Seillage-Überwachung bei Modellseilbahn

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Seillage-Überwachung bei Modellseilbahn

Beitrag von Gast » 05.03.2004 - 00:08

Hallo zusammen!

Ich bräuchte bitte mal 'ne Auskunft, wie bei einer Seilbahn eine Seillageüberwachung funktioniert und wie man das bei einer Modellseilbahn (Baumaßstab 1:7,5) am besten umsetzen könnte.

Es ist nämlich so: Ich habe in jungen Jahren im Garten meiner Eltern eine Von Roll-VR101 im Modell nachgebaut, die auch heute, nach 19 Jahren, noch besteht. Nun hat unser Nachbar allerdings seine Tannen gefällt, so daß die Kabinen der steifen norddeutschen Brise ausgesetzt sind. Da die Bahn teilweise bis zu 2,50 m über dem Erdboden fährt, läßt der Wind die leichten Zweier-Kabinen natürlich ganz schön auspendeln und meine Angst vor einer Entgleisung und einem nicht abschaltenden Antrieb, umgerissene Stützen, verbogene Balanciers, usw. ist enorm. 30 Meter Strecke mit 5 Stützen können ganz schön unübersichtlich sein....

Kann mir jemand 'nen Tip geben?

Grüße von Seilbahn Achim

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Beitrag von GMD » 05.03.2004 - 00:13

Hast Du Fotos von der Bahn?
Hibernating

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Beitrag von Gast » 05.03.2004 - 00:25

Ja, die hab' ich schon. Das Problem ist nur, ich hab' leider keine Ahnung, wie man sie hier rein bekommt.

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Beitrag von Ram-Brand » 05.03.2004 - 10:06

Du läds die Fotos auf einen Webspace hoch und verlinkst diese mit:

[img]http://www.meineadresse.com/bildername.jpg[/img]


Falls Du keinen Webspace hast und es nicht allzuviele bilder sind. Kannst Du diese mir schicken! webmaster@seilbahntechnik.net
Bild Bild
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Beitrag von Gast » 05.03.2004 - 10:58

klingt ja sehr interessant!!!!

bin schon auf die fotos gespannt!!! :)

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Beitrag von Petz » 05.03.2004 - 14:19

@Gast,

Ich gehe mal aufgrund Deiner Beschreibung davon aus, daß Du eine Pendelbahn stehen hast.
Ich würde beim Tragseil auf der Außenseite des Seilauflagebockes ein kleines U - Profil (rot) abringen, welches mit isolierter Kabeldurchführung (grün) versehen ist. Durch diese führst Du ein dünne Litze, wobei Tragseilmelder und Zugseilmelder hintereinander und alle Stützenmelder hintereinander (in Serie) geschaltet werden. Diese Sicherungseinrichtung muß bei den Zugseillaufrollen natürlich irgendwo zwischen den Rollen befestigt werden, am Tragseilbock einfach seitlich neben der Bocklagerung.
Wenn nun die Seile irgendwo auspringen fallen sie in das Profil und durchtrennen den Litzendraht. Über den Litzendraht steuerst Du ein Relais an, welches solange die Stromzufuhr zum Antrieb aufrecht erhält als alle Drähte unbeschädigt sind; wenn Litze gebrochen ist schaltet die Bahn während des Betriebes ab oder lässt sich erst gar nicht anfahren.

Bild

Zum Antriebsschutz verwende ich Treibscheibenbefestigung mit Zentralschraube und betreibe die Treibscheibe im Uhrzeigersinn, sollte das Seil blockieren öffnet sich die Befestigungsschraube und die Scheibe wird so entkoppelt.

Grüße von Markus
Zuletzt geändert von Petz am 05.03.2004 - 14:22, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße von Markus

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Beitrag von Tinel » 05.03.2004 - 14:21

@Petz: Eine VR 101 ist eine von Rollsche Kuppelbahn, die von den Vierzigern bis in die Sechziger verbaut wurde!

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Beitrag von Michael Meier » 05.03.2004 - 14:25

wie währs mit einer Erdschlussüberwachung?? Gummigefütterte Plastikrollen und ein Stalseil sobalt dieses aus der Rolle fählt und an etwas ankommt dass an masse hängt (Seilfäger, Stützen usw. Stellt die Bahn ab.

