Wie bekannt sein sollte, war ich früher Student in Innsbruck und durfte so "Tu felix Austria" betreten. Natürlich habe ich damals sofort alle umliegenden Berge inklusive der Bergbahnen erkundet und hab mir ein Bild von der Lage gemacht. Der Patscherkofel war für mich schon immer vom Gefühl her ein "ungeliebter" Hausberg der Innsbrucker, der halt gegenüber der Nordkette verliert und irgendwie da in der Brennerschneise so steht. An anderen Orten - so wie in Landeck - wäre der Berg in genau der gleichen finanziellen Notlage, aber die Stadt Innsbruck kann sich das natürlich nicht erlauben, einen ehemaligen Olmypiaberg ad acta zu schicken. So wurde im Jahr 2017 der Berg komplett umgestaltet. Die altehrwürdige Pendelbahn von Igls geschliffen, die lange Beschäftigungs 4KSB auch und die kurze 4SB im oberen Bereich musste auch gehen. Stattdessen setze man eine EUB hin und rationalisierte den Berg "gesund". Die altehrwürdige Gipfel-Einersesselbahn wurde sowieso schon im Jahr 2011 stillgelegt, abgebaut. Seitdem ist der richtige Gipfel nicht mehr lifttechnisch erschlossen.
Nach über 12 Jahren habe ich den Patscherkofel mal wieder besucht. Nicht unbedingt wegen der Liftromantik an sich - aber natürlich schaue ich darauf und ich kann einfach nicht den Mund halten, wenn ich sehe, wie ein Berg "zurechtgerückt" wird.
Ich möchte jetzt gar nicht den ganz großen Geschichtsbericht über den Patscherkofel veröffentlichen, sondern euch einfach zeigen, wie es aktuell dort aussieht, garniert mit meinen Gedanken:
^^ Die alte Talstation mit der alten roten Gondel noch im Gebäude. Damals ist man noch vom Ortsrand Igls direkt auf den Berg geschwebt.
^^ Nochmal - so sah die Talsation früher aus. Was für eine wunderbare Tourismusstation.
^^ Pure Stützenromantik. Stütze 1 steht nachwievor.
^^ Industrierelikt.
^^ Ich könnte 100erte Fotos davon machen.
^^ Oben dann dieser Anblick. Die neue Bergstation neben dem alten Schutzhaus.
^^ Die Boschebenhütte ist noch so geblieben, wie sie sein sollte.
^^ Oben am Gipfel. Der Sendemast überragt natürlich alles. Übrigens hatte ich kein Netz.
^^ Die alte Bergstation vom Einsersessellift auf den Gipfel. Wopfner. Seit 2011 nicht mehr skifahrtechnisch erschlossen. Wieso die neue EUB nicht bis zum Gipfel gezogen wurde - und ja, ich weiß, es hat Wind - für mich trotzdem unerklärlich.
^^ Und jetzt das, was mich wirklich stört: Die neue Bergstation ist einfach dreimal so groß wie die Schutzhütte daneben. Wieso? Warum kann man auf diese Gegebenheiten keine Rücksicht nehmen?
^^ Die originale Schutzhütte aus dem Jahr 1887. Wer hätte damals gedacht, dass es im Jahr 2026 so aussehen würde?
Wie gesagt, ich möchte nicht den kompletten Abriss der Patscherkofelgeschichte liefern, sondern lediglich einen kurzen Status Quo Bericht. Für mich war es eine harte Erkenntnis, das oben so zu sehen. Nein, dort ist kein Disneyland der Alpen nachgebaut worden und ja, der Berg lebt weiterhin gan gut von den Zutritten, nur: Hätte man nicht, die Bergbahn etwas besser an die vorherrschenden Gegebenheiten anpassen können? Muss es wirklich so ein Betonklotz auf fast 2.000m sein? Wieso nimmt man die allumgebende Zirbe da nicht mit? Fragen über Fragen.
Mich würde interessieren, wie ihr das ganze seht? Wart ihr zuletzt mal da, kennt ihr den Berg?
Ich denke, aktuell ist es nicht so, dass die Erfinder es mögen würden...
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Der alte ehrwürde Patscherkofel - 28.06.2026
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Re: Der alte ehrwürde Patscherkofel - 28.06.2026
Das Patscherkofel Projekt ist ja leider gescheitert und ich glaube, so schnell wird das die Stadt auch nicht mehr angreifen.
Im Grunde sehen wir bei Seilbahnen fast immer schnöde Industriebauten.
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