Kapazität

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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MartinWest
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Kapazität

Beitrag von MartinWest »

Wenn man zum Beispiel in einem Pistenplan oder unter lift-world.info nachschaut, wird ja immer die maximale Kapazität angegben.

Wenn ich aber zum Beispiel eine 8KSB anschaue, sitzen selten 8 Leute wirklich drin.

:lupe:

Was mich interessieren würde, wäre die, reale Kapazität. Bei ESBs und DSBs brauchen wir nicht reden, aber bei 4(K)SBs, 6(K)SBs oder 8KSBs? Ist es vielleicht sinnvoller eine 4KSB mit geringerem Sesselabstand, als eine 8KSB mit längerem Sesselabstand zu bauen, weil die Bahn einfach besser "befüllt" wird?

:gruebel:

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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Eine 4er Sesselbahn kann max 2880 haben.

Rechne selbst mal aus an einer anlage wo du die Sesselanzahl weiß wenn nur 1 person fehlt wieviel dann verloren geht.

Das Problem ist auch. vor dir fahren 4 im Sessel, und die hinter dir wollen auch zu 4 fahren. Schwups fährst Du ganz allein. 3 Plätze fehlen!

Wenn Du jetzt einen 6er hast könntest dich da noch mit reinmogeln.


Außerdem wenn der Sesselbastand größer ist gibts sind so eine hecktig beim einsteigen un der Lift muß vielleicht nicht so oft stoppen.


Aber solche diskusion hatten wir ja hier schon x mal. Mußt mal ein bißchen suchen. :)
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max
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Beitrag von max »

in ich-zähl-schon-gar-nicht-mehr-mit topics hatten wir das thema.
trotzdem lass ich es mir nicht nehmen die "einzelfahrer-überholspuren mit liftler, der konntrolliert ob sich eh keiner vordrängelt" zu erwähnen :P
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Theo
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Beitrag von Theo »

Gehen wir mal von einer Kapazität von 2400p/h aus.
Sesselabstand: CLD-4 = 6 sec
Sesselabstand: CLD-6 = 9 sec
Da würde ich mich wenn es der Platz erlaubt immer für den 6er entscheiden, 3 sec mehr zeit ist eine ganze Menge, vor allem für Gäste wo nur 1 Woche pro Jahr Skifahren.
Wir haben eine CLD-3 mit 2160 p/h = 5 sec Sesselabstand. Da fliegen einem die Sessel nur so um die Ohren, man muss als Liftwart auf 3 Punkte gleichzeitig sehen, Schranke, Aufstiegsplatz, Kuppelstelle und Sicherheitsbügel geschlossen.
Den Gästen geht es mit dieser kurzen Sesselfolgezeit viel zu schnell, und die Bahn steht dann auch dementsprechend oft.
Also: Grössere Sessel = mehr Zeit = weniger Stress = weiger Probleme = Bahn steht weniger oft = meht Kapazität.

@MartinWest und alle die kurze Sesselabstände lieben: Denkt doch auch mal an den Liftwart, er ist auch nur ein Mensch.
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Beitrag von max »

ich lieb nicht unbedingt kurze sesselabstände, aber 4CLDs und nehm dafür auch gerne kurze sesselabstände in kauf.
@theo: wie kommst du auf die 6 sec. bei 4CLDs bzw. 9 sek. bei 6CLDs ?nicht dass ich es dir nicht glauben würde aber mich würds interessieren. (kapier es von allein nicht :oops: )
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Theo
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Beitrag von Theo »

@max: 2400p/h : 6 = 400 sesse/h 3600 sec : 400 = 9
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Beitrag von max »

dann ist wohl die niedrigst zulässige sesselfolgezeit 5 sec.
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bergfex
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Beitrag von bergfex »

Gibt es nicht aus diesem Grund nicht die Single Spur zur besseren befüllung der Sessel??
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Beitrag von d-florian »

gibt´s aber soweit ich weiß offiziel nur in obertauern oder ist mir da was an mir vorbei gezogen un ich hab´s net gepeilt?! :lol:
..aber scheiß drauf.. Weltcup ist nur einmal im Jahr....

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MartinWest
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Beitrag von MartinWest »

Singlespur? Nein, gibts zum Beispiel auch

- Sudelfeld 4SB Kitzlahner
- Scheffau 4KSB Aualm (nicht immer in betrieb)
- Hopfgarten 3SB Hohe Salve II (sehr, sehr nützlich)
- Hopfgarten ESB Hohe Salve III
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Beitrag von kaldini »

In der Sierra Nevada gibts auch an einigen Bahnen eine Single Spur.
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Beitrag von Michael Meier »

in St. Moritz haben alle Singelspur! auch in Anzerre die 3KSB und in Adelboden die Aebi und Laveybahn.
Olli
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Beitrag von Olli »

Ohne lange zu überlegen fallen mir außer Obertauern noch.