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Beitrag von Petz » 05.03.2004 - 14:25

@Tinel
Soweit bin ich über schweizer Liftdetails leider nicht auf dem Laufenden - dann braucht unser Freund diese Vorrichtung nur bei den Rollenbatterien in Rollenzwischenraum reinzupfriemeln.

Grüße von Markus
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Beitrag von Tinel » 05.03.2004 - 14:27

Unser Gast meint glaub ich die Kabinenbahnsorte, die da:

Bild

Bild: www.Seilbahn.tk


Bild

Bild

Bild

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Bilder: www.Seilbahn-Nostalgie.ch

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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand » 05.03.2004 - 16:23

Man könnte auch einfach bei den rigtigen Seilbahnen gucken.

1. Induktive Sensoren kaufen um die Seillage zu überwachen.
- Vorteil: Fällt das Seil auch über die Fangschuhe wird die Anlage
gestoppt.
- Nachteil: Die Sensoren kosten Geld. Nur für Metallseile.

2. Schaltrollenwippe: Du baust eine Wippe mit zwei Rollen. Eine davon
ist schwerer als die andere. Diese Wippe betätigt dann einen Kontakt
der den Stromkreis unterbricht.
- Vorteil: Konstengünstiger als Sensor (warscheinlich)
- Nachteil: etwas aufwändiger zu bauen im Modell.

3. Seilfangschuhe mit Bruchstabschalter. Wenn das Seil abwandert von der
Rolle wird es im Seilfangschuh aufgefangen. Der Bruchstab (Mircoschalter)
schaltet die Anlage ab.
- Vorteil: Sollte einfach zu bauen sein. Günstig.
- Nachteil: Sollte das Seil über die Fangschuhe fallen wird NICHT
abgeschaltet.
Außerdem wird erst verzögert abgeschaltet. (Es gönnte etwas leicht
beschädigt werden. z.B. Gondel)
Bild Bild
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Beitrag von Gast » 06.03.2004 - 21:53

Hallo, ihr Lieben!

Das find' ich ja stark. Soviel Resonanz auf meine Frage. Donnerwetter!!!
Vielen, vielen Dank!
Ich werde mich mal dran versuchen, den ein oder anderen Tip umzusetzen. Falls es nicht klappt, reiße ich die VR 101 ab und baue um auf Funitel. Die sind ja bekanntermaßen äußert Windstabil (Haha...) Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Ferner will ich Euch allen die Bahn NICHT vorenthalten. Einer von Euch war so nett und hat das Angebot gemacht, ihm die Bilder zu schicken. Ich denke, das bekomme ich hin.

Ich wünsche Euch jetzt schon viel vergnügen mit den Bildern.

Viele Grüße aus dem hohen Norden

Seilbahn Achim

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Beitrag von Michael Meier » 06.03.2004 - 22:14

Ist das Seil aus Stahl?? Dan ersetz die Rollen durch Gummirollen und in der Station eine mit einem Schleifring und einem Kontakt. Hier kommt der A1 Eingang eines Relais ran. Den A2 Ausgang geht auf die Spannungsquelle und von der Spannungsquelle an den Seilfänger oder nur an die Stützen wenn diese aus Metall sind. Fällt das Seil von der Rolle und kommt mit der Metallenen Stütze oder dem Metallenen Seilfänger der weiderum mit der Stütze im Kontakt ist wird das Relais geschaltet Motor stellt am. Ab besten baust du in das Relais noch eine Selbsthaltung mit Resettaste ein. Fertig. :P

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Beitrag von Gast » 06.03.2004 - 22:40

Ja, das Seil ist aus Stahl. Die Rollen allerdings auch. Die habe ich erst im vorigen Jahr für 250,-- Euro durch die alten ersetzt. Also kämen neue erstmal nicht in Frage. Trotzdem vielen Dank für Deinen Tip.

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Beitrag von Michael Meier » 07.03.2004 - 08:05

Vielleicht eine Gummieinlage in die Rollen montieren. Dann sind sie erst noch Laufruhiger und halten Länger.

