Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

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turms
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von turms »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 15:07 Also vor Corona-Zeiten sind wir aus Hamburg grundsätzlich mit dem Zug nach Gastein gefahren, gerade mit den beiden Kindern. Eine lange Autofahrt war in Zeiten vor I-Pad & Co ziemlich laaaangweilig. Im Zug hat man sich ein Abteil reserviert, die Kinder haben nach kurzer Zeit irgendwo anders im Zug andere Kinder kennen gelernt und dann war es sehr gemütlich. Ein riesen Vorteil natürlich, dass Gastein Eurocity-Halt ist und wir alle Klamotten unten haben, also eigentlich alle nur mit einem kleinen Koffer anreisen müssen. Ich vermeide mittlerweile aus Bequemlichkeit überall, wo es geht, das Auto. Das ist im Grunde so bescheuert, sich in eine Blechkiste zu setzen und da 10h selbst runter zu gurken, wo es doch Züge gibt, die sowieso dahin fahren. Wir hatten es hier ja schon mal in einen anderen Fred über Zukunft des ÖPNV.

Vor 2 Wochen bin ich noch bis 14:00 Uhr in Gastein Ski gefahren und dann direkt von der Piste 50 Meter Fußweg ab in den Eurocity nach München. Sehr kommod und das ist m.E. auch die Zukunft. 80% der Energie der Skigebiete wird nicht etwa beim Kunstschnee sondern bei der Anreise der Gäste verbraucht. Das hat man zwar beim Badeurlaub auch, aber nur den Skifahrern wirft man es komischerweise vor. Ist ja auch egal, wir steigen trotzdem auf die Bahn um, nicht nur aus ökologischen Motiven, sondern weil es einfach die bequemere Variante ist.

Gepäck kann man auch mit DHL und Hermes versenden.
ja aber das meine ich. Ihr habt Fast alles unten. Es ist ganz anders.
Quasi ... Der Service DHL Reisegepäck wird zum 31.12.2021 abgeschafft. Ab dem 01.01.2022 können unverpackte Gepäckstücke nur noch als Paket mit Sperrgutzuschlag unter Einhaltung der entsprechenden Regelungen versendet werden.

Hermes sagt 120 x 60 x 60 cm. d.h. die Ski (mind für die Erwachsene) man muss mitnehmen. Aber wenn nur das ist , ist nicht so schlimm
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Tiob
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Tiob »

Ein par gute Impulse sind durchaus darunter. Für Orte am Tal Ende wie Lech, Gargellen, oder das Brandertal sehe ich tatsächlich Potential in einer Verkehrsberuhigung. Der dadurch frei werdende Platz darf aber nicht wie in Zermatt genutzt werden um auf den letzten Quadratmeter alles mit Häusern voll zu quetschen. Auch bei der Anreise per Zug gibt es einiges Potential. Man müsste (Nacht-) Züge aus Norddeutschland, dem Niederrhein, Belgien und den Niederlanden in den Hauptreisezeiten anbieten, am besten in Kooperation mit Destinationen und Hotels sodass der Gast ein Pauschalangebot Anreise+Hotel+Skipass buchen könnte. Dabei könnte ein Gepäckservice oder Shuttleservice am Zielort in Vorarlberg um den Komfort nochmal zu erhöhen. Den Zug von Hamburg nach Chur habe ich beispielsweise schon öfters anstatt des Autos genutzt. Dass Autos in Punkto Flexibilität und Schnelligkeit unschlagbar sind ist klar aber ich denke der ein oder andere würde das für eine entspannte Anreise in Kauf nehmen.

Eine vernünftige Raumordnung bei der Erstwohnsitze ganz klar bevorzugt werden und der Zersiedelung Einhalt geboten wird ist sowieso enorm wichtig.

Also einige vernünftige Ideen darunter! Ich finde gut dass man versucht Wirtschaft und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen und nicht gegeneinander ausspielt.
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turms
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von turms »

Laut Walchofer (Zauchensee and co.) ca 38% der Energie der Skigebiete wird bei der Anreise der Gäste verbraucht (mit Auto) und 4% bei Kunstschnee.
Ob das stimmt k.a.
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Reginleif »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 15:07 Das ist im Grunde so bescheuert, sich in eine Blechkiste zu setzen und da 10h selbst runter zu gurken, wo es doch Züge gibt, die sowieso dahin fahren.
...
Ist ja auch egal, wir steigen trotzdem auf die Bahn um, nicht nur aus ökologischen Motiven, sondern weil es einfach die bequemere Variante ist.
Das kann man halt so oder so sehen. Ich kann irgendwo nachvollziehen, dass jemand das so sieht. Insbesondere wenn es stellplatztechnisch zu Hause oder am Zielort schwierig ist.
Für mich ist absolut nichts bequem daran in einen Zug zu sitzen der nicht bei mir vor der Haustür abfährt und auch nie exakt da hält wo ich dann aussteigen will. Dazu meist die Lautstärke im Zug, andere Leute die stören, keine Privatsphäre etc. Im Auto habe ich dagegen 10h in denen ich mit Mitfahrern über egal welches Thema in egal welcher Lautstärke quatschen kann. Oder ich kann meine Gedanken sortieren und Selbstgespräche führen ohne dass es jemanden stört. :lol: Dazu habe ich Spaß am Fahren, wenn ich auf der Strecke nen schönen Platz entdecke kann ich wenn ich will spontan kurz anhalten. Wenn ich will kann ich auf der Rückfahrt ne andere Route wählen etc.
Hätte ich Kinder und die würden sagen Papa können wir mal kurz in den Wald da könnte ich anhalten etc. Einen Film können sie auch im Auto schauen. Für mich ist jeglicher ÖPNV total unflexibel und unbequem. Und im Gegenteil habe ich im Auto den Vorteil, dass ich mich während der Fahrt im Optimalfall auf den Verkehr konzentriere und damit die Dauer der Reise viel erträglicher wird als z.B. im Zug. Schlafen auf Reisen im Zug/Bus oder Flugzeug geht für mich absolut nicht und damit empfinde ich Zug und Busfahrten oder Flüge als extrem belastend und ermüdend.
So unterscheiden sich da halt die Gemüter. :biggrin:
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von flamesoldier »

