True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

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snowflat
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True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von snowflat »

Kein Fingerpointing und so, aber schon bitter, wenn alle Instanzen durchgängig versagen, Hinterbliebene nicht Ernst genommen werden und auf eigene Faust ermitteln und kämpfen müssen ... hat schon ein "Gschmäckle".
Der 25-jährige Raven Vollrath verschwand spurlos aus einem Tiroler Bergdorf. Monate später fanden Wanderer seine Leiche. Was als tragischer Unfall galt, entpuppte sich als Fall voller Versäumnisse.

Inhalt: In einem idyllischen Tiroler Bergdorf verschwand in der Nacht auf Heiligabend 2005 der 25-jährige Raven Vollrath. Monate später entdecken Wanderer seine Leiche. Die Behörden schlossen Fremdverschulden aus. Doch seine Eltern akzeptierten diese Erklärung nicht. Die Recherchen eines ORF‑Journalisten decken schließlich schwere Versäumnisse auf.
Es ist auch ein paar mal das Skigebiet von Zöblen und das alte Talstationsgebäude zu Zeiten des Rohnenschleppers zu sehen, welches sich im Verlauf als Tatort herausstellte: https://on.orf.at/video/14310159/true-s ... 1nzF5t0WGw

Edit: "Zöblen" im Titel ergänzt, sonst könnte man denken, dass es zum wiederholten Male um den Fall am Stubaier Gletscher geht. Einzige Parallele ist das Behördenversagen :?
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tobi27
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Re: True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von tobi27 »

Kann mich von damaligen Familienradtouren welche in Zöblen vorbeiführten noch dunkel an viele Suchplakate und das Auto erinnern das dort wochenlang rumstand, ansonsten bekam man auf deutscher Seite relativ wenig von dem Fall mit. Erst ein paar Jahre später um 2009 kam dann eine größere Reportage die über die Missstände berichtete.

Was mich wundert, wenn in dem Zimmer in der Talstation alles voller Blutlachen war müsste das doch jemand früher oder später bemerkt haben dass da was vorgefallen ist... Im Nachhinein schon etwas bedrückend wenn man bedenkt wie oft man über die Brücke gefahren ist während die ermordete Leiche drunterlag :pale:

Viele Grüße
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snowflat
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Re: True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von snowflat »

tobi27 hat geschrieben: 09.02.2026 - 23:54Was mich wundert, wenn in dem Zimmer in der Talstation alles voller Blutlachen war müsste das doch jemand früher oder später bemerkt haben dass da was vorgefallen ist...
Wenn da außer dem Täter und der Mitwisserin keiner Zugang hatte, dann nicht. Auf den Fotos werden die Stellen ja gezeigt, aber als Laie auch nicht direkt erkennbar. Und die österreichischen Behörden haben die Holzbretter ja "untersucht" und nichts feststellen können ... wurde wohl genauso "ordentlich" gemacht wie die Obduktion.
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Re: True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von Skipapi »

Die Theorie der Tiroler Polizei über den mutmasslichen Verlauf des Morgens ist wirklich haarsträuben. Er geht bei Minusgraden mit Matratze auf dem Rücken in Unterhose und T-Shirt entlang der Strasse um sich etwas hinzulegen? Klar, sehr lebensnahe Vermutung, sowas passiert ständig.
Die Mutter des Täters ist in der zweiten Vernehmung durch die deutsche Polizei eingeknickt, die Österreicher fanden es nicht notwendig sie zu vernehmen (sie hatten ja eine glaubhafte Theorie über das Geschehene....).
Mit den Innsbrucker Gerichtsmedizin und der Tiroler Polizei waren die gleichen Stellen involviert, wie etwa 15 Jahre früher am Stubaier Gletscher, die Qualität der Abklärungen hat sich in dieser Zeit nicht verbessert...
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Re: True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Naja, so unrealistisch finde ich das nicht. Besoffene machen komische Dinge. Allerdings heißt das natürlich nicht, dass sowas ausreichen sollte keine anderen Spuren mehr zu verfolgen. Vor allem hätte ich dann ja erstmal nachgefragt, warum sie ihn nicht aufgehalten haben, sowas sollte ja auch strafrechtliche Relevanz haben.

Ich hatte ja erst gedacht es geht wieder um einen ähnlichen Fall wie am Stubaier Gletscher, also Vertuschung eines Unfalls unter den Einheimischen. Aber hier ging es ja in beiden Fällen nicht um Einheimische, da ist es ja schon ungewöhnlich, dass die Behörden da so mauern.
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tobi27
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Re: True Crime in den Tiroler Bergen: Tod im Skigebiet Zöblen

Beitrag von tobi27 »

snowflat hat geschrieben: 10.02.2026 - 09:50 Wenn da außer dem Täter und der Mitwisserin keiner Zugang hatte, dann nicht. Auf den Fotos werden die Stellen ja gezeigt, aber als Laie auch nicht direkt erkennbar. Und die österreichischen Behörden haben die Holzbretter ja "untersucht" und nichts feststellen können ... wurde wohl genauso "ordentlich" gemacht wie die Obduktion.
Kommt darauf an als was die Räume genutzt wurden, der Elektroheizer und das Gerümpel deuten eher auf Lagerräume als eine vollwertige Wohnung hin, darauf hätten ja ggf. auch andere Mitarbeiter bzw. zumindest der Betriebsleiter bestimmt Zugang gehabt.

Habe mal ein altes Bild des Gebäudes rausgesucht
Rohnenlift35.jpg
Rohnenlift35.jpg (139.62 KiB) 178 mal betrachtet
Unten mittig war der Zugang zum Treppenhaus, oben rechts am Fenster beim Schriftzug muss sich das Tatortzimmer befunden haben.

Sind aber nur Mutmaßungen, ändert leider nichts mehr an der furchtbaren Tat.

Viele Grüße
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