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16.02 & 17.02.2023 | Jackson Hole, WY | Anspruchsvolles Terrain trifft grossartige Szenerie

Von Idaho nach Wyoming. Nach dem tollen Besuch in Sun Valley, Idaho ging es weiter in Richtung und über den Teton Pass. Nächste Station: Jackson, Wyoming. Das ist jener Ort, wo im Herbst jeweils das traditionelle Treffen der Notenbanken unter Federführung der US-amerikanischen FED stattfindet. Wir haben etwas ausserhalb des Städtchens Jackson eine süsse kleine Unterkunft namens “Elk Refuge Inn” gefunden. Ein wahrer Traumtipp. Tolles und grosses Apartement inklusive Küche und wunderbarem Ausblick auf das Elk Refuge. Hierhin ziehen sich die Elche aus dem Yellowstone National Park im Herbst zurück und verbringen die Wintersaison. Fahrtzeit zum Skigebiet rund 35 Minuten.

Daten des Skigebiets / Mountain information:
Base Elevation: 6’311 ft (1’924 m)
Summit Elevation: 10’450 ft (3’185 m)
Vertical Rise: 4‘139 ft (1’262 m)
Anzahl Anlagen: 13
Anzahl Pisten: 116 (10% grün, 40% blau, 50% schwarz/black double diamond)
Durchschnittlicher kumulierter Schneefall pro Winterhalbjahr: 459 in (1’170 cm)
Kumulierter Schneefall im Winterhalbjahr 22/23: 594 in (1’509 cm)
Längste Abfahrt: 4.5 miles (7.2 km)
Passzugehörigkeit: Mountain Collective / IKON
Tageskartenpreis am Tag der Besuche: USD 203

Pistenpläne:
Jackson Hole Mountain Resort

Gefallen:
:top: Sehr abwechslungsreiches und viel anspruchsvolles Terrain, der Berg ist topographisch wiederum sehr spannend und bietet viele gute mittelsteile bis steile und rasante Abfahrten
:top: absolut hervorragende Schneequalität im Lee der Teton Range
:top: riesige Landschaft, grossartige Szenerie
:top: wahres Expert-Terrain mit steilen Cliffs, Felsen (Corbet’s Couloir)
:top: User Experience in der App. Tolle Information zu allem, was wichtig ist an einem Tag auf dem Berg. Live-Update zum Parking ist Gold wert!
:top: Tolles Städtchen Jackson mit vielen Restaurants, Läden und Verweilmöglichkeiten
:top: Million Dollar Cowboy Bar
:top: Grossartige Offpiste Möglichkeiten in den Bowls (bei entsprechendem Neuschnee)
:top: Mountain Collective Pass ;)

Nicht gefallen:
:flop: leider keine bezahlbaren Unterkünfte vor Ort (wie an vielen Orten in den USA)
:flop: kein wirkliches Anfänger-Terrain
:flop: wieder einiges mehr Leute als zum Beispiel in Grand Targhee, auf der Luv-Seite der Teton Range
:flop: Anstehzeiten an der Luftseilbahn für den Gipfel und die tolle Bowl auf dem Gipfel
:flop: Reservation nötig

Unsere Tipps:

Wichtigstes Credo mit dem Mountain Collective Pass: unbedingt frühzeitig reservieren! Die Slots sind rar. Es kann jedoch storniert werden, falls man am reservierten Tag doch nicht Skifahren kann. Uns hat diese Reservationspflicht dennoch etwas eingeschränkt, da wir eigentlich lieber total spontan unterwegs sind.
Frühmorgens unbedingt das Live-Update zur Parking-Situation benutzen. Grossartig gelöst und implementiert. Hat uns sehr geholfen, den guten Abfahrtszeitpunkt zu finden, da es an unseren beiden Tagen jeweils am Morgen im Tal extrem kalt war.

