Kapazitätsmissverhältnis Skifahrer-Pisten-Lifte

Allgemeine Diskussionen zu Skigebieten weltweit: Erfahrungsaustausch, Reisetipps und Entscheidungshilfen für die Planung des nächsten Skiurlaubs.
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taunussi
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Beitrag von taunussi »

trincerone hat geschrieben: So? Das geht ja schonmal nur bei Schigebieten mit elektronischer Kontrolle und prompt fallen die großen französischen schon raus, womit genau der kritsche Teil, den ich oben beschrieben hab, gar nicht erst in die Statistik reinfließt.
Merkwürdig, dass ich mehrfach in Frankreich "statistisch kontrolliert" wurde, d.h. dass ich (und die anderen Skifahrer sogar in Englisch!) gefragt wurde, wie oft ich genau diesen Lift und welche Abfahrt genommen hätte. Ist wahrscheinlich nicht so valide wie eine elektronische Erfassung, aber eine Art Statistik wird des schon gewesen sein...
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Chris
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Re: Statistik - OK aber in diesem Fall.... Nein!

Beitrag von Chris »

pr hat geschrieben: jedoch wurde oben behauptet, daß durch die schnellen Bahnen und durch weniger Wartezeiten die Leute mehr Skifahren... und dies wollte ich wiederlegen.
Hallo Raimund,

ich kann nur meine eigene Statistik der letzten 22 Jahre vorlegen. Durch die Modernisierung der Anlagen am Kronplatz fahre ich deutlich mehr als früher.
Früher musste man z.B. in der Osterzeit am DSB Alpen ca. 40 Min anstehen, heute gar nicht mehr. Gleiches gilt für den SL Kronplatz, den DSB Gipfel und den SL Rara. Damals bin ich quasi nie morgens mal die Piste am Col Toron gefahren, weil man so lange anstehen musste. Heute mache ich das fast immer. Insgesamt fahren wir heute an einem normalen Skitag deutlich mehr als früher.

Ist zwar nur meine persönliche Statistik, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da ein Einzelfall bin?

Ciao
Chris


PS: Nochmals :dankeschoen: für das Buch, ich stelle bald meinen Bericht ins Forum.
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Alter, gibts denn hier keinen Lift?
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

trincerone hat folgendes geschrieben::
Also, wenn die Leute, die Skifahren gehen, weniger Geld haben, dann kaufen Sie z.B. erst ein Jahr später neue Skier, fahren aber in dem Jahr trotzdem mit den alten ihre 10 Tage Ski wie jedes Jahr. -> Einbrüche der Skiverkaufszahlen, gleichbleibende Anzahl Skifahrer. Schon stimmts nicht mehr.



Wenn die Leute weniger Geld ausgeben möchten, dann müssten Sie eigentlich in die kleinen Skigebiete abwandern!
Die verlangen manchmal nur den halben Preis, im Vergleich zu den bekannten Skigebieten!
Also da stimmt was nicht!!
Oh doch. Das ist im Prinzip doch ganz einfach: wo spart man denn zuerst? Der Nachteil ein oder zwei Jahre länger die gleichen Skier zu benutzen ist nämlich deutlich geringer anstatt plötzlich statt nach Tignes zu fahren nach Hafling zu fahren, nur um sich die neuen Skier leisten zu können. Wenn die Leute Geld sparen möchten, dann sparen sie sicher zu letzt am Gebiet - an der Unterkunft vielleicht, aber am Gebiet sicher erst zuletzt. Erst wenn ein vergleichbar gutes Gebiet billiger ist, wird gewechselt. Ist ja auch klar, wenn man bei der Wahl des Urlaubszieles noch zurückstecken muss, dann macht der Urlaub keinen Spaß mehr. Also sucht man sich im gleichen oder einem ähnlichen Gebiet eine günstigere Unterkunft, und vor allem wird das Equipment länger genutzt.

Es ist also gerade nicht so, dass man um Geld zu sparen in kleines Gebiet fährt, weil man da nämlich auch viel weniger geboten kriegt. Mit den alten Skiern länger zu fahren ist hingegen kein Nachteil.

P.S. Ich hab derzeit 7 Paar Abfahrtsskier. Keines davon hab ich jemals in dem Sinne gekauft, dass es in irgendeine Verkaufsstatistik eingegangen wäre. 3 Paar waren Restposten, die verschrottet werden sollten, die ich für je 10 € gekauft hab, die waren schon fast auf dem Weg zum Müll. Ein paar gebrauchte Skier hatte ein Skihändler in Süddeutschland zur Entsorgung entgegengenommen und mir dann geschenkt. Dann die alten von meinem Vater, die er wegschmeißen wollte. Ein paar Kinderschi, die ich aus sentimentalen Grünen aufbewahre und meine Hautpskier und mein ganzer Stolz: ein Paar Blizzard Fullplast aus dem Jahre 1969 und so ziemlich die geilsten Ski, die ich kenn!

