Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

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vovo
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Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

Beitrag von vovo »

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Den Tellerlift in Roßhaupten kenne ich vom Vorbeifahren schon seit den 2000ern und nicht von der Wanderkarte, denn er wurde vom Kompass-Verlag darin nicht bedacht. Ein Schicksal, dass er mit dem Schlepplift in Ronsberg teilt, den ich auch nur vom Vorbeifahren kenne, wenn auch schon seit den 90ern und den ich vor vielen Jahren auch mal mit den Skiern bewaffnet aufsuchen konnte. In Roßhaupten beim Skilift an der Alten Reite sollte dies bis 2026 dauern – 16 Jahre nachdem ich dort mal im Herbst zur Umlenkung hinaufgestiefelt war.

Der Lift war sicher nicht auf dem ersten Platz der Hypeschlepper, die man unbedingt noch fahren will, da es ja nur ein kleiner Tellerlift ist. Eigentlich wollte ich wegen dem Anfängerhügel mal mit meinem Sohn dorthin, doch der hatte an jenem Sonntag „keine Lust“ aufs Skifahren.

Ich selbst hatte ursprünglich vor, am Vortag weit in den Süden vorzustoßen, etwa zur Weinebene oder zu anderen weit entfernten Gebieten. Auch der Kreischberg wurde anvisiert. Doch die Wetterwarnungen und Schneefallmeldungen für den nördlichen Teil der Alpen inklusive dem Vorland nahm ich ernst. Es kam dann auch ordentlich was runter. Die zahlreichen Verkehrsmeldungen und Webcambilder von der Tauernautobahn sprachen eher dafür, dass es die richtige Entscheidung war, in München zu bleiben.

Wo aber statt dessen hin? Etliche Einzellifte in der näheren Umgebung waren trotz Neuschnee noch immer außer Betrieb. Ich schlief dann erst einmal aus und stellte am späten Vormittag erfreut fest, dass der Tellerlift in Roßhaupten endlich mal lief. Die haben dort keine Beschneiung und dementsprechend waren Skitage in den letzten Jahren so selten wie totale Sonnenfinsternisse in Deutschland ;)
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Ich nahm bei der Anreise die B 17, obwohl Roßhaupten an der B 16 liegt. So kam ich aber am Skilift Ilgen vorbei – leider lief der noch nicht, wie ich bei einem Halt neben der Fahrbahn sehen konnte. Dort hatte es vor einem Bauernhof die perfekte Parkfläche, so dass man erst das Auto stoppen und dann nach den Bügeln spähen konnte. In diesem Bereich ist die B 17 eine kurvige Landstraße – kein Vergleich zur Autobahn nördlich von Landsberg.

Weiter südlich dann noch Halblech passiert, doch da regte sich auch kein Kurzbügel. In Buching wäre die DSB gelaufen – das wäre noch ein Ziel für die 2. Nachmittagshälfte gewesen, doch ich sollte drei Stunden in Roßhaupten meinen Spaß haben...

So fuhr ich quer am nördlichen Rand des Forggensees hinüber – am Parkplatz vorm Lift drehten natürlich wieder die Räder durch, aber wie schon die Tage zuvor in Eschach schaffte ich es, den Passat in die Lücke zu bekommen. Weiter vor wäre das Auto nicht mehr gekommen – nur zurück wg. einer leichten Hangneigung. Natürlich rauschte SOFORT ein Bus an und parkte GENAU hinter mir. So entschied ich mich da schon, bis zum Liftschluss zu bleiben, denn der Hang wirkte besser als in meiner Erinnerung.
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Geht doch – sofort erfasste einen übrigens eine totale Gelassenheit, denn die Menschen vor Ort hatten alle ihren Spaß. Niemand stresste, niemand hatte ein Problem, die Kinder johlten und die Frau an der Kasse war total freundlich. Man muss 8,50 für die Halbtageskarte zahlen – KEIN Kommafehler ;)
Dazu irgendeine 80er-Musik, die sich aber leider nicht hielt, denn kurze Zeit später kam wieder das übliche Radiogedudel.
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Netter Liftplan – mit Liebe zum Detail...
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Das gibt immer extra Punkte auf der Skala, wenn man noch solche alten Karten an den Arm bekommt und nicht durch so nervige Piepsschranken durchgehen muss.
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Der Lift – nichts Besonderes an sich, aber es sollte sich erweisen, dass auf der ganz rechten Seite noch unverspurte Tiefschneehänge waren. Die Kinder fuhren meistens links auf der gewalzten Piste oder auch rechts, aber im Tiefschneebereich war fast nichts los.
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Im Lift
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Wäre was fürs Rateforum gewesen – Motiv
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An die Umlenkung konnte ich mich noch erinnern – 2010 war ich hier bei einer Rundfahrt der diversen Einzellifte in der Umgebung.
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Idyllischer Blick...
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Zuerst fuhr ich noch zwei, drei Mal auf der anderen Seite, ehe ich hier den Tiefschneebereich entdeckte...
Im Hintergrund der Auerberg – da müsste es oben noch einen Seillift mit Haken dran geben. In einer alten Karte ist bei Stötten noch ein Lift eingezeichnet – da habe ich aber nie was herausfinden können. Evtl. auch bloß ein Seillift.
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Der Liftler oben hatte noch seinen Weihnachtsbaum vorm Häusl stehen.
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Allgäuidylle hinterm Lift...
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Hier sieht man in der Mitte die offizielle Piste...
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Aber ich hielt mich lieber weiter hinten bei meinem Freund, dem Tiefschnee...
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Das untere Stück ist sehr flach und man muss etwa ab der Tanne oben Schuss fahren.
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Ganz hinten kurz vorm Kuhzaun ;)
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Das hat sich richtig Spaß gemacht – vor allem weil da sonst keiner fuhr.
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Zum Schluss auch mal wieder ab und an auf der anderen Seite des Tellerlifts gefahren.