albe-fr hat geschrieben: 10.02.2022 - 13:10
Julian96 hat geschrieben: 09.02.2022 - 21:42as sind über 45ct pro Kilometer, da braucht man schon ein eher gehobenes Auto um auf die Kilometerkosten zu kommen.
klar, sowas wie einen Golf 1.5 TSI - der liegt laut ADAC bei 49,5ct/km --> https://assets.adac.de/image/upload/v16 ... whgbcz.pdf
Die ADAC Liste ist nur bedingt aktuell. Für mein Auto wird dort ein Wertverlust von > 500 €/Monat angesetzt. Die ADAC Leute sind lustig, aktuell lässt sich mit meinem 22 k km/8,5 Monate alten Auto ein Wertgewinn von > 400 €/Monat realisieren :lach:
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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Kreon100
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Kreon100 »

Julian96 hat geschrieben: 10.02.2022 - 15:28
Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 15:07 Das ist im Grunde so bescheuert, sich in eine Blechkiste zu setzen und da 10h selbst runter zu gurken, wo es doch Züge gibt, die sowieso dahin fahren.
...
Ist ja auch egal, wir steigen trotzdem auf die Bahn um, nicht nur aus ökologischen Motiven, sondern weil es einfach die bequemere Variante ist.
Das kann man halt so oder so sehen. Ich kann irgendwo nachvollziehen, dass jemand das so sieht. Insbesondere wenn es stellplatztechnisch zu Hause oder am Zielort schwierig ist.
Für mich ist absolut nichts bequem daran in einen Zug zu sitzen der nicht bei mir vor der Haustür abfährt und auch nie exakt da hält wo ich dann aussteigen will. Dazu meist die Lautstärke im Zug, andere Leute die stören, keine Privatsphäre etc. Im Auto habe ich dagegen 10h in denen ich mit Mitfahrern über egal welches Thema in egal welcher Lautstärke quatschen kann. Oder ich kann meine Gedanken sortieren und Selbstgespräche führen ohne dass es jemanden stört. :lol: Dazu habe ich Spaß am Fahren, wenn ich auf der Strecke nen schönen Platz entdecke kann ich wenn ich will spontan kurz anhalten. Wenn ich will kann ich auf der Rückfahrt ne andere Route wählen etc.
Hätte ich Kinder und die würden sagen Papa können wir mal kurz in den Wald da könnte ich anhalten etc. Einen Film können sie auch im Auto schauen. Für mich ist jeglicher ÖPNV total unflexibel und unbequem. Und im Gegenteil habe ich im Auto den Vorteil, dass ich mich während der Fahrt im Optimalfall auf den Verkehr konzentriere und damit die Dauer der Reise viel erträglicher wird als z.B. im Zug. Schlafen auf Reisen im Zug/Bus oder Flugzeug geht für mich absolut nicht und damit empfinde ich Zug und Busfahrten oder Flüge als extrem belastend und ermüdend.
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Ja klar, das "bescheuert" bezog sich jetzt auf die eigene Situation. Wenn man irgendwo auf dem Land wohnt, erst einmal mit dem Überlandbus zur nächsten Schienenbushaltestelle, dann Regionalbahn etc. fahren muss, um den Fernzug zu erreichen, ist das Blödsinn. Wenn man aber zentral mit guter Fernzuganbindung wohnt, sollte man sich mal drauf einlassen. Tatsächlich habe ich davor auch immer aus genau den von dir genannten Gründen die Autofahrt bevorzugt. Mittlerweile finde ich es nur noch nervig. Man kennt doch an der A7 schon jeden Kantstein und über Halle ist es auch nicht mehr schöner. Verschenkte Lebenszeit. Dann lieber Kopfhörer auf, Serie gucken, Buch lesen, ein paar e-mails beantworten und man hat in den 10 h was sinnvolles erlebt. Man kann aufstehen, ins Bord-Restaurant gehen, mal einfach nur dösen. Freu mich schon auf die nächste Fahrt.
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Wooly
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Wooly »

ThomasZ hat geschrieben: 10.02.2022 - 12:41 Sorry, es geht bei mir nicht um ländlichen Raum, sondern Ballungsgebiet NRW.

Und ich bin ganz ehrlich, es geht vielfach gar nicht um Geld. 1. Ich habe keinen Bock, bei Wind und Wetter, erst zur Bushaltstelle zu laufen, im ungünstigsten Fall nass im Bus zu sitzen dann wieder draußen zu stehen, auf den Anschluss zu warten, und zum Schluss nochmal 10 Minuten durch Regen zu laufen, um dann nass im Büro anzukommen. 2. Nachmittags mache ich dann Feierabend, wenn ich fertig bin und dann will ich zügig los. 20 Minuten auf den Bus warten ist Zeitverschwendung. 3. Sehr oft erledige ich Dinge auf dem Weg. Erst mit dem ÖPNV nach Hause, um dann mit dem Auto wieder los?

