Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

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loennermo
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von loennermo »

valdebagnes hat geschrieben: 17.09.2025 - 19:29 SFL und Skischule, bin ich der einzige der dort vor ca. 10 Jahren Pech gehabt und nach einigen Diskussionen mit dem Leiter der Skischule dann einen Teilbetrag zurückbekommen hatte?
[...]
Ganz anders ein Jahr drauf in Ötz, hier ganz es nicht soviel Primborium, dafür aber richtiger Skiunterricht.
Das deckt sich 100% mit unseren Erfahrungen:
SFL war die schlechteste aller Skischulen, die unsere Tochter besucht hat. Was u.a. auch daran lag, dass die Skilehrerin eine Holländerin war, die nicht wirklich gut deutsch sprach.
(Hoch-)Ötz Skischule Mali das totale Gegenteil. Gebiet eher klein aber anspruchsvoll(er).
Empfehlen kann ich ganz klar noch Samnaun. Dort hatten wir immer die Skischule beim Hangl (rot) und einmal "mussten" wir auf den Zegg (gelb) ausweichen. Die waren beide sehr gut. Und wenn man etwas sucht, dann findet man auch günstige FeWos in Samnaun. Inkl. Skibus zur Seilbahn und nachmittags auf Skiern zur Unterkunft ;-)

Endmoräne
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von Endmoräne »

seiiim hat geschrieben: 16.09.2025 - 09:44 Ich möchte jedoch zu bedenken geben, dass man sich in eine extreme Abhängigkeit begibt, wenn man sich (wie hier am Beispiel Valmorel genannt) auf genau eine Skischule fixiert.
Was sollte daran das Problem sein. Den meisten Leuten reicht sogar ein einziger Skilehrer. :ja: Zumal die in Valmo alle top qualifiziert sind, da ausschließlich Staatliche. Nur der höchste Abschluss wird in Frankreich anerkannt - oder besser gesagt, muss aufgrund von EU-Recht anerkannt werden.
turms hat geschrieben: 16.09.2025 - 10:22 Valmorel liegt relativ niedrig und zudem in Frankreich.
Wenn man sich die Daten vom letzten März ansieht, wirkt es nicht besonders überzeugend:
https://www.valmorel.com/webcams/webcam ... elouviere/


Ich würde stattdessen Avoriaz ins Spiel bringen: nicht weit entfernt, und ab dem 1. April fahren Kinder kostenlos, solange die Eltern ebenfalls Skipässe kaufen.
Außerdem ist der Ort autofrei und bietet zusätzliche Vorteile wie eine Eislaufbahn, ein Hallenbad usw.
Das stimmt so nicht ganz. Valmo liegt nordseitig und durch die Lage ganz an der Spitze von Maurienne und Tarentaise stark schneebegünstigt. März war noch immer top, so auch letztes Jahr. Die Bilder von Combelouvière täuschen da leicht, weil das als Satellit auf einem Sporn mit sehr starker Sonneneinstrahlung liegt. Wir waren schon in der ersten Aprilwoche dort, damals lag da noch viel weniger. Sind einmal runter, da wir dort mit einer Nicht-Skifahrerin aus der Gruppe zu Mittag verabredet waren. Die Talabfahrt war schon zu, unten lag da gar nichts mehr. Da grüne Piste bin ich trotzdem runter und habe zwei kurze Stücke getragen. Alle Abfahrten nach Valmo selbst waren aber noch top und oben lag noch massig. Da ist Peak Snow überhaupt erst um diese Jahreszeit!
Die guten Abfahrten liegen zudem höher und wesentlich schneesicherer als in Avoriaz. Gleiches gilt für den Anfängerbereich auf dem Plateau d'Arenouillaz. Seit Neuestem steht da übrigens ein kuppelbarer 6er mit Rollteppicheinstieg. Und auch das ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber den PdS: In Letzteren wird es richtig voll. Zur Hochsaison wie auch im Frühling gerade rund um Avoriaz, wenn die Außenbereiche nicht mehr gut sind. Das ist in den Maurienne-Stationen ganz anders. Als wir vor drei Jahren im Frühjahr dort waren (Ende März/Anfang April), hatte man manche Pisten quasi für sich alleine! Da konnte man das Gaspedal guten Gewissens voll durchtreten. Valmo hatte in den letzten drei Jahren übrigens auch immer eine Kinder U13 Freikartenaktion im Frühling. Genauer: pro Erwachsenenkarte je eine Kinderfreikarte möglich. Ging, wenn ich mich recht entsinne, entweder am 15.03. oder bereits direkt im Anschluss an die französischen Skiferien los. Wir haben damals auch davon profitiert. Allerdings war es stets so, dass sie das erst ziemlich kurzfristig (Februar?) angekündigt haben. Galt jedenfalls für das gesamte Gebiet Grand Domaine, gab's aber auf der StFL Seite nicht. Dafür kostet dort der große Saisonpass jetzt im Vorverkauf weniger als eine Wochenkarte für den Arlberg.
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turms
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von turms »