Ich weiß, dass ich da eine Ausnahme bin, aber ich habs auch ein bisschen mit einem zwinkernden Auge erzählt. Im Prinzip ist aber schon so, dass ich es nie eingesehen hab für Schiequiment groß Geld auszugeben, weil man sehr coole Sachen auch gebraucht kriegt. Trotzdem bin ich auch als ich in Friedrichshafen gelebt hab, jedesmal 4 - 5 Stunden nach Italien zum Skifahren gegangen, Anstelle in 1,5 h nach Warth Schröcken zu fahren, weil die paar Euro, die ich für die längere Fahrt bezahlt hab, mir die cooleren Schigebiete echt Wert waren. So gehts glaub ich jedem: niemand fährt in ein Schigebiet, das ihm nicht gefällt, weils billig ist. Aber auf die neuen Skier verzichten, um mehr Kohle zu haben? Da bin ich glaub ich nicht der einzige...

edit: die Kinderschi sind in die Verkaufststatistik eingegangen, das hab ich übersehen.
Zuletzt geändert von trincerone am 27.04.2004 - 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von trincerone »

trincerone hat folgendes geschrieben::

So? Das geht ja schonmal nur bei Schigebieten mit elektronischer Kontrolle und prompt fallen die großen französischen schon raus, womit genau der kritsche Teil, den ich oben beschrieben hab, gar nicht erst in die Statistik reinfließt.


Merkwürdig, dass ich mehrfach in Frankreich "statistisch kontrolliert" wurde, d.h. dass ich (und die anderen Skifahrer sogar in Englisch!) gefragt wurde, wie oft ich genau diesen Lift und welche Abfahrt genommen hätte. Ist wahrscheinlich nicht so valide wie eine elektronische Erfassung, aber eine Art Statistik wird des schon gewesen sein...
Also, erstmal geht es bei den Statistiken, die Du meinst, nicht darum, wieviele Abfahrten Du pro Tag machst, sondern wie gut ein bestimmter Lift und seine Pisten bei den Leuten ankommen, um u.a. daraus Rücksclüsse auf die Vorlieben des Klientels zu schließen bzw. zu planen, wo man die nächsten Ausbauschritte macht.

Zweitens wollte ich nicht behaupten, dass französische Schigebiete keine Statistiken führen, aber eine genaue Aussage in Bezug auf Fahrten pro Person und Tag über einen längeren Zeitraum kann man in einem solchen Falls nur mit einem elektronischen Systems bekommen, weil man manuell nicht genug Daten erfassen kann. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die verallgemeínerte Aussage von pr, die Leute führen trotz verbesserter Lifte nicht mehr Ski am Tag, so nicht gültig ist, sondern man solche Aussagen nur in Bezug auf ein halbwegs homogenes Gebiet machen kann.

Seine Aussage, die Leute am Kronplatz führen im Mittel nicht mehr Schi (Liftfahrten) als früher möchte ich nicht im geringsten anzweifeln, dass kann ich gar nicht beurteilen.

Alles was ich sagen wollte ist, dass - nur weil es z.B. am Krinplatz so ist - muss es ja nicht überall so sein und hab als Beispiel Frankreich angeführt, wo man glaub ich ein anderes Ergebnis kriegt. Daher mein Verweis auf die elektronische Erfassung (zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht, welche Gebiete er alle berücksichtigt, nur jedenfalls war klar, dass die franz. nicht dabei gewesen sein konnten.)
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taunussi
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Beitrag von taunussi »

trincerone hat geschrieben: ...sondern wie gut ein bestimmter Lift und seine Pisten bei den Leuten ankommen, um u.a. daraus Rücksclüsse auf die Vorlieben des Klientels zu schließen bzw. zu planen, wo man die nächsten Ausbauschritte macht.
Genauso eine solche Umfrage wurde da auch gestartet, so genau habe ich mich vorher nicht ausgedrückt, sorry. Es ging nicht nur darum wie oft, sondern wie wir was finden. Das hat so ca. 3-4 Minuten gedauert.
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Beitrag von trincerone »