Bilder und Eindrücke:

16.02.2023
Nach einem schönen Abend in Jackson ging es am frühen Morgen bei -25 Grad im Tal und Inversion los auf die knapp 40minütige Fahrt ins Skigebiet. Als Parking Option empfehlen wir das “Ranch Lot”. Günstigte Möglichkeit beim Village für 15 Dollar pro Tag. Freies Parking ist 7 Meilen (10km) und eine Shuttle-Bus-Fahrt entfernt. Nicht für uns Schweizer, denken wir :D Die Resort-App ist super und zeigt die freien Parking-Optionen sehr gut an. Die praktische Umsetzung gefällt uns sehr und wir wünschen uns mehr von solch gescheiten Apps.
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Wir holen unsere Pässe ab und starten bei der Bridger Gondola, wo uns Upper Sundance und Sundance anlächelten. Was für ein grossartiger Start. Nach Empfehlungen von Locals arbeiten wir uns zuerst “nach rechts” sprich zum Casper, Teton und Apres Vous Chair, bevor wir uns in Richtung Aerial Tram (Gipfel) und den südlichen Teil des Gebiets machen. Es hat insbesondere an der Bridger Gondola einige ganz tolle Pisten, Sundance wie erwähnt eine davon. Am Casper haben es uns die Sundog und Sleeping Indian extrem angetan, bevor es auch in diesem Bereich voller wurde.
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Wunderbare Tiefblicke und noch bessere Pisten. Hier auf der "Cascade"

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Carving Spass von morgens früh bis abends spät.


Also weiter in Richtung Skigebietsgrenzen und zur Wide Open am Teton Chair. Danach einmal ganz runter und via Teewinot und Apres Vour Chair auf die Upper Werner und Werner, welche wir fleissig zugecarvt haben. Saukalt ist es heute, deswegen machen wir gegen 11 Uhr einen Kaffeestop in der Base. Ein süsses klitzekleines Kaffee lädt zum Verweilen ein, nachdem wir es nach kurzer Suche dann auch ganz versteckt gefunden haben.

Als nächstes wollen wir mit dem Aerial Tram, einer Luftseilbahn (grosses Ding in Nordamerika!) auf den höchsten Punkt, den Rendezvous Mountain auf knapp 3’200 Metern über Meer. Die Rendez-vous Bowl ist die Hauptabfahrt von da oben (nicht präpariert, und eher steil aber ok, je weiter nach unten desto mehr Bumps). Wagemutige stürzen sich das weltbekannte Corbet’s Couloir hinunter. Wir überlassen dies lieber den Profis!
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Zoom zum Gipfel, Rendezvous Bowl und Corbet's Couloir

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Das berühmt berüchtigte Corbet's Couloir. Definitiv nichts für schwache Nerven


Der Sublette Chair erschliesst einige tolle Pisten in der Bernies’ sowie Laramie Bowl, wobei die Laramie und Grand Slope definitiv hervorzuheben sind. Zum Schluss des Skitages ging es dann nochmals noch auf den Rendezvous Mountain, wo uns pünktlich zum Hüttenschluss in der Corbet’s Cabin feine Waffeln den Tag versüssten.
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in der tollen Laramie Bowl

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Riesig breite Rendezvous Bowl


Zurück in Jackson genossen wir am Abend eine feine Pizza und einige Drinks in der weltbekannten Million Dollar Cowboy Bar.
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Drin in der Million Dollar Cowboy Bar. Mottoparty jeden Abend :D


17.02.2023
Zweiter Tag in Jackson Hole. Mehr oder weniger copy paste. Das Wetter gegen den Nachmittag ein Stückchen schlechter, tut der Stimmung aber nicht wirklich was an. Uns gefallen die teilweise wirklich sehr steilen Pisten, die spitzenmässige Präparation und die vielen coolen Pulvermöglichkeiten. Leider konnten wir diese nicht wirklich auskosten - der letzte Schneefall war schon einige Tage her. Wir kommen unbedingt wieder hierhin, sehr gerne bei Neuschnee!

