firngleiter hat geschrieben: 29.07.2026 - 12:51
Die Betreiber des "Stubaier Gletschers" verfügen mitunter vermutlich über enorme Rückendeckung von Land und Behörden - nur darum ist das alles möglich.
Du bist da bestimmt was ganz großem auf der Spur.
Sollte sich bewahrheiten, dass große Wirtschaftsorganisationen (egal welcher Branche) Einfluss auf politische Entscheidungen haben, wäre das sicherlich ein absolutes Novum!
Können wir ja von Glück reden, dass die Kiesgrube um die Ecke oder der Tagebau in der Lausitz geografisch bevorteilt wurden und nicht auf 3000m Seehöhe liegen.
Sonst dürfte man dort auch kein Loch mehr buddeln, ohne mit Schmutz beworfen zu werden.
Allerdings sollten wir nun lieber zum Thema zurückkommen
firngleiter hat geschrieben: 29.07.2026 - 12:51
Die Betreiber des "Stubaier Gletschers" verfügen mitunter vermutlich über enorme Rückendeckung von Land und Behörden - nur darum ist das alles möglich.
Du bist da bestimmt was ganz großem auf der Spur.
Sollte sich bewahrheiten, dass große Wirtschaftsorganisationen (egal welcher Branche) Einfluss auf politische Entscheidungen haben, wäre das sicherlich ein absolutes Novum!
Können wir ja von Glück reden, dass die Kiesgrube um die Ecke oder der Tagebau in der Lausitz geografisch bevorteilt wurden und nicht auf 3000m Seehöhe liegen.
Sonst dürfte man dort auch kein Loch mehr buddeln, ohne mit Schmutz beworfen zu werden.
Allerdings sollten wir nun lieber zum Thema zurückkommen
Mal ehrlich: Das Skigebiet Stubaier Gletscher ist ohnehin schon so stark umgebaut und "optimiert" worden, dass die jetzt durchgeführten Arbeiten im Grunde nur Teil eines weitergehenden Transformationsprozesses einer Kulturlandschaft sind, in der es keinen großen Schutzbedarf (mehr) gibt.
Vor ein paar Jahren (2? 3?) war ja das Interview mit Klier in der TZ, damals gab er dem Eisjoch 5-10 Jahre und dem Dauni 10-20. Und die Prognosen sind eher am unteren Rand eingetroffen mittlerweile. Erschreckend wie schnell es mittlerweile geht, siehe z.B. Webcam an der Braunschweiger Hütte, dem Ende des Mittelbergferners kannst auf Tagesbasis die Verluste ansehen.
Interesaant finde ich den letzten Streckenmasten: Fuer diesen wurde zunachst ein tiefer (15-20m?) Einschnitt im Eisvolumen reingebaggert. Der Mast wurde jedoch dann nicht auf dem Felsen direkt fundiert. Stattdessen wurde der Einschnitt mit gemahlenem Felsschutt zu etwa 2/3 wieder aufgefüllt, und der Masten dann auf ein breites schwimmendes Betonfundament drauf gesetzt.
Der Felsschutt wurde zwar Schicht fuer Schicht kompaktiert, aber umfasst ist das ganze nur von Eis, und der Felsen darunter ist abschüssig geneigt ...
Solide könnte das Schützgut werden, indem die enthaltene Feucht komplett zu "Perma"frost fest friert? Ansonsten fliesst das wohl wie Pudding langsam den Berg hinab...
Dennoch irgendwie sonderbare Designentscheidung, denn der Gletscher dort formte sehr wohl direkt am Übergang eine Randspalte zum Felsen hin (20 - 50cm breit), die meist etwas mit Schnee bedeckt ist. Bedeutet aber, dass sich das Ganze langsam bewegt..
Das hört sich aber eher nach Randkluft durch schmelzen als nach Bergschrund durch Bewegung an.
Trotzdem ist die Designentscheidung merkwürdig... Aber das passt zum Stubaier. Da finde ich sehr vieles merkwürdig.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
basti.ethal hat geschrieben: 24.08.2026 - 08:44
Der Felsriegel mitten in der ehemaligen Piste wird wohl im nächsten Sommer die nächsten Millionen verschlingen...
Ist ja bereits geplant und genehmigt, da abzutragen, finde nur gerade den Link nicht mehr
basti.ethal hat geschrieben: 24.08.2026 - 08:44
Der Felsriegel mitten in der ehemaligen Piste wird wohl im nächsten Sommer die nächsten Millionen verschlingen...
Ist ja bereits geplant und genehmigt, da abzutragen, finde nur gerade den Link nicht mehr
Die Felsbuckel-Wegsprengung als Symbol
Kris' unangepasste Meinung zum dazu:
Weshalb nicht einfach lassen, statt mit genialem mechanischem Gerät zu zerstören und das Residuat irgendwie in der Kunstlandschaft herumzuschieben?
Ist Skifahren kein Sport?
Ist es nicht Wesen vom Sport im Freien, sich zumindest minimalst, mehr ist es ja nicht, an die Gegebenheiten anzupassen? Nur ganz, ganz wenig, es geht ja nicht darum, irgendwelche besonderen Anforderungen zu stellen. Wie bspw. um einen Baum herumzufahren statt in diesen hinein, oder eine kurze Querung im Tiefschnee oder gar im völlig undenkbaren Bruchharsch.
Lediglich die Piste um bzw. über den ausapernden Felsbuckel zu legen.
Ist das in der heutigen Übermoderne zu anspruchsvoll?
Weil ein jeder, und ich auch, den hochalpinen Hokuspokus an Dutzenden Baggern und Lkw ja mit dem Skipass bezahlen muss, die heute üblicherweise jeden Sommer hindurch an Stubaier, Ötztaler, Pitztaler etc. Gletschern pausenlos dahinbaggern. Ist ja nicht Gratis das Spektakel.
Dazu alle paar Jahre neue, größere Seilbahnen, die (eh bereits schnelle) kuppelbare Anlagen ersetzen. Rolltreppen...
Das Freizeitticket wird wieder mal über Inflationsrate teurer.
Schade, das Ganze.
Denn, abgesehen von Verschandelung des Landschaftsbildes, teureren Skipässen, Banalisierung des Sporterlebnisses..., entzieht es dem immer lernen wollenden Skifahrer letztendlich auch die Fähigkeit, besser zu werden, aus dem genügsamen Schafherdengehege herauszuspringen...