4KSb Hauser Kaibling
4 KSB Zammermoos in St Anton am Arlberg
4 KSB Uga in Damüls

mit Single Spuren ein.
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Beitrag von miki »

@MartinWest:
Hopfgarten ESB Hohe Salve III
Wie die Singlespur bei einer ESB funktionoert solltest du mir bei Gelegenheit mal erklären ... :nixweiss:
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MartinWest
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Beitrag von MartinWest »

Letztere Bahn sollte natürlich ein Scherz sein

:totlach:
max
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Beitrag von max »

in obertauern haben übrigens auch nicht alle bahnen eine singlespur (z.b. achenrain, manchmal seekareck)
Hägar
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Beitrag von Hägar »

Noch was zu den Single - Spuren.

Wenn ein Liftbetreiber in einen Skiverbund mit anderen Gesellschaften die Einnahmen nach Frequenzen (Anzahl beförderte Personen) abrechnet, ist der Betreiber im Normalfall darauf aus, die Bahn auch wirklich zu füllen. Weil jede beförderte Person ergibt einen kleinen Betrag. Wenn bei einem 4er zB pro 4 Sessel 3 Personen fehlen würden, ergibt das eine verkleinerung der Einnahmen von ca. 15 - 20 %. Gilt natürlich nur bei Andrang. Sonst kann eine Bahn gar nicht gefüllt werden.

Wenn die Bahnen aber im ganzen Gebiet in keinem Tarifverbund sind, hat der Betreiber sein Geld so oder so. Anzahl Fahrten sind allenfalls was für die Statistik. So spielt es auch keine Rolle, ob die Bahn bei Andrang ganz voll ist.
Wenn die Bahn nicht voll läuft, wird die Kolonne an den Drehkreuzen aber logischerweise etwas länger. Und wenn dann die Wartezeite wegen einer nicht vollen Bahn zu lang werden, wandern die Leute in andere Gebiete ab. Desshalb stimmt die Aussage "es spiele für den Liftbetreiber keine Rolle ob die Bahn voll läuft" halt trotzdem nicht ganz zu. Die Beweggründe sind aber nicht genau die gleichen.

Im Tarifverbund gibt es nebst der Frequenzabrechnung noch eine sogenannte Zeitzonenabrechnung. Bei diesem Abrechnungssystem spielen die Anzahl der beförderten Leute auch nicht die Hauptrolle.

Ich kann euch sagen, das gerechte verteilen des Geldes aus einem Tarifverbund an die verschiedenen Gesellschaften ist was sehr schweres.

Bin nun etwas OT. Aber ist ein spannendes Thema.

max
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Beitrag von max »

Hägar hat geschrieben:Wenn ein Liftbetreiber in einen Skiverbund mit anderen Gesellschaften die Einnahmen nach Frequenzen (Anzahl beförderte Personen) abrechnet, ist der Betreiber im Normalfall darauf aus, die Bahn auch wirklich zu füllen.
dann wird in obertauern wohl nach frequenzen abgerechnet :wink: würde auch die häufigen single-spuren erklärt
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Jens
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Beitrag von Jens »

Die Abrechnung nach Frequenzen ist meiner Meinung nach die Beste, da dadurch die Gebiete einem gewissen Konkurenzdruck ausgesetzt sind, welcher leistungsfähige, moderne Bahnen nach sich zieht und keine zeitlichen Verzögerer in Form von Kapazitätsarmen fix geklemmten Bahnen fördert.
Tiefschnee muss gewalzt sein
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Beitrag von Hägar »

Jens hat geschrieben:Die Abrechnung nach Frequenzen ist meiner Meinung nach die Beste, da dadurch die Gebiete einem gewissen Konkurenzdruck ausgesetzt sind, welcher leistungsfähige, moderne Bahnen nach sich zieht und keine zeitlichen Verzögerer in Form von Kapazitätsarmen fix geklemmten Bahnen fördert.
Bin eigentlich auch deiner Meinung. Einen Hacken hat die ganze Sache aber schon.
Mittelgrosses Gebiet. 2 Finanzstarke Gesellschaften. Eine Gesellschaft, die so knapp über die Runden kommt. Die starken Gesellschaften ersetzten jedes Jahr einen SL oder DSB mit einem Kuppelbaren. Die Frequenzen steigen bei den beiden "starken" Gesellschaften um je 30 %. Der "Kleine kann mit seinem kleinen Liftchen seine Frequenzen auch ganz leicht steigern. Im Pott ist aber immer noch gleichviel Geld im Jahr zuvor. Ende Jahr, wenn der Pott verteilt wird, werden die beiden "grossen" mächtig zuschlagen, und der "kleine" hat einen Einbruch von 20 % (in Geld), trotz leicht gesteigerten Frequenzen. Und so kommt der "kleine" nie zu einer neuen Bahn.
Nun könnt Ihr sagen, dann soll der "kleine" halt schliessen. Der "kleine" ist aber vielleicht ein wichtiges Glied als Verbindung der 2 grossen. Und den Kunden ist es egal, ob die Bahnen einer, oder 10 Gesellschaften gehöhren. Die wollen einfach nur skifahren.
Und so muss der "kleine" jedes Jahr bei den "grossen" um einen Geldbetrag betteln, damit er überlebt. Natürlich können die Gesellschaften auch fusionieren.

