Das war auch eine Schneebrettlawine, die sich dann zu einer großen Staublawine entwickelte. Die Gertrud-Gabl-Rinne trägt ihren Namen, weil sie an einem Hang liegt, wo Gertrud Gabl am 18. Jänner 1976 bei einem Lawinenunglück ums Leben kam.Tyrolens hat geschrieben: 20.02.2026 - 19:09 Na ja. Man könnte meinen, dass Warnstufe 4 Abschreckung genug ist.
Das Lawinenereignis in St. Anton ist interessant. Meistens hat man doch mit Schneebrettlawinen zu tun.
Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
War da jetzt, bis auf den verschütteten Bus, irgendwas dabei wo die Opfer nicht trotz hoher Lawinengefahr im freien Gelände oder auf einer gesperrten Route unterwegs waren?
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Tyrolens
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
Mir wäre nichts gegenteiliges bekannt. Was mir auch auffällig: gefühlt trifft's wenige Tourengeher, aber sehr viele Freeskier in teils wirklich verrückten Routen. Der Fall im Stubaital, der in See (glaube ich war's), der gestern in St. Anton. Motto: wenn dir alles egal ist.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
Es sind derzeit eindeutig mehr freerider betroffen.
Ich denke, beim Tourengehen ist die Gefahrenlage so klar ausgeprägt, dass alle super defensiv unterwegs sind.
Beim skigebietsnahen Freeriden/Variantenfahren ist es so, dass 1. die Nähe zum Skigebiet immer eine gewisse Sicherheit suggeriert die 2. - und das ist m.E. der Hauptgrund - in "normalen Wintern auch gegeben ist. Normalerweise sind das stark befahrene Hänge, die ab Saisonbeginn ständig zerpflügt werden womit sich keine großflächigen Schwachschichten bilden können. Bedingt durch die lang anhaltende Schneearmut ab Saisonbeginn wurden diese Hänge kaum befahren, weswegen dieser Sicherheitspuffer wegfällt.
Das ist die Tücke der scheearmen Winter. Viele, gut ausgebildete, Schwachschichten, die sich leicht triggern lassen.
Ich denke, beim Tourengehen ist die Gefahrenlage so klar ausgeprägt, dass alle super defensiv unterwegs sind.
Beim skigebietsnahen Freeriden/Variantenfahren ist es so, dass 1. die Nähe zum Skigebiet immer eine gewisse Sicherheit suggeriert die 2. - und das ist m.E. der Hauptgrund - in "normalen Wintern auch gegeben ist. Normalerweise sind das stark befahrene Hänge, die ab Saisonbeginn ständig zerpflügt werden womit sich keine großflächigen Schwachschichten bilden können. Bedingt durch die lang anhaltende Schneearmut ab Saisonbeginn wurden diese Hänge kaum befahren, weswegen dieser Sicherheitspuffer wegfällt.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
Ich denke, das ist eine gute Zusammenfassung. Grad das "ständig befahren" zählt halt nach so großen Schneefällen nicht mehr. Das ist dann wirklich ein Trugschluss...
Schöne Grüße
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CrystalMountain
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
+++ TOP-AKTUELL +++
Vorarlberg:
_______________
Tirol:
Vorarlberg:
https://vorarlberg.orf.at/stories/3342901/Lawinengefahr
Lech-Zürs ab 17.00 Uhr nicht mehr erreichbar
Am frühen Samstagnachmittag hat eine Lawine die Straße nach Lech-Zürs verlegt. Die Lawinenkommission hat beschlossen, dass die Straße von Samstag 17.00 bis zumindest Sonntagfrüh geschlossen bleibt. Die beiden Arlberg-Orte sind in dieser Zeit nicht erreichbar.
Online seit heute, 15.51 Uhr
Die Lawine ist 200 Meter nach dem Kreisverkehr auf der Trittkopfseite im steilen Gelände abgegangen. Sofort wurde mit Sondierungsarbeiten begonnen. Nach Angaben der Landespolizeidirektion konnten weder Menschen noch Autos unter den Schneemassen gefunden werden. Am Nachmittag wurden bereits erste Sprengungen durchgeführt
Am Sonntag zwischen 6.00 und 8.00 Uhr entscheidet die Lawinenkommission vor Ort, ob die Sperre wieder aufgehoben werden kann oder nicht, so der Lecher Bürgermeister Gerhard Lucian.
_______________
Tirol:
Lawinengefahr: Land löst AT-Alert aus
Das Land hat wegen der großen Gefahr am Samstag einen AT-Alert ausgelöst. Die große Lawinengefahr wurde erneut von Wintersportlern unterschätzt. In Serfaus (Bezirk Landeck) wurde ein Variantenfahrer im freien Skiraum verschüttet, er wurde in lebensbedrohlichem Zustand nach Innsbruck geflogen.
https://tirol.orf.at/stories/3342865/Land warnt eindringlich mit AT-Alert
Die eindringlichen Warnungen zur aktuellen Lawinengefahr hat das Land Tirol am Samstagnachmittag mit einem AT-Alert untermauert. Diese behördliche Gefahreninformation sei laut Land allen in Tirol eingeloggten Mobilitelefonen übermittelt worden.
