Den Samstag musste ich noch allein verbringen, denn erst am Sonntag sollten die anderen Liftfreaks eintreffen, um wie schon 2022 das LSAP am Alpl zu erkunden. In der Gegend südlich davon, die sich wohl Joglland nennt – ich muss da immer an den früheren deutschen Bundestrainer denken, gab es früher massenhaft einzelne Lifte. Schon beim Erstbesuch vor vier Jahren war mir das aufgefallen. Etliche waren noch in der Kompasswanderkarte gelistet. Damals waren sich nur zwei dieser Jogi-Lifte als Besuchsziel ausgegangen – nun wollte ich noch ein paar weitere abgrasen.
Einige, die nach wie vor im Winter wacker ihre Runden drehen und sich mühselig gegen das LSAP-Virus aufbügeln, hatte ich bereits letzten Februar aufgesucht. Damals wollte ich auch noch weiter zum Niederalpl, doch dank eines Regentages wurde dort flugs die Skisaison eingestellt. Es wäre eh nur noch der lange Swobodalift gelaufen. Als ich nun am Vorabend in der Unterkunft die Liftziele überlegte, entschied ich mich spontan, nach dem Frühstück erst einmal dorthin zu fahren, auch wenn es nicht in der direkten Umgebung liegt.
Nach endlosem Gegurke und diesmal wenigen Stress-SUVs erreichte ich den Parkplatz an der 4SB. Das Niederalpl befindet sich auf einer Art Passhöhe im Nirwana oben. Erst war noch alles bewölkt, dann sollte es aber bald aufreißen. Hier die interessanteste Anlage im Gebiet – der 1980 errichtete Sohlenalmlift. 1.280 Meter lang...
Die Bergstation steht direkt neben der Passstrasse. Auf der anderen Seite campten Camper aus Norwegen – sonst war nichts los. Auch das obligatorische Anwohnerhaus fehlte. Zwar gibt es oben am Parkplatz eine Gaststätte, aber da war nichts los und niemand zu sehen. Nicht einmal ein „Parken nur für Gäste“ - Schild hatten die. Das sprach für eine entspannte Einstellung.
Ich lief den Forstweg runter, der mich zur Talstation bringen sollte.
Weiter unten gibt es dann noch einen Steilhang im Wald...
Blick zurück – oben verläuft der Lift flach dahin. Dennoch ein interessanter Swoboda... hoffentlich gibt es da 2026/27 nochmal Skibetrieb...
Hier das Steilstück
Ich lief wieder zurück zum Feldweg...
Eindrücke von der Talstation...
Niemand kam vorbei, nirgendwo ein Haus – so macht das Liftefotografieren Spaß...
Oben gibt es noch eine Leitner-4SB von 1996 und zwei Tellerlifte.
Die Sonne kam heraus und es wurde heiß.
Blick rüber zur 4SB.
Der Waldrandlift, ein Leitner von 2000
Auch hier konnte man ungestört fotografieren.
Der Seillift...
Alte Talstation eines SL-Vorgängers der 4SB? Wer kennt sich hier aus?
Mögliches Fundament!
Sieht nach SL-Trasse aus...
In der Sonne lief ich ins obere Skigebiet hinauf...hier auch der Antrieb des Sohlenalmlifts auf der anderen Straßenseite.
Der Waldrandlift von oben...
Der Sohlenalmlift von oben...flach geht es da durch den Wald.
Oben am dem Plateau angekommen...unterwegs überholte ich eine Gruppe junger Damen. Die unterhielten sich fröhlich, liefen recht gemütlich bergwärts und lachten viel. Das war mir gleich viel sympathischer wie jene Leute, die möglich schnell hochhetzen, um einen neuen Rekord aufzustellen oder irgendwelche Vorgaben einer bescheuerten App zu erfüllen. Diese Damen waren sichtlich keine jener Fitnessgestänge, die jeden Tag ihre Schritte zählen. Sie saßen später vor einer Hütte heraußen, aßen vermutlich nicht vegan und ihr fröhliches Gelächter vernahm ich bis zur Bergstation der 4SB.
