Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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gfm49
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von gfm49 »

Kann man da nicht Warnstufen unterhalb "echter" Katastrophen deaktivieren? Bei Nina für D geht das und habe ich auch gemacht, sonst hebt es einen bei jedem besseren Gewitter aus dem Sessel. Die Warnung in Tirol war ja wohl nicht die höchste Warnstufe.

Tyrolens
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 22.02.2026 - 23:18 Da wäre ich jetzt nicht so stolz drauf, irgendwann verpasst du vielleicht mal eine Warnung die wirklich wichtig wäre. Es ist ja nicht so, dass man von diesem System ständig zugespamt wird (auch wenn die Meldung heute schon wieder kam, vermutlich um die neu angereisten zu erwischen).
Ich bin auch nicht stolz drauf. Aber was soll ich verpassen? Meine Erfahrung ist, dass AT Alert bei uns entweder zu schlecht aufgelöst oder schlichtweg zu langsam ist.
Was Naturgefahren betrifft, bin ich da sicher näher am Ball, als die Behörde.
Vor gut einem Jahr ist hier ein Recyclinghof abgebrannt. 20 km entfernt und als der Wind drehte, ist die Rauchwolke zu uns gezogen. Gewarnt wurde da von AT Alert nicht. Obwohl ich gerade wandern war und mich schon gewundert hatte, warum die Luft so schlecht ist. Ich konnte den Zusammenhang nicht herstellen. Das wäre die Aufgabe von AT Alert gewesen.
Wenn's wirklich wichtig ist, gibt's Sirenenalarm.
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Spezialwidde
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Spezialwidde »

Tyrolens hat geschrieben: 23.02.2026 - 08:05 Meine Erfahrung ist, dass AT Alert bei uns entweder zu schlecht aufgelöst oder schlichtweg zu langsam ist.

Wenn's wirklich wichtig ist, gibt's Sirenenalarm.
Wenn die App für dich so schlecht bzw. ist schmeiß sie halt vom Handy runter, dann gibts mit Sicherheit keinen Fehlalarm. Bei Lawinengefahr stelle ich den Nutzen sowieso in Frage, man hat eine mehr oder weniger witterungsbedingt flächendeckende Gefahr, das kann man sich Morgens vor dem Skitag in Ruhe im Netz ansehen, wo genau eine abgeht lässt sich sowieso nie genau vorhersagen.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das ist keine App, das ist ja gerade der Sinn. Sonst erreicht man ja wieder nur die, die die App auch haben. Bringt dann grad bei Touristen gar nichts.
Tyrolens hat geschrieben: 23.02.2026 - 08:05 Ich bin auch nicht stolz drauf. Aber was soll ich verpassen? Meine Erfahrung ist, dass AT Alert bei uns entweder zu schlecht aufgelöst oder schlichtweg zu langsam ist.
Was Naturgefahren betrifft, bin ich da sicher näher am Ball, als die Behörde.
Vor gut einem Jahr ist hier ein Recyclinghof abgebrannt. 20 km entfernt und als der Wind drehte, ist die Rauchwolke zu uns gezogen. Gewarnt wurde da von AT Alert nicht. Obwohl ich gerade wandern war und mich schon gewundert hatte, warum die Luft so schlecht ist. Ich konnte den Zusammenhang nicht herstellen. Das wäre die Aufgabe von AT Alert gewesen.
Wenn's wirklich wichtig ist, gibt's Sirenenalarm.
Das versteh ich jetzt nicht. Ich dachte das funktioniert bei dir generell nicht, woher weißt du dann, dass in dem Fall nicht gewarnt wurde?
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snowflat
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von snowflat »

