Auch Megeve - Evasion Mont Blanc hat bereits am Samstag, viel früher als geplant, ein paar Lifte in Betrieb genommen:
Thanks to remarkable snow conditions at the start of this season, we are pleased to announce the gradual opening of our sectors as well as an exceptional partial opening from Megève (Jaillet).
Portes du Mont Blanc area (from Megève / Jaillet)
Partial opening from Saturday, November 29th
Current conditions make it possible to welcome the first skiers this weekend in the Jaillet area!
Ski lifts open (9:00 AM – 16:30 PM)
Jaillet gondola
Ravine Chairlift
Crève-Cœur ski lift
Accessible slopes
The Ladies (green)
Santa Claus (blue)
The Ibex (red)
some variations in powder depending on conditions
(Fast) aktuell: Ich bin seit letzter Woche in der Gegend um Megève.
Generelles Fazit: die Schneesituation ist hervorragend, nach den Schneefällen vor 1,5 Wochen hat es in allen Gebieten in den oberen Bereichen reichlich Naturschnee. Der Andrang war aufgrund der französischen Schulferien natürlich ausserordentlich hoch. Die Infrastruktur könnte einige Investitionen vertragen.
Sonntag und Montag war ich im kleineren Teilgebiet 'Les Portes du Mont-Blanc' mit Einstieg über Jaillet-Gondel (ein älteres Modell von Poma mit klassischen Rücken-an-Rücken-Bänken).
Die besten Pisten waren oben im Bereich Christomet, aber auch im Sektor Combloux ging es hervorragend. Hier gibt es als Zubringer bzw. für den Anfängerbereich mit der Telecabine Beauregard eine moderne Gondel. Auf den Hinweisschildern im Gebiet ist die Anlage teilweise noch als Sesselbahn ausgeschildert, der Ersatzbau scheint also erst kürzlich erfolgt zu sein.
Auch die Talbabfahrten sind in gutem Zustand, speziell nach Megève herunter machte es viel Spaß, auch wenn sie nachmittags bei frühlingshaften Temperaturen von teils deutlich über 10°C natürlich weich wurden.
Infrastrukturell ist vor allem der hintere Bereich um La Giettaz unterdimensioniert - sowohl an der Talstation der fixgeklemmten Sessel-Kette von La Giettaz herauf als auch an den beiden Rückbringer-Schleppern gab es gegen späten Vormittag / Mittag lange Wartezeiten, daher haben wir hier auch auf Wiederholungsfahrten verzichtet.
Ein (m.E. dringend notwendiger) Ersatz der Sessellifte durch eine Kombibahn scheint laut OpenSkiMap angedacht, vor Ort habe ich aber keine Hinweise darauf gesehen.
Letzten Donnerstag, 26.02., im Hauptgebiet von Megeve:
Die Schneesituation ist immer noch hervorragend. Der Mont Joly war wegen Lawinengefahr geschlossen, ist mittlerweile aber wieder geöffnet. Die Talabfahrt nach St. Gervais hinunter ist ebenfalls geschlossen. Ansonsten quasi Vollbetrieb.
Der Einstieg erfolgte problemlos über die La Princesse-Gondel bei Combloux (reichlich kostenlose Parkplätze, trotz Hochsaison keine Wartezeiten).
Morgens sind wir überwiegend im Sektor St. Nicolas de Veroce / St. Gervais gefahren, hier waren die Pisten noch sehr hart und eisig. An einigen Liften wie dem TSD Les Nants längere Wartezeiten. Auffällig fand ich die schlechte Präparierung - selbst auf flachen Pisten und Ziehwegen gab es teils krasse "Absätze". Ferienbedingt waren viele Anfänger im Gebiet unterwegs, bei denen dies durchaus zu Stürzen geführt hat.
Aufgrund des Zusammenspiels aus Andrang, harten Pisten und fragwürdiger Präparierung haben wir uns kurz vor Mittag entschlossen, in den Rochebrune-Sektor zu wechseln. Auch an der PB Rocharbois längere Wartezeiten von 4-5 Kabinen.
Der Umstieg an der relativ neuen Station in die Caboche-Gondel ist meines Erachtens eine krasse Fehlplanung: von links kommen die Caboche-Wiederholungsfahrer in die Station, von rechts unten wird der ankommende Pulk aus der Rochearbois über eine Rolltreppe hochgeschaufelt, die direkt im Zustiegsbereich (!) der Gondel endet - bei hohem Andrang werden also von unten immer mehr Leute direkt in die wartende Menge geschoben. Saugefährlich! Mir ist schleierhaft, wie diese Planung jemals einer Sicherheitsprüfung standhalten konnte...
Auf der Rochebrune-Seite hat es uns ganz gut gefallen: der Andrang war geringer, das durchschnittliche Fahrkönnen (gefühlt) etwas höher, der Schnee gegen Mittag natürlich auch griffiger. Speziell am Petite-Fontaine-Sessel hat's Spaß gemacht.
Der Rückweg war dann entspannter: weder an Rochearbois noch an Mont Arbois (uralte Poma-Stehgondel!) noch Wartezeiten. Talabfahrt nach La Princesse sehr gut fahrbahr.
Fazit: viel los (klar), Präparierung und Sicherheitsplanung haben uns ebenso wenig begeistert wie die generelle Anlage der Pisten (irgendwie alles etwas vorhersehbar). Bemerkenswert der Investitionsstau an einigen Stellen, speziell auf der Megève-Seite des Mont Arbois - krasser Widerspruch zwischen dem gut betuchten Klientel im Ort und dem "Retro-Komfort", den man diesem zumutet.
Vielleicht kommen wir mal wieder, vielleicht auch nicht.
[Fotos liefere ich noch nach, hab ich leider gerade nicht zur Hand.]
Der Umstieg an der relativ neuen Station in die Caboche-Gondel ist meines Erachtens eine krasse Fehlplanung: von links kommen die Caboche-Wiederholungsfahrer in die Station, von rechts unten wird der ankommende Pulk aus der Rochearbois über eine Rolltreppe hochgeschaufelt, die direkt im Zustiegsbereich (!) der Gondel endet - bei hohem Andrang werden also von unten immer mehr Leute direkt in die wartende Menge geschoben. Saugefährlich! Mir ist schleierhaft, wie diese Planung jemals einer Sicherheitsprüfung standhalten konnte...
Vielleicht saß da einfach jemand bei der Genehmigungsbehörde ohne praktische Erfahrungen zum Thema Skifahren. Oder sie hatten im Genehmigungsentwurf die Zugangssteuerung vor der Rolltreppe drin, die sie dann praktisch nicht umgesetzt haben. Es gibt immer 1000 Möglichkeiten warum es immer wieder zu solchen Fehlplanungen kommt.