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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand » 07.03.2004 - 11:18

Hier sind die beiden Bilder:

Bild

Bild


Die Anlage sieht geil aus.
Viel zu schade zum Abreissen!!!
Bild Bild
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Beitrag von Ram-Brand » 07.03.2004 - 11:25

Anmerkung:
Das ist die alte Wurmbergseilbahn. 8)


Frage: Sind die Rollen den beweglich oder starr?

P.S.: Du könntest noch Gewichte in die Gondeln packen. Dann schaukeln diese nicht so.
Bild Bild
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Beitrag von Petz » 07.03.2004 - 11:42

@Gast Achim,
willkommen im Modelliftbauerclub - Riesenkompliment für Deine Bahn, da muß man mindestens dreimal hinsehen um (vielleicht) zu erkennen, daß das ein Modell ist. Die Stützen sind sowieso ein Hammer !!!
Würd mich freuen, wenn Du noch mehr Bilder hättest - ich stell die zwei mal auch auf meine Homepage neben Christian Börners Bahn zur Präsentation.

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Beitrag von Petz » 07.03.2004 - 20:50

Achim, ich habe Deine Bahn auf meine Page (siehe ganz unten) reingestellt, wenn Du noch weitere Bilder hast würde ich die auch noch auf meine Hompage dazutun oder auch hier posten wenn Du mir sie mailst denn sowas gehört bekanntgemacht.

aon.cftmri@aon.at

Genauso wäre ich an technischen Daten (Länge - Antriebsleistung - Fahrgeschwindigkeit etc. natürlich sehr interessiert.
Abgesehen davon wäre es schön wenn Du Dich als User registrieren würdest denn solche Spezialisten wie Dich brauchen wir hier zum Meinungsaustausch :!:

Grüße von Markus
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Beitrag von kaldini » 07.03.2004 - 21:48

Nochmals zum Thema Seillageüberwachung:
An mehreren alten Bahnen hab ich so was gesehen:
Bild
Wenn das Seil aus der Führung springt, fällt die Rolle runter und es gibt einen Kontakt und die Bahn steht.

Gast

Beitrag von Gast » 07.03.2004 - 23:58

Hallo zusammen!

Freut mich, daß Euch meine Bahn gefällt. Aber das mit dem Abreißen war ein Scherz!!!!
Ihr habt ja 'ne Menge Fragen. Ich will mal versuchen sie alle zu beantworten. Sollte ich irgendeine Frage übersehen und nicht beantwortet haben, bitte melden!

Aber zu allererst will ich ein Mißverständnis aus der Welt räumen: Mein Name ist NICHT Achim. Achim heißt die Stadt, in der ich wohne und in der die Seilbahn steht (läuft). Ich selber heiße Tino.

Zu den Fragen:

Ich denke, ich fange am besten mit den technischen Daten an:

System: Einseilumlaufbahn mit lösbaren Klemmen und Zwei-Personen-Kabinen im Baumaßstab 1 : 7,5

Bahnlänge: 31,5 m

HU: ca. 5 m

Anzahl Kabinen: 24, davon je 12 offene und 12 geschlossene

Seildurchmesser: 3 mm Drahtseil

Stützenzahl: 5

Antrieb: Getriebemotor mit 0,9 kW, 380 V Anschlußspannung
Antrieb platziert in der Talstation

Fahrgeschwindigkeit: ca. 0,3 m/sek.

Inbetriebnahme: 16. Februar 1985

Wie schon von Euch richtig erkannt, war die alte Wurmbergseilbahn das Vorbild. Die Bahn war einfach genial und bei mir war zwei Monate Trauerstimmung, als ich erfahren habe, daß sie es tatsächlich vorhatten, die Bahn zu modernisieren (ich bin, ehrlich gesagt, bis heute noch nicht darüber weg!). Zum Glück konnte ich mir damals 5 Kabinen ergattern, darunter auch noch eine alte Gangloff der 1. Generation, die sie bis dato als Entsorgungs- und Transportkabine genutzt haben. Diese 5 Schätze stehen jetzt in einem eigens dafür gebauten Gartenhäuschen.

Wie die Wurmbergseilbahn fing auch ich damals mit Gangloff-Kabinen an, die ich in 1995 durch die CWA-Zweier ersetzt habe. Natürlich habe ich, wie beim "alten" Vorbild, noch eine Gangloff als Entsorgungskabine.

