Ein sehr interessanter Exkurs zu Frankreich und gerade auch den USA:
Ich hätte mir das jetzt auch durchaus gut vorstellen können, dass ich auf der Anlage einen zweiten gerne auch etwas weniger qualifizierten habe der hauptsächlich draussen die Gäste bespasst, womit ich dann mehr Zeit für die "wichtigen" Dinge habe. Es hat auch durchaus seinen Charme, dass manche Aufgaben nichtmehr unbedingt von Personal sondern von Maschinen erfüllt werden (z.B. das mit den Karten), aber mehr Zeit für den Kunden und diesem das Urlaubsgefühl zu geben kann nur positiv sein.
Bezüglich den Generationen stehe ich etwas au contraire zu Klemmes Meinung auch wenn ich die Argumentation durchaus nachvollziehen kann. Langfristig kann sich die Entwicklung durchaus dahin begeben, dass die "jüngeren" eher wieder in den langsamen Bereich gehen aber zumindest mittelfristig denke ich zumindest wenn ich so mein doch recht weites Umfeld an Skifahrern aller Altersstufen ansehe, dass es eher so ist, dass die Generation bis ca. 35 eher dem technischen Komfort zugeneigt ist, während die Menschen über diesem Alter noch mehr Wert auf ein persönliches und ansprechendes Umfeld legen. Damit will ich nicht sagen, dass die ältere Generation nicht gewisse Feinheiten wie Kuppeltechnik zu schätzen weiß, aber die "Übertechnisierung" in Form von z.B. Sitzheizung, WLAN am Lift etc. die eher ein Nice-To-Have als einen messbaren Komfortvorsprung beim Skifahren (i.s.V. z.B. schneller wieder auf der Piste zu sein und das bei gemütlicherem Einstieg) darstellt braucht dort eher kaum einer, während die Jüngeren dann schnell geneigt sind, sich über "das alte Glump" aufzuregen wenn sie mal einen fixen 3er mit Lattenrostsesseln oder einen kuppelbaren 4er mit integrierter Rückenmassage fahren müssen und die Schleppliftfahrt auch nicht durch einen netten Plausch mit dem Liftler anziehender wirkt. Das soll übrigens keinesfalls wertend gemeint sein, denn ich kann durchaus für beide Seiten den Charme des jeweiligen verstehen.
Wo ich dir aber völlig zustimmen muss ist zu der "provokanten" Aussage. Ich war selbst in einem Gebiet tätig das so ungefähr diesen Wandel mitgemacht hat von wir brauchen jetzt was kuppelbares um groß mitspielen zu können über die Rettung aus Staatsmitteln bis hin zum jetzigen Konzept das langsam aber sicher wieder in Richtung der Langsamkeit tendiert. Ich denke auch, dass diese Langsamkeit wie man ja an einigen Beispielen sieht auf lange Sicht hinweg für viele der kleineren die einzige Möglichkeit sein wird sich dem ruinösen Kampf um schneller, höher, weiter zu entziehen. Was aber vielen dieser Betreibern noch fehlt ist die Einsicht nicht nur mit Langsamkeit für sich punkten zu können, sondern diese eben auch mit USPs abzurunden und genau da kann eben dazu gehören, dass man villeicht weniger Anlagen hat aber an diesen persönlich begrüßt wird, sich abgeholt fühlt.
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Re: Zusatzgebühren für Tagesgäste
Wer Langsamkeit will, kann ja auf die Schatzalp ins Retro-Skigebiet. Glaube nicht, dass man dort allzuviel junge Leute finden wird .. oder auch Leute generell
. Ich hab lieber brauchbare komfortable Anlagen und gute Pisten als eine persönliche Begrüssung.
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Re: Zusatzgebühren für Tagesgäste
Ich glaube du hast nicht ganz verstanden auf was ich hinauswillsheridan hat geschrieben: 26.02.2022 - 20:50 Wer Langsamkeit will, kann ja auf die Schatzalp ins Retro-Skigebiet. Glaube nicht, dass man dort allzuviel junge Leute finden wird .. oder auch Leute generell. Ich hab lieber brauchbare komfortable Anlagen und gute Pisten als eine persönliche Begrüssung.
Um ein ganz einfaches und leicht provokantes Beispiel zu nennen.
Ich habe über die Jahre in denen ich beim Lift war ganz grob geschätzt bei den folgenden Kommentaren ein Verhältnis von 100:1 gehabt
"Oh schön dass man dich wieder sieht wie gehts? Ja super da kommt man immer gerne zu euch! Trifft man sich heute abend beim xxx wie letztes Jahr?"
"Oh wie schön eure Sitzheizung die funktioniert einfach besser als woanders genau deswegen komme ich zu euch!"
(Und um noch ehrlicher zu sein fällt den meisten erst auf, dass es eine Sitzheizung gibt wenn man sie mal ausschaltet oder das Mistding mal wieder nicht so will wie man selbst
Nettes Personal entbindet den Betreiber sicherlich nicht davon für Komfort zu sorgen, aber gerade bei kleineren Skigebieten sind es dann doch oft auch die "Soft-Skills" die anziehen. Sind wir uns doch auch mal ganz ehrlich - Für mindestens 70% der Skifahrer reichen 2 längere Komfortanlagen mit je 3-4 Pisten locker aus um denjenigen den ganzen Tag zu unterhalten die meisten können doch wenn sie jede Piste 2mal gefahren sind schon nichtmehr. Die restlichen 30% haben dann eben unterschiedliche Interessen - Ich zum Beispiel fahr dann gerne mal andere Ecken mit Schleppliften an und halte ein Pläuschchen mit den "Kollegen" - Andere wiederum nutzen die restlichen 15 kuppelbaren Anlagen bis die Waden brennen. Schlussendlich keinem wird es aber gefallen wenn er immer nur vom Liftler angegrantelt wird und da kann auch die D-Line mit Sitzheizung, blauen Bubbles und Fotopoint nichts retten oder?
*edit* Meinen vorigen Beitrag gerade nochmal gelesen und dort wohl auch nicht genug herausgearbeitet wie ich es meinte also nichts für ungut