Günstige Gelegenheit – die Talstation des oberen Tellerlifts. Da graste eine Kuherde und sie hatten sich gerade abgewandt. Kurze Zeit später versammelten sie sich dann schon wieder am Antrieb.
Auf zur Bergstation des Wetterinlifts...
Aber auch so ist es da oben recht idyllisch.
Von der Hütte links kam das sympathische Gruppengelächter, während ich zur Bergstation raufschwitzte.
Das ist neben den Liften immer zusätzlich schade, wenn ein kleines Gebiet schließt – für die Kinder zum Lernen und Bespaßung als Tagesausflug reichen zwei, drei Lifte allemal. Für die kleineren auch einer.
Ich setzte ich auf einen der Betonpflöcke am Liftlerhäusl und legte erst mal das durchgeschwitzte Hemd in die Sonne.
Hier noch die Umlenkung.
Ich genoss gerade die Ruhe da oben und holte meine Brotzeit aus dem Rucksack, doch da mussten gleich wieder Störenfriede von der anderen Seite kommen...
Fortsetzung folgt...
Vom Niederalpl ins Joglland (01.08.2026)
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Re: Vom Niederalpl ins Joglland (01.08.2026)
Danke für die Eindrücke, bin schon gespannt, wie es weitergeht. Ich war im Winter schon oft am Niederalpl, allerdings als Tourengeher. Wildkamm und Veitsch sind beliebte Ziele von der Passhöhe aus. Je nachdem, wo man vom Wildkamm runterkommt, wird der Sohlenalmlift auch gerne als Rückbringer genutzt (habe ich auch schon gemacht) und erspart das neuerliche auffellen. Mit „entspannt“ bist du schon am richtigen Weg, man könnte aber auch lahm sagen. Lift und Piste verlaufen parallel und somit beide sehr flach. Gerade im oberen Bereich hat man fast das Gefühl, nur Strecke zu machen… Das Verhältnis aus Liftzeit und Schizeit ist eher ungünstig (außer man fährt gerne Lift, dann ist es kaum mehr zu toppen). Für einige entspannte Stunden ist es generell am Niederalpl aber schon nett, denke ich mir. Leider haben sie dort keine Beschneiung, und wenn dann in den Semesterferien der Liftbetrieb, der ohnehin schon nur mehr ein Teilbetrieb war, komplett eingestellt werden muss, kann man leider schon sehen, wo die Reise hingeht. Oft werden sie das nicht überstehen.
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Re: Vom Niederalpl ins Joglland (01.08.2026)
Ich war schon öfters hier und habe hier das Schifahren gelernt.
Der Vorgänger von der 4SB war ein Schlepplift, ich bin noch damit gefahren.
Das Schigebiet besitzt eine Beschneiungsanlage, aber keinen Speicherteich. Verwendet wird diese aber schon lange nicht mehr, aus Kostengründen. Die Schneekanonen und Lanzen standen bei meinem letzten Besuchen aber trotzdem noch immer herum.
Der Vorgänger von der 4SB war ein Schlepplift, ich bin noch damit gefahren.
Das Schigebiet besitzt eine Beschneiungsanlage, aber keinen Speicherteich. Verwendet wird diese aber schon lange nicht mehr, aus Kostengründen. Die Schneekanonen und Lanzen standen bei meinem letzten Besuchen aber trotzdem noch immer herum.
