Bis jetzt leider alles nur Phantasie. Aber vielleicht wird mal der eine oder"Die Investitionen haben sich ganz klar bezahlt
gemacht", erklärt Sepp Sudelfeld, Geschäftsführer der seit heuer
zusammengeschlossenen Bergbahnen Bayrischzell/Sudelfeld AG, unserer
Zeitung. "Auch heuer haben wir nach der Wintersaison wieder unsereren
Umsatzrekord gesprengt. Besonders der neue Pendelbusverkehr
zwischen Spitzingsee, Sudelfeld, Wendelstein, Hocheck und Walchsee
kommt bei unseren Gästen gut an. So besuchen sie am Vormittag zum
Beispiel das seit 2005 zum Alpen-Plus-Verband beigetretene Wendelstein-
Gebiet und lassen am Nachmittag alles beim Sudelfeld ein bisschen
ruhiger angehen. Nach dem Apres-Ski bringt der Alpen-Plus-Bus die
Hotelgäste zurück in die Unterkunft. Aber besonders wir in Bayrischzell
sind vom Schlepplift-Zeitalter in das moderne Sesselbahn-Zeitalter
fortgeschritten, was man auf dem Pistenplan sieht. Natürlich," , so muss
er zugeben, "in den Jahren 2003/2004/2005, da liefen uns die Gäste
davon. Wer fährt schon nach Bayrischzell zum Skifahren, und muss nach
jedem Skitag einen Tag Pausen machen, und die von den Schleppliften
geplagten Füße wieder auszukurieren; wenn ein paar Kilometer weiter
österreichschiche Skigebiete mit modernsten Anlagen locken. Das heißt
aber natürlich nicht, dass es jetzt andersrum ist. Wir, das heißt die Alpen-
Plus-Partner, aber auch Skigebiete aus dem benachbarten Tirol wollen
nach und nach einem grenzüberschreitendem Super-Ski-Pass nahe
kommen, wir wollen miteinander arbeiten, nicht gegeneinander. Der erste
Schritt wurde übrigens schon lange getan: Der Anschluss des Skigebiets
Zahmer Kaiser, das bekanntlich in Tirol liegt. Dieser Super-Ski-Pass
würde zum Beispiel aus dem im letzten Jahr wiederöffnetem Skigebiet
Kufsteiner Kaiserlifte, den Freeride-Gebieten Wendelstein und
Hochriesbahnen, dem Sudelfeld, Spitzingsee, Walchsee, Brauneck,
Wallbergbahnen, und weiteren kleineren Gebieten bzw. Übungsliften
bestehen." Sepp Sudelfeld weiß, ohne den Investitionen in den Alpen-Plus
Skigebieten wäre alles daraus nichts geworden. "Zwei neue sogenannte
6KSB, fünf 4KSBs, eine fixe 4SB, Erweiterung der Beschneiungsanlagen
und vieles mehr, wie das Kinder-Erlebnis-Land im Unteren Sudelfeld, oder
an den Bergbahnen Zahmer Kaiser; das alles haben wir getan, um wieder
konkurrenzfähig zu werden. Doch das größte Projekt ist derzeit in
Planung: Die Brünnsteinbahn. Eine Kabinenbahn soll zwischen Sudelfeld
und Oberaudorf, auf den Brünnstein führen. Damit wären wir auch dem
Zusammenschluss von Bayrischzell/Sudelfeld und Hocheck/Bad Trissl
sehr nahe. Derzeit werden Trasse und Stationen der Bahn geplant."
Dieser Pistenplan entspricht nicht der Wirklichkeit!
Armin Alpe, der Vorsitzende des Alpen-Plus-Verbands muss lachen, als
wir ihn auf die Krise des Skigebiets Spitzingsee vor einigen Jahren
aufmerksam machen. "Heutzutage überhaupt nicht mehr möglich", sagt
er. "Im Jahr 2004 kam die "Wiederbelebungs-Aktion" der bayrischen
Skigebiete zwischen München und Wildem Kaiser so richtig ins Rollen."
Am Spitzingsee bauten wir zuerst eine neue kuppelbare Vierersesselbahn.
Nicht zu vergessen sind natürlich die Erweiterungen der
Beschneiungsanlagen."
Wir, das Redaktionsteam, fahren weiter in Richtung Oberaudorf und
parken am neuen Einstieg in Bad Trissl. Eine moderne Bubble-Bahn mit
der aufregenden Länge von über 2000 Metern schwebt in wenigen
Minuten vom Ortsteil Bad Trissl unterhalb des Hochecks, an die Talstation
des alten Finkenlifts, der die Verbindung in den anderen Teil des
Skigebiets herstellt. "Der alte Finken-Tellerlift ist uns geblieben", erklärt
Horst Hocheck, Geschäftsführer der Bergbahnen Hocheck-Bad Trissl. "Vor
vier-fünf Jahren waren wir skeptisch, ob wir die schönen, breiten
Abfahrten nach Bad Trissl wiederbeleben sollen. Früher standen hier mal
zwei Schlepplifte. Aber wir führten mehrere Gespräche mit
Grundstücksinhabern, mit dem Chef der Klinik Bad Trissl, mit dem
Bürgermeister und dem Gemeinderat und vor der Saison 2006/07
konnten wir dem Bau der kuppelbaren Vierersesselbahn mit
Wetterschutzhauben beginnen. Das Projekt wurde zusammen mit den
Firmen Doppelmayr und LST realisiert, da LST alleine noch zu wenig
Erfahrung mit kuppelbaren Bahnen hatte. Auch wir konnten, genauso wie
das Skiparadies Sudelfeld, unseren Rekord heuer knacken. Also,
besuchen sie uns. Es loht sich!"
andere Brocken davon Wirklichkeit