieder benutzt und sie wird das gleiche Schicksal erlangen wie die Bahn in Sestriere/Cesena.
Das ist pragmatisch gelebtes Italien... aber sicherlich keine Anspruch den mal für Olympia haben sollte.
Die Bahn in Cesana war aber sogar noch bis 2011 in Betrieb, also stolze 6 Jahre.
Das ist Nachhaltigkeit...
rajc hat geschrieben: 13.10.2025 - 21:02
An der Bergstation in Misurina liegen neue Teile für die Beschneiung.
Bilder vom 04.09.2022
Regionales Verwaltungsgericht weist Berufung ab: Grünes Licht für die Seilbahn Apollonio–Socrepes
7. November 2025
Der Schnee wartet nicht, und die Baustellen auch nicht. Das Regionale Verwaltungsgericht Latium (TAR) hat die Berufung von rund dreißig Anwohnern und Umweltverbänden gegen die neue Seilbahn Apollonio–Socrepes zurückgewiesen. Das Urteil vom 6. November beendet eine lange Zeit des Misstrauens und der Bürokratie und bestätigt die Rechtmäßigkeit des Projekts sowie das Vorgehen von SIMICO und den beteiligten Behörden. Der Bau kann nun mit voller Kraft fortgesetzt werden. Und Cortina kann endlich wieder nach oben blicken, statt auf die Gerichte.
Die Vorwürfe, die lange Wartezeit
Die Berufung beanstandete alles: hydrogeologische Risiken, Mängel in der Umweltverträglichkeitsprüfung, Verfahrensfehler, sogar die Notbesetzung des Geländes. Ein Dossier voller Papierkram und Zweifel, in dem die Angst, ein fragiles Gleichgewicht – das zwischen Landschaft und Fortschritt – zu stören, die rote Linie bildete. Umweltschützer sprachen von Rissen im Boden, von dicht beieinander liegenden Baustellen und von voreiligen Entscheidungen. Das Regionale Verwaltungsgericht (TAR) las, las noch einmal und schrieb dann: unbegründet. Ein nüchternes Wort, das alles wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Die technischen Gutachten wurden als vollständig und umfassend bewertet, die Verfahren aus umwelt-, landschafts- und städtebaulicher Sicht als ordnungsgemäß eingestuft. Kurz gesagt: Es kann gebaut werden.
„Zuversichtlich in die Zukunft“
Cortinas Bürgermeister Gianluca Lorenzi kommentierte mit Erleichterung, nicht mit Triumph: „Das Urteil bestätigt die Solidität der geleisteten Arbeit. Jetzt können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken.“ Denn hinter dem Papierkram steht eine Stoppuhr: die olympische. Und eine Seilbahn mit drei Stationen, zehn Masten und fünfzig Zehnerkabinen. Eine strategische Achse zwischen Apollonio und Socrepes, die den Spielen und vor allem dem täglichen Leben am Berg dienen soll.
Der schmale Grat zwischen Schutz und Entwicklung
Die Dolomiten, wie wir wissen, verzeihen keine Nachlässigkeit. Doch Stillstand gibt es auch nicht. Das Projekt, das dem temporären Konsortium aus Graffer, Dolomiti Strade und Ecoedile anvertraut wurde, soll den Verkehr in Richtung Falzarego reduzieren und eine nachhaltigere Mobilität fördern. Es wird mit einem geotechnischen Echtzeit-Überwachungssystem ausgestattet und durch Farb- und Formstudien harmonisch in die Landschaft integriert.
Technologie und Respekt – nicht leere Versprechungen, sondern gestalterische Entscheidungen
Nach monatelangem Stillstand und Ungewissheit vibriert der Berg wieder im Rhythmus von Maschinen und Menschen. Mit dem Urteil der TAR scheint die juristische Auseinandersetzung beendet. Die Frage der Zeit bleibt: Nachspannen, fertigstellen, liefern. Denn jeder Mast hier oben wiegt mehr als eine Akte. Und letztendlich ist diese Seilbahn auch ein Symbol: für harte Arbeit, für Beharrlichkeit und für ein Italien, das – zumindest dieses Mal – den Gipfel erreichen will, bevor es zu spät ist.