Ich habe dort keine eigenen Erfahrungen, daher kann ich nichts Gegenteiliges behaupten.
Auf jeden Fall ist es leerer als in Avoriaz.
Ob es schneesicherer ist als Avoriaz, weiß ich nicht – höher gelegen ist es jedenfalls nicht. Beide Gebiete reichen maximal bis ca. 2.400 m.
Das Angebot für März/April ist mir allerdings auch aufgefallen.
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von Endmoräne »

turms hat geschrieben: 18.09.2025 - 16:02 Ich habe dort keine eigenen Erfahrungen, daher kann ich nichts Gegenteiliges behaupten.
Auf jeden Fall ist es leerer als in Avoriaz.
Ob es schneesicherer ist als Avoriaz, weiß ich nicht – höher gelegen ist es jedenfalls nicht. Beide Gebiete reichen maximal bis ca. 2.400 m.
Das Angebot für März/April ist mir allerdings auch aufgefallen.
Bitte nicht falsch verstehen, in den PdS hatte ich schon super Zeiten, liegen mir sehr am Herzen. Geht aber nur real nur bis 2270m an der Pointe des Mossettes - relativ flache West- und Osthänge; bzw. 2230m am Lac Intrêts, flacher Nordhang. Mehr ist nicht. Fahren kann man da trotzdem bis in den April. Aber es wird dann sehr voll rund um Avoriaz, weil alle dort hochschaukeln und das Einzugsgebiet so riesig ist. Außerdem gibt es dort viel mehr internationales Publikum, während die Franzosen um Ostern selbst keine Ferien haben.

In der Grand Domaine kannst du über die Lifte Lauzière (2515m), Mottet (2400m) und Riondet (2380m) steile und weite Nordhänge befahren, die den Schnee auch im Frühjahr noch super fluffig halten.
Hier ein Video aus dem Bereich Lauzière: https://www.youtube.com/watch?v=04oEDfNby0o

Man beachte die Einstellung bei 1:51min! Könntest du in Österreich niemals so filmen! Auch in den französischen Großskigebieten nicht.
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von seiiim »

