Salzburger Touristiker bremsen Euphorie
Nicht so euphorisch wie Politiker und Tourismuswerber in Wien sehen Salzburger Fachleute die abgelaufene Wintersaison. Die Österreich Werbung (ÖW) hatte ja jüngst von einem Sensations-Ergebnis gesprochen.
Sportwelt-Manager zurückhaltend
Dieser Einschätzung wollen sich Salzburger Touristiker nicht anschließen. Die Osterwoche sei nicht besonders gut gelaufen, heißt es etwa in der Sportwelt Amadé.
Die meisten Skilifte stellen am kommenden Wochenende den Betrieb ein. In einigen Regionen wie Gastein, Zauchensee oder in Teilen des Pinzgau sind die Lifte noch bis 25. April in Betrieb. Gerhard Wolfsteiner von der Tourismusregion Sportwelt Amadé sieht den Winter eher zurückhaltend:
"Ostersaison hinter Erwartungen"
"Die Saison war zufriedenstellend. Wir werden ungefähr das Ergebnis des vergangenen Jahres erreichen. Jubelmeldungen der "Österreich Werbung" über ein angeblich sensationelles Winterergebnis kann ich allerdings im Moment nicht nachvollziehen. Die Kollegen dort haben ja auch nicht mehr Unterlagen zur Verfügung als wir selbst. Bis Ende Februar kann man eine vorläufige Zwischenbilanz ziehen und da haben wir beim Umsatz um zwei bis drei Prozent zulegen können. Die Karwoche war allerdings relativ schwach gebucht. Die Belegung lag zwischen 40 und 50 Prozent. Auch die kurzfristige Nachfrage für das Oster-Wochenende war eher schlecht, was natürlich auch mit dem ziemlich schlechten Wetter zu tun hat."
Gäste haben oft sonderbare Wetter-Wünsche
Buchsteiner verweist auch auf oft sehr sonderbare Wetterwünsche von Gästen:
Am Abend soll's schneien, tagsüber die Sonne scheinen"
"Man kann's wahrscheinlich keinem richtig recht machen. Haben wir viel Schnee, sind nicht alle zufrieden, haben wir viel Sonne und wenig Schnee, passt es vielen auch nicht. Am liebsten wäre es den Gäste, wenn es am Abend schneit und tagsüber die Sonne scheint."
Endgültige Bilanz liegt erst im Mai vor
Bis Ende Februar verzeichnete die Sportwelt Amade 1,73 Millionen Übernachtungen-ein Plus von 10.000. Der Umsatz der Beherbungsbetriebe in der Sportwelt Amade beträgt heuer bis Ende Februar etwa 170 Millionen Euro.
Die endgültige Bilanz über die zu Ende gehende Wintersaison kann allerdings erst im Mai gezogen werden.
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