von orf.atStreit um Skigebiet spaltet Gemeindevertretung
Mit einem Eklat hat am Montag die Gemeindevertretungs-Sitzung in Kaprun (Pinzgau) geendet: Alle ÖVP-Mandatare haben die Gemeindestube verlassen. Anlass war der Streit um die Zukunft des Skigebiets Maiskogel.
Ausgliedern in eigene Gesellschaft?
Es geht darum, ob das Skigebiet aus der Kapruner Gletscherbahnen AG in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden soll oder nicht: Die ÖVP und die Gletscherbahnen sind dafür, die SPÖ mit Bürgermeister Norbert Karlsböck ist dagegen.
Die Gletscherbahnen haben das Skigebiet Maiskogel 1990 übernommen - jetzt wollen sie es wieder loshaben. Für den Bürgermeister kommt das aber nicht in Frage.
Gletscherbahnen sollen "Vision vorantreiben"
"Der Maiskogel ist als Skigebiet eine wunderbare Ergänzung zum Kitzsteinhorn", sagt Karlsböck, "Als Vision die Verbindung beider Skigebiete - und diese Vision und die Weiterentwicklung beider Skigebiete ist für uns Kernaufgabe. Und die soll die Gletscherbahnen AG weiter vorantreiben."
Entscheidung auf Hauptversammlung?
Durch das Verhalten der ÖVP-Mandatare sei nun eine Entscheidung der Gemeinde verhindert worden, ergänzt der Bürgermeister. Doch er sei zuversichtlich, dass doch eine Lösung zustande komme.
Denn am Donnerstag ist Aktionärs-Hauptversammlung der Gletscherbahnen Kaprun AG. Die Gemeinde Kaprun ist ein Großaktionär der Gletscherbahnen.
Kaprun-Streit um Skigebiet!
- Alpi
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Kaprun-Streit um Skigebiet!
- mic
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...Karlsböck für Präsident!! Maiskogel mit dem Gletscher verbinden, das wäre der Megahammer."Als Vision die Verbindung beider Skigebiete - und diese Vision und die Weiterentwicklung beider Skigebiete ist für uns Kernaufgabe. Und die soll die Gletscherbahnen AG weiter vorantreiben."
Allerdings sehe ich auf Grund des Streits für die Sesselbahn am Maiskogel erst mal schwarz. Wer kann mehr sagen?
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flachländer
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Was die Verbindung Maiskogel-Gletscher betrifft: Falls da eine Abfahrt gemeint ist, Die Abfahrt Gletscher-Maiskogel wurde ja - hat mir zumindest mal ein Liftwart erzählt) wegen "zu gefährlich" geschlossen. Was hätte sich geädnert dass man eine derartige Abfahrt wieder öffnen könnte? Die gegenrictung geht ja dank Skibus im prinzip eh:-) Oder ist durchan eine Seilbahnverbindung ohne Abfahrt gedacht (imho recht witzlos)-
-
Jay
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Lift spaltet Gemeinde
28. April 2004
Kaprun (SN-kain). Die Diskussion über die Zukunft der Maiskogel-Lifte auf dem Kapruner Hausberg führte am Montag zu einem Eklat in der Gemeindestube. Die Vertreter der ÖVP verließen aus Protest geschlossen den Sitzungssaal.
Hintergrund: Seit 1991 gehören die Maiskogel-Lifte den Gletscherbahnen Kaprun. Notwendige Investitionen seien seither ausgeblieben, klagt VP-Mandatar Erich Riedlsperger.
2002 wurde die Maiskogel Betriebs AG gegründet. Die AG errichtete auf dem Maiskogel Beschneiungsanlagen. Jetzt sollte die Gesellschaft den Maiskogel von den Gletscherbahnen komplett übernehmen und für 5,6 Mill. Euro einen Vierersessellift bauen. Auch die SPÖ, die die absolute Mehrheit in der Gemeinde hält, war dafür, so Riedlsperger. Ohne jede Vorankündigung habe sie jedoch ihre Meinung geändert. Bgm. Norbert Karlsböck (SPÖ), der für die Gemeinde im Aufsichtsrat der Gletscherbahnen sitzt, wird bei deren Generalversammlung am Donnerstag gegen die Trennung auftreten. Damit würde auch der Sessellift ad acta gelegt. Riedlsperger: "Allein durch die Vorlaufkosten entsteht der AG ein Schaden bis zu 300.000 Euro."
Bgm. Karlsböck bestätigt den Meinungsschwenk der SPÖ. Schuld sei die nun bekannt gewordene Absicht des Verbundes, die Anteile an den Gletscherbahnen zu verkaufen. Da man den zukünftigen Besitzer nicht kenne, sei es besser abzuwarten.
© SN.
28. April 2004
Kaprun (SN-kain). Die Diskussion über die Zukunft der Maiskogel-Lifte auf dem Kapruner Hausberg führte am Montag zu einem Eklat in der Gemeindestube. Die Vertreter der ÖVP verließen aus Protest geschlossen den Sitzungssaal.
Hintergrund: Seit 1991 gehören die Maiskogel-Lifte den Gletscherbahnen Kaprun. Notwendige Investitionen seien seither ausgeblieben, klagt VP-Mandatar Erich Riedlsperger.
2002 wurde die Maiskogel Betriebs AG gegründet. Die AG errichtete auf dem Maiskogel Beschneiungsanlagen. Jetzt sollte die Gesellschaft den Maiskogel von den Gletscherbahnen komplett übernehmen und für 5,6 Mill. Euro einen Vierersessellift bauen. Auch die SPÖ, die die absolute Mehrheit in der Gemeinde hält, war dafür, so Riedlsperger. Ohne jede Vorankündigung habe sie jedoch ihre Meinung geändert. Bgm. Norbert Karlsböck (SPÖ), der für die Gemeinde im Aufsichtsrat der Gletscherbahnen sitzt, wird bei deren Generalversammlung am Donnerstag gegen die Trennung auftreten. Damit würde auch der Sessellift ad acta gelegt. Riedlsperger: "Allein durch die Vorlaufkosten entsteht der AG ein Schaden bis zu 300.000 Euro."
Bgm. Karlsböck bestätigt den Meinungsschwenk der SPÖ. Schuld sei die nun bekannt gewordene Absicht des Verbundes, die Anteile an den Gletscherbahnen zu verkaufen. Da man den zukünftigen Besitzer nicht kenne, sei es besser abzuwarten.
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- lanschi
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es ist eine seilbahnverbindung geplant - meines wissens nach eine kuppelbare sesselbahn mit abfahrt zwischen langwied/kitzsteinhorn und maiskogel-(köpfl oder gipfel)bahn geplant - wie die lifte am maiskogel weiß ich nicht so genau... da gäbs anscheinend eine tolle abfahrt richtung maiskogelflachländer hat geschrieben:Was die Verbindung Maiskogel-Gletscher betrifft: Falls da eine Abfahrt gemeint ist, Die Abfahrt Gletscher-Maiskogel wurde ja - hat mir zumindest mal ein Liftwart erzählt) wegen "zu gefährlich" geschlossen. Was hätte sich geädnert dass man eine derartige Abfahrt wieder öffnen könnte? Die gegenrictung geht ja dank Skibus im prinzip eh:-) Oder ist durchan eine Seilbahnverbindung ohne Abfahrt gedacht (imho recht witzlos)-