Toter bei Lawinenabgang in Serfaus in Ortsnähe:
Wie die Polizei in Tirol mitteilt, ereignete sich der Lawinenabgang am Samstagvormittag gegen 10 Uhr im Bereich der Untermotzwiesen, nahe den dortigen Erdpyramiden . Ein 41-jähriger Österreicher war gemeinsam mit einem 29-jährigen Deutschen auf Skiern im Waldgebiet in Richtung Serfaus unterwegs. Als der Österreicher unterhalb eines steilen Südhanges im Bachbett des Hintergreitbaches stehen blieb, löste sich plötzlich eine Schneebrettlawine. Der Bruch im Hang pflanzte sich fort, schließlich gingen die Schneemassen auf einer Länge von 150 Metern in die Tiefe.
Quelle: Skifahrer wird im Skigebiet Serfaus von Lawine verschüttet und stirbt in Klinik
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 23.02.2026 - 09:17 Das versteh ich jetzt nicht. Ich dachte das funktioniert bei dir generell nicht, woher weißt du dann, dass in dem Fall nicht gewarnt wurde?
AT Alert wird ja auch zeitgleich an die Medien kommuniziert und es gibt ja auch noch Menschen in meinem Umfeld, die den Alarm zugestellt bekommen.
Locke
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Locke »

Noch ein tödlicher Lawinenunfall eines Schneeschuhgehers im Rosengartenmassiv.

https://www.suedtirolnews.it/chronik/zw ... todesopfer
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snowflat
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von snowflat »

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Kris »

Für in AT lebende mag diese Infoseite bzgl. AT-Alarm interessant sein:
https://zivilschutz.at/at-alert/

Das zugrundeliegende System mit zumindest 4 Warnstufen ist technisch standardisiert durch die ETSI, und mehr oder weniger in sämtlichen Ländern Europas derart implementiert, unter unterschiedlichen Namengebungen...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von snowflat »

Video zeigt Lawinensprengung am Rettenbachferner, war zumindest der Krone ein Bericht wert, nachdem der Schneestaub den Talstationsbereich/das Stadion eingehüllt hat:
Dramatisch ist die Lawinensituation seit Tagen in Tirol: Dutzende Einsätze gab es allein am Wochenende, leider gab es auch fünf Tote zu beklagen. Im Einsatz waren auch alle 245 Tiroler Lawinenkommissionen. Teils wurden Lawinen kontrolliert gesprengt. So wie etwa am Rettenbachferner in Sölden. Spektakuläre Videos kursieren im Netz und wirbeln gehörig Staub auf.
Quelle: Staublawine hüllt Gondelbahn bei Weltcup-Piste ein
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von snowflat »

Die Bergrettung St. Johann im Pongau wurde am späten Dienstagnachmittag (24. Februar 2026) zu einer Suchaktion nach einem vermissten Variantenfahrer alarmiert. Der Einheimische konnte nur mehr tot aufgefunden werden.
Quelle: Einheimischer am Gernkogel tödlich verletzt

Von einer großen Suchaktion nach einem Lawinenabgang in Obertauern berichtet die Bergrettung Salzburg. Aufgrund der massiven Lawine und der unklaren Situation sei Bezirksalarm Lungau ausgelöst worden. Gegen Abend habe sich herausgestellt, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind.
Quelle: Große Suchaktion nach einem Lawinenabgang in Obertauern

Gleich zwei Lawinenereignisse haben am Mittwoch, 25. Februar 2026, in Tirol Einsatzkräfte gefordert. Sowohl im Skigebiet Kühtai als auch am Hintertuxer Gletscher gingen Schneebretter ab. In beiden Fällen blieben die beteiligten Wintersportler unverletzt, dennoch standen Hubschrauber, Bergrettung und Alpinpolizei im Großeinsatz.
Quelle: Riesiger Rettungs-Einsatz nach Lawinenabgängen in Tirol

In der Bergstation eines Sessellifts in der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental kam es am 25. Februar 2026 zu einem Arbeitsunfall. Ein 43-jähriger Österreicher erlitt dabei eine schwere Verletzung an der rechten Hand und wurde mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen.
Quelle: Notarzthubschrauber nach schwerem Unfall am Sessellift im Einsatz
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Arlbergfan »

In Chamonix ist am 24.02. auch eine Lawine ins Skigebiet auf eine Piste abgegangen - relativ groß und hat auch Menschen mitgerissen. Müsste Brevent sein?
Für mich sind solche Geschichten fast unerklärlich - weil das doch vorher gesprengt werden müsste... :rolleyes:

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von siri »

