Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

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ATV
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Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von ATV »

Seit 2018 ist das italienische Dorf Monteviasco nur noch zu Fuss erreichbar. Das Seilbähnli steht wegen eines tödlichen Unfalls still. Jetzt haben die Bewohner genug: Da Italien nichts gegen ihre Abgeschiedenheit tut, fordern sie jetzt die Angliederung an die Schweiz.
https://www.blick.ch/ausland/bewohner-f ... 13791.html
Seit vier Jahren ist Monteviasco nur über einen jahrhundertealten Eselpfad zu erreichen. Grund: Die Seilbahn wird seit einem Unfall einfach nicht wieder in Betrieb genommen.
https://www.blick.ch/ausland/das-italie ... 69898.html
Der offene Brief mit dem Wunsch, von der Schweiz annektiert zu werden, hat offenbar gewirkt. Die Präfektur Varese jedenfalls kündigte nun an, bis zum 31. Dezember eine Geschäftsführung für sieben Seilbahnanlagen auszuschreiben, darunter ist auch die Strecke nach Monteviasco.
Welche Bahnen könnten das sein?
Zur Auswahl ständen:
Pigra, Sasso del Ferro, Sacro Monte, Pian delle Betulle, Piani d'Erna, Artavaggio

Bericht zur Seilbahn:
viewtopic.php?f=51&t=56139&p=5090751
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

CrystalMountain
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Re: Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von CrystalMountain »

Gute Seilbahn-Nachrichten aus Norditalien:

https://www.radiolombardia.it/2025/08/0 ... nteviasco/

...mit Google übersetzt:
Die Monteviasco-Seilbahn wird wiedereröffnet

Von Filippo Colombo – 9. August 2025

Das wunderschöne Dorf in der Provinz Varese ist ab Sonntag nach sieben Jahren der Isolation wieder mit der Seilbahn erreichbar. Betrieben wird sie von ATM Mailand.

Die historische Monteviasco-Seilbahn, die das Dorf Ponte di Piero flussabwärts mit dem charmanten Dorf Monteviasco in der Gemeinde Curiglia con Monteviasco in der Provinz Varese verbindet, wird am Sonntag, dem 10. August, um 9:00 Uhr wiedereröffnet. Nach einem Testbetrieb wird die Seilbahn samstags, sonntags und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr im 15-Minuten-Takt wieder in Betrieb sein.

Zum Start des Betriebs ist die Seilbahnfahrt am ersten Betriebstag kostenlos. Die Seilbahn wird von ATM Mailand betrieben und bietet mit ihrer Wiedereröffnung den Einwohnern eine wichtige Verbindung und Touristen die Möglichkeit, die Region zu entdecken. Die Verwaltung der Seilbahn wurde ATM im vergangenen Frühjahr im Anschluss an eine Ausschreibung der lokalen Verkehrsbetriebe des Comer, Lecco und Varese Beckens nach sieben Jahren Inaktivität anvertraut.
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Re: Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von TPD »

Nach einem Testbetrieb wird die Seilbahn samstags, sonntags und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr im 15-Minuten-Takt wieder in Betrieb sein.
Das ist aber für die lokale Bevölkerung ein wahnsinnig hilfreicher Fahrplan...
Also an den Werktagen kommt man ohne PKW gar nicht weg.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Seilbahnjunkie
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Re: Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich hätte das so verstanden, dass man da auch mit PKW nicht hoch kommt. Sonst wären doch die Proteste nicht so stark gewesen, es gibt ha sicher jede Menge Dörfer in Italien die man nicht öffentlich erreicht.
Mir ist es aber auch ein Rätsel, warum man für so einen Fall keine automatischen Bahnen baut, die nach Bedarf fahren.
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Re: Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von CrystalMountain »

PKW nützt da gar nichts. Neben der Personen-Pendelbahn gibt es noch eine parallel verlaufende Materialseilbahn, ansonsten führt nur ein stufenreicher Pfad durch den dicht bewachsenen Hangwald hinauf nach Monteviasco, der wohl nur für sportlich-fitte Personen geeignet ist. Oben im Dorf sind die Gassen dann auch stufenreich und viel zu schmal für KFZ. Neben einer Arztpraxis, Kirche & Friedhof gibt es im Dorf so zwei, drei Restaurants und auch wohl einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste.