Zum Kuppeln der Kabinen ist zu sagen, daß es NICHT vollautomatisch abläuft. Genauer gesagt, ist die Bahn nur manuell zu kuppeln, d. h. sie werden morgens per Hand an das Seil gehängt und mit der Zange richtig festgeklemmt, damit sie nicht rutschen. Abends werden sie vom Seil abgezogen und in der Talstation garagiert.
Natürlich wäre es die Krönung, wenn es wie im Original automatisch funktioniert, aber ich denke mal, dazu muß man eine Uhrmacher-Lehre absolviert haben, um die Klemmkupplungen so hinzubekommen.

Die Balanciers der Stützen sind voll beweglich und in der gesamten Bahn sind 68 Seilrollen verbaut (falls sich jemand fragen sollte, wie die 250,-- Euro zustandegekommen sind!).

Tja, wie sich jeder von Euch denken kann, ist das schon ein Hobby, das eine Menge Freizeit in Anspruch nimmt, will man die Bahn auch auf Vordermann halten. Denn mit dem An- und Abschalten allein ist es nicht getan. Aber wem sag' ich das?!?

Ich hoffe, ich habe alle Fragen beantwortet und niemanden vergessen. Falls noch Fragen offen sein sollten, so fragt bitte.

Grüße aus dem Norden
Tino

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Beitrag von Christian » 08.03.2004 - 04:44

Hallo Tino, eine total geniale Bahn! Absolute Hochachtung :zustimm:
Hier noch ne Idee zu Deiner Frage.Eigendlich so wie die Idee von Michael nur noch n bißchen anders.Du gibst eine Steuerspannung auf das Seil, falls Deine Antriebsscheibe aus Metall ist kannst Du den Steuerdraht zb. an den Antrieb anklemmen.Alle Rollenbatterien müssen isoliert zur Stütze gelagert sein.Jede Rollenbatterie bekommt Ihren Steuerdraht und ein Relais.Alle Relais werden zb. in der Antriebsstation montiert.
Im Normalfall fließt der Steuerstrom über die Antriebsscheibe, über das Seil, über die Rollen, die Rollenbatterien und den Steuerdraht an das jeweilige Relais und schaltet dieses ein.Insgesamt 10 Relais werden so über das Seil mit Strom versorgt.Im normalfall sind so alle Relais eingeschaltet.Die Relaiskontakte sind in Reihe geschaltet und schalten das Motorrelais.
Entgleist das Seil, wird der Stromkreis an der jeweiligen Rollenbatterie unterbrochen, das Relais fällt ab und unterbricht den Stromkreis für das Motorrelais.Da heute faßt alle Relais als Umschalter gebaut sind könnte man an den Schließer des Relais sogar noch eine LED hängen die dann die fehlerhafte Rollenbatterie anzeigt.Im Schaltplan ist nur mal eine Stütze mit Relais gezeichnet, kann man aber beliebig erweitern.
Nachteil ist nur das dass Seil komplett von der Rollenbatterie entgleisen muss um den Stromkreis zu unterbrechen.
Vorteil:Nur wenn alles Stromkreise Fehlerfrei sind (also auch ohne Drahtbrüche)kann die Bahn angefahren werden.
Das ist nur mal so ne Idee, schreibt wenn ich irgendein Denkfehler eingebaut habe.... :roll: :P Gruß
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philippe ch
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Beitrag von philippe ch » 08.03.2004 - 09:26

kopliment tino, die bahn ist wirklich genial. du musst ja ein riesen anwesen haben um so eine bahn zu bauen. echt sensationell.

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Beitrag von Ram-Brand » 08.03.2004 - 10:52

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^^ Bau es doch einfach so.

Du mußt dazu nur eine Rolle schwerer machen (mit Metallplätchen, etc.)
Bei der anderen mußt Du einen Stab oder ähnliches montieren.

Wenn Du es hinbekommst kannst Du dir ja einen Bruchstab basteln.

Die ganzen Bruchstabschalter hängst Du dann in Reihe an ein Relais was dann den Motor abschaltet.
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Beitrag von Tinel » 08.03.2004 - 12:32

Ja Tino. Kompliment zu deiner Bahn!

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