Die idealen Vorstellungen der Umweltversteher passen seltenst zu den Lebenswirklichkeiten.
Da ich einige Menschen kenne, die im Ballungsgebiet NRW wohnen ... die fahren inzwischen fast alle eher mit den Öffentlichen, weil sie es satt haben andauernd im Stau zu stehen ... geht mir übrigens im Ballungsgebiet Karlsruhe/Mannheim/Stuttgart auch nicht anders. Was ist denn da mit der Zeitverschwendung? Und im Zug kann ich ohne Probleme arbeiten, Autofahren ist da komplett verschenkte Zeit.
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Reginleif »

Wooly hat geschrieben: 10.02.2022 - 17:29
...geht mir übrigens im Ballungsgebiet Karlsruhe/Mannheim/Stuttgart auch nicht anders. Was ist denn da mit der Zeitverschwendung? ...
Ich meide solche Regionen einfach oder fahre sie so an, dass ich immer vor oder nach dem Hauptverkehr durch bin. Bei ca. 30 Fahrten am Stuttgarter Kreuz stand ich so erst einmal im Stau. Mache mir dann vor Ort einen chilligen Tag aber vergeude die Zeit nicht mit schnödem Warten an einem versifften Bahnhof oder einer Bushaltestelle.
Und wenn ich dort zwanghaft fahren müsste, weil ich dort wohne, würde ich einfach dort weg ziehen :lol: Man hat fast immer im Leben die Möglichkeit seinen Wohnort und Arbeitsplatz zu wählen. Mit den möglichen Problematiken die jede Entscheidung mit sich bringt sollte man sich halt immer erstmal auseinandersetzen. Das machen halt viel zu wenige. Wenn mich der Stau stört suche ich eine alternative. Entweder nutze ich dann Öffis und nehme den Trubel in kauf oder ich ziehe weg. Ich würde halt letzteres als komfortabler empfinden. :mrgreen:

Es ist mir eh ein Rätsel warum so viele Menschen freiwillig 50% mehr Miete bezahlen nur um einen 15min kürzeren Weg zur Arbeit zu haben und sich dann auch noch beschweren sie bekommen keine Mietwohnung. Also wenn ich um meinen Arbeitgeber einen Radius von 30km ziehe finde ich da dutzende Wohnungsangebote. Aber soll doch jeder machen wie er will ist ja nicht mein Problem :lol:
Und im Zug kann ich ohne Probleme arbeiten...
Das kann ich wiederum absolut nicht, ich weiß nicht wie man sich da konzentrieren kann und ich traue es mir ehrlich gesagt nicht zu meine Arbeit in so einer Halbkonzentration hinzuschludern. Dazu habe ich dann meist das Gefühl in angenommen einer Stunde Arbeit/Lernen das geschafft zu haben, was ich in Ruhe in 10min schaffe, verspüre aber trotzdem die Belastung einer vollen Stunde. Also nein danke das ist weder in meinem Sinne noch im Sinne des Arbeitgebers :lol:
Zuletzt geändert von Reginleif am 10.02.2022 - 18:44, insgesamt 2-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Theo »

An der Vision ist im Grunde nichts verkehrt, nur war es halt bisher immer so dass wenn es um die Realisierung solcher oder ähnlicher Vorhaben ging immer genau an der Opposition der Grünen gescheiter ist.
Wie sollen z.B. heimische Produkte auf die Teller der Gäste kommen wenn die heimische Landwirtschaft systematisch und mit voller Absicht zerstört wird?
Damit dass was die Grünen fordern Realität wird müssen sich zuerst die Grünen grundlegend ändern. Ob der Wille dazu vorhanden ist darf bezweifelt werden.

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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Wooly »

Theo hat geschrieben: 10.02.2022 - 18:39 Wie sollen z.B. heimische Produkte auf die Teller der Gäste kommen wenn die heimische Landwirtschaft systematisch und mit voller Absicht zerstört wird?
Kannst du das bitte näher ausführen .... inwiefern wird die heimische Landwirtschaft (also in diesem Fall die Österreichische) systematisch und mit Absicht zerstört? Durch die Grünen ... in Österreich in den letzten 20-30 Jahren ? An was machst du das genau fest ?
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von GIFWilli59 »

Julian96 hat geschrieben: 10.02.2022 - 18:21 Das kann ich wiederum absolut nicht, ich weiß nicht wie man sich da konzentrieren kann und ich traue es mir ehrlich gesagt nicht zu meine Arbeit in so einer Halbkonzentration hinzuschludern. Dazu habe ich dann meist das Gefühl in angenommen einer Stunde Arbeit/Lernen das geschafft zu haben, was ich in Ruhe in 10min schaffe, verspüre aber trotzdem die Belastung einer vollen Stunde. Also nein danke das ist weder in meinem Sinne noch im Sinne des Arbeitgebers :lol:
Also ich bin eine zeitlang (als ich vom AG ein Ticket für den Nahverkehr hatte) lieber mit dem Zug gefahren, was ca. 2:20 h statt 1:20 h mit dem Auto gedauert hat (WE-Pendeln). Während der Zugfahrt habe ich immer mehr geschafft, als während der Autofahrt. ;-)
Also man muss eigentlich nur mehr schaffen, als die Differenz groß ist, dann lohnt es sich schon - so sehe ich das jedenfalls.

