Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
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woscsnh
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Bezüglich Transparenz kann ein solches System ja nicht punkten.
Wenn man vor der Seilbahnkasse steht kann man ja nicht überblicken, ob jetzt der geplante 2-Tagespass günstiger ist als der sofortige Kauf 2er Tagespässe. Oder aber man erhält eine eingehende Beratung. Was aber länger gehen könnte, weil der Kunde sicher zunächst überhaupt nicht verstehen will und kann, was ihm da gerade vorgeschlagen wird....
Wobei man solche 'Stilblüten' ja vom Verkaufsprogramm her einfach schließen könnte, indem man für den Mehrtagespass zum günstigsten Tarif berechnet. Dieses Phänomen könnte man euphemistisch als Startschwierigkeit oder auch als Intransparenz abtun. Eigentlich ist es aber mehr. Wenn auch sicher nicht beabsichtigt.
Wenn man vor der Seilbahnkasse steht kann man ja nicht überblicken, ob jetzt der geplante 2-Tagespass günstiger ist als der sofortige Kauf 2er Tagespässe. Oder aber man erhält eine eingehende Beratung. Was aber länger gehen könnte, weil der Kunde sicher zunächst überhaupt nicht verstehen will und kann, was ihm da gerade vorgeschlagen wird....
Wobei man solche 'Stilblüten' ja vom Verkaufsprogramm her einfach schließen könnte, indem man für den Mehrtagespass zum günstigsten Tarif berechnet. Dieses Phänomen könnte man euphemistisch als Startschwierigkeit oder auch als Intransparenz abtun. Eigentlich ist es aber mehr. Wenn auch sicher nicht beabsichtigt.
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mark13
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Grade an so Einfallstoren mit nähe zu Deutschland verstehe ich die Idee ja, dass man Anreize schaffen will die Last zu verteilen, damit eben nicht Tagesgäste am Samstag alles fluten.
Meiner Empfindung nach hat das aber nicht wirklich funktioniert und nun haben wir Intransparenz und scheinbar willkürliche Preise.
Ein wahrer Geheimtipp für Anfänger ist übrigens die Punktekarte am Golm (die wird nicht wirklich beworben).
77,50 € für 55 Punkte
1 Punkt pro auffahrt am Idiotenhügel
10 ab Vandans
6 ab Latschau
4 ab Matschwitz und alle anderen anlagen.
Meine Freundin ist mit einer punktekarte immer so 3 Tage ausgekommen was umgerechnet mit ca. 25 € pro Tag ein Schnapper ist (im vergleich zu einer Tageskarte die man gar nicht ausnutzt als Anfänger)
Meiner Empfindung nach hat das aber nicht wirklich funktioniert und nun haben wir Intransparenz und scheinbar willkürliche Preise.
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Gruß Mark13
- snowflat
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Quelle: Dynamische Preise - Knapp 90 Euro für eine SkitageskarteEine Analyse des ORF Vorarlberg zeigt die Entwicklung der dynamischen Skikartenpreise in Vorarlberg über mehrere Wochen. Den Spitzenwert erreichte die Silvretta Montafon mit knapp 90 Euro für eine einzelne Tageskarte. Konsumentenschützer sehen die Gefahr von versteckten Preiserhöhungen. Die Betreiber betonen Vorteile für Frühbucher.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Olli
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Besonders interessant ist diese Passage:
Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023 macht die Silvretta deutlich, dass das „Dynamic Pricing" zum Aufschwung beigetragen hat. Dort heißt es, dass der Umsatz „"aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen in Verbindung mit dem erstmalig eingesetzten Dynamic Pricing deutlich über dem Vorkrisenniveau lag“, und das, obwohl die Gästezahl noch rund fünf bis zehn Prozent unter den Vorkrisenwerten blieb.
Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023 macht die Silvretta deutlich, dass das „Dynamic Pricing" zum Aufschwung beigetragen hat. Dort heißt es, dass der Umsatz „"aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen in Verbindung mit dem erstmalig eingesetzten Dynamic Pricing deutlich über dem Vorkrisenniveau lag“, und das, obwohl die Gästezahl noch rund fünf bis zehn Prozent unter den Vorkrisenwerten blieb.
- Seilbahnjunkie
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Das ist aber völliger Blödsinn. Natürlich steigt dein Umsatz wenn alles teurer wird, wenn nicht, hast du ein richtiges Problem. Die entscheidende Frage ist aber, steigt er auch im Vergleich zu deinen Kosten stärker oder mindestens gleich stark, sprich wie entwickelt sich dein Gewinn?
