Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

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Mt. Cervino
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Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von Mt. Cervino »

Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Die Seilbahn auf den Mont Salève ist bis auf Weiteres ausnahmsweise für die Öffentlichkeit geschlossen. Grund dafür sind 15 Wohnwagen.
Dem Bürgermeister platzt der Kragen: Die Seilbahn auf den Mont Salève in Hochsavoyen ist seit Montag, dem 24. August, bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen. Grund dafür ist die unerlaubte Besetzung des Parkplatzes durch etwa 15 Wohnwagen, die dort seit Sonntagabend stehen. Über den Fall berichtet der französische Fernsehsender France 3.

Laut Nicolas Tereins, dem Gemeindechef von Étrembières, können die Busse wegen der Wohnwagen nicht mehr auf dem Parkplatz halten. Die Seilbahn erschließt den beliebten Ausflugsberg Salève, der einen schönen Blick auf den Genfersee und Genf ermöglicht.
Bürgermeister lässt Seilbahn wegen 15 Wohnwagen schließen: „Es ist wirklich ein Einkommensverlust“
Insbesondere im Hinblick auf das bevorstehende Salève-Fest und die geplanten Veranstaltungen an der Bergstation führt die Sperrung zu Einbußen. „Wirtschaftlich ist es nicht ideal, wenn man bedenkt, dass dieses Wochenende das Salève-Festival stattfindet und im oberen Bahnhof Unterhaltungsprogramme geboten werden. Es ist wirklich ein Einkommensverlust“, so der Bürgermeister.
Er weist darauf hin, dass er „alle Räumungsverfahren“ eingeleitet habe. „Jetzt warten wir auf eine Entscheidung des neuen Präfekten, die hoffentlich schnell erfolgen wird.
In Frankreich darf man auf dem Parkplatz einer Seilbahn laut dem Portal „Frankreich mobil erleben“ nicht campen, aber in der Regel eine Nacht zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit übernachten.
https://www.focus.de/reisen/buergermeis ... 0f339.html



Keine Ahnung warum das so schwer ist die parkenden Wohnwagen da zu entfernen...

Die Seilbahn fährt noch talwärts aber transportiert keinen Personen mehr auf dem Berg.
Laut anderen Artikeln im Web wird das Wasser am Parkplatz/Raststätte abgestellt.
Es gab wohl im Sommer schon mehrfahch Probleme mit Wohnwägen, die in Massen dort auftraten und dort tagelang campierten, die Einrichtung am Parkplatz zerstörten und letztlich riesige Müllberge hinterließen.
Dabei wurde wohl auch der Strom an einem Strommast illegal angezapft, was für einen Stromausfall im benachbarten Dorf führte.
Diesem Chaos will man wohl jetzt vorbeugen.
Man kann sich gut vorstellen wer in den Wohnwägen haust.... :gruebel:
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Kris
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von Kris »

Es dürften dies Zigeuner sein. Diese geniessen in F relative weitreinde faktische Rechte. An und für sich ist das dauercampen nach belieben in F nicht statthaft. Problem dort ist jedoch, dass rechtlich den Behörden weitgehend die Hände gebunden sind. Es gibt schlimme Fälle, bei denen grosse Privatgründstücke und Häuser besetzt, vandalisieet und vermüllt werden, ohne dass Eigentümer, Gemeinden oder Behörden sich wehren konnten.
So ist es in F fuer Eigentuemer vermeintlich offener Flächen stets eine Sorge, dass diese in beschlag genommen werden. Ist Wasser und Strom vorhanden, ist die Gefahr gross...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von zonk »

Kris hat geschrieben: 26.08.2026 - 18:45 Es dürften dies Zigeuner sein. Diese geniessen in F relative weitreinde faktische Rechte. An und für sich ist das dauercampen nach belieben in F nicht statthaft. Problem dort ist jedoch, dass rechtlich den Behörden weitgehend die Hände gebunden sind. Es gibt schlimme Fälle, bei denen grosse Privatgründstücke und Häuser besetzt, vandalisieet und vermüllt werden, ohne dass Eigentümer, Gemeinden oder Behörden sich wehren konnten.
So ist es in F fuer Eigentuemer vermeintlich offener Flächen stets eine Sorge, dass diese in beschlag genommen werden. Ist Wasser und Strom vorhanden, ist die Gefahr gross...
Mag ja sein,dass teils diese Bevölkerungsgruppen,bzw Teile dieser für derartige Dinge verantwortlich sind..
Aber du weißt schon,dass wir im Jahre 2026 angekommen sind und das Wort "zigeuner" nicht gerade zeitgemäss ist!? Man benutzt ja auch nicht mehr das n-wort für dunkelhäutige Menschen.Danke,wenn du das in Zukunft berücksichtigen würdest und genauer auf deine Wortwahl achtest.Nichts für ungut.
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Ram-Brand
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von Ram-Brand »

@Kris
Musst halt "Gypsy" schreiben.