Nochmals. Frequenzverrechnung bei etwa gleich starken Partnern ist was tolles, und belebt das ganze in Sachen Neuanlagen. Hingegen bei stark ungleichen Partnern ist die Gefahr gross, dass die "kleinen" von den "grossen" aufgefressen werden.
Wichtig sind dann auch topgepflegte Pisten. Dies zieht die Gäste an, bzw. lockt sie von einem Lift mit etwas schlechteren Pisten weg.

Bei der Zeitzonenverrechnung ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Hier spielen dann die Gastronomie und die Schneebars, die zum verweilen einladen sollten, eine nicht zu unterschätzende Rolle.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Ich kenne nicht die genauen Hintergründe einzelner Frequenzverrrechnungen, aber beim Abschluss eines solchen Abkommens sollte man einige Einflussfaktoren meiner Meinung nach mit Boni berücksichtigen, dazu gehören:

Lage des jeweiligen Teilgebietes: Mehr tiefer gelegene Pisten oder mehr Pisten in Höhenlagen (=unterschiedliche Beschneiungsaufwendungen; Lawinenabsicherung)
Art des Gebietes: Kleines Teilgebiet, was aber für eine Verbindung wichtig ist, ansonsten aber geringere Frequenzen hat.
Verhältnis Pistenfläche zu Liften (Präparierungskosten)
Verhältnis der Kartenverkäufe (mehr Kassenpersonal notwendig)
Art der jeweiligen Liftanlage (Bubble oder nicht, Schlepplift oder Sesselbahn)
.. und so weiter.

Sicher kann man unendlich viele Faktoren aufzählen, doch eine Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten ist auf jeden Fall erforderlich. Sicher ist die Bewertung der einzelnen Faktoren nicht einfach, aber ich denke diese Faktoren werden trotzdem in vielen Verbünden mit Frequenzabrechnung mit in die Abrechnung einbezogen.
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Beitrag von Hägar »

Jens hat geschrieben:Ich kenne nicht die genauen Hintergründe einzelner Frequenzverrrechnungen, aber beim Abschluss eines solchen Abkommens sollte man einige Einflussfaktoren meiner Meinung nach mit Boni berücksichtigen.............
Da hast du Recht, und das wird auch schon gemacht. Sind teilweise komplizierte Formeln.
Berücksichtig werden:
- Komfort (SL, Sesselbahn, Haube gibt Zuschlag)
- Höhenmeter
- schräge Länge
- Zubringerbahnen haben einen Zuschlag

Beschneiungen werden meist nicht berücksichtigt. Wer keine hat, verliert die Leute, wenn wenig Schnee. Das regelt die Einnahmen automatisch.
Wer keine hat, und braucht keine, (weil genug Naturschnee) macht wieder was gut. Risiko halt.
Der Skipassverkauf wird über Prozente der Verkaufssumme entschädigt.
Pistenflächen werden meist nicht berücksichtigt. Die Bahnen mit mehr Pistenflächen ziehen meist auch mehr Leute an. Mehr Leute = mehr Frequenzen = grössere Einnahmen. Regelt sich von selber.

Es kommt ganz auf die Zusammensetzung so eines Tarifverbundes an. Hat es viele kleinen, oder nur ein paar grosse. Liegen alle in den gleiche Höhenlagen usw.
Es kann grundsätzlich alles geregelt werden. Es müssen dann aber meist eine grosse Mehrheit der Gesellschaften einer neuen Regelung zustimmen. Und dies ist meist schwer. Es gibt bei allen Regeln "Gewinner und Verlierer".
In so einem Tarifverbund geben wie überall auf der Welt die grössten den Ton an. Die "kleinen" können mitmachen, oder es sein lassen.
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Beitrag von skikoenig »

Habe da aber mal eine Frage zu!
Es heisst ja immer, dass am Arlberg eine solche Frequenzverrechnung vorgenommen wird!
Warum haben aber dann die neuen Bahnen keine Einlassschranken mehr? Will heissen, z.B. die Kriegerhorn-, Steinmähder- und Hasensprungbahn haben keine Zugangsschranken, bzw. Zählgeräte mehr! Wie wi´rd dort abgerechnet???
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Beitrag von Hägar »

skikoenig hat geschrieben: ..... dass am Arlberg eine solche Frequenzverrechnung vorgenommen wird!
Warum haben aber dann die neuen Bahnen keine Einlassschranken mehr?
Würde mich auch Wunder nehmen.
Würde eigentlich eher auf Zeitzonenabrechnung deuten.
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Beitrag von Ram-Brand »

In Sölden z.B. gibt es ja auch mehrere Gesellschaften.
Aber Zutrittskontrollen gibt es nur an den Punkten wo man mit dem Auto, bzw. zu Fuß hinkommt.

Die müßen ja das Geld auch irgendwie verteilen?!
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