Nun lasse ich die Bilder mit einigen Kommentaren sprechen, damit ihr euch ein Bild vom Gebiet machen könnt.

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"Ich bin heute im Home Office"

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Mitten in der Rendezvous Bowl. Eine riesige breite Fläche mit tollem Schnee, voller Besonnung und kalten Temperaturen.

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The JHMR tram

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Unterer, felsiger Teil der Rendezvous Bowl. Alles wird gefahren.

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Die Elche im Elk Refuge

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Leer, leerer, Sundog.

Uns zieht es am Abend wieder zurück nach Jackson, am nächsten Tag steht die Fahrt in den Yellowstone Nationalpark an, genauer nach West Yellowstone. Schneefall ist angesagt. Viel Schneefall.

Inhaltsverzeichnis:
Zur Übersicht aller Berichte aus der vergangenen grossen Nordamerika-Winterreise 2023
 
@schrafruegg vielen Dank für Deinen Bericht. Benötigt man für die Seilbahn (Tram) immer eine Reservierung für jede Fahrt? Für was sind alles Reservierungen notwendig? Wie lange sind die Wartezeiten an den Liften?
 
Mit dem Mountain Collcetive Pass brauchst du eine Reservierung und musst dir deine Besuchstage so im Voraus aussuchen. Dasselbe gilt für den IKON Pass.

Die Wartezeiten waren am Tram am höchsten. Bei den restlichen Liften höchstens mal an der Bridger Gondola am Vormittag, wo alle auf den Berg wollten. Kannst aber gut umgehen.
 
Hah, in der Million Dollar Cowboy Bar bin ich auch schon ein paar mal versackt. Nicht wirklich mein Ding, aber meine Kollegen haben sie geliebt. Jackson Hole ist sonst vor allem dafür bekannt, dass sie für amerikanische Verhältnisse eine extrem liberale Out of Bounds Policy haben, sprich du kannst ziemlich Problemlos aus den Skigebietsgrenzen herausfahren ohne dass dir gleich der Skipass abgenommen wird. Das ist meist mit Aufstieg verbunden, aber gerade die Runs runter zum Highway 22 aus Idaho (und Grand Targhee) sind sehr beliebt und spektakulär. Normalerweise sieht man bei brauchbaren Bedingungen immer Skifahrer und Boarder and der Strasse die per Autostop auf die Rückfahrt warten. Das ganze geht übrigens auch während der Sommersaison der Tram, was ein wenig das frühe Saisonende ausgleicht.

Das Corbets Colour fand ich übrigens recht langweilig, zumindest wenn man an einem niedrigen Punkt des Cliffs springt oder gar die "Chicken Run" Umfahrung nimmt. Ich war dort schon mit einem Monoski und einem Leihski mit abgefuckter Pinbindung drin :) Benannt ist es übrigens nach dem Vater eines Arbeitskollegen der es damals als Ski Patroller entdeckt hat, der ist dann als sein Sohn im Schulalter war weggezogen weil es in Jackson damals keine seinen Ansprüchen entsprechende Schule gab.
 
Ich glaube mit dir zusammen muss ich tatsächlich mal in die Staaten Skifahren kommen. Das gäbe ganz gute Tage mit vielen tollen Geschichten und Bekanntschaften :D
 
Mich würde mal interessieren, warum so viele Menschen beim Anblick von Bergen um aspen oder diesen hier oder in Kanada im er von großartigen Szenerien sprechen?
Als ich in Colorado war, kam mir kein einziger Berg eindrucksvoller vor als zb die Zugspitze bei Garmisch und erst recht nicht in Ehrwald. Vom ötztal oder gar Wallis will ich mal gar nicht anfangen. In Wyoming kam mir die Szenerie in grossen und ganzen kaum anders vor als die Gegend um das murnauer Moos oder um das brauneck herum, ebenso aspen.
Nur so. Diese Schwärmerei fällt mir immer wieder auf, kann ich aber so überhaupt nicht nachvollziehen.
 
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