Gegen 16 Uhr leerte sich der Hang zusehend, da die Kinder offenbar müde wurden und langsam auch die Kälte wieder zunahm. Auch war der lästige VW-Bus hinter meinem Auto weg. Unten an der Talstation war aber noch gut was los – viele Einheimische standen zusammen, tranken Bier, Kaffee oder Glühwein und unterhielten sich.
Im Häusl an der Talstation hätte man wahrscheinlich auch noch Suppe oder Kuchen bekommen. Draußen hatte der Wirt einen Ofen angeschürt, damit sich die Leute wärmen konnten. Im breitesten Dialekt gab er etwas zum Besten und ich freute mich, jene fast-heimatlichen Klänge mal wieder zu hören.

Ein paar der Anwesenden blickte auf, als ich mit den Skiern an ihnen vorbei zu meinem Auto fuhr – wahrscheinlich fiel ich mit dem M-Kennzeichen dort auf. Sonst hatten alle OAL wie auch ich einst bei meinem ersten Auto. Zwei Tage später sollte ich dann am Hagenberglift deswegen auch angesprochen werden... aber freundlich, entspannt und gleich in ein nettes Gespräch übergehend.

Über die B 16 anstatt der B 17 ging es dann zurück...
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Zuletzt geändert von vovo am 21.01.2026 - 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

Beitrag von judyclt »

Eigentlich wollte ich wegen dem Anfängerhügel mal mit meinem Sohn dorthin, doch der hatte an jenem Sonntag „keine Lust“ aufs Skifahren.


Da musst du aber dringend erzieherisch einwirken :wink:
THB
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Re: Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

Beitrag von THB »

Danke für die schönen Bilder und den Bericht. War denn in Buching auch Skibetrieb oder lief die 2SB nur für die Rodelbahn?
18 Skitage Saison 2025/26 - Winterberg (2), Thaler Höhe (1), Pfronten (1), Berwang (1), Ofterschwang (1), Damüls (4), Schwarzer Mann (1), Rosshütte (3), Gschwandtkopf (1), Willingen (2), Neuastenberg (1)
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Re: Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

Beitrag von vovo »

THB hat geschrieben: 21.01.2026 - 17:31 Danke für die schönen Bilder und den Bericht. War denn in Buching auch Skibetrieb oder lief die 2SB nur für die Rodelbahn?
Danke!
In Buching kenne ich die neue Situation im Winter noch nicht. Ich war da bislang nur 1 x Skifahren - 2013, als sogar die beiden Schlepper im Tal noch standen, aber leider schon jahrelang nie an waren. Da war die Piste an der DSB noch präpariert. Jetzt ist es ja - wie am Tegelberg oder der KSB am Jenner oben - nur noch eine Skiroute. Ich meine aber, gelesen zu haben, dass da geöffnet wäre. Zumindest ist die DSB gelaufen. Da kann man es dann einen halben Tag locker aushalten, denn da hätte man ja nicht nur den obligatorischen Dorflift-Hang, sondern einen zumindest mittelgebirgsmäßigen Berg.
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Re: Roßhaupten | 11.01.2026 | 56 Teller

Beitrag von Zottel »

Diese Kleinstgebiete im Ort haben immer ihren eigenen Charme. Gulaschsuppe, Würstel mit Toast und Kaffee aus Pappbechern sind für mich da das i-Tüpfelchen :D Aber du scheinst auch ohne diese kulinarischen Highlights eine gute Zeit gehabt zu haben.
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