www.seilbahn.netAm 13.03.04, kurz vor Mittag bricht auf einem Waldabschnitt neben der Zwölferhorn Abfahrt in Hinterglemm ein vereister Baum ab. Ein rund sechs Meter langes Baumstück prallt auf die Piste. Bis zu 80 Zentimeter große Eis- und Schneeklumpen und gefrorene Äste lösen sich vom Baum und rasen den Steilhang hinunter. Rund hundert Meter unterhalb des Baumes wird eine deutsche Urlauberin von Brocken getroffen. Die Frau bleibt mit schweren Kopfverletzungen auf dem Hang liegen und erliegt kurz darauf ihren schweren Verletzungen. Die Vereisungen am Baum stammten von der Beschneiung durch eine Schneekanone.
Stellungnahme der Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H.
Zu dem Unfall vom 13.03.2004 geben die Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H. folgende Stellungnahme ab:
Wie jeden Tag wurde vor Eröffnung der Piste Zwölfer-Nord eine Besichtigung durchgeführt. Die Besichtigung erfolgte um 08.15 Uhr durch den Betriebsleiter, wobei ca. 50 m oberhalb der späteren Unfallstelle eine dort befindliche Schneekanone eingeschaltet wurde. Die Beschneiung der Skipiste diente an dieser Stelle der Sicherheit der Skifahrer – es handelt sich um eine schwarze Piste mit hohem Schwierigkeitsgrad. Vom Betriebsleiter wurde die Schneirichtung der Kanone eingestellt, sodann wurde von ihm genau beobachtet, in welche Richtung die Beschneiung erfolgte. Eine Beschneiung des später zum Unfall führenden Baumes erfolgte an diesem Tage nicht, die Schneirichtung war in eine andere Richtung eingestellt. Die auf dem Baum befindlichen Schneereste stammen von früheren Beschneiungen. Die oben genannte Schneekanone ist seit 1998 installiert, es hat bisher keine – wie immer gearteten – Unfälle gegeben. Während der Anlaufzeit der Schneekanone wurde vom Betriebsleiter auch der später gebrochene Baum begutachtet und durch Schütteln getestet, wobei sich keine Auffälligkeit ergab. Dazu ist festzuhalten, dass sich der abgebrochene Baum völlig außerhalb der Piste befindet, allfällige Schnee- oder Eisbrocken wären daher in den Graben abgerollt. Für den Betriebsleiter war in keiner Weise vorhersehbar, dass der Baum umstürzen oder brechen könnte, noch weniger, dass der Wipfel mit einem Teil auf den Pistenrand stürzt.
Die Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H. haben entsprechende Auskünfte an die Gendarmerie in Saalbach erteilt, weiters wurde von der Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H. ein Sachverständiger mit der Erforschung der Unfallursache beauftragt. Seitens der Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H. kann kein Verschulden des verantwortlichen Betriebsleiters erkannt werden.
Die Hinterglemmer Bergbahnen Ges.m.b.H. teilen ihre Betroffenheit zu diesem Unfall mit und geben auch auf diesem Wege ihre Anteilnahme an die Angehörigen der verunglückten Skifahrerin bekannt.
Hinterglemm - Stellungnahme zu tödlichem Eisbrocken Unfall
- Jens
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Hinterglemm - Stellungnahme zu tödlichem Eisbrocken Unfall
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^Ach die lieben Pädagogen - ja wo lebt der Typ denn? Waldsterben war das grosse Thema der 80er - wenn die damaligen Schwarzmalerei - Prognosen eintreffen würden hätten wir in ganz Mitteleuropa jetzt keinen einzigen Baum mehr. Momentan scheint aber das Thema mehr oder wenigen 'weg vom Tisch' zu sein - vielleicht haben einige doch einen Hauch vom schlechten Gewissen wegen der falschen Prognosen? Moment mal, nein, jetzt ist die Klimaerwärmung 'in' !
Wie ich dem Text entnehmen kann war der Baum abgebrochen, nicht entwurzelt? Schon erstaunlich was alles auf der Piste passieren kann
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Wie ich dem Text entnehmen kann war der Baum abgebrochen, nicht entwurzelt? Schon erstaunlich was alles auf der Piste passieren kann