Meine Meinung ist, daß die Skifahrer einfach von den kleinen Skigebieten zu den größeren abwandern:
Ja, das sehe ich ähnlich.
aber nicht nur weil die Leistung der kleinen teilweise nicht vergleichbar ist, sondern weil die Leute einfach viele Leute suchen.
Das ist m.E. allgemein so nicht richtig. Grundsätzlich gibt durchaus Leute, die in große Gebiete fahren, weil in den Orten nachts mehr los ist. Aber große Gebiete locken nun mal mit diversen Vorteilen gegenüber kleinen Schigebieten. Wenn jemand 10 Tage Skirulaub bucht und einmal ein Gebiet mit 6 Liften, davon 2 KSB und eine EUB, und 12 Pisten zur Auswahl, dem dann gegenüber ein Schigebiet steht mit 100 Liften, davon 60 KBS und EUB und 200 Pisten, wo fährt er denn dann hin? Rein Skitechnisch ist doch das letzte Gebiet total überlegen, zumal es im Zweifelsfalls deutlich schneesicherer ist und wahrscheinlich statt von 1400m - 2200m eher von 1400m - 3100m reicht oder so.

Also entscheidet sich der Gast nur für das kleine Gebiet, wenn dies ihm persönlich enorme Vorteile bietet, Meist wird das der Fall sein bei jungen Familien - hier denn auch auch mal aus Kostengründen, da sie das große Gebiet nicht nutzen können -, weiter bei Leuten, die nunmal große Gebiete nicht mögen, dann bei Leute, die traditionell seit vielen Jahren kommen und schließlich bei Anfängern, die auch das große Gebiet nicht nutzen können, im kleinen aber Geld sparen.

Alle diese Personengruppe ziehn speziell aus der Tatsache, dass das Gebiet klein ist, ihre Vorteile. Aber ein Skifahrer, der nicht solch spezielle Anforderungen hat, wird das für ihn viel vorteilhaftere Riesengebiet wählen. Wenn man die Kosten relativ sieht, sind die großen sogar billiger: ein Gebiet mit 20 mal so vielen Liften und Pisten ist in Skipass / Unterkunft / Verpflegung nicht 20 mal, sondern höchstens doppelt so teuer.

Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass die Leute wegen der Leute in die großen Gebiete fahren, sondern schlichtweg deshalb, weil es nüchtern betrachtet bessere schigebiete sind. Dazukommt dann nochmal der Teil, der nachts Party machen will, und daher einen geeigneten Standort sucht.
Auch in den größeren Skigebieten gibt es meistens einige weniger frequentierte Pisten und Anlagen, wo weniger Rummel wäre, aber niemand fährt dort hin!!
Das Argument ist logisch unzulässig. Du begründest ein Phänomen mit der Tatsache, dass es vorhanden ist. Du sagst, die Leute fahren lieber auf Pisten, wo mehr Leute sind, und begründest das damit, dass sie nicht auf den Pisten sind, wo wenig Leute sind, fahren. Aber genau das ist ja der Puntk: die Leute fahren aus bestimmten Gründen auf einigen Pisten lieber als auf anderen. Das führt dann dazu, dass bestimmte Pisten voller sind und andere leerer. D.h. aus der Tatsache, dass Pisten unterschiedlich frequentiert sind, kann man nicht direkt auf die Ursache schließen. Zur Verdeutlichung ein übertriebens Beipspeil: ein Schilift hat zwei Pisten: eine rote durchschnittlich gewalzte und eine hochalpine steile Couloir Piste. Jetzt schickt ma 100 Leute auf den Hang, die allesamt möglichst leere Pisten bevorzugen. Die Mehrzahl wird sich trotzdem auf der roten Piste aufhalten, weil die entsprechenden Personen entweder gar nicht über die Fähigkeit verfügen, die schwarze zu befahren, oder aber - und das wird meistens der Fall sein - sie nehmen die größere Anzahl Menschen auf der roten Piste in Kauf, weil die Piste trotzdem viel eher ihrem Geschmack entspricht, als irgendein Couloir.

Dieses Beispiel hab ich bewusst übertrieben, um zu zeigen, dass äußere Einflüsse sich stark auf das Pistenwahlverhalten auswirken und dass man,wenn man nur die Zahl der Leute auf einer Piste berücksichtigt, noch nichts daraus schließen kann. Auch in weniger extremen Fällen bleibt das Ergebnis das gleiche: die Leute nehmen trotzdem die vollere Piste, weil sie in der Sonne liegt. Die Leute nehmen trotzdem die vollere Piste, weil sie nicht vereist ist. Die Leute nehmen trotzdem die vollere Piste, weil sie nicht mit dem Schlepper, sondern lieber mit einer KSB fahren (komfort). Die Leute nehmen trotzdem die vollere Piste, weil sie zentraler vom Schigebiet aus zugänglich ist. Alles Fälle, wo Leute, die lieber auf leereren Piste gefahren wären, sich doch für die vollere entscheiden. Man aknn daraus aber nicht nicht schließen, dass die das tun, weil die Piste voller ist. Vielmehr ist sie voller, weil sie bestimmte Vorteil bietet, von denen eben viele Leute profitieren wollen.

