Neuer Anlauf für neuen Arbeserlift
Des einen Leid, des anderen Freud: Skifahrer schwärmen von den leeren Pisten am Arbeser, die Betreiber beklagen leere Kassen.
Von PETER HÖRHAGER
SCHWAZ. Eine Bergfahrt auf den veralteten Sesseln des Kellerjochliftes ist ein frostiges Unterfangen.
Auf den unteren zwei Sektionen werden die Sportler nämlich auf uralten Einersesseln Richtung Grafenast befördert.
Zum mangelnden Komfort kommt ein wirtschaftliches Problem: Die alten Anlagen sind äußerst personalintensiv. "Für den Vollbetrieb der Anlagen brauchen wir 23 Personen", rechnete Werner Kostenzer vor, der gemeinsam mit Klaus Wetscher Besitzer des Liftes ist.
Er machte schon im Vorjahr auf die wirtschaftliche Misere aufmerksam: "In den letzten Jahren mussten wir beträchtliche Abgänge verkraften."
Großprojekt
Vor allem der Tourismusverband Schwaz-Pill machte sich für eine Erneuerung des Liftes stark.
Er gab vor zwei Jahren eine Projektstudie in Auftrag, in welcher auch eine Verbindung mit dem Zillertal geprüft wurde.
Der Haken daran: 44 Mio. Euro wären inklusive Verbindung nach Hochfügen für den "Kellerjochlift neu" erforderlich gewesen.
An diesen hohen Kosten und am Widerstand der Grundbesitzer im Ortsteil Ried, wo die Talstation positioniert werden sollte, scheiterte schließlich dieses Megaprojekt.
Da parallel die RZK eine Studie für ein Liftprojekt von Weer Richtung Hochfügen erstellen ließ, klingelten in Schwaz die Alarmglocken.
Das Weerer Projekt ist mit 30 Mio. Euro veranschlagt. Bei diesem Vorhaben würde man in Achtergondeln auf den Nonsberg schweben. Zwei Sessellifte würden die Skifläche im Gebiet Nonsalm erschließen und die Verbindung nach Hochfügen herstellen.
Rückhalt der Region
"Das Schwazer Skigebiet muss erhalten bleiben", stellte Bürgermeister Hans Lintner nun klar, "da die wirtschaftliche Betriebsführung des derzeitigen Liftes auf Dauer nicht möglich ist, braucht es eine bedarfsgerechte Änderung."
Die neuen Liftpläne sehen eine Gondelbahn vom Tal bis zum Arbeserkopf aus, in Grafenast wäre eine Mittelstation vorgesehen.
Die Kosten bezifferte Lintner mit etwa 18 Mio. Euro. Gemeinsam mit Stadtrat Erich Brandl wird er noch im Jänner Landeshauptmann Herwig van Staa die Schwazer Liftpläne schmackhaft machen, da eine Realisierung ohne Segen und Geld des Landes kaum möglich sei.
Zumindest eine Hürde wurde angeblich bereits genommen: Der Großteil der Unterlieger hat signalisiert, dass es keinen Widerstand gegen das Gondelprojekt geben werde.
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