Nocki hat geschrieben: 28.07.2023 - 19:30
Sorry, ich hab's nicht gefunden- Was ist das Ski Patrol Konzept?
Ski Patrol ist die Kombination aus Lawinenkommission / Pisten und Bergrettung und dem allgemeinen Pistendienst, verbunden mit einem ziemlichen Korpsgeist. Die Jungs (und inzwischen auch recht viele Mädels) sind in ihren Roten Jacken immer im Skigebiet unterwegs und die Könige des Berges. Wenn man was dummes anstellt wird man von ihnen verwarnt, obwohl sie selber die gleichen Sachen machen wenn keiner zuschaut
Ich finde die beinahe „Vergötterung“ der Könige der Berge in Nordamerika teilweise schon fast etwas too much. Insbesondere der Fakt, dass sie teilweise wirklich Sachen machen wo „Otto Normalwintersportler“ dann ziemlich ernst verwarnt wird.
Cool jedoch, und das ist doch ein grösserer Unterschied zu Europa so finde ich, dass beinahe alle Patroller ihre Berufung so richtig von A-Z leben. Da habe ich, zumindest in der Schweiz, schon noch mehr das Gefühl, dass es überspitzt „halt einfach eine Arbeit wie jede andere“ ist.
Es ist wie in vielen Dingen, ein gesundes Mittelmass wäre wohl leicht weniger euphorische und hochgelobte Amis verbunden mit einem Europäer mit einer Prise mehr Leidenschaft.
Wo auf der Welt existiert eine solche Pistendienst-Mischung? Evtl. Australien/NZ?
j-d-s hat geschrieben: 17.07.2023 - 06:51
Vorneweg: Ich finde deine Berichte ja sehr lesenswert und daher Danke dafür . Meine folgende Kritik bezieht sich auf die US-Skigebiete, nicht auf deine Berichtschreibearbeit.
Sehr geschätzt. Dankeschön!
j-d-s hat geschrieben: 17.07.2023 - 06:51
Wenn ich mir die Berichte so durchlese, wird oftmals von miserablen Parkplätzen (inkl. solchem Unfug wie Bussen oder ähnlichem vom Parkplatz zum Lift) berichtet, noch dazu häufig sehr teuer. Und noch schlimmer, lange Wartezeiten (alles über 5 Minuten ist schon inakzeptabel lang) scheinen Gang und Gäbe zu sein.
In meiner Betrachtungsweise sind die Parkplätze sowie deren Shuttles vom Parkplatz zum Lift definitiv kein Unfug sondern ein grosser Vorteil gegenüber vielen europäischen Gebieten, wo praktische Parkplatzmöglichkeiten nicht immer gegeben sind. Dass dies zu einem Preis passiert, ist soweit OK, muss aber nicht, wie das Beispiel von Snowbasin, UT zeigt. Da habe ich lieber, wenn die Skigebiete diese paar Zusatz-Cents in ihren Skitickets inkludieren und ich den Aufpreis nicht sehe. Kundenservice ist das Zauberwort. Und das interpretieren auch in Nordamerika längst nicht alle Resorts gleich.
j-d-s hat geschrieben: 17.07.2023 - 06:51
Demgegenüber wurden in fast allen Skigebieten der Alpen Lifte, an denen es zu Wartezeiten kam, konsequent ersetzt oder gedoppelt. In der Sellaronda gab es mal notorische Staustellen, die aber inzwischen alle durch Liftneubauten weg sind (abgesehen von der Marmolada und dem Weg von Arabba zu dieser, aber die Marmolada selbst darf ja wegen der Umweltschützer keine höheren Kapazitäten bauen, während die anderen Lifte zwischen Malga Ciapela und Arabba ja bald erneuert werden dürften). Im Zillertal haben drei von vier Skigebieten zwei Talzubringer direkt nebeneinander.
In Nordamerika dagegen: 20 Minuten, 30 Minuten Wartezeit. Zu horrenden Preisen, versteht sich.
Einverstanden. Skifahren erlebt in Nordamerika seit Corona einen riesigen Boom, „alles fährt Ski“, würde der Schweizer sagen, und viele Resorts gelangen so langsam aber sicher an ihre Grenzen. Haben die Locals auch bestätigt. Es gibt daher auch einige Bauprojekte, welche dieser Entwicklung Abhilfe schaffen sollten. Da kommen auch die Amis und Kanadier nicht drumherum.
j-d-s hat geschrieben: 17.07.2023 - 06:51
In Bezug auf die Größe kann auch kein Gebiet in Nordamerika an die Alpen heran, nichtmal unter die Top10 dort käme das Größte.
Whistler Blackcomb wird es schon in die Top10 schaffen. Grösse hat auch Grenzen und der Tag nur ca. 8 Ski-Stunden. Insgesamt haben mir die besuchten Resorts von der Grösse her sehr gut gefallen. Die Mischung machts!
j-d-s hat geschrieben: 17.07.2023 - 06:51
Mir scheint, als wäre der wirklich einzige Grund, der für Nordamerika spricht, dass die wohl mehr/besseren Powder fürs Tiefschneefahren haben. Aber selbst da hat man am Arlberg oder den 4V gute und größere Gebiete, und daneben gibt es natürlich noch einige kleinere Freeride-lastige Gebiete.