Ich gebe Dir insofern recht, als dass sicherlich extrem abgelenene und leere Pisten von bestimmten Leute gemieden werden und das weiterhin eine gewisse Tendenz bei betimmten Skifahrern zu beobachten sein dürfte(insbesondere Anfänger und Skifahrergruppen mittleren Niveaus), sich an die Hauptabfahrten und die Pisten, die man schon kennt, zu halten, so dass sie in gewisser Weise schon bewusst die Pisten fahren, die auch voller sind.

Das dürfte aber ein eher kleiner Teil der Skifahrer sein. Die meisten fahren auf vollen Pisten, weil diese Pisten eben neben dem Nachteil, dass sie voll sind, Vorteile, die deutlich überwiegen, bieten.
Zuletzt geändert von trincerone am 27.04.2004 - 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Statistik - OK aber in diesem Fall.... Nein!

Beitrag von pr »

Chris hat geschrieben: ich kann nur meine eigene Statistik der letzten 22 Jahre vorlegen. Durch die Modernisierung der Anlagen am Kronplatz fahre ich deutlich mehr als früher.
Hallo Chris!!

Bei mir ist es genau so... :zustimm:

:o Ehrlich gesagt bin ich auch verwundert daß der Schnitt nicht gestiegen ist.
Ich glaube jedoch, daß es hier mit einer physischen Grenze zu tun hat!!
Also der einfache Normalverbraucher schafft einfach nicht mehr als eine bestimmte Anzahl von Pisten am Tag...
oder besser nicht mehr als einen gewissen Höhenunterschied, was natürlich zur Zeit nicht erfassbar ist.

Mit dem neuen Skipasssystem welches im nächsten Jahr im Dolomiti Superski eingeführt wird, sollte auch eine Auswertung der jeweiligen Höhenunterschiede welche zurückgelegt werden möglich sein...
Bin echt neugierig auf diese Daten... :lol:

Noch schöne Grüße
Raimund
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

@pr: Hast Du Statistik vorliegen? Wenn ja fänd ich es mal interessant zu schaun, wie sich der Schnitt in den Mononten Januar und Februar über die Jahre geändert hat. Ab ;ärz setzen ja dann nämlich schon die Pistenverhältnisse eine natürliche Grenze.
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Beitrag von pr »

trincerone hat geschrieben: Das dürfte aber ein eher kleiner Teil der Skifahrer sein. Die meisten fahren auf vollen Pisten, weil diese Pisten eben neben dem Nachteil, dass sie voll sind, Vorteile, die deutlich überwiegen, bieten.
Global gesehen kann ich dir nur zustimmen... :zustimm:

Ich mache nur oft die Erfahrung, daß sich Skifahrer über die überfüllten Pisten beschweren.
Wenn man sie dann auf die weniger frequentierten Pisten hinweist, kommt zuerst die Antwort: ... Ahh daran habe ich nicht gedacht!!!! :oops: und dann kommt womöglich noch dazu... Aber da ist doch nichts los!! ... da sind keine Leute!!! oder "non c`é nessuno!!"
Damit wollte ich nur sagen, daß bei uns sehr viele italienische Gäste kommen und diese sich teilweise auch anders verhalten als ich und du es machen würden. Ich versuche auch möglichst nicht der Schafherde hinterherzufahren!!

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Beitrag von pr »

trincerone hat geschrieben:@pr: Hast Du Statistik vorliegen? Wenn ja fänd ich es mal interessant zu schaun, wie sich der Schnitt in den Mononten Januar und Februar über die Jahre geändert hat. Ab ;ärz setzen ja dann nämlich schon die Pistenverhältnisse eine natürliche Grenze.
Also bezüglich natürlicher Grenze im Frühjahr ist tendenziell eigentlich nichts bemerkbar ... in dieser Zeit sind ja auch die Tage länger.

Ansonsten sind die Werte eher gleichmässig über die gesamte Saison, lediglich in der Vorweihnachtszeit, also zu Saisonbeginn sind die Werte etwas höher und erreichen an einigen Tagen auch die 14 Fahrten/Tag.

In dieser Zeit sind jedoch sehr viele aktive Skifahrer und auch Rennläufer auf den Pisten. :sport:

Raimund
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Beitrag von starli »

Mit dem neuen Skipasssystem welches im nächsten Jahr im Dolomiti Superski eingeführt wird, sollte auch eine Auswertung der jeweiligen Höhenunterschiede welche zurückgelegt werden möglich sein...
Bin echt neugierig auf diese Daten...
Aufgrund dieser Umstellung weg von der Swatch-Access werd ich nächstes Jahr die Dolomiten sowieso boykottieren ..

