Händereiben bei den Lienzer Bergbahnen
Schnee bis ins Tal und eine neue Bahn: Der vergangene Winter hat den Lienzer Bergbahnen die wahrscheinlich bisher beste Saison gebracht.
Von GOTTFRIED RAINER
LIENZ. Die Bergbahngesellschaften sind dabei, Urlaube abzubauen und die Winterbilanz zu ziehen. Sie fällt bei der Lienzer Bergbahnen AG erfreulich aus. Vorstand Werner Stiebellehner: "Genaue Zahlen bekommen wir erst in den ersten Maitagen, aber so viel steht fest: Der Umsatz ist um 17 Prozent gestiegen. Es sollte der bisherige Winterrekord werden." Stiebellehner rechnet mit einem Jahresumsatz von 3,3 Millionen Euro.
Problem beim Weltcup
Auf dem Zettersfeld hat die neue Faschingalmbahn die erhoffte Belebung gebracht. Durch die Sesselbahn konnte dieses Gebiet heuer länger befahren werden. Aber auch auf dem Hochstein hat die Frequenz stark zugenommen, nämlich um 22 Prozent. Was sich daraus erklärt, dass neben der Kunstschneeschneise auch die breite H 2000 benutzbar war.
Das könnte im kommenden Winter wieder anders sein, wenn zu wenig Schnee fällt. "Es bleibt trotzdem dabei: Heuer wird die Peheimabfahrt auf der Faschingalm angelegt und beschneibar gemacht", erklärt Stiebellehner. "Das ist ein einstimmiger Beschluss, dem auch die Gemeinden und der Tourismusverband zugestimmt haben." Rund 800.000 Euro werden investiert.
Im Jahr 2005 aber wird dafür gesorgt, dass die Hochsteinabfahrt von der Sternalm bis ins Skistadion durchgehend beschneibar ist. Dafür muss bei der Moosalm ein Teich für die Kunstschneebereitung angelegt werden.
"2005 hat Lienz wieder Weltcuprennen, und dafür brauchen wir die H 2000 als Ausweichstrecke dringend", weiß der Bergbahnenchef. "Als im vergangenen Dezember wegen des Weltcups die Strecke gesperrt war, haben wir die Frequenzrückgänge schmerzlich gespürt." Stiebellehner denkt darüber nach, wie die Skifahrer die Weltcupstrecke unter der Skibrücke beim Gasthof Gribelehof queren könnten.
Brunnalm: Startschuss
Hoch zufrieden mit der abgelaufenen Saison ist auch Andreas Kleinlercher, Geschäftsführer der St. Jakober Brunnalm-Bergbahnen. Für seinen Betrieb war gestern ein historischer Tag: Bauverhandlung für die kuppelbare Sechserbahn, die den alten Weißspitzlift ersetzen wird.
In St. Jakob war das Saisonfinale fulminant: "Trotz des schlechten Wetters hatten wir zu Ostern gegenüber 2003 einen Zuwachs von 40 Prozent."
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Sommerrodelbahn in Lienz?
Kommt Osttirol zu seiner ersten Sommerrodelbahn?
Bericht von tirol.com:
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Gruß Thomas....
Sehr rasch könnte Lienz aber zu einer Sommerrodelbahn kommen.
TVB-Obmann Günther Grausgruber schaut mit feuchten Augen nach Westen. "Die Sommerrodelbahn von Innichen ist hochrentabel." Grausgruber rechnet mit nicht viel mehr als 500.000 Euro Kosten für eine Bahn, die nach der Grundmontage in wenigen Tagen auf- und abzubauen ist. Sie soll vom Taxermoos ins Skistadion führen. Ob sie gebaut wird, hängt vor allem von der Genehmigung der Grundbesitzer ab.
Bürgermeister Hibler wünscht sich "die HochsteinSektion 1 als Erlebnisarena mit Sommerrodelbahn." Er glaubt, dass eine Sommerrodelbahn die Ertragslage der Lienzer Bergbahnen wesentlich verbessern würde. Diese seien ohne Investor nicht in der Lage, Aufstiegshilfen zu erneuern. Die Hochstein-Vollbeschneiung ab 2005 sei aber gesichert.