Saison 25/26:5xSemmering 1xSt.Corona 7xMariensee-Mönichkirchen 1xMariazell 3xAnnaberg 2xWildkogel 1xSchmittenhöhe 2xSchneeberg 1xGemeindealpe+Bürgeralpe 4xHochkar
Saison 24/25:4xSemmering 4xAnnaberg 3xSt.Corona 2xGemeindealpe 5xMariensee 2xPuchberg 5xHochkar
Saison 23/24: 1xKrieglach 2xSt.Corona 1xWenigzell 1xAnnaberg 1xSteinhaus/Semmering 2xBad Kleinkirchheim 2xAflenz 4xStrallegg 1xSemmering 1xVeitsch 1xStuhleck 3xTurracher Höhe
Saison 22/23: 1xNiederalpl 3xEmberger Alm 3xBad Kleinkirchheim 1xAnnaberg 1xStuhleck 1xArabichl 2xPuchberg 2xSt. Corona 1xPuchenstuben 1xGemeindealpe 1xBürgeralm 6xRiesneralm
Saison 21/22: 2xSt.Corona 3xBad Kleinkirchheim 1xMariensee-Mönichkirchen 1xAnnaberg 1xVeitsch 2xAflenz 2xSchneeberg 1xArabichl 3xRiesneralm 1xSemmering
Saison 24/25:4xSemmering 4xAnnaberg 3xSt.Corona 2xGemeindealpe 5xMariensee 2xPuchberg 5xHochkar
Saison 23/24: 1xKrieglach 2xSt.Corona 1xWenigzell 1xAnnaberg 1xSteinhaus/Semmering 2xBad Kleinkirchheim 2xAflenz 4xStrallegg 1xSemmering 1xVeitsch 1xStuhleck 3xTurracher Höhe
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Re: Vom Niederalpl ins Joglland (01.08.2026)
Blick zurück auf den oberen Tellerlift...nun ging es zur Bergstation der 4SB. Niemand hielt sich dort oben auf und ich genoss die Ruhe. Keine lauten Handytelefonierer, keine Freisprechanlagendauerquassler, einfach nur Nichts... wobei das Gelächter der fröhlichen Wandergruppe beim bisherigen Aufstieg ja ein angenehmes Geräusch gewesen war.
Oben angekommen
Im Hintergrund ggf. die Aflenzer Bürgeralm? Leider hatte ich den Adapter fürs Teleobjektiv für meine neue Kamera noch nicht bestellt.
Danach ging es über unzählige Kurven und viele Ortsdurchfahrten sowie die Passstraße am Alpl zurück ins Joglland. Am Berg Wildwiesen bei Miesenbach hatte es lt. Wanderkarte und alten Luftaufnahmen zwei Lifte gegeben, deren Verläufe ich gelb eingezeichnet habe.
Einer führte bis zum Gipfel hinauf und hat noch eine Schneise hinterlassen.
Ich fand einen Parkplatz vor einem Hotel vor, wo viele Menschen herumliefen und man somit ungestört mit der Kamera um den Hals auf die Pirsch gegen konnte - auf dem Weg bleibend und die Wiese meidend.
Links, wo beim Zaun eine Mulde bzw. eine Art Hohlweg ersichtlich ist, führte der lange Lift auf den Berg Wildwiesen hinauf. Lt. alten Luftaufnahmen hat dort auch die Talstation gestanden – leider wurde alles entfernt.
Hier muss der Lift in der Bildmitte direkt nach oben geführt haben. Ob oben links der Mitte die Waldschneise zu sehen ist, konnte ich nicht eindeutig ausmachen, da überall Bewuchs die Sichtachse nach oben versperrte. Wegen dem benachbarten Hotel kam in direkter Trassenlauf nach oben eher nicht in Betracht. Ich fand unterdessen heraus, dass es oben auf dem Berg eine bewirtschaftete Hütte gibt, zu der man mit dem Auto hinauffahren darf.
Mögliche Talstation des zweiten Lifts? Ich war skeptisch und fand später zuhause eine Luftaufnahme, die dies auch widerlegte.
Hier bei den Kühen muss links der Bildmitte der Lift losgegangen sein und oben auf der Geländekuppe am Waldrand geendet haben.
