Gepatschferner-Erschließung möglich
Durch eine Änderung im Naturschutzgesetz soll unter anderem den Kaunertaler Gletscherbahnen die Möglichkeit gegeben werden, das Gletscherskigebiet auszubauen. Der Griff nach dem jungfräulichen Gepatschferner ist nicht mehr Tabu.
Seilbahn auf den Gepatschferner möglich
Die Kaunertaler Gletscherbahnen wittern Morgenluft. Ein Vierzeilen-Passus im neuen Naturschutzgesetz soll möglich machen, was unter der Ära von Altlandeshauptmann Weingartner Tabu war. Der größte unberührte Gletscher der Ostalpen, der Gepatschferner, könnte durch eine neue Seilbahn erschlossen werden.
"Man sieht 300 Dreitausender"
Hinauf auf die Weisseespitze, auf 3500 Meter, mitten hinein in die Gletscherwelt, soll die neue Seilbahn gehen, so schwebt es den Kaunertalern vor. Oben zwei neue Schlepplifte, die höchsten in den Ostalpen. Da gerät Eugen Larcher, der Geschäftsführer der Kaunertaler Gletscherbahnen, ins Schwärmen: "Ich glaube, das Attraktive wäre besonders die Aussicht. Man sieht 300 Dreitausender und kann gewaltig gut Ski fahren. Man kann auch gewaltig schöne Bergtouren machen. Man könnte die höchste bewirtschaftete AV-Hütte, das Brandenburgerhaus, beleben.¿
Dass damit ein neuer Gletscher erschlossen wird, das sehen die Kaunertaler anders. Schon beim Bau der Gletscherbahn habe man die Weisseespitze mit im Plan gehabt, damals fehlte aber das Geld für eine Erschließung. Jetzt müsse man das nachholen, dafür setzt sich auch der neue Bürgermeister im Kaunertal Pepi Raich ein:
Skilauf in 3.500 Meter Höhe
"Das Besondere an der Erschließung ist, dass Herbst- und Frühjahrsskilauf auf eine Höhe kommen, die es sonst in Österreich nicht gibt. Auf 3.500 Meter ¿ damit wären wir gegenüber allen Sommerskigebieten konkurrenzfähig."
Umweltanwalt und AV warten ab
Naturschutzlandesrätin Hosp will grünes Licht geben. Die Kaunertaler bräuchten eine Weiterentwicklung, man werde ein kleines Stück des Gepatschferners für eine Erschließung zulassen. Umweltanwalt und Alpenverein äußern sich noch nicht dazu, wollen von der Naturschutzlandesrätin erst die Details wissen.
Grüne: "Startschuss für den Niedergang"
Die Grünen sind jetzt schon auf den Barrikaden, Maria Scheiber ortet schwere Folgen, wenn der Gepatschferner erschlossen würde: "Der Gepatschferner hat eine Schuhlöffelfunktion für weitere Gletschererschließungen. Das wäre der Startschuss für den Niedergang des alpenweiten Gletscherschutzes."
In den nächsten beiden Wochen, soll konkret vorliegen, wie viel vom Gletscher die Kaunertaler erschließen dürfen. Dann müssen allerdings die Verfahren abgewickelt werden, Garantie, dass diese positiv ausfallen, gäbe es keine, so Landesrätin Hosp.
orf.at: Gepatschfernererschließung möglich
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und unsere grünen freunde scheissen sich schon wieder ein. sorry, aber denen scheints wohl egal zu sein, dass davon ziemlich viele arbeitsplätze abhängen. ich würde ihnen allesamt wünschen, dass sie direkt (bergbahnen) oder im tal (tourismus) davon betroffen wären, und dass bitte IHRE stellen die ersten wären, die drauf gehen würden.
ansonsten sehr erfreuliche "neuigkeiten" aus tirol
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