4-Länder Alpenüberquerung 2026

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Vinsmen
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4-Länder Alpenüberquerung 2026

Beitrag von Vinsmen »

4-Länder Alpenüberquerung 2026

Eine Alpenüberquerung wollte ich schon lange mal machen, aber die überlaufenen Routen wie E5, Tegernsee-Sterzing haben mich dann doch immer wieder überlegen lassen. Als ich Ende 2025 Medienberichte über eine neue Route über wenig begangene Wege mit leichter bis mittelschwerer Schwierigkeit durch 4 Länder zu lesen bekam, buchte ich kurzerhand mit meinem Vater eine geführte Tour mit Gepäcktransport und Halbpension.
6 Etappen durch Österreich, Deutschland, Schweiz bis nach Italien standen an. 15 Personen groß war unsere Gruppe und wurde von einem Wanderführer geführt.

Anreise
Die Anreise ging mit dem Auto über A7 und B19 zur Söllereckbahn bei Oberstdorf und dann mit Walserbus ins Hotel nach Riezlern. Bei bestem Wetter und klarer Sicht erhofften wir uns einen guten Start.
Anreise: Allgäuer Alpen im Blick
Anreise: Allgäuer Alpen im Blick
Ein erster Blick auf den großen Widderstein von Riezlern aus, an dem wir auf der ersten Etappe vorbeilaufen.
Großer Widderstein
Großer Widderstein

1. Etappe: Baad - Hochtannbergpass
Am Morgen ging es per Bus von Riezlern nach Baad, wo wir starteten.
Bei bestem Wetter und warmer, aber nicht heißer Temperatur starteten wir in Baad ins Bergunttal hinein. Über die Bärgunt-Hütte ging es auf die Bärguntalpe auf den Hochalppass. Dort machten wir Pause und stiegen dann zum Hochtannbergpass ab. Von dort fuhren wir mit dem Bus über Warth nach Lech. Eigentlich sollten wir einen Abstecher über Deutschlands südlichsten Punkt machen, aber zum Kennenlernen wählte unser Wanderführer eine etwas andere Route, sodass kurzerhand aus der 4-Länder- eine 3-Länder-Alpenüberquerung wurde. Auch wenn wir darüber etwas enttäuscht waren, war es verständlich und die Route war trotzdem schön.
Distanz: 7,31km Gesamtzeit: 4:05h Anstieg: 705hm Abstieg: 258hm
Start in Baad
Start in Baad
großer Widderstein immer präsent
großer Widderstein immer präsent
auf der Bärgunt-Alpe
auf der Bärgunt-Alpe
kurz vor dem Pass, Blick zurück
kurz vor dem Pass, Blick zurück
auf dem Pass, Blick nach Warth
auf dem Pass, Blick nach Warth
Pausenplatz
Pausenplatz
Abstieg, Arlberg-Region im Blick
Abstieg, Arlberg-Region im Blick

2. Etappe: Zug - Klösterle
Wir wussten, dass es heute regnen sollte. Am Morgen bestätigte sich die Wettervorhersage, daher kürzten wir den Lechweg im Tal mit dem Bus ab und stiegen direkt von Zug aus Richtung Stierlochjoch auf. Auf einem schönem Weg regnete es dauerhaft, sodass wir alle recht schnell bis auf die Unterhose komplett durchnässt waren. Das Regenwetter versprach aber eine ganz eigene Stimmung und zu8em bekamen wir über 15 Alpensalamander zu sehen, die sich nur bei Regen zeigen. Am Joch harrten wir nicht aus und liefen zur Regensburger Hütte, bei der wir uns eine Pause gönnten. Den Abstieg begingen wir dann im leichten Regen bei etwas besser Sicht zum Spullersee. Ab hier besserte sich das Wetter merklich, keim Regen mehr und je weiter wir abstiegen, desto wärmer wurde es. Die Gegend ist wunderschön, mit Hochebene unterhalb des Sees, auf dem eine große Pferdeherde graste.
Nach 7:05h kamen wir in Klösterle an.
Mit dem Bus fuhren wir nach Stuben, wo wir unser Hotel hatten. Hier verließen uns 2 Mit-Wanderer, die sich schwer taten mit dem Wandern. Ab sofort waren wir dann nur noch 14 Wanderer (13 + Wanderfüherer).
Distanz: 12,84km Gesamtzeit: 7:05h Anstieg: 554hm Abstieg: 980 hm
Morgens in Lech
Morgens in Lech
Start in Zug
Start in Zug
Anstieg (Blick zurück)
Anstieg (Blick zurück)
Am Stierlochjoch
Am Stierlochjoch
Schlechtwetter zwischen Joch und Hütte
Schlechtwetter zwischen Joch und Hütte
Ravensburger Hütte
Ravensburger Hütte
Blick zum Spullersee
Blick zum Spullersee
Pferde auf Hochebene
Pferde auf Hochebene
Abends in Stuben
Abends in Stuben
Start am Sonnenkopf
Start am Sonnenkopf

