Ist zwar etwas off-topic, aber viele Seilbahner sind ja auch Eisenbahnfans.
Unsere Bahnlinie im Odenwald hat 2 Besonderheiten, die ich nahcfolgend mal fotografiert habe:
Eine Telefon-Freileitung, die 2005 abgebaut und durch Kabel sowie moderne Leittechnik ersetzt wird.
Weiterhin ein sehr schönes Viadukt (Himbächl-Viadukt)
Eine erwähnenswerte Besonderheit ist das Stellwerk in Hetzbach nahe Beerfelden, das leider inzwischen außer Betrieb ist.
Natürlich ist ein mechanisches Stellwerk der Einheitsbauart eigentlich nichts besonderes, aber eine spezielle Funktion dieses Stellwerkes, die sogenannte "DUF".
Diese Einrichtung erlaubt es, einen Bahnhof wie ein Stück normale Strecke zu betreiben. Dazu werden alle Signale im Hauptgleis in die Fahrtstellung gebracht, und das Stellwerk abgeschlossen. Normalerweise ist es bekanntlich ja unmöglich, Signale in der einen Richtung und in der Gegenrichtung auf einer eingleisigen Strecke gleichzeitig auf Fahrt zu stellen. Somit kann Zugverkehr stattfinden, ohne daß der Bahnhof besetzt ist.
Übrigens, letzten Sommer war das Stellwerk noch im Gebäude, und die Hebel liegen noch in dieser Durchfahrtsstellung. Natürlich sind Weichen und Signale bereits abgebaut.
DUF steht für Durchfahrbetrieb. Normalerweise bilden auf Nebenlinie die Strecke von einem Bahnhof zum anderen einen sogenannten Blockabschnitt. Die Sicherungstechnik sorgt nun dafür, dass wenn ein solcher Abschnitt durch einen Zug belegt ist, keine Signale, die diesen Abschnitt sichern, auf Fahrt gestellt werden können. Erst wenn der Zug den Abschnitt verlassen hat, werden die Signale wieder frei gegeben. Auf diese Art wird sicher gestellt, dass sich zwei Züge nicht zu nahe kommen.
Beim Durchfahrbetrieb werden die Weichen so gestellt, dass die Züge ohne Ablenkung durchfahren können. Die Signale auf diesem Bahnhof werden auf Fahrt gestellt und die Strecken bzw. Blockabschitte von und nach den beiden Nachbarstationen und das Durchfahrgleis auf dem Bahnhof zu einem Blockabschnitt verknüpft. Der Bahnhof wird also sicherungstechnisch vorübergehend zu einem Teil der Strecke. Vorteil: Das Stellwerk muss nicht besetzt sein. Nachteil: Durch die Verlängerung des Blockabschnittes und der fehlenden Kreuzungsmöglichkeit bei einspurigen Strecken sinkt die Kapazität.
Die fortschreitende Technik im Stellwerkbau liess ab den 60er Jahren die komplette Fernsteuerung von Stellwerken von einem anderen Ort aus zu. Damit kann man Personal einsparen ohne sich die betrieblichen Nachteile des DUF einzuhandeln. Durchfahrbetrieb gehört also zu einer aussterbenden Spezies.
Genau sowas mag ich am liebsten- und dann noch n alter Schienenbus VT 796-798, bin mal mit dem VT 798 von Mühldorf nach Passau gfahrn, die Strecke sieht genau so aus mit den Telegrafendrähten und den Weichen...und die Fahrt dauerte 2.5 Stunden...aber die VT gibts ja nicht mehr im Planeinsatz- nur die Passauer haben noch ne Garnitur und die Augsburger fahrn manchmal auf der Staudenbahn... vielleicht weiß jemand wo noch welche im Einsatz sind ?- oder noch besser, vielleicht weiß jemand wo noch MAN Schienenbuse fahrn- die fehln noch in meiner Sammlung- und noch ne Frage an die ex. DDR ler, gibts noch 771-772 Garnituren ( Ferkeltaxen oder Schweinebäucherl ) ?
