Im Ansatz ist die Untersuchung sicher nicht schlecht, zielt aber nur auf die Massendestinationen ab und lässt Nischenkandidaten völlig unter den Tisch fallen. Wieder Beispiel Krippenstein: Im Gesamtmarkt völlig unbekannt, jedoch für seine Zielgruppe ein Hot Spot mit hoher Bekanntheit und Begehrlichkeit.
Da greift die Dimension "Bekanntheit" gemessen über den Gesamtmarkt zu kurz, schließlich landen dort die traditionellen Ziele (Garmisch, Oberstdorf, Kitz) ganz oben, was aber nicht zwingend für eine erfolgreiche Positionierung ist. Unter der Dimension "Begehrlichkeit" (wie auch immer die erhoben wird) ist das Problem ähnlich gelagert.
Auch der Fokus auf den deutschsprachigen Raum deckt nicht annähernd die Realität ab: In manchen Orten wimmelt es von Holländern und co, und in Bormio dürften deutschsprachige Gäste fast völlig untergehen, trotzdem ist das Gebiet sicherlich nicht unerfolgreich - wird in dieser Kategorisierung aber in die Loosergruppe gesteckt. Verbier sei der Studie nach unbekannt, angeblich brummen dort aber die Geschäfte durch internationale Kundschaft. Und bei den deutschsprachigen Freeridern hat wohl auch schon jeder von dem Ort gehört. Auch Sulden gilt der Studie nach als "Verlierer", in der Praxis stellt sich das aber sicherlich auch etwas anders dar.
Das mir der Markenbekanntheit ist allerdings auch kleines Marketing-Einmaleins.