Tolle Investition! Der Trend der Davos-Klosters Mountains, sich möglichst aller anspruchsvollen Pisten zu entledigen, war bisher ja noch zu verschmerzen; man kann ja überall trotzdem noch runter. Wenn sie jetzt aber anfangen, die Anlagen zu kürzen, weiß ich auch nicht mehr weiter. Überhaupt braucht an der Ecke kein Mensch eine KSB, das Geld kann man sich sparen!
Bei Bräma darf doch gar nicht mehr der obere Teil erschlossen werden. Wegen Naturschutz (Moräne) oder so, hat mir ein Einheimischer gesagt.
Dem Jakonshorn stehe ich sehr negativ entgegen. An Spitzentagen ist das Jakobshorn einfach der blanke Horror, denn die drei KSB's schaufeln soviele Leute auf die Piste, dass da kaum ein Flecken freibleibt. Dann war immer Bräma die Ausweichstelle. Nun wird auch das Massentauglich gemacht. Dazu sind die meisten Pisten sowas von langweilig und einfach gleich (Ausnahme Buckelpisten Jatz Quattro und Bräma, Talabfahrt und Bräma). Für mich das unattraktivste Skigebiet Graubündens (Aber mit dieser Aussage stehe ich leider fast immer alleine da).
Kurz OT: In Splügen war man drauf und dran, das Tal à la Reschensee einfach zu überschwemmen, wo plötzlich gestaut wurde und die Bevölkerung zu fliehen hatte.
Ebenfalls schon im Gespräch (wenn auch nicht offiziell, aber hinter vorgehaltenen Händen) war eine (Teil)überflutung des Prättigaus. Gab also schon einiges...
Mulegns ist übrigens mit 25 Einwohnern die zweitkleinste Bündner Gemeinde. Der Anblick dieses Dorfes ist einfach traurig. Die Kirche ist am vergammeln und verfallen, einige Häuser in einem erschreckenswerten Zustand (Ja sogar akute Einsturzgefahr). Wenn dieses Dorf mehr Geld bekommen hätte, sähe das ganz anders aus.
Naja, wenn der Bügellift oben wirklich bleibt kann man eigentlich nicht viel sagen. Das man die KSB nicht hoch ziehen kann ist klar (oder wollt ihr lieber einen "hübschen" reingesprengten Ziehweg, der den ganzen oberen Rücken verschandelt (wobei das m.E. nicht mal möglich wäre wegen irgend welchen Umweltschutzbestimmungen die für den Schutthaufen da oben gelten.)?). Die Pisten ab der Mittelstation sind aber durchaus massentauglich und vertragen eine 4-SBK locker. Nicht das ich das mögen würde, aber die Herren da wollen verständlicherweise Geld verdienen - und im Moment ist der Bräbabüellift nichtmal in der Hochsaison ausgelastet. Einzelne Schlepplifte haben es in stark modernierten Gebieten eh immer schwer. Die modernen Anlagen locken in erster Linie "faule" Leute an, die dann aber an solchen Nebenanlagen nicht interessiert sind.
Wenn ein bereits erschlossener Bergrücken aus Umweltschutzgründen "gar nicht mehr" erschlossen werden darf (also auch nicht wie bisher?), dann sollten sich die Entscheidungsträger im Bezug auf die extremen Geländeverunstaltungen, die mal so eben genehmigt und durchgeführt werden, mal über die Begriffe Maßhaltigkeit, Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit Gedanken machen.
Pilatus hat geschrieben:Die Pisten ab der Mittelstation sind aber durchaus massentauglich und vertragen eine 4-SBK locker.
Das ist genau das Problem, die ausschließliche Fokussierung auf irgendeinen idealisierten durchschnitts-Skifahrer, der platte Autobahnpisten mit kuppelbaren Sesselliften vorzufinden wünscht.
Das "freeride" Pischa Gebiet hilft als Alternative dazu mit seinen flachen Hängen kaum weiter.
Jakobshorn bietet bisher zwar neben den Autobahnen durchaus noch genug Abwechslung an interessanten Abfahrten, aber ein wichtiger Pfeiler ist dabei nunmal der SL Brämabüel.