Aber was den Kronplatz angeht: Als ideales Anfängerskigebiet glaub ich einfach, daß hier der Anfängeranteil wesentlich zugenommen hat, die den Schnitt drücken. Kann man das evtl. überprüfen hinsichtlich Skischulen oder Anzahl Skilehrer oder so?
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Beitrag von Emilius3557 »

Leere Pisten erfüllen manche (viele?) Leute mit Angst bzw. sie sind misstrauisch: da muss doch was faul sein, weil da niemand fährt: entweder die Abfahrt hat unten keinen Schnee mehr oder der Lift fährt nicht. In Frankreich bei den Poma-SLten kann man das dann als Laie auch tatsächlich oft denken, da ja dort nur ein Teller am Seil baumelt, wenn auch mal einer gefahren ist, bei wenig frequentierten Liften ist das aber oft nicht der Fall, z.B. einer meiner Lieblings-SLte in 3 V, SL Choumes, der ja leider angeblich abgebaut werden soll! :twisted: Dort war immer alles total leer!
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Beitrag von k2k »

Marius hat geschrieben:SL Choumes
Nur kurze OT-Frage: Was genau findest du an dem so toll? Ich bin nur einmal dort gefahren, weils im unteren Teil schon sehr matschig war - aber der obere Teil dort am SL Teppes oder am Grand Lac hat mir auch so wesentlich besser gefallen.
Und was soll dort gebaut/ersetzt werden?
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Beitrag von Hägar »

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Zuletzt geändert von Hägar am 20.08.2007 - 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von trincerone »

Wenn die Piste ganz leer ist - ja. Dann haben manche Leute sicherlich Bedenken, wobei ich aber glaube, dass die meisten fortgeschrittenen Fahrer wissen, dass eine nicht gesperrte Piste auch gefahrlos befahren werden kann. Aber das gilt auch nur bei so leeren Pisten, wie Choumes immer eine war (bei den Pomaliften musste ich übrigens auch schon manchmal sehr genau schaun, ob das Seil läuft!). Sowas gibt es ja eigentlich nur in Riesengebieten. In den meisten anderen Schigebieten ist das eher selten - da gibt es zwar leere Pisten, aber meistens sind schon ein paar Leute auf der Piuste und man sieht, ob der Lift fährt.

Choumes war genial! Sehr weite Hänge mit schönem Blick auf die Berge des Bellevilletals - gerade im Hochwinter am Nachmittag ein Genuss. Und kein - das war echt schon gespenstisch! Klar, Teppes ist auch schön. Die Kombi aus beiden hab ich z.B. auch sehr gemocht.

Choumes wird ersatzlos abgerissen! :evil:
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Beitrag von trincerone »

Dass du deine 6 Paar an der Statistik vorbeigeschmuggelt hast, kannst du vergessen. Die wurden sicher auch mal wo hergestellt.
Ja, aber nicht für mich. D.h. doch, dass Skifahrer x1 - x3 irgendwann mal ein paar Ski gekauft haben, die dann auch als solche in die Statistik eingegangen sind. Dann wollten sie irgendwann mal neue Skier haben (und zwar aus gründen der Modernität und nicht wegen des Verschleißes, sonst hätt ich die Skier nicht genommen). Danach hab ich Ski, die im Prinzip stillgelegt waren übernommen. Im Prinzip hätte ich mir aber neue kaufen müssen und die hätten hergestellt werden müssen Insofern hätte ich also in der Verkaufsstatistik als Fahrer mit drei Paar Skiern eingehen müssen. Bin ich aber nicht. Somit fallen die drei paar gebrauchten raus.

Die drei fabrikneuen Skier, die auf den Müll sollten, sind offiziell überhaupt nie verkauft worden. Und da macht es auch keinen Unterschied, ob man sie aus einem mehrstufigen Vertriebssystem bezogen hat oder nicht. Im Endeffekt regelt die Nachfrage die Herstellung und Schi, die mehrere Jahre alt sind und überhaupt nicht mehr herstellt werden, können die Nachfrage nicht erhöhen und daher auch nicht dier Herstellstatistik beeinflussen. Ob die Skier auf den Müll geandert wären oder ob ich sie mitgenommen hab - der Unterschied beeinflusst die Herstellung neuer Schi überhaupt nicht und geht somit ebenfalls nicht in die Herstellungsstatistik ein.

Jetzt kann man dem entgegenhalten, dass ich im Normalfall bei Neuerwerb nicht 6 Paar Schi, sondern wohl 2 Paar hätte. Aber zumindest damit wär ich unter normalen Umstände in die Herstellungsstatistik eingegangen, was ich so nicht bin.