3. Etappe: Klösterle - Schruns
Frühs ging es bei etwas besserem Wetter mit dem Bus nach Klösterle-Danöfen, wo wir mit der Gondel hinauffuhren auf den Sonnenkopf. Es war nur bewölkt und kühl, zum Glück blieb uns Regen erspart. Eine etwas entspanntere Tour stand heute an, der Aufstieg war vergleichsweise recht schnell gemacht zum Muttjöchle (2074m). Unseren ersten Gipfel feierten wir entsprechend. Ich trug uns ins Gipfelbuch ein und ein Gruppenfoto wurde gemacht. Die Aussicht konnte sich auch sehen lassen. Durch einen Wald stiegen wir zum Innerkristberg ab, kehrten ein und fuhren mit dann mit Pendelbahn und Bus nach Schruns.
Distanz: 6,90km Gesamtzeit: 3:59h Anstieg: 270hm Abstieg: 652hm
Aussicht beim Aufstieg
Aussicht beim Aufstieg
Ausblick Muttjöchle
Ausblick Muttjöchle
Ausblick Muttjöchle nach Schruns
Ausblick Muttjöchle nach Schruns
kurz vor dem Innerkristberg
kurz vor dem Innerkristberg
Abends in Schruns
Abends in Schruns

4. Etappe: Gargellen - Klosters
Ab heute hatten wir heißes hochsommerliches Wetter bei klarer Sicht ohne Wolken. Es stand wieder eine schwierigere Tour an. Mit dem Bus ging es nach Gargellen, wir starteten an der Schafbergbahn und liefen in das Valzifenztal bis zur oberen Valzifenzalpe, ab der wir steil aufstiegen zum Schlappiner Joch auf 2200m. Vor dem Aufstieg sahen wir zwei Murmeltiere. Das Joch ist der Übergang zur Schweiz. Hier machten wir Pause und liefen dann einen sehr schönen Höhenweg zur Madrisabahn, mit der wir nach Klosters hinunterfuhren ins Hotel. An der Madrisabahn wird gerade ein Solarpark gebaut, der die Schweiz ab 2027 mit Strom versorgen wird.
Distanz: 11,41km Gesamtzeit: 5:53h Anstieg: 856hm Abstieg: 418hm
Start in Gargellen
Start in Gargellen
Aufstieg im Tal
Aufstieg im Tal
Talende
Talende
Schlappiner Joch
Schlappiner Joch
Blick am Höhenweg
Blick am Höhenweg

5. Etappe: Guarda - Scuol
Am Morgen fuhren wir mit dem Zug durch den Vereinatunnel nach Guarda, wo wir starteten. Ein schöner Panoramaweg mit Auf's und Ab's über Bos-Cha und Ftan nach Scuol. Der Weg ist vergleichsweise etwas einfacher zu begehen, aber war lang. Die Aussicht auf den Alpenhauptkamm entschädigte aber alles. Am Badesee von Ftan pausierten wir und nahmen dann wegen der Hitze in Ftan noch ein Getränk zu uns. Von dieser Etappe hatte ich mir vorher nicht viel erhofft, wurde aber positiv überrascht von der spektakulären auf den 3200m hohen Berge. Hier merkt man deutlich den rätroromanischen Einschlag, die Dörfer sind wirklich hübsch.
Distanz: 18,17km Gesamtzeit: 6:29h Anstieg: 382m Abstieg: 745m
Start am Bahnhof in Guarda
Start am Bahnhof in Guarda
Guarda
Guarda
Panoramablick
Panoramablick
Panoramablick kurz vor Scuol
Panoramablick kurz vor Scuol
Schloss Tarasp
Schloss Tarasp
6. Etappe: Val Müstair - Glurns
Eigentlich stand die Überquerung des Alpenhauptkamms an. Da es aber am Vorabend erheblich gewitterte und ein Murenabgang den Weg verschüttete mussten wir umplanen. Wir wollten zumindest die Grenze von der Schweiz nach Italien wandern und starteten so nach langer Zug- und Busfahrt in Müstair. Den Ortler bekamen wir dann doch noch zu Blick. Ein schöner Weg im typischen italienischen Vinschgau durch Müstair und Taufers nach Glurns bei sommerlicher Hitze entschädigte die eigentliche Etappe. Wir haben es geschafft! 6 Tage Alpenüberquerung konnten uns nichts anhaben, wir feierten entsprechend am Abend im Hotel in Burgeis mit einem 6-Gang-Abendessen.
Distanz: 15,49km Gesamtzeit:3,5h Anstieg: 240hm Abstieg: 580hm
Ortler
Ortler
Vinschagu
Vinschagu
Fazit
Trotz der zwei Alternativrouten eine sehr schöne Alpenüberquerung auf mittelschweren Etappen. Da die Gruppe von der Kondition ungefähr gleich war, verstanden wir uns sehr gut und es entstand keine schlechte Gruppendynamik.
Unser Guide kündigte am letzten Abend an, dass er einen 2. Teil der Alpenüberquerung plant, Meran - Gardasee, mal sehen, was nächstes Jahr noch kommt...
Alpensalamander
Alpensalamander
edit: Fehler ausgebessert
Sommerberichte von Vinsmen (2 neue 2026)
Winter 25/26: 1x Sölden, 1x Hochoetz, 3x SHLF, 5x Rosswald, 3x Katschberg, 1x GO!
besuchte Skigebiete: SHLF, Skiwelt, Bolsterlang, Jungholz, Ochsenkopf, Kreuzberg, Wasserkuppe, Sölden, Hochoetz, Rosswald, Katschberg, GO!
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