Man muss zwei unterschiedliche Zeitpunkte betrachten: Dezember 2025 und Dezember 2032.Seilbahnjunkie hat geschrieben: 10.05.2023 - 12:17 Bis 2026 soll es auch direkte Zugverbindungen von Mailand nach Innsbruck geben. Selbst wenn die nicht passen, könnte man auch einen Hochgeschwindigkeitszug bei der italienischen Staatsbahn mieten und die Sportler damit nach der Eröffnung nach Innsbruck bringen.
Für eine kurzfristige Verbesserung habe ich den ÖBB folgenden Vorschlag gemacht:
Aktuell werden die ÖBB-Nightjets München/Wien - Milano/Roma in Villach ausgekreuzt und zwar dergestalt dass die beiden Railjets A und B im Zugverbund von München aus über Salzburg und Bad Gastein nach Villach fahren und die beiden anderen Railjets C und D im Zugverbund von Wien aus über den Semmering nach Villach. Nach dem Auskreuzen von jeweils einer Zughälfte, also Taurus + 7 Wagen, fahren dann die zwei Railjets A und C im Zugverbund von Villach nach Milano einerseits und die beiden anderen Railjets B und D im Zugverbund von Villach aus über Bologna nach Roma Termini andererseits.
Ich habe nun bei den ÖBB angefragt, ob man den Auskreuzungspunkt nicht von Villach nach Verona legen könnte. Von Wien nach Roma Termini über Verona ist es nur ein kleiner Umweg, zumal Verona - Bologna mittlerweile auf Vmax = 200 km/h ausgebaut ist. Von München aus ist aber die Brennerachse über Innsbruck und Bozen bei weitem wichtiger als die Tauernachse über Bad Gastein und die Fahrt über Innsbruck bedeutet von München aus eine Zeitersparnis von über 2 Stunden. Die ÖBB haben mir geantwortet, dass man das prüfen werde. Vielleicht geht der Vorschlag schon im Dezember 2025 in Betrieb.
Ohnehin ist momentan der Tagesverkehr mit den Eurocitys von München über Innsbruck nach Verona sehr ineffizient organisiert. Lediglich beim EC 80/81 (München ab 7.34 Uhr, Bologna C an 14.10 Uhr; Bologna C ab 15.50 Uhr und München Hbf an 22.27 Uhr) und beim EC 88/89 (Verona PN ab 9.01 Uhr, München Hbf an 14.27 Uhr, München Hbf ab 15.34 Uhr, Verona PN an 20.56 Uhr können zwei Zugläufe an einem Tag mit nur einer Garnitur absolviert werden. Bei den EC 82, 83, 84, 85, 86 und 87 kann nur eine Zugfahrt am Tag absolviert werden, sodass insgesamt 8 Garnituren erforderlich sind. Eine Reserve gibt es nicht. Meistens besteht eine Garnitur aus dem Taurus und 8 Wagen, davon sind 5 Bpmz, ein Bvmz, ein ADbmpsz und ein Avmz.
Nach dem aktuellen Planungsstand werden ab Dezember 2025 zusätzlich zwei Frecciarossa 1000-Garnituren der FS, wobei eine den Zuglauf Milano C - Verona PN - München Hbf und die andere Garnitur Roma Termini - Bologna C - Verona PN - München Hbf hat, fahren.
Zwischen Bozen und München wird nur noch auf dem Brenner und in Innsbruck Hbf gehalten. Die Beförderungszeit Roma Termini - Innsbruck Hbf soll auf unter 6:30 Stunden gedrückt werden und Roma Termini - München Hbf auf unter 8 Stunden. Ab Dezember 2032 wird dann Roma Termini - München Hbf in weniger als 7 Stunden gefahren werden.
https://www.fsnews.it/it/focus-on/corpo ... onaco.html
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 10.05.2023 - 12:17 So ein Blödsinn. Man hat die Bevölkerung zu diesem Umstand gar nicht befragt, sondern nur zu einer eigenständigen Bewerbung von Innsbruck. Das kann man überhaupt nicht vergleichen, nicht man ansatzweise. Das wäre so, als würde man jedes ÖV Seilbahnprojekt in München abblocken, wenn es einen Volksentscheid gegen ein riesiges Seilbahnnetzt gegeben hätte. Da wärst du der erste der nach Differenzierung schreien würde.
Die Absage an die Olympischen Spiele war so krachend, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es etwas am Nein ändern würde. Abgesehen davon wäre es keineswegs so, dass nur in Igls alles abgesperrt würde. Selbstverständlich wäre auch Innsbruck von den Absperrungen in Igls betroffen.
Hinzu kommt noch, dass die Planung der neuen Patscherkofelbahn verkehrsplanerisch (nicht seilbahntechnisch!) eine krachende Fehlplanung ist. Selbstverständlich hätte die Talstation der neuen Patscherkofelbahn neben dem Tivolistadion in Innsbruck situiert werden müssen, sodass man dann mit einer 10-EUB in 3 oder auch 4 Sektionen auf den Patscherkofel (Station neben der Bergstation des alten Sessellifts) mit Durchlaufbetrieb hätte fahren können. Die Stationierung der neuen Talstation am Römerweg zieht ja geradezu neuen Autoverkehr an.
Bei einer EUB Innsbruck Tivolistadion - Igls - Patscherkofel Bergstation - Patscherkofel Gipfelstation hätte am in der ersten Sektion bis Igls den VVT-Tarif angewendet. Klimaticket usw. wäre in der ersten Sektion der EUB gültig gewesen.