Das ändert dennoch nichts daran, dass für die Mittelstation noch nicht einmal eine Baugrube ausgehoben ist.
Vielleicht wird die Bahn mal irgendwann fertig werden. Aber sicherlich nicht zu den Spielen.
Die Bahn ist für die Spiele auch nicht sooo wichtig. Wäre für die Zuschauerströme schon gut zu haben, aber es geht auch anders.
Das Entscheidende ist, dass sie aus den bereitgestellten Mitteln gezahlt werden kann. Und das scheint über SIMICO ja unter Dach und Fach zu sein.
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Kurzfassung: ab Dezember Stationsmontage, im Januar Test und geplante Abnahme. Es kämen erprobte und zertifizierte Komponenten eines etablierten, aber nicht genannten Herstellers zum Einsatz.
Eine Fertigstellung bis zu den Spielen soll möglich sein.
Warum im Sommer bauen wenn es auch im Winter geht .
Aber ob das wirklich hinhaut oder nur italienischer Optimismus ist, werden wir dann im Februar sehen...
Am kommenden WE ist übrigens Bob Weltcup in Cortina. Die bahn selbst ist ja schon einige Zeit in Betrieb aber Mal schauen ob es um die Bahn herum noch sehr nach Baustelle aussieht
Ich war letztes Wochenende nochmal dort, bevor das halbe Skigebiet zugesperrt wird.
- Mein Eindruck von der Bobbahn ist definitiv positiv. Dass eine Baustelle nicht schön ausschaut ist klar. Inzwischen sieht man aber, wie's am Ende werden soll. Es ist ein begrüntes Dach drüber, mit dunkelgrüner recht ansprechender Seitenverschalung, wie ich finde. Das Gelände ist wieder hergestellt, und die anderen Infrastrukturbauten passen vom Stil her meines Erachtens auch recht gut.
Der Hauptunterschied zu Torino/Pragelato muss künftig einfach in Instandhaltung und Nutzung für Weltcups sein. Dann ist der Bau der Bahn auch gerechtfertigt.
- Gleiches mit der unteren EUB. Dass diese einen großen impatto haben soll, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Gegenteil, die Trasse liegt im unteren Teil im Bach-Einschnitt zwischen dem berüchtigten Rutschgebiet und "Festland". Nach der Mittelstation verläuft sie über ganz normales Wiesengelände, wie zig andere flache Zubringer-EUBs. Die Bauten sind kompatk.
... und nachdem ich im Pendelbus zw Freccia nel Cielo und Faloria im vorabendlichen Stau stand und beinahe die letzte Bahn nach Faloria verpasst hätte (um zum Auto am Rio Gere zu kommen), hätte ich mir die kürzere Verbindung von der EUB (Apollonio) zur Faloria PB schon sehnlichst in Betrieb gewünscht...
Also in Summe macht die Planung für mich Sinn, und die Bauten sind m.E. von der Dimensionierung her völlig in Ordnung.
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Ich denke, die Chancen, dass das Ding fertig gebaut wird sind groß:
- die Gelder dürfen auch noch später ausgegeben werden (siehe Bormio, wo die Versetzung der 4SB oberhalb Ciuk sogar erst diesen Sommer begonnen wird)
- Graffer wird's sicher nicht versemmeln wollen, um den Fuß in der Tür halten zu können als low-cost Anbieter
- Für die Skigebietsverbindungen in Cortina sowie die Parkplatzsituation für die Gäste, die vom unteren Tal her anreisen - auch Tagesgäste -, ist der Talstationsstandort viel besser als alles bisheriges. D.h. Cortina selbst hat großes Interesse an der Bahn.