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Es sind sogar zwei Sommerrodelbahnen geplant! Von tirol.com:
Bin die nächsten zwei Tage im EP
Gruß ThomasGroße Pläne mit dem Hochstein
Stadtführung und TVB möchten aus dem Hochstein eine Sportarena machen.
Von GOTTFRIED RAINER
"Mein Wunsch ist die Hochsteinsektion 1 als Erlebnisarena mit Sommerrodelbahn." Mit Nachdruck deponierte dies Bürgermeister Johannes Hibler jüngst. Damit war die Katze aus dem Sack, die TVB-Obmann Günther Grausgruber dort verwahrt hatte. Grausgruber geht schon lang mit großen Hochsteinplänen schwanger. Die Spitzen von Tourismusverband und Stadt sind sich einig: Sie möchten die unterste Hochsteinsektion verstärkt als Sport- und Erlebnisraum nutzen. Und hoffen auf das Ja der Grundbesitzer. Zu allererst aber auf ein störungsfreies Gesprächsklima.
Ein Rohkonzept liegt schon vor, ausgearbeitet von der Firma tourismus-optimierung.at von Helmut Lindenthaler in Abtenau. Es sieht nicht nur eine Sommerrodelbahn von der Moosalm ins Tal und eine Sommerrodelbahn auf der Moosalm vor. Sondern auch eine Kombibahn. Sie verkehrt mit Acht-Personen-Gondeln und mit Sechs-Personen-Sesseln. Die Gondeln ermöglichen es, auch Sportgeräte zu befördern, und sie bringen Kinder sicherer in die Höhe. Mit den Sesseln werden die Skifahrermassen weggeschaufelt.
Die Moosalm soll auch für Tubing genutzt werden. Ein neuer Gaudisport für die Kinder. Man saust in einer Art Autoreifen über den Schnee (im Sommer über eine Kunststoffbahn). Die Rodelbahn entlang der Weltcupstrecke kann ohne Betonarbeiten aufgestellt und in kürzester Zeit wieder abgetragen werden. Der Schlitten gleitet auf einer erhöhten Aluschiene dahin. Sobald die Abfahrt H 2000 durchgehend beschneibar ist, soll die Weltcuppiste als abgesicherte Rennstrecke mit permanenter Zeitmessung und einer fix installierten Anlage für Videoaufnahmen genutzt werden, schlagen die Tourismus-Optimierer aus Salzburg vor.
Im Bereich der Talstation ist ein "Profitcenter" mit Gastronomie, sportmedizinischer Betreuung, Schulungs- und Analyseraum, Fitness- und Wellnessangebot vorgesehen. Die Kosten ohne Profitcenter: 6,6 Millionen Euro. Davon 4,5 Millionen für die Aufstiegshilfe, 500.000 für die große und 200.000 Euro für die kleine Sommerrodelbahn, 100.000 für Fluchtlicht. Die Umsatzprognose geht von 60.000 Fahrten mit der großen und 40.000 Fahrten mit der kleinen Sommerrodelbahn aus. Insgesamt wird mit 635.000 Euro Einnahmen im Sommer und 715.600 Euro Einnahmen im Winter gerechnet. Sogar mit nur 40 Prozent Eigenmitteln würde sich die Investition rentieren, versichert der Projektverfasser.
Grausgruber bemüht sich inzwischen, Vermögende zum Geldeinsatz in Lienz zu bewegen. "Wenn es mir gelingt, den Hochstein zu beleben, bin ich glücklich", verrät er. "Dieser Berg ist unser Potenzial, wir müssen es nutzen." Der Hochstein liegt ideal, ist durch die Weltcuprennen bekannt, bietet den Skifahrern und Snowboardern 1330 m Höhenunterschied. Allerdings: Die Aufstiegshilfen sind mehr als dreißig Jahre alt. Und den Lienzer Bergbahnen fehlt das Geld, sie zu ersetzen.
Bin die nächsten zwei Tage im EP
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Lienzer Bergbahnen fehlt das geld dieser zu ersetzen?????