Die Bevölkerung sowie in Tirol aufhältige Gäste sollen so auf die Gefahr im freien Gelände aufmerksam gemacht werden. „Wir rufen die Bevölkerung und unsere Gäste auf, im gesicherten Gelände zu bleiben und Variantenabfahrten, auch unterhalb der Waldgrenze, zu vermeiden“, wurde Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement, zitiert.
- Wooly
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
don pipone hat geschrieben: 21.02.2026 - 13:52 Ich denke, beim Tourengehen ist die Gefahrenlage so klar ausgeprägt, dass alle super defensiv unterwegs sind.
don pipone hat geschrieben: 21.02.2026 - 13:52 Das ist die Tücke der scheearmen Winter. Viele, gut ausgebildete, Schwachschichten, die sich leicht triggern lassen.
Als Tourengeher informierst du dich halt auch anders ... wenn du aktuell bei den üblichen Portalen und Newsletternj angemeldet bist, dann überlegst du genau was du tust und was nicht ... am Mittwoch in Grindelwald war noch eine satte Lawinenstufe 4, trotzdem sind alle fröhlich neben der Piste gefahren ... aber viel Warnung gibt es da auch nicht für den "Normalskifahrer" ...
Ich habe einen Mitarbeiter beim Graben gesehen, und ihn angesprochen ... der hat mir die Schichten gezeigt ... ziemlich gruselige Verhältnisse zur Zeit. ich würde aktuell wirklich keinen Meter neben die Piste fahren, wenn ich nicht genau weiß was ich tue ...
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
Leider ist heute die in Serfaus verschüttete Person im Krankenhaus verstorben.
https://tirol.orf.at/stories/3342865/
https://tirol.orf.at/stories/3342865/
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026
Abseits der Tragik der zahlreichen Lawinenopfer in dem Winter in Tirol empfand ich den heutigen AT-Alert vom Land Tirol jedoch also ziemlich deplatziert, geradezu störend. Es war das dies erste Mal, dass ein derartiger Alarm auf mein Smartphone auslöste. Das Telefon piept dabei unangenehm, ähnlich wie ein Rauchmelder das auch tut.
Ein derartiger Alarm ist, so würde ich meinen, für Katastrophen gedacht. Für den Fall, dass bswp. eine Staumauer bricht, oder giftige Gase aus einem Chemiewerk austreten. Womit ich mich aktiv um die eigene Sicherheit zu kümmern hätte, Radio einschalten, verstehen was passiert und ggf. sinnvoll handeln.
Nicht jedoch als Bitte, sich bei der ludischen Freizeitgestaltung entsprechend den eh allseits kommunizierten Verhältnissen anzupassen.
Katastrophale Lawinenereignisse mit Schäden an Infrastruktur und Gebäuden gab es ja zudem nicht, das wäre erst bei einem 5er zu erwarten.
Hingegen, wer weiß, wie viele beinahe oder tatsächliche Unfälle der Handyalarm im Straßenverkehr verursacht hat? Während Autofahrer allesamt gleichzeitig beim Lenken in ihren Taschen etc. nervös nach ihren piependen Handies wühlten.
Dieser Text wurde versendet:
21.02.2026 13:02 Uhr - 22.02.2026 23:59 Uhr
Große Lawinengefahr im freien Gelände! Bleiben Sie im gesicherten Gelände und vermeiden Sie Variantenabfahrten, auch unterhalb der Waldgrenze!
- Verlassen Sie nicht die gekennzeichneten Pisten.
- Informieren Sie sich über den aktuellen Lawinenreport.
- Beachten Sie regionale Warnhinweise Verhaltensempfehlungen der Lawinenkommissionen und Gemeinden.
Weitere Informationen: https://warnung.tirol.gv.at/w/Lawinensi ... 26-02.html
Landes-Warn- und Lagezentrum Tirol im Auftrag der Landesregierung
Ein derartiger Alarm ist, so würde ich meinen, für Katastrophen gedacht. Für den Fall, dass bswp. eine Staumauer bricht, oder giftige Gase aus einem Chemiewerk austreten. Womit ich mich aktiv um die eigene Sicherheit zu kümmern hätte, Radio einschalten, verstehen was passiert und ggf. sinnvoll handeln.
Nicht jedoch als Bitte, sich bei der ludischen Freizeitgestaltung entsprechend den eh allseits kommunizierten Verhältnissen anzupassen.
Katastrophale Lawinenereignisse mit Schäden an Infrastruktur und Gebäuden gab es ja zudem nicht, das wäre erst bei einem 5er zu erwarten.
Hingegen, wer weiß, wie viele beinahe oder tatsächliche Unfälle der Handyalarm im Straßenverkehr verursacht hat? Während Autofahrer allesamt gleichzeitig beim Lenken in ihren Taschen etc. nervös nach ihren piependen Handies wühlten.
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