Mit der Obersalzbergbahn steht in Berchtesgaden eine historisch interessante und im Alpinforum wenig dokumentierte Anlage. Die letzten Berichte von Zottel und vovo aus den Jahren 2011 & 2012 zeigen leider keine Bilder mehr. Verändert haben dürfte sich an der Anlage in der Zwischenzeit wenig. Die Inbetriebnahme der Bahn erfolgte bereits im Jahr 1949. Damals kam keiner der bekannten Seilbahnhersteller zum Einsatz, sondern die Firma Mechanik Voggenreiter. Durch nachkriegsbedingte Materialknappheit griff man auf viele Teile der Eisenbahn zurück: So sind die Tragseile über alte Dampflok-Räder abgespannt und die Stützen bestehen aus ausrangierten Oberleitungsmasten.
Die Bahn ist einer der wenigen Bahnen im Pendelbetrieb mit vier Kabinengruppen. Dadurch ist – wie beispielsweise auch bei der Hochjochbahn in Schruns – ein Umstieg in der Mittelstation erforderlich. Die Obersalzbergbahn besitzt je zwei Kabinen pro Gruppe, jede Kabine fasst vier Personen.
Die Talstation liegt nur einen kurzen Fußweg vom Bahnhof Berchtesgaden entfernt. Von der Bergstation ist mit ca. 2 km Wanderweg das Dokumentationszentrum am Obersalzberg zu erreichen, mit deutlich weniger Fußweg gelangt man zur Sommerrodelbahn und einem Gasthaus. Insgesamt wirkt die Bergstation der Anlage für mich trotzdem ein wenig wie ein Ende im Nichts, keine spektakuläre Aussicht direkt von der Bergstation, stattdessen ein Ende direkt unterhalb einer Straße.
Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, dass sich mit einer Förderleistung von gerade einmal 80 Personen / Stunde an sonnigen Ferientagen längere Wartezeiten ergeben. An diesem verregneten Mittwoch gehörte ich jedoch zu den wenigen Besuchern, sodass es direkt nach meinem Einstieg losging.
Zum Abschluss ein paar bewegte Bilder:
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