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In vielen Hinsichten wird die Bahn schon Sinn machen. In der Landschaft wird diese Bahn auch kaum stören. Das Problem ist der Hang, der schon vor Baubeginn in Bewegung war. Leitner und Doppelmayr sind deshalb gar nicht Mal dran interessiert gewesen. Da wird es weiterhin Probleme geben..
Das wird keine spannende Sache weil die Anlage nicht fertig wird. Wie auch.
Keine Gondeln
Keine Elektroinstallation
Kein Notantrieb
Keine fertigen Stationsverkleidungen
Eine elektrische Inbetriebnahme so einer Anlage, vorausgesetzt sie ist fertig dauert alleine bei den etablierten Herstellern schon mindestens 2 Wochen.
Danach gibts dann erst mal Probebetrieb bevor die Abnahme losgeht.
Und das sind nur die offensichtlichen Dinge.
Einfach erklärt.
Ich denke auch wenn Olympia ist geht doch auch hier Sicherheit vor. ?
Also
Das wird nichts.
Die Bahn ist für die Olympischen Spiele auch hinreichend unwichtig. Für die Skifahrer nicht wichtig, weil alle Anschlusslifte nur für die Athleten geöffnet sind, und für die Besucher nicht, weil die Strecken und Zielräume sowieso weit oberhalb sind.
Wichtig ist, dass das Ding überhaupt gebaut wurde (und hoffentlich an Ort und Stelle bleibt und nicht wegrutscht ), weil es für den normalen Gäste und Einheimischen-Zustrom von Südrand Cortinas in Richtung Pocol und Duca d'Aosta gebraucht wird. Es reicht völlig, wenn die Seilbahn erst ab 16.3. nach den Paralympics in Betrieb geht - oder zur Not halt nächsten Winter; das ist jetzt auch schon egal.
... und der 16.3. scheint mir bei normalem Baufortschritt aktuell schon machbar.
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Ich bin der Meinung dass seitens Graffer im letzten Sommer behauptet wurde dass die Anlage sicher bis Februar 2026 zu den Olympischen Spielen fertig wird. Und das ist sie schon mal bei weitem nicht.
Und ob die Bahn jetzt in 6 Wochen komplett Betriebsbereit und abgenommen ist das glaube ich offen gesagt auch nicht.
Und wenn ich in den Italienischen Medien so lese wie viel Geld dafür bisher verbraten wurde wird mir direkt übel.
Doppelmayr und Leitner haben nicht Grundlos auf diesen Auftrag verzichtet.
Simico hat das auf jeden Fall so behauptet, wobei dies sogar nach den Einsprüchen der Grundstücksbesitzer rund um Lacedel beibehalten wurde und klar war, dass man so richtig erst im Oktober beginnen kann.
Graffer vielleicht auch.
Ich will die auch gar nicht entlasten, mir geht's nur um den Sinn und Zweck der Bahn. Insofern ist es kein Beinbruch, wenn sie später fertig wird. Aber die Gesellschaften haben sich definitiv nicht mit Ruhm bekleckert.
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markus hat geschrieben: 01.02.2026 - 21:17
Ich bin der Meinung dass seitens Graffer im letzten Sommer behauptet wurde dass die Anlage sicher bis Februar 2026 zu den Olympischen Spielen fertig wird. Und das ist sie schon mal bei weitem nicht.
Und ob die Bahn jetzt in 6 Wochen komplett Betriebsbereit und abgenommen ist das glaube ich offen gesagt auch nicht.
Und wenn ich in den Italienischen Medien so lese wie viel Geld dafür bisher verbraten wurde wird mir direkt übel.
Doppelmayr und Leitner haben nicht Grundlos auf diesen Auftrag verzichtet.
Umso schlimmer eigentlich, dass in den Zeitungen immernoch geschrieben wird, dass es im Rahmen des Möglichen wäre.
Unabhängig vom Irrsinn, der dort betrieben wird, muss man jedoch vor den Montagetrupps den Hut ziehen.
Diesen Prototyp im Winter so zu montieren, ist schon eine ordentliche Leistung.