Ich würde mich jetzt hier nicht allzu fest für die eine oder andere Seite entscheiden wollen. Mir ist auch bewusst, dass ich diese grosse Reise in einem absoluten Ausnahmewinter unternommen habe, daher halte ich mich eher bedeckt. Sicher gibt es Regionen wie Colorado und vor allem Utah wo der Pulver beständiger und luftiger ist. Wenn man sich jedoch in den Alpen gut auskennt, die verschiedenen Wetterlagen richtig interpretiert und auch die notwendige Planungsfreiheit hat, kann man auch hier superlässige Pulvertage geniessen.
Erstmal danke für Deine Berichterstattung. Ich komme jetzt auch dazu, mir alles durchzulesen
schafruegg hat geschrieben: 01.08.2023 - 17:41
Insbesondere der Fakt, dass sie teilweise wirklich Sachen machen wo „Otto Normalwintersportler“ dann ziemlich ernst verwarnt wird.
Wofür denn beispielsweise?
schafruegg hat geschrieben: 01.08.2023 - 17:41
Cool jedoch, und das ist doch ein grösserer Unterschied zu Europa so finde ich, dass beinahe alle Patroller ihre Berufung so richtig von A-Z leben. Da habe ich, zumindest in der Schweiz, schon noch mehr das Gefühl, dass es überspitzt „halt einfach eine Arbeit wie jede andere“ ist.
Heißt das, dass man da besonders oft verwarnt wird? Stelle ich mir relativ nervig vor, wenn man dann dauernd verwarnt wird...
schafruegg hat geschrieben: 01.08.2023 - 17:41
Insbesondere der Fakt, dass sie teilweise wirklich Sachen machen wo „Otto Normalwintersportler“ dann ziemlich ernst verwarnt wird.
Wofür denn beispielsweise?
Sachen, wie sie hch oben beschrieben hat. Patroller fährt in einen steilen Hang, welcher z.B. für das Publikum noch nicht geöffnet oder aufgrund Umstände (noch) geschlossen ist und macht die ersten Turns. Zur Genüge gesehen (und gefreut für die jeweilige Person ) Aber hey: an dieser Stelle soll auch gesagt werden dass die Jungs solche Privilegien auch stark verdient haben.
schafruegg hat geschrieben: 01.08.2023 - 17:41
Cool jedoch, und das ist doch ein grösserer Unterschied zu Europa so finde ich, dass beinahe alle Patroller ihre Berufung so richtig von A-Z leben. Da habe ich, zumindest in der Schweiz, schon noch mehr das Gefühl, dass es überspitzt „halt einfach eine Arbeit wie jede andere“ ist.
Heißt das, dass man da besonders oft verwarnt wird? Stelle ich mir relativ nervig vor, wenn man dann dauernd verwarnt wird...
Insbesondere Speeding wird in gewissen Gebieten ziemlich stark überwacht und strikt verwarnt. Dies vor allem in designierten Familienzonen.
Nocki hat geschrieben: 01.08.2023 - 19:03
Heißt das, dass man da besonders oft verwarnt wird? Stelle ich mir relativ nervig vor, wenn man dann dauernd verwarnt wird...
Insbesondere Speeding wird in gewissen Gebieten ziemlich stark überwacht und strikt verwarnt. Dies vor allem in designierten Familienzonen.
Ok- für mich wäre dieses Konzept dann eher nichts. Ich fahre nämlich durchaus auf mittelvollen Pisten noch über 90 km/h... Da würde ich wohl einige lebhafte Diskussionen führen . Die können ja auch nur diesen Moment sehen, und nicht, dass ich dann doch am Ende gut bremsen/ausweichen kann... Hinweis: In Anfängerzonen bzw. viel von Anfängern befahrenen, blauen Pisten halte ich mich dann doch zurück.
"Speeding", also zu schnell fahren, ist halt Wischiwaschi wenns weder Tacho noch Tempolimit gibt.
Außerdem ist "zu schnelles Fahren im Anfängerbereich" mehr ein Problem des Skigebietsdesigns. Wenn man den Anfängerbereich an eine Stelle baut, wo viele nicht-Anfänger-Skifahrer durchmüssen, oder die besonders flach sind sodass man ohne genug Schwung mitzunehmen später anschieben muss, dann wird es immer zu "Speeding" kommen.
Wenn man den Anfängerbereich dagegen so baut, dass von oberhalb desselben niemand in ihn reinfahren kann und er auch nur am Rand liegt und nicht mitten in einem Hauptdurchfahrbereich, werden die meisten nicht-Anfänger da sowieso nicht fahren.