Gibt es ja immer wieder mal dass eine Lawine die Piste verschüttet.
In Zürs wurde ja letzte Woche sogar die geöffnete Strasse verschüttet
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Spezialwidde »

Arlbergfan hat geschrieben: 26.02.2026 - 08:26 Für mich sind solche Geschichten fast unerklärlich - weil das doch vorher gesprengt werden müsste... :rolleyes:
Du kannst nie alles abfangen sondern nur die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses dieser Art reduzieren. Es ist halt immernoch die Natur der Berge. Eine Sprengung erfasst mitunter nicht alles, die Sonne und warme Temperaturen bringt Dynamik rein...Das größte Risiko ist und bleibt das Leben, da ist auf Dauer noch keiner lebend rausgekommen!
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Mt. Cervino »

Arlbergfan hat geschrieben: 26.02.2026 - 08:26 In Chamonix ist am 24.02. auch eine Lawine ins Skigebiet auf eine Piste abgegangen - relativ groß und hat auch Menschen mitgerissen. Müsste Brevent sein?
Das war auf der anderen Seite im verbundenen Flégère-Gebiet oben an der Bergstation am Floria Schlepper.
02-26-2026, 10-31-45.png
02-26-2026, 10-31-45.png (163.89 KiB) 440 mal betrachtet
Insbesondere die rote rechte Piste ist ja öfters wegen Lawinengefahr zu. Dann aber i. d. R. wegen der Hänge weiter rechts und nicht wegen des Hangs direkt an der Bergstation.
Last Destinations: Alpe Mondovi (I) / Lurisia (I) / Quattre Vallées-Verbier (CH) / Abetone (I) / Pragelato (I) / Via Lattea-Sestriere (I) / Zermatt-Cervinia-Valtournanche (CH/I) / Pila (I) / Venet (AT) / Hochzeiger (AT) / Hochoetz (AT) / Kühtai (AT) / Pitztaler Gletscher-Rifflsee (AT) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Obertoggenburg (CH) / St. Moritz (CH) / Arlberg-Lech-Zürs (AT) / Skiwelt (AT) / Cervinia-Zermatt (I/CH) / Serfaus-Fiss-Ladis (AT) / Kleinwalsertal-Ifen-Fellhorn-Söllereck (AT/DE) / Pila (I) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Bardonecchia (I) / Via Lattea-Sauze D`Oulx-Sestriere (I) / Serre Chevalier (F) / Kleinwalsertal-Ifen (AT) / Tignes-Val d`Isere (F) / Kaunertal (AT) / Gstaad (CH) / Kleinwalsertal-Ifen-Fellhorn (AT/DE) / Isola 2000 (F) / Valberg (F) / Rosiere-Thuile (I/F) / Valtournanche-Cervinia-Zermatt (I/CH) / Portes du Soleil (CH/F) / Vars-Risoul (F) / Serre Chevalier (F) / Carezza (I) / Catinaccio-Vigo di Fassa (I) / Latemar-Obereggen (I)
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Arlbergfan »

In Tirol will sich die Polititk einmischen:

LR Mair: Leichtsinnige sollen Einsatz zahlen
Nach den zahlreichen Lawineneinsätzen, die vergangene Woche auch für die Einsatzkräfte eine enorme Belastung dargestellt haben, fordert die Tiroler Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) jetzt ein Ende der „Vollkaskomentalität“. Versicherungen sollten sich die Einsatzkosten zurückholen.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von hegauner »

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Rusty1 »

Arlbergfan hat geschrieben: 26.02.2026 - 11:34 In Tirol will sich die Polititk einmischen:

LR Mair: Leichtsinnige sollen Einsatz zahlen
Nach den zahlreichen Lawineneinsätzen, die vergangene Woche auch für die Einsatzkräfte eine enorme Belastung dargestellt haben, fordert die Tiroler Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) jetzt ein Ende der „Vollkaskomentalität“. Versicherungen sollten sich die Einsatzkosten zurückholen.
Da bin ich dafür. Ich vermute, dass das juristisch und bürokratisch nicht ganz einfach ist, so aus der Tiroler Landesregierung heraus. Aber einfach mal die Arbeit aufnehmen und Möglichkeiten prüfen, das find ich gut. Meiner Meinung nach sollte spätestens ab einem Vierer einfach keine Rettungsmannschaft mehr ausrücken müssen (aus Gründen der Selbstgefährdung). In dem Artikel find ich gut, dass man klar von Verursachern spricht. Vielfach ist das Framing ja eher so, dass ein Lawinenopfer in eine Lawine geraten ist. Böse Lawine!
Außerdem sprach sich Mair dafür aus, die Einsatzkosten nach den Lawinenwarnstufen zu staffeln. So solle ein Such- und Bergungseinsatz bei Lawinenstufe vier deutlich mehr kosten als bei Stufe drei.
Auch ein sinnvoller Ansatz und regional umsetzbar. Bei allen Überlegungen, die auf die bestehenden Warnstufen abstellen, sollte man natürlich drauf achten, dass dieses System auch dafür geeignet ist und in der bisherigen Form weitergeführt wird. Kontraproduktiv wäre es, wenn es als Folge solcher Veränderungen zu einer Art Warnstufeninflation käme, wodurch @Kris und seine Profifreunde sich dann noch leichter runterschaukeln könnten à la Ja ja, es ist offiziell ein Fünfer, aber das ist ja in Wirklichkeit ein Vierer und der gilt ja auch nur für die Touris, dann ist das für uns ja nur noch ein Dreier und des geht scho!
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von chatmonster »

@Rusty1
Hast du dich in irgendeiner Form schon mal selber mit dem Thema Risikomanagement im Bergsport allgemein und Lawinen im Speziellen beschäftigt?
Schöne Grüße
ralleycorse
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von ralleycorse »

Rusty1 hat geschrieben: 26.02.2026 - 12:28
Arlbergfan hat geschrieben: 26.02.2026 - 11:34 In Tirol will sich die Polititk einmischen:

LR Mair: Leichtsinnige sollen Einsatz zahlen
Nach den zahlreichen Lawineneinsätzen, die vergangene Woche auch für die Einsatzkräfte eine enorme Belastung dargestellt haben, fordert die Tiroler Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) jetzt ein Ende der „Vollkaskomentalität“. Versicherungen sollten sich die Einsatzkosten zurückholen.
Da bin ich dafür. Ich vermute, dass das juristisch und bürokratisch nicht ganz einfach ist, so aus der Tiroler Landesregierung heraus. Aber einfach mal die Arbeit aufnehmen und Möglichkeiten prüfen, das find ich gut. Meiner Meinung nach sollte spätestens ab einem Vierer einfach keine Rettungsmannschaft mehr ausrücken müssen (aus Gründen der Selbstgefährdung). In dem Artikel find ich gut, dass man klar von Verursachern spricht. Vielfach ist das Framing ja eher so, dass ein Lawinenopfer in eine Lawine geraten ist. Böse Lawine!
Außerdem sprach sich Mair dafür aus, die Einsatzkosten nach den Lawinenwarnstufen zu staffeln. So solle ein Such- und Bergungseinsatz bei Lawinenstufe vier deutlich mehr kosten als bei Stufe drei.
Auch ein sinnvoller Ansatz und regional umsetzbar. Bei allen Überlegungen, die auf die bestehenden Warnstufen abstellen, sollte man natürlich drauf achten, dass dieses System auch dafür geeignet ist und in der bisherigen Form weitergeführt wird. Kontraproduktiv wäre es, wenn es als Folge solcher Veränderungen zu einer Art Warnstufeninflation käme, wodurch @Kris und seine Profifreunde sich dann noch leichter runterschaukeln könnten à la Ja ja, es ist offiziell ein Fünfer, aber das ist ja in Wirklichkeit ein Vierer und der gilt ja auch nur für die Touris, dann ist das für uns ja nur noch ein Dreier und des geht scho!
Ich halte es für sehr schwierig:
1. Es gibt keine klare Berechnungsweise die die Lawinensituation bewertbar macht. Es gibt nur Risikostufen und Massnahmen die das Risiko minimieren. Es kann also immer auch etwas passieren selbst wenn man sehr defensiv ist.
2. Will man also jeden der im Gelände ist und Hilfe benötigt nun selbst zur Kasse bitten? Auch bei Lawinenstufe 1 ist es möglich in Not zu geraten. Wo soll also die Grenze sein??
3. Wenn bei Unfällen auf Pisten oder im gesicherten Skiraum die Kosten vom Skigebiet zu tragen wären hätte es zur Folge das Skigebiete bei Lawinenstufe über 2 evtl. immer geschlossen bleiben würden?