Mittlerweile wohne ich weiter weg und fahre lieber mit dem Auto, weil es mit dem ÖPV rd. 5:45 h vs. 3 h mit dem Auto sind.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Kreon100 »

Julian96 hat geschrieben: 10.02.2022 - 18:21
Wooly hat geschrieben: 10.02.2022 - 17:29
...geht mir übrigens im Ballungsgebiet Karlsruhe/Mannheim/Stuttgart auch nicht anders. Was ist denn da mit der Zeitverschwendung? ...
Ich meide solche Regionen einfach oder fahre sie so an, dass ich immer vor oder nach dem Hauptverkehr durch bin. Bei ca. 30 Fahrten am Stuttgarter Kreuz stand ich so erst einmal im Stau. Mache mir dann vor Ort einen chilligen Tag aber vergeude die Zeit nicht mit schnödem Warten an einem versifften Bahnhof oder einer Bushaltestelle.
Und wenn ich dort zwanghaft fahren müsste, weil ich dort wohne, würde ich einfach dort weg ziehen :lol: Man hat fast immer im Leben die Möglichkeit seinen Wohnort und Arbeitsplatz zu wählen. Mit den möglichen Problematiken die jede Entscheidung mit sich bringt sollte man sich halt immer erstmal auseinandersetzen. Das machen halt viel zu wenige. Wenn mich der Stau stört suche ich eine alternative. Entweder nutze ich dann Öffis und nehme den Trubel in kauf oder ich ziehe weg. Ich würde halt letzteres als komfortabler empfinden. :mrgreen:

Es ist mir eh ein Rätsel warum so viele Menschen freiwillig 50% mehr Miete bezahlen nur um einen 15min kürzeren Weg zur Arbeit zu haben und sich dann auch noch beschweren sie bekommen keine Mietwohnung. Also wenn ich um meinen Arbeitgeber einen Radius von 30km ziehe finde ich da dutzende Wohnungsangebote. Aber soll doch jeder machen wie er will ist ja nicht mein Problem :lol:
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Das kann ich wiederum absolut nicht, ich weiß nicht wie man sich da konzentrieren kann und ich traue es mir ehrlich gesagt nicht zu meine Arbeit in so einer Halbkonzentration hinzuschludern. Dazu habe ich dann meist das Gefühl in angenommen einer Stunde Arbeit/Lernen das geschafft zu haben, was ich in Ruhe in 10min schaffe, verspüre aber trotzdem die Belastung einer vollen Stunde. Also nein danke das ist weder in meinem Sinne noch im Sinne des Arbeitgebers :lol:
Sorry, aber das klingt irgendwie so nach 80er. Du richtest Dein Tagesablauf nach dem Staukalender? Das finde ich sehr seltsam, du scheinst ja Dein ganzes Leben nach der Verkehrsflüssigkeit auszurichten, sogar den Wohnort dahin zu legen, wo man freie Fahrt hat. Das kann ja nur noch da sein, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen, kein Theater, keine Konzerte, keine Kneipenviertel? Nix für mich. Und mal abgesehen davon, dass ich in Posemuckel versauern würde: Wenn jetzt hoffentlich bald die Pendlerpauschale weg fällt, dann nivelliert sich das auch wieder.
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von ThomasZ »

Wooly hat geschrieben: 10.02.2022 - 17:29
ThomasZ hat geschrieben: 10.02.2022 - 12:41 Sorry, es geht bei mir nicht um ländlichen Raum, sondern Ballungsgebiet NRW.

Und ich bin ganz ehrlich, es geht vielfach gar nicht um Geld. 1. Ich habe keinen Bock, bei Wind und Wetter, erst zur Bushaltstelle zu laufen, im ungünstigsten Fall nass im Bus zu sitzen dann wieder draußen zu stehen, auf den Anschluss zu warten, und zum Schluss nochmal 10 Minuten durch Regen zu laufen, um dann nass im Büro anzukommen. 2. Nachmittags mache ich dann Feierabend, wenn ich fertig bin und dann will ich zügig los. 20 Minuten auf den Bus warten ist Zeitverschwendung. 3. Sehr oft erledige ich Dinge auf dem Weg. Erst mit dem ÖPNV nach Hause, um dann mit dem Auto wieder los?

Die idealen Vorstellungen der Umweltversteher passen seltenst zu den Lebenswirklichkeiten.
Da ich einige Menschen kenne, die im Ballungsgebiet NRW wohnen ... die fahren inzwischen fast alle eher mit den Öffentlichen, weil sie es satt haben andauernd im Stau zu stehen ... geht mir übrigens im Ballungsgebiet Karlsruhe/Mannheim/Stuttgart auch nicht anders. Was ist denn da mit der Zeitverschwendung? Und im Zug kann ich ohne Probleme arbeiten, Autofahren ist da komplett verschenkte Zeit.
Und ich kenne auch einige Menschen, die haben es auch mal mit dem ÖPNV versucht und fahren jetzt alle wieder Auto. So wird jeder Menschen kennen, die für seinen Wunschgedanken stehen. Leben und Leben lassen. Es gibt nicht den einen Weg. Welche Zeitverschwendung? Habe die letzten 18 Monate trotz A1 keinen Stau auf dem Arbeitsweg gehabt.

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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Theo »