Ich gebe Dir durchaus recht, dass die Zahl der hergestellten Schi über lange Zeiträume betrachtet, schon grundsätzlich als Indikator gesehen werden kann. Ich meine nur, dass es im speziellen schwierig ist zu beurteilen, ob beobachtete SChwankungen wirtschaftliche Gründe haben oder nicht. Oder ob vielleicht neue Schier besser oder schlechter halten als frühere Modelle und daher die Verkaufszahl steigt oder fällt. Oder ob es Modeeffekte gibt: Die Carver sind doch das beste Beispiel. Sie haben bestimmt neue Skifahrer auf die Pisten gelockt. Aber: ganz viele Fahrer haben sich (vorzeitig) neue Schi gekauft, weil sie das neue Fahrgefühl nicht missen wollten oder sich wesentlich bessere technische Eigenschaften davon verprachen. Und probt steigen die Zahlen in die Höhe, obwohl die Zahl der Skifahrer nur deutlich schwächer zugenommen hat.

Daher halte ich es für schwierig, eine solche Statistik sinnvoll zu nutzen. Viel einfacher wäre es in verschiedenen Gebieten, die Übernachtungszahlen und Skipassverkäufe zu beobachten, um auf die Zahl der Schifahrer zu schließen.
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Beitrag von Emilius3557 »

@k2k: was ich am SL Choumes mag/mochte:

- totale Einsamkeit
- zwei nette Abfahrten, natürlich leicht, aber man hat sie völlig für sich allein
- der Lift ist teilweise recht steil
- den gesamten Bereich mag ich sehr gern, landschaftlich von grandioser Weite

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Beitrag von k2k »

Okay. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich den Bereich nicht früher im Winter bzw. in der Saison kennengelernt habe, wenn insgesamt mehr los ist und der Schnee noch besser. Bei mir war meist die gesamte Ecke von Allamands bis St. Martin 2 menschenleer.
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Beitrag von Hägar »

xx
Zuletzt geändert von Hägar am 20.08.2007 - 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von trincerone »

Ja, die Site ist von mir und sie sollte eigentlich schon viel größer sein, aber ich hab ganz viel Zeug halb fertig und noch nicht online. Freut mich, dass sie Dir gefällt.

Und jetzt mein letzter Beitrag zum Thema Statistik:

Die verkauften Schis können - wie Du ja sagst - sowieso nur Indikator für Gesamtzahl Skifahrer sein und nicht für Fahrten oder sowas - hab ich aber auch nie behauptet.

Aber: Was jemand mit seinen Skiern anstellt, ist eben nicht egal.

Offensichtlich kann nicht die Gesamtzahl aller jemals hergestellten Skier zu Rate gezogen werden, sondern nur die Zahl der hergestellten Schi in einem bestimmten Zeitraum. Andernfalls würde ja jede Erneuerung der Skier auch als neuer Fahrer mitgezählt. Also muss man sich sehr wohl Gedanken machen, wie dieser Betrachtungszeitraum aussieht bzw. wodurch er verfälscht werden könnte.

Folgende Punkte:

-es ist also schonmal nicht egal, ob die Leute ihre Schi ausnahmsweise länger fahren als in den Vorjahren, weil sie dann nämlich prompt aus dem langjährigen Mittelwert rausfallen und die Verkaufszahl im Betrachtungszeitraum runtergeht, dies aber offensichtlich nichts mit einer abnehmenden Skifahrerzahl zu tun hat.

-ob jemand im Keller noch 1 Paar Schi rumstehen hat, ist dann nicht egal, wenn dieses im Betrachtungszeitraum hergestellt wurde. Dann nämlich wirken beide Paare wie 2 Skifahrer, obwohl es nur einen gibt. Ist es jedoch außerhalb des Betrachtungszeitraums hergestellt worden, geht es nicht in die Statistik, weshalb die 10 Paar auf dem Dachboden statistisch egal sind. Genau deshalb aber ist eben der Verkauf dieser 10 Paar an andere Skifahrer wiederum verfälschend, da jetzt 10 Fahrer existieren, die eben nicht erfasst werden, da sie keine neuen Skier gekauft haben! Daher gilt auch das Beipiel mit Ampel nicht: Geld, das man nicht eigentlich hätte ausgeben müssen, kann man auch nicht sparen. Geld, das man hätte ausgeben müssen, kann man aber sehr wohl auch einsparen. Neue Skier, die man sich hätte kaufen müssen (Verschleiß z.B.), kann man auch sparen: indem man stattdessen gebrauchte kauft! Und schon macht das Nicht-Kaufen sehr wohl einen Unterschied. Das Geld, was man nicht für Bußgelder ausgibt, existiert nicht in der Wikrlichkeit. Die Skifahrer, der sich statt neuer Skier gebrauchte Skier kauft, existiert aber sehr wohl trotzdem in der Wikrlichkeit. Und schon spielt auch das Unterlassen, also das Nicht-Kaufen von Skiern, eine Rolle.