Bei uns fahren zurzeit 218er und die dämlichen VT628. Lange zeit war die Strecke von 212ern dominiert. Bis in die 80er fuhren auch noch 3-achsige Umbauwagen.
Die VT 628 fahrn im Umkreis von München auch, z. B. Wasserburg Grafing und im ganzen Mühldorfer und Kemptner Bereich- obwohl im Kemptner Ländle fahrn jetzt die 642 und die Alex Züge- Die S-Bahn A nach Altomünster sind auch 628 er- i mag s net so bsonders
A pro längstes Tunnel- is des net bei Cochem im Moselland- längstes Tunnel ausgenommen die ICE Neubaustrecken- die ham da glaub ich noch längere Tunnels- da hätt ich noch n Tip, von Nürnberg ins Pegnitztal mit nem 614-- Nahvekehrs VT mit ner lahmen Beschleunigung, oder mit nem Pendolino 612 und vorn hinterm Fahrer hinstelln, da gibts ne Stelle mit ner Ausicht durch 4 Tunnels- die Streckn is da kerzengerade- und da düst der Pendolino voll durch- is echt ne starke Landschaft
und für historische Fans hätt ich auch noch n Tip, von Forchheim nach Ebermannstadt und weiter nach Behringersmühle- da fahrn die alten ex. Wehrmachtsloks V 36 mit alten Triebwagen ( als Anhänger ) und Dampfloks verschiedener Baureihen- bin mir aber net so ganz sicher ob ´s noch so iss wie früher ( vielleicht ham ma ja nen Franken hier im Forum ? ) war da mal vor einigen Jahren da warn 2 Dampfzüge mit 4 verschiedenen Loks- und 2 Wagonarten-Dreiachser und Donnerbüchsen mit offenem Einstiegsbereich, als Zubringer 3 V 36 mit 4 Triebwagen aus den 30 ern und noch nen alten MAN Postbus mit Anhänger ausm Nürnberger Verkehrsmuseum-- apropo Nürnberg, die Oldtimer-Straßenbahnrundfahrten sind auch erlebenswert die ham da n Museumdepot mit mehreren Garnituren- aber net so groß wie in Wien- das is bisher das größte was ich je gesehn hab- mit alten Stadtbussen-- einfach gigantisch... und mindestens 30 alten Straßenbahnen die z. Tl noch fahrn...
Gibt es in der Schweiz auch DUF (Durchfahrtbetrieb)? Ist jedenfalls in Deutschland sehr sehr selten gewesen.
Das Stellwerk von Aschaffenburg-Nilkheim hatte genau das gleiche. Ebenfalls ein mechanisches Einheitsstellwerk. Ist inzwischen im Museum Darmstadt-Kranichstein. Dort ist es mit einer Modellbahn verbunden, um dem Besuchern die Funktionsweise des Stellwerks zu demonstrieren. Ich gehöhre zu einem der Vorführer.
Zu den Zügen auf der Odenwaldstrecke. Die 628 sind in Sachen Beschleunigung echte "Gurken", außerdem schleudert er viel zu schnell.
Die 3-achsigen Umbauwagen hatten alle eine einlösige Bremse. Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist, hier eine kurze Erklärung. Bei einlösigen Bremsen kann beim Einbremsen jederzeit die Bremskraft verstärkt werden, die Bremse kann aber nur komplett gelöst werden, d. h. eine Verringerung der Bremskraft ist nicht möglich. Um die wieder die volle Bremswirkung zu haben, muß etwas gewartet werden, bis die Luftbehälter der Wagen wieder voll sind.