Wooly hat geschrieben: 10.02.2022 - 18:48
Theo hat geschrieben: 10.02.2022 - 18:39 Wie sollen z.B. heimische Produkte auf die Teller der Gäste kommen wenn die heimische Landwirtschaft systematisch und mit voller Absicht zerstört wird?
Kannst du das bitte näher ausführen .... inwiefern wird die heimische Landwirtschaft (also in diesem Fall die Österreichische) systematisch und mit Absicht zerstört? Durch die Grünen ... in Österreich in den letzten 20-30 Jahren ? An was machst du das genau fest ?
Das alles was es da zu schreiben gäbe hat hier eh keiner zeit zu lesen, also lass ich das mit detaillierten Ausführungen. Das gäbe eine abendfüllende Diskussion bei einem guten Nachtessen. Handelt aber im Grunde von Betiebsgrössen, Direktverkauf, nicht landwirtschaftliche vierbeinige Alpenraumbewohner, etc. Gilt nicht nur für A alleine sondern auch für andere Länder wo es ungefähr die gleichen Zukunftsvisionen gibt.
Reginleif
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Reginleif »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 19:15 Sorry, aber das klingt irgendwie so nach 80er. Du richtest Dein Tagesablauf nach dem Staukalender? Das finde ich sehr seltsam, du scheinst ja Dein ganzes Leben nach der Verkehrsflüssigkeit auszurichten, sogar den Wohnort dahin zu legen, wo man freie Fahrt hat. Das kann ja nur noch da sein, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen, kein Theater, keine Konzerte, keine Kneipenviertel? Nix für mich. Und mal abgesehen davon, dass ich in Posemuckel versauern würde: Wenn jetzt hoffentlich bald die Pendlerpauschale weg fällt, dann nivelliert sich das auch wieder.
Also dass ich in notorische Staustellen in Ballungsräumen fahre kommt bei mir im Jahr vielleicht ne handvoll vor und das auch nur zu Freizeitzwecken. Wenn ich dann weiß z.B. wenn ich jetzt los fahre komme ich zwischen 16 und 17 Uhr am Stuttgarter Kreuz vorbei und stehe im Stau, dann setz ich mich noch gemütlich in ne Wirtschaft oder so und fahre 1-2 Stunden später los und dann erledigt sich das Problem in der Regel. Aber ich stehe nicht 20min im Regen am Bahnhof :lol:
Staukalender klingt so als würde ich mir da irgendwas notieren oder so, ich handle da rein nach gesundem Verstand. :lol: Berufsverkehr meiden und Touristenziele bei schönem Wetter nicht dann anfahren wenn der ganze Schwall kommt, das kann man sich meist doch zumindest grob ausmalen wann es kritisch ist zu fahren.
Und bei aller liebe also in dem 20.000 Einwohner Kleinstädtchen in dem ich lebe gibt es Kneipen, Bars und alles an jeder Ecke. Gut erreichbar und das immer staufrei. Wie wenn das Leben in ländlichen Regionen mit einer Marslandschaft zu vergleichen wäre :lol:

Ansonsten die Erreichbarkeit von Wohnort und Arbeitgeber sind für mich sehr starke Entscheidungskriterien für einen Wohnort und einen Arbeitgeber. Ich habe die Wahl zwischen 3 Optionen.
-Ich ziehe in den nächsten Umkreis meines Arbeitgebers, zahle dafür sehr oft horrende Mieten und nehme den für mich inakzeptablen Trubel und Stress des Stadtlebens in kauf, spare aber Zeit und Geld auf dem Arbeitsweg.
-Ich ziehe weiter weg, lebe günstiger und entspannt habe aber einen super lästigen Arbeitsweg der mir vom ersten Tag an auf den Keks geht.
-Ich ziehe in eine andere Richtung weiter weg, wohne günstiger und entspannt und habe dazu einen entspannten Arbeitsweg.

Ja dann nehm ich natürlich die dritte Option. Wohnkosten und Arbeitswegkosten gilt es natürlich in gewissem Maß gegeneinander abzuwiegen. Natürlich wähle ich meinen Wohnort und Arbeitsplatz lange nicht nur nach diesem Kriterium, um Gottes Willen. Aber es ist definitiv mit ein Entscheidungskriterium. Beispielsweise möchte ich in Deutschland wohnhaft bleiben, obwohl ich nach Österreich pendle. Aktuell fahre ich dazu täglich die Achse Friedrichshafen Lindau Bregenz. Die Strecke ist akzeptabel hat aber Verbesserungspotenzial. Ich liebäugle daher für die Zukunft eher mit einem Wohnort grob in der Ecke Scheidegg um die Hauptverkehrsachse am See zu vermeiden und meinen Arbeitsplatz von der anderen Seite anzufahren.
Wenn das für andere kein Punkt ist ok, aber ich betrachte das schon in jedem Fall mit.

Die Pendlerpauschale wird in Deutschland so schnell glaub nicht weg fallen. Die wurde doch erst zum letzten Jahr erhöht. Und es wird eine weitere Erhöhung diskutiert. Ironischerweise erfolgte die Erhöhung auch mit völliger Zustimmung der Grünen, was selbst ich nicht verstehe.
Wie das in Österreich ist keine Ahnung.
Reich wird man an der Pendlerpauschale aber eh nicht, die 35ct gibts ja nur als Steuerfreibetrag. Netto bleibt ein Bruchteil übrig. Ob die jetzt da ist oder nicht, die monatlichen Mietpreisunterschiede bei Inkaufnahme einer gewissen Fahrstrecke lohnen sich meist schon wesentlich mehr.
(Ich kenne jetzt nicht den Preis jeder Wohnung, aber wenn ich mich mal in eigenem Interesse etwas informiert habe geht die Rechnung in der Regel auf :biggrin: )
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Wooly »

Theo hat geschrieben: 10.02.2022 - 19:48
Das alles was es da zu schreiben gäbe hat hier eh keiner zeit zu lesen, also lass ich das mit detaillierten Ausführungen.
Weißt du Theo, warum genau diskutierst du mit respektive wirfst irgendwelche maximalen verschwurbelten Bildzeitungsslogans in den Raum, um dann nicht erklären zu wollen was du damit meinst? Stecken die Freimaurer dahinter? Der Pabst? Great Reset? Warum erzählen mir die Landwirte die ich kenne nicht davon? Wirst du vom Schweizer Nachrichtendiensten bedroht wenn du auspackst ???
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Reginleif »

Die heimische Landwirtschaft wird dahingehend geschädigt, dass sie wenn sie so produzieren soll wie es gewünscht ist nicht ansatzweise mit den Großmarktpreisen der günstigen Importprodukte mithalten kann.
Die Niesche in der man heimische Produkte zu merklich höheren Preisen verkaufen kann ist nach wie vor überschaubar groß. Viele reden davon, tatsächlich zahlen will aber keiner.
Und die Politik ist halt dahingehend mit dran schuld, dass sie diese Billigimporte zulässt oder gar unterstützt.