-warum jemand neue Skier kauft ist dann nicht egal, wenn er sich "vorzeitig" neue Skier kauft mit dem Gedanken, dass er zum aktuellen Zeitpunkt, seine alten noch gut gebraucht verkaufen kann. Dann hat man nämlich den gegenteiligen Effekt des im letzten Punkt beschriebenen Phänomens: ein paar Schi wird von zwei Leuten gefahren, dies wirkt sich aber anders als oben bei den alten Schiern vom Dachboden plötzlich doch auch auf den Neuverkauf an Schiern aus. So nimmt schließlich der Gebrauchtkäufer in diesem speziellen Fall doch noch einen Einfluss auf die Statistik (und dies zurecht, denn er existiert ja als Fahrer). Zwei Paar gekaufte Schi repräsentieren richtigerweise zwei Fahrer, obwohl beide von einer Person gekauft werden. Dies kompensiert teilweise den oben erörterten Gebrauchtschifehler.

-schließlich macht es auch sehr wohl einen Unterschied, warum jemand neue Schi, wenn er sich beispielsweise aufgrund der neu entwickelten Carver plötzlich ausnahmsweise schon nach 2 Jahren statt nach 5 Jahren neue Schi kauft. Dann nämlich werden prompt starkt erhöhte Verkaufszahlen registriert, obwohl nicht ein einziger Skifahrer mehr als vorher existiert. Dies ist wieder der Effekt, der zwei Paar im Betrachtungszeitraum erworbenen Schi, die aber nur einen Fahrer repräsentieren.

Fazit: Es ist also schon sehr wichtig zu wissen, welchen Zeitraum man betrachtet, welche anderen Effekte eingestreut haben und schließlich, von wievielen Personen ein im Betrachtunszeitraum hergestelltes Paar Schi nachher wirklich gefahren wird.
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Chris
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Beitrag von Chris »

starli hat geschrieben: Aber was den Kronplatz angeht: Als ideales Anfängerskigebiet glaub ich einfach, daß hier der Anfängeranteil wesentlich zugenommen hat, die den Schnitt drücken. Kann man das evtl. überprüfen hinsichtlich Skischulen oder Anzahl Skilehrer oder so?
Das ist eine interessante Bemerkung, starli. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Grund warum es im Schnitt nicht deutlich mehr Fahrten als früher gibt darin liegt, dass heute Anfänger verstärkt auf "Nicht Anfänger" Pisten fahren, dass diese durch die modernen Anlagen besser zugänglich geworden sind. Früher stand da vielleicht ein langer und sehr steiler SL heute ne 4KSB. Da sie aber dann für die Abfahrt wesentlich länger brauchen als für eine Anfängerpiste und das auch viel anstrengender ist, schaffen sie effektiv nicht mehr Abfahrten als früher.
Und es ist offensichtlich einfach "uncool" als Anfänger aus einem Skiurlaub zu kommen und keine "Schwarze" gefahren zu sein.

Was ich alleine in diesem Jahr diesbezüglich auf Pisten gesehen habe: :echtkrank:

Damit will ich keinen Anfänger angreifen, ist einfach eine Beobachtung von mir.

Ciao

Chris
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Alter, gibts denn hier keinen Lift?
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taunussi
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Beitrag von taunussi »

Ich möchte hier auch nochmal meine Senf dazugeben: Wenn ich mir die hier Diskussion über die Faktoren, die in eine Statistik oder Studie einfließen, anschaue, so komme ich auch zu dem Schluß, daß es eigentlich darauf ankommt, von welcher Seite man etwas betrachtet und was man damit erreichen möchte. Wenn z.B. die Skiindustrie deklariert, man hätte Einbrüche bei den Umsätzen zu erwarten, so könnte es auch noch ein Grund sein, Angestellte im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen zu entlassen :evil: , also das kann auch als Taktik zu werten sein.
Ich denke, daß die Skiindustrie als einzelner Indikator nur mit fundierten BWL- und Statistik-Kenntnissen verwertet werden kann; das könnte sogar auch ein Thema von einer Diplomarbeit oder Promotion sein. Ich als BWL-Laie (als Ehemann von einer BWLerin!) sehe es aber auch weiterhin so, daß, trotz allen Behauptungen und Vorstellungen, Für und Wider in diesen Beiträgen, die Skiindustrie durchaus grob als Indikator für die Gesamtentwicklung als ein zusätzlicher Faktor neben vielen anderen herangezogen werden kann, und dabei spielt es meiner Meinung nach auch keine Rolle, wieviele Ski jemand im Keller stehen hat :wink: . Was dabei zählt, ist eher der Durchschnitt. Bei meinen bescheidenen Kenntnissen der Statistik in Biomathematik vielleicht gewagte Behauptungen...