Echt? Du bist im Museum Kranichstein aktiv @Christoph? Vielleicht hast du mir das Stellwerk Nilkheim schon vorgeführt. Ich war da schon ein paar Mal Sonntags mit meiner Tochter. Fahrt ihr an Ostern wieder zum Bessunger Forsthaus? Dann bin ich dabei!
schifreak hat geschrieben:Die VT 628 fahrn im Umkreis von München auch, z. B. Wasserburg Grafing und im ganzen Mühldorfer und Kemptner Bereich- obwohl im Kemptner Ländle fahrn jetzt die 642 und die Alex Züge
Rund um Kempten fahren vor allem die 628er Prototypen mit dem Wellblech. Die schau ich mir im Bahnhof in Oberstdorf immer mit Interesse an. Wer weiß0 wie lange die noch fahren. Zwischen Hausach und Freudenstadt fahren die gleichen als einteilige 627er - auch cool.
die 628.0 mit Fenster zum öffnen fahrn teilweise auf der Außerfernbahn - die sind mir noch am liebsten- und beim 627 glaub ich kann ma auch vernünftig rausschaun - die kenn ich von der Augsburger Gegend...
Christoph Nikolai hat geschrieben:Eine erwähnenswerte Besonderheit ist das Stellwerk in Hetzbach nahe Beerfelden, das leider inzwischen außer Betrieb ist.
Übrigens, letzten Sommer war das Stellwerk noch im Gebäude, und die Hebel liegen noch in dieser Durchfahrtsstellung. Natürlich sind Weichen und Signale bereits abgebaut.
Soviel ich weiß hat ein Eisenbahn-Verrückter den Bahnhof gekauft und die Weichen reaktiviert, um z.B. Sonderzüge umsetzen zu können!?!
Nochwas: Ich fände es gut wenn man hier ein Eisenbahn-Topic einrichten würde; für alles von der Regelspur-Adhäsionsbahn im Mittelgebirge bis zur Schmalspur-Zahnradbahn im Hochgebirge. Hier im Forum gibt es einige Eisenbahn-Fans. Ich zähle mich auch dazu, hab aber keine lust und Zeit, mir noch ein spezielles Eisenbahn-Forum zu suchen.
Oliver Frank hat geschrieben:Die Strecke hat übrigen auch noch das längste Eisenbahntunnel Deutschlands (ca. 5 km).
Landrückentunnel 10'780m, Mündener Tunnel 10'514m beide auf der Neubaustrecke Hannover - Würzburg.
So ist auch mein Wissensstand - die Tunnel der Neubaustrecken für den ICE-Schnellverkehr sind derzeit die längsten in Deutschland. Davor war der längste Eisenbahntunnel Deutschlands ein Schmalspurtunnel - und zwar der Tunnel der Zugspitzbahn. Die Länge kann ich nachsehen - habe ich im Moment nicht parat.
Im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein bin ich nur bei der Stellwerksvorführung aktiv, sonst mache ich dort nichts. Die fragen bei mir jedes Dampflokfest an, ob ich wieder mitmache. Macht mir viel Spaß, drum bin ich dabei, wenn ich Zeit habe.
Was für Sonderfahrten stattfinden, steht im Internet unter: www.museumsbahn.de
Warum fahren die 828.0 auf der Außerfernbahn:
Diese haben 2 Motoren, dadurch können sie die steilen Streckenabschnitte vorallem bei Schnee besser bewältigen!
Hi, was i net versteh, ich bin da im Herbst gfahrn, von Garmisch bis Heiterwang mit nem Elektrotriebwagen 425 und ab Ehrwald zruck mit nem 628.0- in Ehrwald is Zugkreuzung, und da kam wieder der 425 nach Reutte- irgendwie komisch, wieso Dieseltriebwagen auf Elektrostrecken- vermutlich Fahrzeugmangel- das war im übrigen der Graffiti 628, drinnen hingen so komische Skelette ( hatten den wohl für nen Gruselfilm benötigt...)
So schaut also ein ```Künstlerzug ``aus, aber wieso der ausgrechnet auf der schönsten 628 er Streckn fahrt ? die alten Bergsteiger fürchtn sich ja da drinnen...