Damit die "Political Correctness" wieder passt.
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von judyclt »

Ich kenne das Phänomen unter dem Begriff "Paprikacamper". Gibt's in Deutschland auch.
Keine Ahnung warum das so schwer ist die parkenden Wohnwagen da zu entfernen...
Weil man eine S-Klasse mit Wohnwagen dran und zwei Erwachsenen und fünf Kindern nicht mal eben unter den Arm klemmen und umtragen kann. Besonders dann nicht, wenn die nicht einverstanden sind. Und jegliche Unterstützung durch Abschlepper etc. kannst du schön selbst bezahlen.

Ich finde es aber nicht richtig, ohne weitere Infos diese Volksgruppe auch dort unter Verdacht zu stellen. Kann ja auch sonst wer sein. Zum Beispiel durchreisende Urlauber. Ist schließlich gerade Ferien(end)zeit.
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Kris
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von Kris »

Vielleicht war mir die beladene Bedeutung von "Zigeuner" im Deutschen nicht so bewusst. Deutsch ist leider nur eine der 5 Sprachen, die ich spreche bzw. die zugehörigen Kulturbubble, in der ich irgendwie funktioniere.

Generell möchte ich Volksgruppen wohl achten, und frage somit Chatgpt:
In wie fern / warum gilt Zigeuener / Zingaro / Tsingare / Gitano als abwertend? Antworte BB-code ausgezeichnet.
Hier die Antwort, wieder etwas gelernt:
Kurzfassung:

Die Wörter Zigeuner, zingaro, tsigane/tzigane und gitano sind historisch verwandte oder funktional ähnliche Fremdbezeichnungen, aber sie sind nicht in allen Sprachen gleich stark abwertend.

Der entscheidende Punkt ist nicht primär die Wortherkunft, sondern:
  • wie das Wort historisch verwendet wurde,
  • welche Stereotype daran hängen,
  • ob es von außen oder als Selbstbezeichnung gebraucht wird,
  • und ob die bezeichnete Gruppe das Wort selbst akzeptiert oder ablehnt.
1. Deutsch: „Zigeuner“

Im Deutschen gilt Zigeuner heute meist als deutlich abwertend oder zumindest stark problematisch.

Warum?
  • Fremdbezeichnung: Der Begriff wurde historisch von der Mehrheitsgesellschaft vergeben, nicht als allgemeine Selbstbezeichnung.
  • Negative Stereotype: Mit dem Wort wurden über Jahrhunderte Vorstellungen wie „fahrend“, „arbeitsscheu“, „betrügerisch“, „kriminell“, „unsauber“ oder „nicht sesshaft“ verbunden.
  • Staatliche Verfolgung: Der Begriff wurde auch in Verwaltung, Polizei und rassistischen Klassifikationen verwendet.
  • Nationalsozialismus: Besonders schwer wiegt, dass „Zigeuner“ Bestandteil der rassistischen Verfolgungssprache gegenüber Sinti und Roma war.
  • Heutige Ablehnung: Viele Sinti und Roma lehnen den Begriff ausdrücklich ab und verwenden stattdessen Selbstbezeichnungen wie Sinti und Roma.
Das heißt: Das Wort ist nicht deshalb beleidigend, weil seine ursprüngliche Etymologie zwingend beleidigend wäre, sondern weil es historisch mit Ausgrenzung und negativen Zuschreibungen aufgeladen wurde.

2. Italienisch: „zingaro“

Zingaro ist im Italienischen ebenfalls häufig negativ gefärbt.

Es kann ethnisch gemeint sein, hat aber zusätzlich sehr starke übertragene Bedeutungen bekommen.

Beispielsweise kann zingaro im Alltag Assoziationen hervorrufen wie:
  • ungepflegt,
  • obdachlos oder nomadisch,
  • unzuverlässig,
  • kriminell,
  • gesellschaftlich außerhalb der Norm.
Gerade diese übertragene Verwendung macht den Begriff problematisch.