Da muss ich dir vollkommen recht geben, nur lässt sich bei den "durchschnitts-Skifahrern" mehr Geld abschöpfen. Die Pischa hat nur ein Problem: Wenn es da eine EUB vom Dorf aus gäbe + 5-KSB's, dann wäre das Parsenn II... Die Hänge wären ja für Pistenautobahnen prädestiniert. Aber wer fährt schon da nach hinten, wenn es Skigebiete mit Zubringerbahnen vom Dorf aus gibt, die erst noch besser ausgebaut sind? Das gleiche gilt für das Rinerhorn.
Komischerweise zahlt man in der Gemeinde Marmorera mitunter die tiefsten Steuern im Kanton Graubünden, und das nicht deshalb weil da so viele Reiche wohnen. Sondern weil die Gemeinde von den Wasserzinsen grosse Einnahmen hat. Praktisch alle Gemeinde mit Stausee haben einen sehr tiefen Steuersatz (so auch Innerferrera, Sufers, Tujetsch). Somit haben die "versklavten" Bergler ebenfalls profitiert. Arbeitsplätze sind an Orten wie Marmorera sonst nicht gerade zahlreich vorhanden.
Aber ist halt einfacher den bösen Städtern die Schuld für alles "schlechte" zu geben...und all diese Leute welche diesen scheusslichen Strom auch noch brauchen
Grosses Kompliment, wie Du es immer wieder schaffst, gerade aus dem Jura hervorragende Bilderserien mitzubringen. Ich muss nächste Saison definitiv mehr in den Jura zum Skifahren - sieht wirklich super aus, und zudem liegt dieses Gebiet ja relativ nahe vor meiner Haustüre...
Grosses Kompliment, wie Du es immer wieder schaffst, gerade aus dem Jura hervorragende Bilderserien mitzubringen. Ich muss nächste Saison definitiv mehr in den Jura zum Skifahren - sieht wirklich super aus, und zudem liegt dieses Gebiet ja relativ nahe vor meiner Haustüre...
Luftlinienmässig ist es relativ nahe, trotzdem brauchst du fast gleich lange wie bis nach Engelberg. Das liegt vor allem an der verschissenen Anbindung vor allem die durchfahrt durch Biel/Bienne ist eine Katastrophe. Dann die Strecke entlang des Bielersees zieht sich endlos dahin. Neuenburg geht noch gut, allerdings ab Dombresson wieder endlose ebene und überall an den fiesesten Ecken Blitzer und 60er Zonen. Alternativ bis Biel auf der Autobahn, dann Richtung Moutier weiter auf der Autobahn. Bei Sonceboz/Sombeval ab der Autobahn und Richtung St. Imer. Das ist eher vom Jura angehaucht. kaum Dorfdurchfahrten, zudem keine Blitzer
Zuletzt geändert von ATV am 21.04.2009 - 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
Danke fuer Info. Ist zeitmaessig schon nicht so schnell, das ist mir schon klar. Aber beispielsweise ist die Strecke ueber Basel-Delémont-Le Noirmont dafür wunderschön...
Und Engelberg muss ich mir nicht mehr antun, da ziehe ich mittlerweile den Jura vor!
Habe mich schon gefragt wenn du heute in Scuol gewesen wärst zum Bild des Bahnhofes geschrieben hättest nun sind auch noch die Schienen weg . Hätte so einen Guten untertitel in Scuol ist die Maul und Klau Seuche rum tagsüber wird gemault und nachts geklaut besonders betroffen Bergbahnen und RhB
Kam leider erst heute zum Lesen dieses wunderbaren Topics - merci! Ich ärgere mich immer noch grün und blau, dass ich in den Sedruner Föhnwolken sass über Ostern statt in Savagnières... zzz... und bei Scuol komm ich natürlich immer mit meinen 1980er-Fotos und -Videos, wenn jemand vom Poma-Lift und vom Drillings-Lift spricht.
Die Materialseilbahn bei Frick hab ich als Kind immer gaaaanz genau anschauen wollen, mein Grossvater musste immer das Tempo drosseln. Und... kanns sein, dass ich in den später 1970ern die Materialbahn bei Läufelfingen noch gesehen habe auf dem Weg über den unteren Hauenstein? Irgendwie schwirrt mir sowas im Kopf rum.
Das Schild in der Talstation der DSB ist eine Stilblüte vom Feinsten! Der wahre Brüller ist jedoch, das die I-Punkte herzförmig sind! Ein Schelm wer Übles dabei denkt.
Da könnte man eine Abhandlung darüber schreiben: "Das Paarungsverhalten des normalen Wintersportlers (Homo hivernalis) im Allgemeinen sowie im Speziellen".