Ich finde diese Fixierung auf Umsatzzahlen relativ sinnlos (nicht nur in diesem Beispiel), weil sie gar nichts darüber aussagen wie die Geschäfte wirklich laufen. Man kann mit gigantischem Aufwand einen ansehlichen Umsatz erwirtschaften und schlittert dann trotzdem sehenden Auges in die Pleite.
Das ist übrigens genau das Selbe wie das von bestimmten Parteien immer vorgetragene Mantra von den höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten. Das sagt auch nichts darüber aus ob genug Steuern eingenommen werden, denn steigende Preise können das einfach wieder auffressen.
Wenn Dynamic Pricing dazu geführt hat, dass man auch Inflationsbereinigt mehr einen hat bei weniger Gästen, dann wäre das für das Unternehmen erstmal ziemlich gut. Weniger Gäste bedeutet weniger Kosten, auch wenn ich glaube, dass das bei Skigebieten kurzfristig eher nicht so viel ausmacht.
Was anderes si d natürlich die Auswirkungen auf andere Betriebe. Es kann gut sein, dass Gastronomie und Beherbergungsbetriebe darunter leiden.
Ich finde diese Fixierung auf Umsatzzahlen relativ sinnlos (nicht nur in diesem Beispiel), weil sie gar nichts darüber aussagen wie die Geschäfte wirklich laufen. Man kann mit gigantischem Aufwand einen ansehlichen Umsatz erwirtschaften und schlittert dann trotzdem sehenden Auges in die Pleite.
Das ist übrigens genau das Selbe wie das von bestimmten Parteien immer vorgetragene Mantra von den höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten. Das sagt auch nichts darüber aus ob genug Steuern eingenommen werden, denn steigende Preise können das einfach wieder auffressen.
Wenn Dynamic Pricing dazu geführt hat, dass man auch Inflationsbereinigt mehr einen hat bei weniger Gästen, dann wäre das für das Unternehmen erstmal ziemlich gut. Weniger Gäste bedeutet weniger Kosten, auch wenn ich glaube, dass das bei Skigebieten kurzfristig eher nicht so viel ausmacht.
Was anderes si d natürlich die Auswirkungen auf andere Betriebe. Es kann gut sein, dass Gastronomie und Beherbergungsbetriebe darunter leiden.
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judyclt
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Sprachlich unsauber formuliert. Es muss heißen:Olli hat geschrieben: 12.02.2026 - 17:50 Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023 macht die Silvretta deutlich, dass das „Dynamic Pricing" zum Aufschwung beigetragen hat.
"...dass das „Dynamic Pricing" zur Ausbeutung der Gäste beigetragen hat."
Ich sehe es wie Seilbahnjunkie. Das sagt erstmal nichts über die Gesamtsituation und den Effekt der temporär noch stärker erhöhten Preise aus.
- ThomasZ
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Die Frage ist auch wie langfristig ist der Effekt. Sie schreiben ja selbst, sie haben weniger Gäste. Wenn es durchs Dynamic Pricing auf Dauer noch weniger werden, dann kann der Umsatz auch schnell wieder sinken.
Gargellen ist für uns deshalb raus, da es ja leider keine "Dorfkarte" gibt und ich es nicht einsehe für einen Urlaub, wo das skifahrerische nicht so im Vordergrund steht, die horrenden Preise zu zahlen.
Gargellen ist für uns deshalb raus, da es ja leider keine "Dorfkarte" gibt und ich es nicht einsehe für einen Urlaub, wo das skifahrerische nicht so im Vordergrund steht, die horrenden Preise zu zahlen.
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woscsnh
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?
Die Preisfindung in Gargellen ist mir ein Rätsel. Ich hoffe, man arbeitet dran.ThomasZ hat geschrieben: 13.02.2026 - 15:57 Die Frage ist auch wie langfristig ist der Effekt. Sie schreiben ja selbst, sie haben weniger Gäste. Wenn es durchs Dynamic Pricing auf Dauer noch weniger werden, dann kann der Umsatz auch schnell wieder sinken.
Gargellen ist für uns deshalb raus, da es ja leider keine "Dorfkarte" gibt und ich es nicht einsehe für einen Urlaub, wo das skifahrerische nicht so im Vordergrund steht, die horrenden Preise zu zahlen.
SM hat ja viel mehr Zulauf. Da kann man auch viel kaputt machen.