An diesem Tag ging es gemeinsam mit drei Freunden in den Bikepark Geißkopf bei Bischofsmais im Bayerischen Wald. Da dieser Park um diese Jahreszeit gerne mal überlaufen ist (an Wochenenden im Frühjahr, vor allem um den 1. Mai gerne mal bis zu 40 Minuten Wartezeit! Man kann diese Zeit der Saison, bevor die höhergelegenen Bikeparks aufmachen mit dem Andrang im Gletscherherbst vergleichen) erhofften wir uns an diesem Tag durch den Muttertag weniger Andrang. So kam es auch, die maximale Wartezeit betrug ca 3 Minuten am Vormittag, nachmittags ein paar FBM, auch auf den Trails war zumeist freie Fahrt. So konnten wir diesen schönen Tag bei bis zu 25°C optimal ausnutzen und zu viert waren viele lustige Partylaps drin. Nach Hause ging es für uns um 15:30, immerhin haben sich auch unsere Mütter an diesem Tag Aufmerksamkeit verdient!
Der Geißkopf wird seit 2020 durch eine 6KSB von Leitner erschlossen, die im Sommer bis zu 3 Mountainbiker pro Sessel transportieren kann, die Bikes werden auf den vor einem fahrenden Sessel eingehängt. Die Anlage wird aber auch viel von Wanderern genutzt. Die verbliebenen kurzen Schlepplifte werden im Sommer jedoch nicht gebraucht. Der Bikepark bietet Strecken aller Schwierigkeitsgrade, es gibt zwei blaue Flowtrails, mehrere rote und schwarze Endurotrails, rote und schwarze Freeridestrecken, eine (mittelprächtige) Jumpline, eine Downhillstrecke und den Übungsparcours inklusive Tables, Doubles und eine Airbaglandung. Vor allem die Enduro- und Freeridetrails sind auf der sehr roughen Seite, teilweise sehr verblockt und vor allem steinig, was man eher von hochalpinen Bikeparks statt von einem im Mittelgebirge gelegenen Park erwarten würde. Daher wird der Geißkopf von mir auch "Waschrumpel" genannt. Aber seht selbst bei den Bildern.
Aus dem Lift kann man schon ein bisschen erkennen was einen erwartet. Hier die Transformers, eine rote Endurostrecke, die wir heute ausgelassen haben.
Hier ein Einblick in den Tinder... äähhhhm Timber Coaster (ehemals EvilEye 1.0). Die steinige Bauweise kommt hier schon etwas zur Geltung.
Weiter oben die charakteristischen Northshore-Elemente des Timber Coaster.
Zum Warmwerden ging es auf die blaue Flow Country Line, meiner Meinung nach einer der besten Flowtrails die ich überhaupt kenne. Sehr gut geeignet für Anfänger, aber auch für fortgeschrittene Fahrer sehr unterhaltsam.
Vor allem im unteren Teil kann man es richtig laufen lassen. Hier fuhren wir zwischendurch einige Runden zur Auflockerung. Hier machte sich die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen bemerkbar, durch den Staub waren die Trails allesamt rutschiger als sonst.
Auf der Enduro 1, auch Flowduro genannt. Ideal, um sich ans Endurofahren heranzutasten, da relativ flach und vergleichsweise einfach gehalten.
Optionales Rock-Roller Feature auf der Enduro 1. Spaßig!
Auf dem schwarzen Secret Trail. Entgegen dem Namen ein offizieller Trail, der ursprünglich extra für ein Endurorennen gebaut wurde. Gespickt mit Steinen, Quer- und Längswurzeln, Loam-Untergrund, Stufen und Off-Camber-Abschnitten eine Herausforderung für geübte Fahrer. Für mich war es die allererste Fahrt auf diesem Trail und durch den Staub wurde die Premiere nicht weniger schwierig, Spaß gemacht hat's trotzdem.
Der Timber Coaster...
...einer der ersten Trails Deutschlands mit Northshore-Elementen. Ich würde mir jedoch noch Hasendraht auf den Holzelementen wünschen, da diese durch den Staub auch bei Trockenheit sehr rutschig werden können.
Auch charakteristisch: die verblockte, steinige Bauweise. Ein netter Test, ob das Fahrwerk gut eingestellt ist, man wird hier kräftig durchgeschüttelt.
Die von den Locals "Cardio-Line" genannte Jumpline. Während der obere Teil endlich einen Reshape bekommen hat...
...ist der untere Teil nach wie vor so rough, dass man glaubt man befindet sich auf einer Endurostrecke... auch hier wäre ein Reshape bitter nötig!
Die "Warteschlange" an der Geißkopfbahn am frühen Nachmittag. Glück gehabt, um diese Jahreszeit kann die Schlange auch gerne mindestens zehnmal so lange werden.
Auf der Enduro 2, die technisch anspruchsvollere der beiden langen Endurotrails. Die Handgelenke wurden schon langsam müde.
Die Bergstation der 6KSB, für den Bikebetrieb etwas länger als gewöhnlich ausgeführt, die Reifenförderer verlangsamen zum leichteren Entladen kurz die Sessel.
Der Aussichtsturm.
Der Table neben der Airbaglandung.
Mit diesem Bild vom Talstationsbereich ging für uns dieser Tag zu Ende und es ging heimwärts.
Fazit: ein schöner Tag in einem guten, fordernden Bikepark mit motivierten Freunden. Langsam öffnen immer mehr Bikeparks, sodass der Andrang sich in den nächsten Wochen langsam aber sicher besser verteilen wird. Auch hoffe ich auf etwas Regen in nächster Zeit, die Natur hat es bitter nötig und auch wir Biker haben etwas davon, die Trails bekommen dann wieder etwas mehr Grip.
ChrisDab96 hat geschrieben: 11.05.2026 - 21:46
. Auch hoffe ich auf etwas Regen in nächster Zeit, die Natur hat es bitter nötig und auch wir Biker haben etwas davon, die Trails bekommen dann wieder etwas mehr Grip.
Kannst gerne was aus dem Sauerland abbekommen. Hier könnten die 100l für diese Woche geknackt werden.
100l ist eine Ansage! Da ist bei uns in Oberösterreich bisher deutlich weniger vorhergesagt diese Woche. Ein Bruchteil der 100l würde unserem derzeit sehr niedrigen Grundwasserstand schon gut tun, sofern unsere Böden das derzeit alles aufnehmen können, mit 100l aufwärts hätten wir diesbezüglich wohl ein ziemliches Problem...
Also ja, bissl was davon könnten wir gern nehmen.
don pipone hat geschrieben: 12.05.2026 - 18:33
Ich wollte mir am Donnerstag zum Geburtstag/Vatertag "Papa radelt mit seinem Spezl in Leogang" schenken - das wird auch nix bei 7 Grad und Regen....
Ich hatte auch fürs lange Wochenende Leogang oder Schladming zum dortigen Opening überlegt, ist mir doch bissl zu frisch... Aber die Saison ist ja noch lang.
Zumindest mit Wartezeiten hättet ihr da wohl keine Probleme
Beim Titel musste ich zunächst an die ehemalige, aber noch bis Mitte der 2010er im Pistenplan zu findende Piste in Hintertux denken, die von der gefrorenen Wand direkt zur Schlegeisbahn runter ging. Die teilweise unbeschneiten Pisten am Geißkopf dürften ein ähnliches Schicksal haben...