Vorschlag: keine Trinkwasserqualität f. Beschneiung in Tirol

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Jens
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Vorschlag: keine Trinkwasserqualität f. Beschneiung in Tirol

Beitrag von Jens »

Hosp-Vorschlag stößt auf Experten-KritikDer Vorschlag von Landesrätin Anna Hosp (ÖVP), auf Trinkwasserqualität bei der Pistenbeschneiung zu verzichten, stößt bei Experten auf Erstaunen. Kritik kommt auch von SPÖ und Grünen, die FPÖ unterstützt den Vorschlag.


Diskussions-Vorschlag am Seilbahntag
Naturschutzlandesrätin Anna Hosp ließ am Donnerstag beim Seilbahntag in St. Anton mit dem Vorschlag aufhorchen. Sie stellte die ausschließliche Trinkwasserqualität für Beschneiungsanlagen zur Diskussion. Eine Lockerung dieser Vorschrift könnte für viele Skigebietsbetreiber das Beschneien künftig erleichtern.

"Besonders Kinder gefährdet"
Erstaunt über diesen Vorschlag sind Wasser-Experten der Universität Innsbruck. Mit weniger sauberem Wasser zu beschneien bringe viele Risiken. Ilse Jenewein vom Hygieneinstitut sagt, wenn man Wasser aus Oberflächengewässern, wie zum Beispiel dem Inn, entnehme, könnten darin krankmachende Keime enthalten sein, welche unter Umständen die Gesundheit der Skifahrer, besonders der Kinder, gefährden könnten.

SPÖ will weiter Trinkwasser auf der Piste
Für SPÖ-Umweltsprecher Helmut Bachmnann steht außer Frage, dass es bei der bisher geforderten Trinkwasserqualität bleiben muss. Man sei damit zwar strenger als andere Bundesländer, dafür habe man auch nicht deren Probleme, sagt Bachmann.

Ärger bei den Grünen, Lob von der FPÖ
Für die Grünen hat Hosp einen Kniefall vor der Seilbahnlobby gemacht. Hosp solle endlich den Naturschutz Ernst nehmen und nicht für das Wirtschaftsressort üben, ärgern sich die Grünen.
Die FPÖ findet Hosps Vorstoß dagegen richtig. So könne Tirol touristisch konkurrenzfähig bleiben.
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max
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Beitrag von max »

aber wirklich, so eine schlimme hosp :evil: stellt euch vor, zur beschneiung "normales" wasser zu verwenden und kein trinkwasser, das wär doch ein skandal!!! immerhin regnet es ja auch nur trinkwasser...
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Ich finde es schon in Ordnung, daß das Wasser Trinkwasserqualität haben sollte.

Das jetzt umzuänder wäre ja ein Rückschritt.


Außerdem was passieren kann wenn es nicht solche Gesetze gebe haben wir ja in der Piefke-Saga gesehen.
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GMD
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Beitrag von GMD »

Mein Vater hatte sich früher auch über diese Vorschrift gefreut. Er arbeitete für eine Firma, die Trinkwasseraufbereitungsanlagen (was für ein Wort) herstellt. In Österreich sind ein paar ihrer besten Kunden zuhause.
Probably waking up
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miki
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Beitrag von miki »

Die Hosp gefällt mir immer besser :tach: , weil: weniger strenge Vorschriften = Bau von Schneeanlagen wird billiger = mehr beschneite Pistenkilometer in Tirol! Ich glaube Badewasserqualität - wie es in anderen Bundesländern der Fall ist - zu verlangen wäre genug.

Selbstverständlich hätte ich zu diesem Thema ne ganz andere Meinung wenn ich vom Verkauf der Trinkwasseraufbereitungsanlagen leben würde ...
Trinkwasseraufbereitungsanlagen
Gerade wegen solcher Worte mag ich die deutsche Sprache aus ganzem Herzen :twisted: !
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Jens
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Beitrag von Jens »

"Besonders Kinder gefährdet"
Erstaunt über diesen Vorschlag sind Wasser-Experten der Universität Innsbruck. Mit weniger sauberem Wasser zu beschneien bringe viele Risiken. Ilse Jenewein vom Hygieneinstitut sagt, wenn man Wasser aus Oberflächengewässern, wie zum Beispiel dem Inn, entnehme, könnten darin krankmachende Keime enthalten sein, welche unter Umständen die Gesundheit der Skifahrer, besonders der Kinder, gefährden könnten.
Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, haben wir immer besonders gerne an Oberflächengewässerne (Bäche, Seen, Tümpel, etc.) gespielt, das heisst das ganze müsste dann ja auch verboten sein, denn da bekommt man ja noch mehr Keime ab, vor allem wenn man mal reinfällt :lol: .
Und was machen die Bewohner von Skiorten und vor allem deren Kinder im Salzubrger Land, haben die kein Recht auf eine keimfreie Umwelt?
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starli
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Beitrag von starli »

Also ich find den Vergleich mit den krankhaften Keimen auch lachhaft...