Oben angekommen – die Anfahrt war staubig, aber harmlos. Hier startete einst die Skifabfahrt.
Hier kam der Lift herauf...
Hier neben der Wildwiesenhütte muss die Bergstation gewesen sein – ich konnte keine Überbleibsel ausmachen.
Etwas weiter unterhalb...
Weiter unten doch noch Fundamente entdeckt...
Es war – wie schon auf den alten Luftaufnahmen ersichtlich – ein Lift mit Gittermaststützen.
Zoom talwärts...
Weiterfahrt in den Ort Miesenbach – erst fand ich die Stelle nicht und musste ewig weiter gurken, ehe man wenden konnte. Natürlich kam sofort wieder einer angerast. Ich fuhr zurück und fand eine Stelle, das Auto zurückzulassen. Hier hat bis vor kurzen noch ein Stemaglift gestanden.
https://lh3.googleusercontent.com/gps-c ... 1360-h1020
https://www.bergfex.at/miesenbach-wiesenhofer/
Blick in jene Richtung, wo die Umlenkung gestanden haben muss. Ich fühlte mich wie immer beobachtet, aber nichts tat sich.
Da kam der Lift herauf. Den Bildern nach ein uralter Portalmastenschlepper mit Kurzbügeln und Liftomat.
Oben in der Bildmitte befanden sich die Wildwiesenlifte...
Deren Verläufe ich in rot nachzuzeichnen versucht habe...
Zur Talstation ging ich auch noch. Ich parkte am Waldrand gegenüber eines einzelnen Hauses auf der anderen Straßenseite. Dort befanden sich einige Kälber auf der angrenzenden Wiese, die sofort in lautes Gemuhe einstimmten, als sie mich unterhalb der Talstation umherschleichen sahen.
Das Liftlerhäusl wirkt noch so, als hätte es hier bis vor Kurzen Betrieb gegeben.
Innen hing irgendein Portrait aus – vermutlich der örtliche Joglland-Diktator
Hier stand wohl der Antrieb. Im Hintergrund die muhenden Kälber. Man hat auch nirgends seine Ruhe. Wenigstens erschien sonst niemand und ich konnte unbehelligt zum Rückzug übergehen.
Schließlich der Haupttreffer an jenem Tag – ein ganzes Stück weiter südlich. Der Skilift Ebisberg – erreichbar über eine lange, einbahnige Strecke durch den steirischen Dschungel
Was für ein Lift! Aber ob der noch läuft?
Hier im Outback war ich völlig ungestört – kein Anwohnerbauernhof neben der Talstation. Da freute sich die neue Knipse...
Kennt jemand den Hersteller?
Der Lift geht sogleich ultrasteil hinauf... aber ich war hochmotiviert, die Trasse zu erkunden.
Am Hügel gegenüber waren Gehöfte zu erkennen... wer baut einen Lift hier ins totale Outback? Im Hochwinter sicherlich kein Vergnügen, dorthin zu gelangen. Aber wenn man dann dort ist, sicher ein schönes Naturschneevergnügen einst...
Schwitzend ging es hinauf...
Weiter hinten kam dann doch ein Bauernhof ins Blickfeld.
Der Lift hat keine Flachstellen
Oben war es dann nicht mehr so steil und ein richtiges Gebäude sollte an der Bergstation aufwarten. Normalerweise ist es bei solchen Liften ja meist umgekehrt.
Niemand war dort oben anzutreffen.
Obwohl auch hier schon wieder das nächste Haus auftauchte. Das ist wahrscheinlich die Skihütte des Vereins. Liegt sehr eingewachsen da – aber man hätte total seine Ruhe dort.
Ich näherte mich der Bergstation
Der Antrieb...
Sicherlich nur im Sommer als Rastplatz nutzbar.