Aus meiner Sicht ist das höchst fragwürdig weil jeder Fall nur sehr schwer bewertbar wäre und eine Grenze niemals sauber / berechtigt sein kann.
Höchstens bei extrem grob fahrlässigem Verhalten halte ich es für möglich und denkbar. Die grobe Fahrlässigkeit muss dann aber massgenblich den Unfall verursacht haben. Auch das ist im Zweifel nur schwer bzw gar nicht beweisbar da eben Lawinen nicht so exakt vorhersagbar sind (der Hang hätte ja auch von selber abgehen können, oder die Gams wars....)
woscsnh
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von woscsnh »

Spezialwidde hat geschrieben: 26.02.2026 - 08:59
Arlbergfan hat geschrieben: 26.02.2026 - 08:26 Für mich sind solche Geschichten fast unerklärlich - weil das doch vorher gesprengt werden müsste... :rolleyes:
Du kannst nie alles abfangen sondern nur die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses dieser Art reduzieren. Es ist halt immer noch die Natur der Berge. Eine Sprengung erfasst mitunter nicht alles, die Sonne und warme Temperaturen bringt Dynamik rein...Das größte Risiko ist und bleibt das Leben, da ist auf Dauer noch keiner lebend rausgekommen!
Vielen Dank für deine Stellungnahme.
Offensichtlich wiegt man sich doch oft zu sehr in Sicherheit.

Vielleicht sollten wir mal generell über den 'Rahmen' diskutieren.
Hier: Wie ist die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Vermeidung von Lawinen im Umfeld von Skipisten einzuordnen?

M.E. scheint sich hier ein großes Missverständnis aufgebaut zu haben: nur weil man Hänge immer besser überwachen kann, Abgänge mit technischen Hilfsmitteln auslösen kann, heißt das m.E. nicht, dass nicht ein Restrisiko bleibt.
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Rusty1
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Rusty1 »

chatmonster hat geschrieben: 26.02.2026 - 13:35@Rusty1 Hast du dich in irgendeiner Form schon mal selber mit dem Thema Risikomanagement im Bergsport allgemein und Lawinen im Speziellen beschäftigt?
Gähn.
ralleycorse hat geschrieben: 26.02.2026 - 13:49Ich halte es für sehr schwierig:
1. Es gibt keine klare Berechnungsweise die die Lawinensituation bewertbar macht. Es gibt nur Risikostufen und Massnahmen die das Risiko minimieren. Es kann also immer auch etwas passieren selbst wenn man sehr defensiv ist.
2. Will man also jeden der im Gelände ist und Hilfe benötigt nun selbst zur Kasse bitten? Auch bei Lawinenstufe 1 ist es möglich in Not zu geraten. Wo soll also die Grenze sein??
3. Wenn bei Unfällen auf Pisten oder im gesicherten Skiraum die Kosten vom Skigebiet zu tragen wären hätte es zur Folge das Skigebiete bei Lawinenstufe über 2 evtl. immer geschlossen bleiben würden?

Aus meiner Sicht ist das höchst fragwürdig weil jeder Fall nur sehr schwer bewertbar wäre und eine Grenze niemals sauber / berechtigt sein kann.
Höchstens bei extrem grob fahrlässigem Verhalten halte ich es für möglich und denkbar. Die grobe Fahrlässigkeit muss dann aber massgenblich den Unfall verursacht haben. Auch das ist im Zweifel nur schwer bzw gar nicht beweisbar da eben Lawinen nicht so exakt vorhersagbar sind (der Hang hätte ja auch von selber abgehen können, oder die Gams wars....)
Hast Du den verlinkten Artikel denn gelesen? Da wird die Warnstufe 4 als Grenze klar benannt. Und es geht ja nicht um ein Verbot. Es geht einfach nur darum, all die unvorstellbar klugen Menschen, die jegliche Gefahrenlage selbst so viel besser einschätzen können, als die Lawinenkommission und die Bergwacht und der Wetterdienst zusammen, an den Kosten zu beteiligen, die sie selbst der Allgemeinheit aufbürden, wenn sie in ihrer unerschöpflichen Weisheit halt doch mal nicht das Glück hatten, auf dem ihre Weisheit bis dahin beruhte.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von chatmonster »