Vor ein zwei Jahren hat die EU beispielsweise einen Handelsvertrag für Rindfleischimporte aus den USA unterzeichnet...warum? Es gibt immer wieder solche Punkte, die den kleinen regionalen Betrieb klar schädigen.

Die meisten Landwirte sind durchaus für mehr Verzicht auf Pestizide, mehr Tierwohl etc. Die Politik schafft nur nicht wirklich die Rahmenbedingungen die es im großen Stil finanziell erlauben das umzusetzen. Aktuell bahnt sich in Deutschland schon wieder das nächste Ding an. Glyphosat soll verboten werden (an sich in meinen Augen vernünftig und realisierbar) man muss aber wissen, dass der Verzicht auf Pestizide mehr mechanische Bodenbearbeitung und damit mehr Dieselverbrauch bedingt. Ich/Wir produzieren im übrigen nicht Bio, setzen aber durchaus eher auf Bodenbearbeitung (auch hier muss man die Folgen diskutieren und gegen die Chemie abwägen) Führt man gleichzeitig eine Co2 Steuer ein und will die Subventionen von Agrardiesel abschaffen setzt das die Landwirtschaft in einem ohnehin teuren Produktionsland wie Deutschland oder natürlich auch Österreich weiter unter Druck. Gleichzeitig lässt man den Import von Produkten aus dem Ausland aber immernoch billig zu. Wie soll das funktionieren. Der Landwirt kann die Verkaufspreise nicht erhöhen, muss also in Kauf nehmen pro Fläche weniger Erlös zu erwirtschaften und muss damit mehr auf groß und Masse gehen. Wie soll da ein kleiner Hof mit Alm genug erwirtschaften können um eine Familie finanziell versorgen zu können?

Ein Paradebeispiel wie es gehen könnte ist Island. Man erhebt massive Zölle auf Lebensmittelimporte und sorgst so dafür, dass Einheimisches immer billiger bleibt als Auslandsware.

Das ist meine Einschätzung als nebenberuflicher Landwirt. Mich genauer mit der Politik auseinander zu setzen ist mir ehrlich gesagt zu blöd.
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Tiob »

Wooly hat geschrieben: 10.02.2022 - 17:29
Da ich einige Menschen kenne, die im Ballungsgebiet NRW wohnen ... die fahren inzwischen fast alle eher mit den Öffentlichen, weil sie es satt haben andauernd im Stau zu stehen ... geht mir übrigens im Ballungsgebiet Karlsruhe/Mannheim/Stuttgart auch nicht anders. Was ist denn da mit der Zeitverschwendung? Und im Zug kann ich ohne Probleme arbeiten, Autofahren ist da komplett verschenkte Zeit.
Das geht vielleicht wenn man von Düsseldorf nach Köln pendelt. Die meisten Gebiete haben aber keinen Bahnanschluss und werden auch niemals einen haben. Ohne Bahnhöfe vor er eigenen Haustür ist Bahn fahren nur noch ätzend. Ich sehe die Bahn als Entlastung für die Straßen in Ballungsräumen, komplett ersetzen wird sie das Auto flächendeckend nie.
Julian96 hat geschrieben: 10.02.2022 - 20:23 Die meisten Landwirte sind durchaus für mehr Verzicht auf Pestizide, mehr Tierwohl etc. Die Politik schafft nur nicht wirklich die Rahmenbedingungen die es im großen Stil finanziell erlauben das umzusetzen. Aktuell bahnt sich in Deutschland schon wieder das nächste Ding an. Glyphosat soll verboten werden (an sich in meinen Augen vernünftig und realisierbar) man muss aber wissen, dass der Verzicht auf Pestizide mehr mechanische Bodenbearbeitung und damit mehr Dieselverbrauch bedingt. Ich/Wir produzieren im übrigen nicht Bio, setzen aber durchaus eher auf Bodenbearbeitung (auch hier muss man die Folgen diskutieren und gegen die Chemie abwägen) Führt man gleichzeitig eine Co2 Steuer ein und will die Subventionen von Agrardiesel abschaffen setzt das die Landwirtschaft in einem ohnehin teuren Produktionsland wie Deutschland oder natürlich auch Österreich weiter unter Druck. Gleichzeitig lässt man den Import von Produkten aus dem Ausland aber immernoch billig zu. Wie soll das funktionieren. Der Landwirt kann die Verkaufspreise nicht erhöhen, muss also in Kauf nehmen pro Fläche weniger Erlös zu erwirtschaften und muss damit mehr auf groß und Masse gehen. Wie soll da ein kleiner Hof mit Alm genug erwirtschaften können um eine Familie finanziell versorgen zu können?
Leider sind die Landwirte die ewigen Bumänner heutzutage. Ihnen wird unwidersprochen quasi alleine alles angekreidet: Artensterben, Klimawandel, Umweltverschmutzung. Die eigene kleine Flugreise nach Italien oder den so schön pflegeleichte Steinvorgarten vor dem eigenen Haus übersieht man dagegen gerne. Es ist eben einfacher mit dem Finger auf die bösen Bauern zu zeigen. Wie ist es in AT ist weiß ich nicht aber in Deutschland herrscht bei Themen wie Glyphosat oder grüne Gentechnik blanker Populismus bei den Grünen das macht sie unwählbar für mich obwohl sie ein paar gute Ideen haben.
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Kreon100 »