@ trincerone: Ich warte gespannt auf Deine Erwteiterung Deiner Website. Gib uns bitte Bescheid, wenn es soweit ist :!: .
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Beitrag von GMD »

Statistiken sind extrem stark abhängig von den berücksichtigten Daten und der Auslegung derselben. Darum habe ich auch den Spruch von der selbst verfälschten Statistik gepostet. Denn man kann jede Statistik so "gestalten", dass sie am Schluss das gewünschte Resultat zeigt.

Mehr oder weniger volle Pisten gibt es in jedem Skigebiet. Die Lage und die damit verbundenen Attribute ist meiner Meinung nach der entscheidende Faktor. Eine solche Eigenschaft ist die Schwierigkeit. Eine steile und enge schwarze Piste, reizt nun mal weniger Skifahrer als ein blauer, breiter Boulevard. Aber auch die örtliche Lage im Skigebiet spielt eine wichtige Rolle. Eine Abfahrt im Herzen des Skigebiets, die von allen Einstiegsorten leicht zu erreichen ist, ist logischerweise voller als eine im hintersten Winkel des Gebietes gelegene Piste. Aber auch die Liftart ist wichtig. Schlepper sind nun mal immer unbeliebter geworden. Auch schrecken Neulinge öfters von ihnen zurück.

Ein klassisches Beispiel sind die Abfahrten vom Mindersjoch in Serfaus. Zwar etwas kurz, aber traumhaft schön und schneesicher. Trotzdem findet man dort viel weniger Leute als im Gebiet um Komperdell und Lazid. Zwei der drei oben genannten Eigenschaften treffen auf den Masner zu.
-Es ist der abgelegenste Teil des Skigebietes, vom Komperdell aus muss man zwei Bergrücken überwinden. Und auf dem Rückweg natürlich auch.
-Sowohl Zubringer- und Rückbringerlifte wie auch der Mindersjochlift selber sind Schlepper. Vor allem der über zwei Kilometer lange Arrezlift (dessen Länge von der Scheid aus gut zu erkennen ist) schreckt viele ab. Aber auch der steile Starthang am Minderjoch wirkt auf viele abweisend.

Es wird sich zeigen, welchen Einfluss die geplante Pezidbahn auf die Frequenzen im Masnergebiet haben wird. So sehe ich diese Bahn auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits freue ich mich auf die deutliche Komfortverbesserung und die neuen Abfahrten. Anderseits befürchte ich, dass es mit den fast leeren Pisten dort vorbei sein wird.
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Beitrag von trincerone »

Ja, klar sag ich Euch Bescheid, wenn die Site fertig ist - ich will ja Eure Meinung hören.!! :)

Einen kleinen Nachtrag hab ich dann doch noch:

Als ich mir eben noch mal alles durchgelesen hab ist mir aufgefallen, dass ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich mich in einem bestimmten Punkt klar ausgedrückt hab:

Ich wollte mit meinen Ausführungen nicht sagen, dass man all diese Punkte mitberücksichtigen soll, wenn man sich die Zahlen anschaut. Ich wollte lediglich die Unschärfen, die damit verbunden sind, deutlich machen, um aufzuzeigen, als wie grob man einen solchen Indikator einstufen muss. Im Endeffekt gings mir nicht nicht um die Frage: "Kann man es so machen oder nicht?", sondern vielmehr darum, "wie gut funktioniert es oder nicht" - ich finde, dass es sehr wichtig ist, sich bei solchen Betrachtungen klar zu machen, wie sehr man ihnen trauen kann.

Ich bin ansonsten mit dem Fazit von taunussi genau einer Meinung.

Ansonsten ist mir noch eingefallen, dass ich vor nicht allzulanger Zeit auf der Diplomfeier meiner Cousine war, die ihr VWL Diplom extrem gut bestanden hatte und sich darin sehr intensiv mit der empirischen Bedeutung von Statistiken beschäftigt. Im Verlauf des Abends, ließ ihr Vater (Diplom-Mathematiker und Wirtschaftler) sich zu dem überaus schönen Satz hinreißen: "Die Statistik ist die größte Hure unter den Pseudowissenschaften!" --- Ich kann das nachdem, was ich in meinem Studium (Luft- und Raumfahrttechnik) darüber gelernt hab, nur bestätigen! :D

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