Dort ist in 2003 eine neue KSB gebaut, in 2004 weitere besneiung am Zettersfeld, in 2005 steht eine 6er KSB geplant. Und 2 erfolgreichen Jahre.
Auch bauen die eine sommerrodelbahn in 2005. Natürlich haben die dort kein geld mehr für eine kombi-bahn am Hochstein.
Hochstein ist sehr schön und immer ist die Talabfahrt geöffnet (bis im Stadt). Aber das hauptskigebiet bleibt das Zettersfeld (wo man bis 1800 meter abfahren kann, kein talabfahrt wegen südhang). Sie mussen dort mal erst die 4EUB ersetzen für ein moderne EUB.
Dort ist in 2003 eine neue KSB gebaut, in 2004 weitere besneiung am Zettersfeld, in 2005 steht eine 6er KSB geplant. Und 2 erfolgreichen Jahre.
Auch bauen die eine sommerrodelbahn in 2005. Natürlich haben die dort kein geld mehr für eine kombi-bahn am Hochstein.
Hochstein ist sehr schön und immer ist die Talabfahrt geöffnet (bis im Stadt). Aber das hauptskigebiet bleibt das Zettersfeld (wo man bis 1800 meter abfahren kann, kein talabfahrt wegen südhang). Sie mussen dort mal erst die 4EUB ersetzen für ein moderne EUB.
- Nuno
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Faschingalm = ~1600 m. Und ich halte einen EUB auf den Hochstein für Sinnvoller als einen neuen EUB zum Zettersfeld: die wird halt als Zubringer gebraucht, und ganz lang fahrt mann da überhaupt nicht!maartenv84 hat geschrieben:Lienzer Bergbahnen fehlt das geld dieser zu ersetzen?????
Dort ist in 2003 eine neue KSB gebaut, in 2004 weitere besneiung am Zettersfeld, in 2005 steht eine 6er KSB geplant. Und 2 erfolgreichen Jahre.
Auch bauen die eine sommerrodelbahn in 2005. Natürlich haben die dort kein geld mehr für eine kombi-bahn am Hochstein.
Hochstein ist sehr schön und immer ist die Talabfahrt geöffnet (bis im Stadt). Aber das hauptskigebiet bleibt das Zettersfeld (wo man bis 1800 meter abfahren kann, kein talabfahrt wegen südhang). Sie mussen dort mal erst die 4EUB ersetzen für ein moderne EUB.
So weit ich weiss, hat die Gemeinde sehr viel beigesteuert für die Investitionen letzter Jahren.
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Projekte ohne Probleme gibt es wohl niemals...
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Gruß ThomasGrundbesitzer Rohracher gegen Sommerrodelbahn
Auf der geplanten Strecke kann in Lienz keine Sommerrodelbahn errichtet werden. Der Grundbesitzer hält nichts vom Vorhaben.
Enttäuschung für TVB-Obmann Günther Grausgruber: Das Projekt einer Sommerrodelbahn vom Taxer Moos mit Auslauf bei der Talstation der Hochsteinbahn hat derzeit keine Chance auf Verwirklichung. Denn der Grund rund um die Talstation gehört dem früheren Notar Herbert Rohracher. Und der lässt keine Nutzung für eine Rodelbahn zu. Rohracher: "Es stimmt, dass ich keine Sommerrodelbahn auf meinem Grund wünsche. Ich halte das auch für ein wirtschaftlich unsinniges Vorhaben."
Dieser Meinung ist Obmann Grausgruber mit Blick auf die Frequenzen der Innichner Bahn nicht, im Gegenteil: Er glaubt, dass der Hochstein als Skigebiet nur mit zusätzlicher Seilbahnfrequenz durch eine Sommerrodelbahn zu halten ist. Grausgruber ließ ein Konzept ausarbeiten. Die Rodelbahn ist darin nur ein Teil der Gesamtinvestition.
Nun will der TVB-Obmann prüfen, ob Rohrachers Tabuzonen auszuweichen wäre.
"Mein Wunsch ist eine Hochstein-Erlebnisarena mit Sommerrodelbahn", hat auch Stadtbürgermeister Johannes Hibler im Oktober kundgetan.