Julian96 hat geschrieben: 10.02.2022 - 19:55
Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 19:15 Sorry, aber das klingt irgendwie so nach 80er. Du richtest Dein Tagesablauf nach dem Staukalender? Das finde ich sehr seltsam, du scheinst ja Dein ganzes Leben nach der Verkehrsflüssigkeit auszurichten, sogar den Wohnort dahin zu legen, wo man freie Fahrt hat. Das kann ja nur noch da sein, wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen, kein Theater, keine Konzerte, keine Kneipenviertel? Nix für mich. Und mal abgesehen davon, dass ich in Posemuckel versauern würde: Wenn jetzt hoffentlich bald die Pendlerpauschale weg fällt, dann nivelliert sich das auch wieder.
Also dass ich in notorische Staustellen in Ballungsräumen fahre kommt bei mir im Jahr vielleicht ne handvoll vor und das auch nur zu Freizeitzwecken. Wenn ich dann weiß z.B. wenn ich jetzt los fahre komme ich zwischen 16 und 17 Uhr am Stuttgarter Kreuz vorbei und stehe im Stau, dann setz ich mich noch gemütlich in ne Wirtschaft oder so und fahre 1-2 Stunden später los und dann erledigt sich das Problem in der Regel. Aber ich stehe nicht 20min im Regen am Bahnhof :lol:
Staukalender klingt so als würde ich mir da irgendwas notieren oder so, ich handle da rein nach gesundem Verstand. :lol: Berufsverkehr meiden und Touristenziele bei schönem Wetter nicht dann anfahren wenn der ganze Schwall kommt, das kann man sich meist doch zumindest grob ausmalen wann es kritisch ist zu fahren.
Und bei aller liebe also in dem 20.000 Einwohner Kleinstädtchen in dem ich lebe gibt es Kneipen, Bars und alles an jeder Ecke. Gut erreichbar und das immer staufrei. Wie wenn das Leben in ländlichen Regionen mit einer Marslandschaft zu vergleichen wäre :lol:

Ansonsten die Erreichbarkeit von Wohnort und Arbeitgeber sind für mich sehr starke Entscheidungskriterien für einen Wohnort und einen Arbeitgeber. Ich habe die Wahl zwischen 3 Optionen.
-Ich ziehe in den nächsten Umkreis meines Arbeitgebers, zahle dafür sehr oft horrende Mieten und nehme den für mich inakzeptablen Trubel und Stress des Stadtlebens in kauf, spare aber Zeit und Geld auf dem Arbeitsweg.
-Ich ziehe weiter weg, lebe günstiger und entspannt habe aber einen super lästigen Arbeitsweg der mir vom ersten Tag an auf den Keks geht.
-Ich ziehe in eine andere Richtung weiter weg, wohne günstiger und entspannt und habe dazu einen entspannten Arbeitsweg.

Ja dann nehm ich natürlich die dritte Option. Wohnkosten und Arbeitswegkosten gilt es natürlich in gewissem Maß gegeneinander abzuwiegen. Natürlich wähle ich meinen Wohnort und Arbeitsplatz lange nicht nur nach diesem Kriterium, um Gottes Willen. Aber es ist definitiv mit ein Entscheidungskriterium. Beispielsweise möchte ich in Deutschland wohnhaft bleiben, obwohl ich nach Österreich pendle. Aktuell fahre ich dazu täglich die Achse Friedrichshafen Lindau Bregenz. Die Strecke ist akzeptabel hat aber Verbesserungspotenzial. Ich liebäugle daher für die Zukunft eher mit einem Wohnort grob in der Ecke Scheidegg um die Hauptverkehrsachse am See zu vermeiden und meinen Arbeitsplatz von der anderen Seite anzufahren.
Wenn das für andere kein Punkt ist ok, aber ich betrachte das schon in jedem Fall mit.

Die Pendlerpauschale wird in Deutschland so schnell glaub nicht weg fallen. Die wurde doch erst zum letzten Jahr erhöht. Und es wird eine weitere Erhöhung diskutiert. Ironischerweise erfolgte die Erhöhung auch mit völliger Zustimmung der Grünen, was selbst ich nicht verstehe.
Wie das in Österreich ist keine Ahnung.
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Ich bin da hin gezogen, wo ich es schön fand und nicht dahin, wo ich die besten Koordinaten für mein Auto habe. Aber jeder, wie er mag, ich will niemandem etwas vorschreiben. Ich meine auch, dass es nur funktionieren kann, wenn die ÖPNV die bessere Alternativen sind und keine Last darstellen. Aber man muss sich schon mal drauf einlassen. In der Wirtschaft sitzen ohne Bier zum Essen, ist für mich schon mal nur halber Spaß. Und Bahnhöfe haben in Deutschland durchaus ein Dach, da regnet es nicht :lol:
Rossignol Hero Elite ST TI (2023) 167 Länge
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Reginleif »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 21:31 Ich bin da hin gezogen, wo ich es schön fand und nicht dahin, wo ich die besten Koordinaten für mein Auto habe. Aber jeder, wie er mag, ich will niemandem etwas vorschreiben. Ich meine auch, dass es nur funktionieren kann, wenn die ÖPNV die bessere Alternativen sind und keine Last darstellen. Aber man muss sich schon mal drauf einlassen. In der Wirtschaft sitzen ohne Bier zum Essen, ist für mich schon mal nur halber Spaß. Und Bahnhöfe haben in Deutschland durchaus ein Dach, da regnet es nicht :lol:
Im Idealfall lässt sich ja beides erfüllen. Auch ein Grund ist für mich z. B. dass ich unmittelbar vom See weg will, weil mich der viele Nebel im Winter echt nervt. Die Aussicht ist auch besser. Naja und der Nebel senkt auch die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage :lol:

Da hast du recht, aber mein letzter Versuch mich darauf einzulassen hat meine Abneigung gegenüber den Öffis nur verstärkt. Ständige Verspätungen und ständig nervige Mitfahrer. Ich bin halt auch einfach niemand der sich unter Menschen wohl fühlt.
Das mit dem Dach stimmt, aber um halb 6 morgens ist das Bahnhofsgebäude bei mir im Ort geschlossen und ich stand mehr oder weniger tatsächlich immer im freien. Am Ziel hatte der Arbeitgeber tatsächlich eine eigene Haltestelle direkt am Gelände, was in diesem Fall tatsächlich auch einer der Gründe war warum ich den Zug überhaupt genutzt habe. Überdacht war die aber auch nicht :lol:
Alkohol trink ich eh nicht, das Argument existiert bei mir nicht. :lol:
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von ThomasZ »

Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 21:31 Ich bin da hin gezogen, wo ich es schön fand und nicht dahin, wo ich die besten Koordinaten für mein Auto habe. Aber jeder, wie er mag, ich will niemandem etwas vorschreiben. Ich meine auch, dass es nur funktionieren kann, wenn die ÖPNV die bessere Alternativen sind und keine Last darstellen. Aber man muss sich schon mal drauf einlassen. In der Wirtschaft sitzen ohne Bier zum Essen, ist für mich schon mal nur halber Spaß. Und Bahnhöfe haben in Deutschland durchaus ein Dach, da regnet es nicht :lol:
Der Weg zur Bushaltstelle hat aber kein Dach ;-) Und bei uns hat sich ein wahnsinnig kluger Architekt am Busbahnhof ausgetobt - die Dächer sind so hoch und dabei noch klein, dass es prima rein weht. Leider kann nicht jeder dahin ziehen, wo man arbeitet. Bei uns müsste einer immer fahren, da wir in genau entgegengesetzte Richtungen arbeiten.
Wie wohnen so, dass es Bier zum Essen geben kann ganz ohne ÖPNV, dafür ein paar Kilometer mehr zur Arbeit :-)
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von GIFWilli59 »

ThomasZ hat geschrieben: 10.02.2022 - 22:19
Kreon100 hat geschrieben: 10.02.2022 - 21:31 Ich bin da hin gezogen, wo ich es schön fand und nicht dahin, wo ich die besten Koordinaten für mein Auto habe. Aber jeder, wie er mag, ich will niemandem etwas vorschreiben. Ich meine auch, dass es nur funktionieren kann, wenn die ÖPNV die bessere Alternativen sind und keine Last darstellen. Aber man muss sich schon mal drauf einlassen. In der Wirtschaft sitzen ohne Bier zum Essen, ist für mich schon mal nur halber Spaß. Und Bahnhöfe haben in Deutschland durchaus ein Dach, da regnet es nicht :lol:
Der Weg zur Bushaltstelle hat aber kein Dach ;-)
Es gibt sog. Regenjacken, da bleibt das Wasser draußen. :wink:
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von icedtea »

So ganz verstehe ich ja das "Bashing " von Julian96 ja nicht. Man muss ja nicht ALLES richtig finden, was er schreibt, aber er legt schon auch den Finger in die Wunde, dass viele Vorstellungen der, ich nenne es mal "Umweltbewegten", an der Lebenswirklichkeit großer Teile der Bevölkerung vorbeigehen 🤷‍♂️.

Meine Familie und ich werden es finanziell verkraften können (wie mancher hier auch), aber es besteht zumindest die Gefahr, Teile unseres Gemeinwesens auf der Strecke liegen zu lassen. Wir werden Dinge verändern müssen, aber es muss "sozialverträglich" sein. Und persönlich muss ich sagen; die individuelle Freiheit im wann und wo und auch mit wem ich mobil bin, möchte ich mir auch ungern nehmen lassen. Man muss nicht weit aus Großstädten hinausgehen, um zu merken, dass der ÖPNV keine wirkliche Alternative zum Auto im täglichen Leben ist.
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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Wooly
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von Wooly »

Tiob hat geschrieben: 10.02.2022 - 21:09 Leider sind die Landwirte die ewigen Bumänner heutzutage.
WAS ??? ich dachte es sind die SKIFAHRER ????????
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Re: Die Grünen und ihre Tourismus-Vorstellungen [ORF]

Beitrag von hegauner »

Grundsätzlich werden wir mittelfristig lernen müssen, dass die individuelle Mobilität nicht mehr so selbstverständlich sein wird.
Ich wohne direkt an der Schweizer Grenze am westlichen Bodensee. Für meine sportlichen Aktivitäten im Sommer und Winter nutze ich wenn möglich in der Schweiz die öffentlichen Verkehrsmittel. Da beginnt das Erlebnis für mich schon vor der Haustüre.
Und wer im Winter am Sonntagmorgen in Zürich am Hauptbahnhof schon mal umgestiegen ist, denkt man ist schon im Skigebiet an der Talstation. Da wimmelt es nur so von Wintersportler.
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Skitage 24/25 Gargellen 2x, Chäserrugg, Mellau/Damüls, Brandnertal
Skitage 23/24 Waldau, Flumserberg, Silvretta Montafon, Balderschwang
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Skitage 20/21 Jakobsbad
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