Wenn jemand etwa sagt:
Sembri uno zingaro.
bedeutet das meist nicht neutral „Du siehst aus wie ein Angehöriger einer bestimmten ethnischen Gruppe“, sondern eher:
Du siehst ungepflegt / verwahrlost aus.
Damit wird die ethnische Bezeichnung selbst zum Träger eines negativen Stereotyps.

Neutraler sind heute je nach Kontext Rom, Sinti oder genauere Gruppenbezeichnungen.

3. Französisch: „tsigane / tzigane“

Hier ist die Situation anders.

Tsigane oder tzigane ist im Französischen nicht automatisch stark abwertend.

Man findet das Wort auch in relativ neutralen oder kulturellen Ausdrücken wie:
  • musique tzigane
  • culture tsigane
  • peuples tsiganes
Es kann aber dennoch problematisch werden, wenn es pauschalisierend oder stereotypisierend gebraucht wird.

Der Unterschied zum Deutschen ist also ungefähr:
Deutsch „Zigeuner“ → heute meist deutlich negativ markiert.

Französisch „tsigane“ → kann noch neutral oder kulturhistorisch gebraucht werden.
Allerdings gilt auch im Französischen: Wenn konkret Roma, Manouches, Gitans usw. gemeint sind, ist die jeweilige Eigenbezeichnung meist präziser.

4. Spanisch: „gitano“

Gitano ist ein besonders interessanter Fall, weil es zeigt, dass eine historische Fremdbezeichnung nicht automatisch beleidigend sein muss.

In Spanien wird gitano häufig auch von Angehörigen der betreffenden Gemeinschaft selbst verwendet.

Zum Beispiel:
pueblo gitano
cultura gitana
comunidad gitana
Das kann völlig neutral sein.

Aber auch hier existieren stereotype Verwendungen.

Wenn gitano beispielsweise metaphorisch für betrügerisch, unseriös oder ungepflegt verwendet wird, wird es selbstverständlich abwertend.

Der entscheidende Unterschied ist:

„gitano“ ist in Spanien stärker als legitime Selbst- und Gruppenbezeichnung etabliert.

5. Warum kann dasselbe Wort in einer Sprache beleidigend und in einer anderen neutral sein?

Weil Bedeutung nicht nur aus Etymologie entsteht.

Man kann es so ausdrücken:
Bedeutung = Wortgeschichte + gesellschaftlicher Gebrauch + Machtverhältnisse + Stereotype + Selbstbezeichnung
Darum können etymologisch ähnliche Begriffe sehr unterschiedliche soziale Bedeutungen entwickeln.

Ein gutes Beispiel:
  • Deutsch: Zigeuner → stark negativ markiert
  • Französisch: tsigane → teilweise neutral
  • Italienisch: zingaro → häufig negativ markiert
  • Spanisch: gitano → häufig normale Selbst- und Gruppenbezeichnung
6. Ein weiterer wichtiger Mechanismus: die metaphorische Abwertung

Besonders problematisch wird eine ethnische Bezeichnung, wenn sie als allgemeines Schimpfwort verwendet wird.

Zum Beispiel sinngemäß:
„Du siehst aus wie ein Zigeuner.“
oder
„Sembri uno zingaro.“
Hier wird impliziert:
Angehöriger dieser Gruppe = ungepflegt / minderwertig / unseriös.
Genau dadurch entsteht oder verstärkt sich die beleidigende Bedeutung.

Fazit

Zigeuner, zingaro, tsigane und gitano sind nicht deshalb problematisch, weil die Lautfolge oder die ursprüngliche Wortwurzel an sich beleidigend wäre. Sie werden abwertend, wenn sie historisch und gesellschaftlich mit negativen Eigenschaften verbunden werden.

Am stärksten negativ markiert ist heute im Allgemeinen das deutsche „Zigeuner“.
Zingaro ist im Italienischen ebenfalls häufig problematisch.
Tsigane ist im Französischen vergleichsweise neutraler.
Gitano kann im Spanischen sogar eine völlig normale Selbstbezeichnung sein.

Also bitte-bitte keine Klima/Auto/Sonstwas Diskussion draus machen :-)
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TONI_B
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Re: Salève PB: Bürgermeister lässt Seilbahn schließen, weil 15 Wohnwagen auf Parkplatz stehen

Beitrag von TONI_B »

Ein Teil dieser Erklärungen war mir bekannt. Aber auch viele neue Aspekte, die wertvolle Erkenntnisse gebracht haben. Dank KI kommt man ja heute sehr schnell und einfach an Information. Und solange es mit guten Quellen abgesichert ist, auch vertrauenswürdig. Was zu Beginn der KI-Ära nicht immer der Fall war.
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