Hocherfreut über den sehr interessanten Lift stapfte ich wieder ins Tal und kämpfte mich auf der schmalen Straße zurück in die Zivilisation. Eine weitere LSAP-Besichtigung ging sich nicht mehr aus, da leider die Straße über den Bergsattel dorthin gesperrt war. Aber dann konnte ich entspannt zum Alpl zurückfahren und würde noch rechtzeitig bei warmer Küche in meiner Unterkunft sein.
Spontan bog ich in Birkfeld noch zum Esser Kreuz ab – hierzu musste ich ein wie überall scheußliches Neubauviertel mit schwarzen Dächern und den sich immer gleichenden Häusern passieren.
Rechts auf der Wiese stand früher die Umlenkung eines kurzen Übungslifts, der vom Ortsrand weiter unten über die Wiese heraufkam.
https://maps.app.goo.gl/J5pg62qbGy1XQA7b7
Lt. dem alten Luftbild müsste der Schlepper hier gestanden haben. Da wurde offenbar alles entfernt.
Ich fuhr zum Alplpass zurück und genoss mein Schnitzel diesmal auf der noch im Sonnenschein befindlichen Terrasse.
Oben angekommen
Im Hintergrund ggf. die Aflenzer Bürgeralm? Leider hatte ich den Adapter fürs Teleobjektiv für meine neue Kamera noch nicht bestellt.
Danach ging es über unzählige Kurven und viele Ortsdurchfahrten sowie die Passstraße am Alpl zurück ins Joglland. Am Berg Wildwiesen bei Miesenbach hatte es lt. Wanderkarte und alten Luftaufnahmen zwei Lifte gegeben, deren Verläufe ich gelb eingezeichnet habe.
Einer führte bis zum Gipfel hinauf und hat noch eine Schneise hinterlassen.
Ich fand einen Parkplatz vor einem Hotel vor, wo viele Menschen herumliefen und man somit ungestört mit der Kamera um den Hals auf die Pirsch gegen konnte - auf dem Weg bleibend und die Wiese meidend.
Links, wo beim Zaun eine Mulde bzw. eine Art Hohlweg ersichtlich ist, führte der lange Lift auf den Berg Wildwiesen hinauf. Lt. alten Luftaufnahmen hat dort auch die Talstation gestanden – leider wurde alles entfernt.
Hier muss der Lift in der Bildmitte direkt nach oben geführt haben. Ob oben links der Mitte die Waldschneise zu sehen ist, konnte ich nicht eindeutig ausmachen, da überall Bewuchs die Sichtachse nach oben versperrte. Wegen dem benachbarten Hotel kam in direkter Trassenlauf nach oben eher nicht in Betracht. Ich fand unterdessen heraus, dass es oben auf dem Berg eine bewirtschaftete Hütte gibt, zu der man mit dem Auto hinauffahren darf.
Mögliche Talstation des zweiten Lifts? Ich war skeptisch und fand später zuhause eine Luftaufnahme, die dies auch widerlegte.
Hier bei den Kühen muss links der Bildmitte der Lift losgegangen sein und oben auf der Geländekuppe am Waldrand geendet haben.
Oben angekommen – die Anfahrt war staubig, aber harmlos. Hier startete einst die Skifabfahrt.
Hier kam der Lift herauf...
Hier neben der Wildwiesenhütte muss die Bergstation gewesen sein – ich konnte keine Überbleibsel ausmachen.
Etwas weiter unterhalb...
Weiter unten doch noch Fundamente entdeckt...
Es war – wie schon auf den alten Luftaufnahmen ersichtlich – ein Lift mit Gittermaststützen.
Zoom talwärts...
Weiterfahrt in den Ort Miesenbach – erst fand ich die Stelle nicht und musste ewig weiter gurken, ehe man wenden konnte. Natürlich kam sofort wieder einer angerast. Ich fuhr zurück und fand eine Stelle, das Auto zurückzulassen. Hier hat bis vor kurzen noch ein Stemaglift gestanden.
https://lh3.googleusercontent.com/gps-c ... 1360-h1020
https://www.bergfex.at/miesenbach-wiesenhofer/
Blick in jene Richtung, wo die Umlenkung gestanden haben muss. Ich fühlte mich wie immer beobachtet, aber nichts tat sich.