- der 1813 angelegter Fußweg mit etwa 1.400 Stufen dient als Hauptzugangsweg
- Anfang der 1970er Jahre diente Bau der Lastenseilbahn der ersten Erschließung
- die 1989 errichtete Personenseilbahn fuhr bis 2010 nur tagsüber, seit 2011 sind dank Beleuchtung längere tägl. Betriebszeiten möglich
- von November 2018 bis August 2025 kein Betrieb nach einem tödlichen Unfall und festgestellten technischen Mängeln
- die Versorgung der wenigen verbliebenen Dorfbewohner wurde durch freiwillige Helfer und Carabinieri sichergestellt

https://de.wikipedia.org/wiki/Seilbahn_Monteviasco


Einfach mal virtuell besuchen:
https://www.openstreetmap.org/#map=16/46.07298/8.82232
https://www.google.de/maps/@46.0723652, ... FQAw%3D%3D


Bericht mit Videos von der Wiedereröffnung:
https://www.malpensa24.it/una-grande-fe ... i-delpini/

Viele Bewohner hat das Dorf gar nicht mehr, nur wenige, die stur "wie die besten Ziegen" in den vergangenen 7 Jahren oben gelebt und in der Zeit das Dorf offenbar nicht verlassen haben. Vielleicht sind die neuen Betriebszeiten deshalb auch nur auf touristischen Betrieb an Wochenenden und Feiertagen ausgelegt...
CrystalMountain
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Re: Monteviasco «In der Schweiz hätten wir längst unsere Seilbahn wieder»

Beitrag von CrystalMountain »

1 Jahr später habe ich bei ARTE eine Doku entdeckt, die das spärlich verbliebene Dorfleben betrachtet und mit der Wiedereröffnung der Seilbahn endet:

Direktlink

Auch abrufbar in der ARTE-Mediathek:
https://www.arte.tv/de/videos/122220-01 ... -bergdorf/

Begleittext:
Keine Geschäfte, keine Schule und von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten – so präsentiert sich das Bergdorf Monteviasco in der Lombardei. Seit die Seilbahn vor sieben Jahren den Betrieb eingestellt hat, ist der Ort nur in einem zweistündigen Fußmarsch oder per Helikopter erreichbar. Fünf Bewohnerinnen und Bewohner harren hier noch aus. Kann das Dorf trotz allem weiterbestehen?
Fast jedes Wochenende macht sich die 24-jährige Letizia Rubinato auf den Weg in das abgelegene Bergdorf Monteviasco. Sie arbeitet im Tal, doch ihre Mutter stammte aus Monteviasco, und Letizia liebt die Natur und das einfache Leben in den Bergen.
Nur ein schmaler Pfad mit 1.442 Stufen führt hinauf ins Dorf. Seit die Seilbahn 2018 nach einem tragischen Unfall stillgelegt wurde, schleppen die Bewohner Lebensmittel, frische Wäsche oder Medikamente in Rucksäcken auf den Berg. Denn im Dorf gibt es weder einen Supermarkt noch einen Bäcker. Und ein neuer Seilbahnbetreiber ist auch nicht in Sicht. Einst lebten hier mehr als 300 Menschen. Doch die Zeiten sind vorbei, und mit dem Ende der Seilbahn verließen 15 Familien das Dorf.
Letizia will sich aber mit dem langsamen Sterben des pittoresken Dorfes nicht abfinden. Sie träumt von einem Heimatmuseum und organisiert Veranstaltungen, um wieder Menschen nach Monteviasco zu locken und den Ort wiederzubeleben.
Unterstützt wird Letizia von Laura Xota, die die einzige Herberge im Ort betreibt, aber zunehmend Probleme hat, weil Gäste wegen der Stilllegung der Seilbahn ausbleiben. Die beiden Frauen setzen große Hoffnung in das bevorstehende Heiligenfest, einer der Höhepunkte des Jahres. Die kleine Dorfgemeinschaft organisiert sogar Transporte per Helikopter, damit auch ältere Gäste und ehemalige Bewohner für die Feierlichkeiten anreisen können.
Während der Vorbereitungen zum Fest trifft eine überraschende Nachricht ein: Die Seilbahn soll wieder in Betrieb genommen werden. Sieben Jahre Isolation sind endlich zu Ende.
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