Über den Stau hinweg: LEITNER lässt Mexikos Seilbahnnetz um weitere 40 Kilometer wachsen
- Kris
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Re: Über den Stau hinweg: LEITNER lässt Mexikos Seilbahnnetz um weitere 40 Kilometer wachsen
Erfreulich, dass Leitner aus Sterzing Auftrag in Mexiko erhalten hat, ein Projektvolumen von immerhin 720 Millionen Euro. Wohl wird bei einem Projekt dieser Größenordnung ein erheblicher Teil der Wertschöpfung vor Ort entstehen. Trotzdem finde ich es fein, dass hier Systemkompetenz und Ingenieurleistung aus Südtirol kommen.
Dies weil insbesondere der deutschsprachige Raum im globalen Verkehrsinfrastrukturbau fast alles verloren hat. Wo deutsche und europäische Ingenieurleistungen früher bei Bahn-, Metro-, Straßenbahn- und Großinfrastrukturprojekten weltweit bzw. im "Global South" stark nachgefragt waren, kommt heute von Bus über Metro zu Fernverkehrszug alles aus China, schlüsselfertig, Baufirmen und Stahl aus Indien, Turkei...
Ausnahme sind noch HGV-Systempakete, vgl Saudi Arabien (Talgo), Marokko (TGV), und Ägypten (Überraschung, kaum bekannt: Systemführer Siemens, ICE/Velaro, 660km, etc. danach Betrieb durch DB-Tochter...). Dauert offenbar noch ein wenig, bis auch diese Fähigkeiten für HGV-Systeme durch CRCC substituiert werden.
Im Ggs. dazu: Seilbahn-Systeme (Forschung, Entwicklung, Planung, Fertigung, Implementierung, Betrieb, Prüfung und Wartung) sind von Marktvolumen allenfals marginal, aber wohl auch recht spezielle Industriesysteme. Interessanterweise haben hier übrigens Firmen aus dem inneren Alperaum am ehesten länger überlebt, denn alle historischen Flachländer (Pohlig, Bleichert, Agudio, C&T, Applevage, .. ) sind weg.
Und aus irgend einem Grund schütteln das Chinesen immer noch nicht aus dem Ärmel, unheachtet ihres Eifers und Kostenvorteils: Der globale Seilbahnmarkt dürfte heute immer noch nahezu vollständig in der Hand vom Duopol und deren Subfirmen sein.
Das sollte mal näher untersucht werden meine ich: 1. Welches sind im Seilbahnwesen die massgeblichen Wesensmerkmale für die hiesige industrielle Standfestigkeit und 2. lassen sich hieraus Strategien für Wirtschaftspolitik in anderen Sektoren ableiten?
Dies weil insbesondere der deutschsprachige Raum im globalen Verkehrsinfrastrukturbau fast alles verloren hat. Wo deutsche und europäische Ingenieurleistungen früher bei Bahn-, Metro-, Straßenbahn- und Großinfrastrukturprojekten weltweit bzw. im "Global South" stark nachgefragt waren, kommt heute von Bus über Metro zu Fernverkehrszug alles aus China, schlüsselfertig, Baufirmen und Stahl aus Indien, Turkei...
Ausnahme sind noch HGV-Systempakete, vgl Saudi Arabien (Talgo), Marokko (TGV), und Ägypten (Überraschung, kaum bekannt: Systemführer Siemens, ICE/Velaro, 660km, etc. danach Betrieb durch DB-Tochter...). Dauert offenbar noch ein wenig, bis auch diese Fähigkeiten für HGV-Systeme durch CRCC substituiert werden.
Im Ggs. dazu: Seilbahn-Systeme (Forschung, Entwicklung, Planung, Fertigung, Implementierung, Betrieb, Prüfung und Wartung) sind von Marktvolumen allenfals marginal, aber wohl auch recht spezielle Industriesysteme. Interessanterweise haben hier übrigens Firmen aus dem inneren Alperaum am ehesten länger überlebt, denn alle historischen Flachländer (Pohlig, Bleichert, Agudio, C&T, Applevage, .. ) sind weg.
Und aus irgend einem Grund schütteln das Chinesen immer noch nicht aus dem Ärmel, unheachtet ihres Eifers und Kostenvorteils: Der globale Seilbahnmarkt dürfte heute immer noch nahezu vollständig in der Hand vom Duopol und deren Subfirmen sein.
Das sollte mal näher untersucht werden meine ich: 1. Welches sind im Seilbahnwesen die massgeblichen Wesensmerkmale für die hiesige industrielle Standfestigkeit und 2. lassen sich hieraus Strategien für Wirtschaftspolitik in anderen Sektoren ableiten?
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<