Rusty1 hat geschrieben: 26.02.2026 - 16:11
chatmonster hat geschrieben: 26.02.2026 - 13:35@Rusty1 Hast du dich in irgendeiner Form schon mal selber mit dem Thema Risikomanagement im Bergsport allgemein und Lawinen im Speziellen beschäftigt?
Gähn.

...
Ok, danke. Zumindest nicht verstanden...

(Zur Erklärung meines "nicht Verstanden": Die Lawinenlageberichte MIT INHALT (nicht nur eine Zahl 2 3 oder 4 daraus), sind jeweils Basis des Risikomanagements jedes Einzelnen.
Klar lernt man im Anfänger-Kurs Lawinen erst mal "der 4er ist das Ticket für den Wellnessbereich". "Den 4er" gibt es aber nicht...
Aber eben, hier mal schnell im Forum erklären, was sich "Kris und alle die Superschlauen" in Jahrzehnten erarbeitet haben, geht halt auch nicht.)
Schöne Grüße
ralleycorse
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von ralleycorse »

Rusty1 hat geschrieben: 26.02.2026 - 16:11
chatmonster hat geschrieben: 26.02.2026 - 13:35@Rusty1 Hast du dich in irgendeiner Form schon mal selber mit dem Thema Risikomanagement im Bergsport allgemein und Lawinen im Speziellen beschäftigt?
Gähn.

Hast Du den verlinkten Artikel denn gelesen? Da wird die Warnstufe 4 als Grenze klar benannt. Und es geht ja nicht um ein Verbot. Es geht einfach nur darum, all die unvorstellbar klugen Menschen, die jegliche Gefahrenlage selbst so viel besser einschätzen können, als die Lawinenkommission und die Bergwacht und der Wetterdienst zusammen, an den Kosten zu beteiligen, die sie selbst der Allgemeinheit aufbürden, wenn sie in ihrer unerschöpflichen Weisheit halt doch mal nicht das Glück hatten, auf dem ihre Weisheit bis dahin beruhte.
Auch ich frage mich ob Du Dich mit Lawinen schon mal genauer befasst hast. Auch eine Lawinenstufe 4 ist nur eine Risikoeinstufung und KEINE harte Grenze ob ich ins Gelände kann oder nicht. Ja, ich persönlich - sehr defensiv unterwegs - gehe bei einem 4er nicht ins Gelände.
Das heisst aber nicht das sämtliche Unternehmungen bei einem 4er nicht verantwortungsvoll möglich sind. Da kann man in den Bergen schon auch aus dem Haus gehen. Oder auch im Haus von einer Lawine hinweggefegt werden. Die müssen die Rettung dann auch selber zahlen weil sie sich in den Bergen (im Haus/Hütte) aufgehalten haben? Ja, sehr zugespitzt, aber vielleicht wird so klarer was ich damit meine das eine Grenze nicht vernünftig zu ziehen ist.
Auch ich kann den Ärger der Retter sehr gut nachvollziehen, auch sie bringen sich in Gefahr. Aber ich glaube eben nicht das es rechtlich möglich ist eine Grenze zu ziehen wo das verantwortungsvolle Verhalten aufhört und wo der Leichtsinn anfängt unabhängig der Lawinenstufe.
Arlberg
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Arlberg »

Een vierde persoon (een jonge lokale inwoner) is overleden. Dus 4 van de 5 zijn er niet meer. De vijfde persoon, vermoedelijk een Nederlander, ligt nog steeds in zeer kritieke toestand in het ziekenhuis.

En nu komt het... ze waren allemaal (naar verluidt) ski-instructeurs en geen van hen had een vlieguitrusting.

Begrijpt u de radiostilte?

8O 8O

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