1-2 Tage nach dem Beschneien hat der Schnee doch sowieso keine Trinkwasserqualität mehr,
a) durch die Abgase von z.B. den Pistenraupen
b) durch die Benützung durch Skifahrer, Tieren usw.

Also: Badewasserqualität reicht!
Hägar
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Beitrag von Hägar »

Zuerst einmal stellt sich die Frage, wie der Begriff Trinkwasser genau definiert ist. Hier gibt es sicher Unterschiede und Grenzwerte für gewisse Stoffe. Schlechteres Trinkwasser und "gutes" Badeseewasser liegen vermutlich nicht weit auseinander.
Weiter müsst Ihr euch überlegen, was mit allfälligen unerwünschten Stoffen im Schneiwasser passiert. Es wird grossflächig, und über Jahre auf eine Wiese ausgebracht, die in der Regel einem Bauern gehört. Und nun stellt sich die Frage, will der das überhaupt. Die Kühe fressen das Gras, > Milch > Fleisch > Mensch usw. Wenn das Wasser z.B. aus einem See im Gletscherberich stammt, enthält das Wasser sog. Steinschliff (das Wasser im See sieht sehr trübe aus). Dieser Steinschliff ist eigentlich ganz feiner Sand, der übrigens die Düsen der Maschinen angreift. Wenn nun dieses Wasser in einer Steinwüste verschneit wird, ist das kein Problem. Wenn es aber eine im Tal liegende grüne saftige Wiese trifft, hätte ich als Grundbesitzer mit dem feinen Sand auch nicht meine Freude. Kommt natürlich auch auf den Sandanteil an.
Oft ist auch so, dass Gebiete mit Trinkwasserquellen beschneit werden. Und dann finde ich es grundsätzlich schon in Ordnung, wenn in diesen Gebieten "sauberes" Wasser (wie das dann auch heissen mag) verschneit wird.
Ich kenne mehrere Grundbesitzer, die den Zusatz Snowmax auf Ihrem Land verbieten, obschon dieser Zusatz in der Schweiz zugelassen ist. Im Bereich von Trinkwasserquellen ist jedoch Snowmax von Gesezt her auch verboten.
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starli
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Beitrag von starli »

Sorry, ich glaub kaum, daß sandiges Wasser zur Beschneiung verwendet werden würde - da gehen doch die Düsen der Schneekanonen sicher schnell kaputt.

Außerdem ist Regenwasser auch kein Trinkwasser, und ich seh absolut kein Problem damit, mti Regenwasser-Qualität zu beschneien.

Nebenbei ist es ja die Grundvoraussetzung des Schnees, daß sich das Wasser an die feinen Staubkörner der Luft bindet - so wird also auch mit Trinkwasser erzeugter Schnee vermutlich keine Trinkwasserqualität mehr haben, wenn man ihn nach 0-2 Tagen wieder eintaut...

Hägar
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Beitrag von Hägar »

starli hat geschrieben:Sorry, ich glaub kaum, daß sandiges Wasser zur Beschneiung verwendet werden würde - da gehen doch die Düsen der Schneekanonen sicher schnell kaputt.
Sand ist auch nicht das richtige Wort. Mann spricht von Gletscherschliff - Wasser. Diese Anteile sind sehr fein, und zerstören selbstverständlich die Düsen an den Schneeerzeugern. Aus diesem Grund wurden von der Fa. Technoalpin Keramikdüsen entwickelt. Diese halten dem Gletscherschliff - Wasser viel länger stand. Ob mittlerweile andere Hersteller auch spezielle Düsen für diese Wasser haben, weiss ich allerdings nicht. TA waren die ersten. Es wird in der Regel auf Wunsch auch eine Standzeitgarante auf die Düsen abgegeben.

Schau dir einmal das Wasser in den Speicherseen an, die über 2500 m in den Gletschergebieten liegen. In meiner Gegend ist Saas Fee ein gutes Beispiel (etwas oberhalb Maste 4 auf der rechten Seite).
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