Da kam der Lift herauf. Den Bildern nach ein uralter Portalmastenschlepper mit Kurzbügeln und Liftomat.
Oben in der Bildmitte befanden sich die Wildwiesenlifte...
Deren Verläufe ich in rot nachzuzeichnen versucht habe...
Zur Talstation ging ich auch noch. Ich parkte am Waldrand gegenüber eines einzelnen Hauses auf der anderen Straßenseite. Dort befanden sich einige Kälber auf der angrenzenden Wiese, die sofort in lautes Gemuhe einstimmten, als sie mich unterhalb der Talstation umherschleichen sahen.
Das Liftlerhäusl wirkt noch so, als hätte es hier bis vor Kurzen Betrieb gegeben.
Innen hing irgendein Portrait aus – vermutlich der örtliche Joglland-Diktator
Hier stand wohl der Antrieb. Im Hintergrund die muhenden Kälber. Man hat auch nirgends seine Ruhe. Wenigstens erschien sonst niemand und ich konnte unbehelligt zum Rückzug übergehen.
Schließlich der Haupttreffer an jenem Tag – ein ganzes Stück weiter südlich. Der Skilift Ebisberg – erreichbar über eine lange, einbahnige Strecke durch den steirischen Dschungel
Hier im Outback war ich völlig ungestört – kein Anwohnerbauernhof neben der Talstation. Da freute sich die neue Knipse...
Kennt jemand den Hersteller?
Der Lift geht sogleich ultrasteil hinauf... aber ich war hochmotiviert, die Trasse zu erkunden.
Am Hügel gegenüber waren Gehöfte zu erkennen... wer baut einen Lift hier ins totale Outback? Im Hochwinter sicherlich kein Vergnügen, dorthin zu gelangen. Aber wenn man dann dort ist, sicher ein schönes Naturschneevergnügen einst...
Schwitzend ging es hinauf...
Weiter hinten kam dann doch ein Bauernhof ins Blickfeld.
Der Lift hat keine Flachstellen
Oben war es dann nicht mehr so steil und ein richtiges Gebäude sollte an der Bergstation aufwarten. Normalerweise ist es bei solchen Liften ja meist umgekehrt.
Niemand war dort oben anzutreffen.
Obwohl auch hier schon wieder das nächste Haus auftauchte. Das ist wahrscheinlich die Skihütte des Vereins. Liegt sehr eingewachsen da – aber man hätte total seine Ruhe dort.
Ich näherte mich der Bergstation
Der Antrieb...
Sicherlich nur im Sommer als Rastplatz nutzbar.
Hocherfreut über den sehr interessanten Lift stapfte ich wieder ins Tal und kämpfte mich auf der schmalen Straße zurück in die Zivilisation. Eine weitere LSAP-Besichtigung ging sich nicht mehr aus, da leider die Straße über den Bergsattel dorthin gesperrt war. Aber dann konnte ich entspannt zum Alpl zurückfahren und würde noch rechtzeitig bei warmer Küche in meiner Unterkunft sein.
Spontan bog ich in Birkfeld noch zum Esser Kreuz ab – hierzu musste ich ein wie überall scheußliches Neubauviertel mit schwarzen Dächern und den sich immer gleichenden Häusern passieren.
Rechts auf der Wiese stand früher die Umlenkung eines kurzen Übungslifts, der vom Ortsrand weiter unten über die Wiese heraufkam.
https://maps.app.goo.gl/J5pg62qbGy1XQA7b7
Lt. dem alten Luftbild müsste der Schlepper hier gestanden haben. Da wurde offenbar alles entfernt.
Ich fuhr zum Alplpass zurück und genoss mein Schnitzel diesmal auf der noch im Sonnenschein befindlichen Terrasse.
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