Und es ist obendrein auch weit vernünftiger und sicherer, weil da dann eben kaum jemand überhaupt die Möglichkeit oder den Willen hat dort schnell zu fahren, weil reine Anfängerhänge meist äußerst uninteressant sind für die restlichen Skifahrer, da flache, kurze Hänge.
schafruegg hat geschrieben: 01.08.2023 - 17:58
In meiner Betrachtungsweise sind die Parkplätze sowie deren Shuttles vom Parkplatz zum Lift definitiv kein Unfug sondern ein grosser Vorteil gegenüber vielen europäischen Gebieten, wo praktische Parkplatzmöglichkeiten nicht immer gegeben sind. Dass dies zu einem Preis passiert, ist soweit OK, muss aber nicht, wie das Beispiel von Snowbasin, UT zeigt. Da habe ich lieber, wenn die Skigebiete diese paar Zusatz-Cents in ihren Skitickets inkludieren und ich den Aufpreis nicht sehe. Kundenservice ist das Zauberwort. Und das interpretieren auch in Nordamerika längst nicht alle Resorts gleich.
Nunja, aber der Großteil der Alpenskigebiete hat eben ausreichende Parkplätze direkt an der Talstation, selbst wenn einzelne Zubringer nicht genug haben gibts meist andere Zubringerlifte die für Autofahrer gedacht sind. Und es wird auch häufiger mal ein Parkhaus gebaut, wenn die Parkplätze nicht ausreichen, das ist also eben auch eine Frage der Investitionswilligkeit.
Ist es dann so schwierig, sich in einem Anfängerbereich wenn man ihn nicht umfahren kann, zum Wohle der Allgemeinheit etwas zurückzunehmen und zusammenzureissen? Ich denke nicht Deine Denkweise passt für mich in die zunehmende Haltung einer "Ich"-Gesellschaft. Hat in einem Schneesportgebiet definitv keinen Platz.
Parkplätze: Gehe ich mit dir einig. Die Investitionstätigkeit jedoch ist meistens auf zusätzliche Profitsteigerungen zurückzuführen. Es fehlen zahlbare Parkplätze oder, noch viel besser, massiv bessere und attraktivere Möglichkeiten für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr! Dies beinhaltet auch die Berücksichtigung der Gepäcksituation (Ski, Gepäck, etc. welche viel Platz brauchen und der Grossteil der Schneesportler darum lieber mit den eigenen 4 Rädern anreisen).
So liebe Freunde des gepflegten (nordamerikanischen) Wintersports. Die Sommerpause wurde etwas ausgedehnter als ursprünglich vorgesehen und geplant. Ich bitte euch um tausendfache Entschuldigung - der Sommer geht in eine weitere Verlängerung. Im Eishockey würde man wohl schon bald von einem Rekordspiel sprechen
Die nächsten und letzten USA-Berichte zu Grand Targhee WY, Jackson Hole WY und Big Sky Montana sind in Arbeit und erscheinen ab dem 15. September.
Anschliessend machen wir einen grossen Satz nach Kanada, genauer gesagt nach British Columbia und Alberta.
Bis dahin, stay tuned, geniesst die warmen bis heissen Tage und freut euch auf eine literarische Abkühlung ab Mitte September 2023!
Hallo Schatruegg, nachdem Deine Reise jetzt langsam in die kanadischen Rocky Mountains geht interessiert mich, ob Du auch ein Cat Skiing Gebiet und ein Heliskiing Gebiet besucht hast. Gerade in Revelstoke gibt es gute Kombinationsmöglichkeiten mit dem Skigebiet. Besten Dank im Voraus.
Skifreak_1 hat geschrieben: 26.09.2023 - 20:45
Hallo Schatruegg, nachdem Deine Reise jetzt langsam in die kanadischen Rocky Mountains geht interessiert mich, ob Du auch ein Cat Skiing Gebiet und ein Heliskiing Gebiet besucht hast. Gerade in Revelstoke gibt es gute Kombinationsmöglichkeiten mit dem Skigebiet. Besten Dank im Voraus.
Hi Skifreak_1. Danke für deine Frage. Muss dich leider enttäuschen. Unser Fokus lag voll und ganz auf dem Epic sowie Mountain Collective Pass.
Nächste Reisen sollen dann spezifisch dem Catskiing und/oder Heliskiing gewidmet werden. Du hast natürlich recht: Revelstoke bietet eine wunderbare und tolle Ausgangslage für Catskiing sowie Heliskiing.
Guten Abend Schafruegg, vielen Dank für Deine Antwort. Auch ohne Heliskiing und Catskiing hast Du eine tolle Reise gemacht. Du hast die meisten interessanten Gebiete in Nordamerika besucht.
Skifreak_1 hat geschrieben: 27.09.2023 - 21:19
Guten Abend Schafruegg, vielen Dank für Deine Antwort. Auch ohne Heliskiing und Catskiing hast Du eine tolle Reise gemacht. Du hast die meisten interessanten Gebiete in Nordamerika besucht.
Du kannst dich auf die restlichen Berichte freuen!
Entschuldigt bitte, ich bin etwas in Verzug. Das schöne Wetter derzeit muss dringend für letzte Sommeraktivitäten genutzt werden.
Wird Anfang bis Mitte Oktober für die beiden letzten Berichte in den USA. Der Startschuss für die Kanada-Berichte aus dem vergangenen März 2023 folgt dann Anfang November.
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