loennermo hat geschrieben: 18.09.2025 - 09:13
valdebagnes hat geschrieben: 17.09.2025 - 19:29 SFL und Skischule, bin ich der einzige der dort vor ca. 10 Jahren Pech gehabt und nach einigen Diskussionen mit dem Leiter der Skischule dann einen Teilbetrag zurückbekommen hatte?
[...]
Ganz anders ein Jahr drauf in Ötz, hier ganz es nicht soviel Primborium, dafür aber richtiger Skiunterricht.
Das deckt sich 100% mit unseren Erfahrungen:
SFL war die schlechteste aller Skischulen, die unsere Tochter besucht hat. Was u.a. auch daran lag, dass die Skilehrerin eine Holländerin war, die nicht wirklich gut deutsch sprach.
(Hoch-)Ötz Skischule Mali das totale Gegenteil. Gebiet eher klein aber anspruchsvoll(er).
[...]
Naja Skischule Serfaus hat 300 Skilehrer, da sind sowohl die Skilehrer als auch die Gäste einfach nur Nummern, so ehrlich muss man sein. Klar, es ist beeindruckend was man dort an Kinderland vorfindet, aber ob es das braucht und das jedermanns Sache ist, kann jeder selbst entscheiden. Ich persönlich kann eure Kinder verstehen.
Endmoräne hat geschrieben: 18.09.2025 - 15:40
seiiim hat geschrieben: 16.09.2025 - 09:44 Ich möchte jedoch zu bedenken geben, dass man sich in eine extreme Abhängigkeit begibt, wenn man sich (wie hier am Beispiel Valmorel genannt) auf genau eine Skischule fixiert.
Was sollte daran das Problem sein. Den meisten Leuten reicht sogar ein einziger Skilehrer. :ja: Zumal die in Valmo alle top qualifiziert sind, da ausschließlich Staatliche. Nur der höchste Abschluss wird in Frankreich anerkannt - oder besser gesagt, muss aufgrund von EU-Recht anerkannt werden.
...ein ganz einfach marktwirtschaftliches. Wenn man dem ein Quasi-Monopol gibt, weil es die einzige Skischule am Platz ist wo man hin möchte oder sogar den Urlaub danach auswählt/ausrichtet, dann begibt man sich in Abhängigkeit. Kann sein, muss nicht sein. Von "schon zu weil Saisonende/Sparflamme" bis hin zu "ausgebucht" könnte dann einiges sein, was den Spaß verdirbt (bewusst überspitzt formuliert, und natürlich alles dazwischen); ein Risikofaktor den man leicht vermeiden kann.
Dass das mit den Staatlichen nicht stimmt und das EU-Recht hier nicht gilt, hatten wir an anderer Stelle schon mal :wink: finde ich müssig zu diskutieren, es ist ja seitdem nicht richtiger geworden
Und was braucht ein Anfänger/leicht Fortgeschrittener einen Staatlichen?
Endmoräne
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Re: Fremdsprachiger Skiunterricht für Kinder

Beitrag von Endmoräne »

seiiim hat geschrieben: 24.09.2025 - 21:26 ...ein ganz einfach marktwirtschaftliches. Wenn man dem ein Quasi-Monopol gibt, weil es die einzige Skischule am Platz ist wo man hin möchte oder sogar den Urlaub danach auswählt/ausrichtet, dann begibt man sich in Abhängigkeit. Kann sein, muss nicht sein. Von "schon zu weil Saisonende/Sparflamme" bis hin zu "ausgebucht" könnte dann einiges sein, was den Spaß verdirbt (bewusst überspitzt formuliert, und natürlich alles dazwischen); ein Risikofaktor den man leicht vermeiden kann.
Man muss eh vorher anrufen und einen Platz buchen - wie überall sonst auch. Wie's wird, sieht man dann - wie überall sonst auch. Wenn's blöd gewesen sein sollte, sucht man sich nächstes Mal was anderes - wie überall sonst auch. Echtes Monopol hast du dagegen in kleinen Gebieten. Und da ist auch noch keiner dran gestorben.
Aber warum sollte es blöd werden? Immerhin ist das Personal theoretisch top qualifiziert.
seiiim hat geschrieben: 24.09.2025 - 21:26 Dass das mit den Staatlichen nicht stimmt und das EU-Recht hier nicht gilt, hatten wir an anderer Stelle schon mal :wink: finde ich müssig zu diskutieren, es ist ja seitdem nicht richtiger geworden
Und was braucht ein Anfänger/leicht Fortgeschrittener einen Staatlichen?
Ja? Davon weiß ich nichts. Die Skischule gibt es jedenfalls schon ziemlich lange, kann also so verkehrt nicht sein. Vor gut 20 Jahren kannte ich jemanden ziemlich gut, der den Chef gut kannte. Das war noch vor den endgültigen höchstrichterlichen Entscheidungen. Die Rechtslage war allerdings damals schon völlig unzweideutig. Jedenfalls sind die damals ziemlich schikaniert worden, d.h. Lizenzkontrollen auf der Piste. Die Skilehrer, die ja keine Hilfsdiener sein durften, mussten ihre Lizenz stets mit sich führen. Inzwischen ist das alles Schnee von gestern. Gibt ja unterdessen auch genug andere ausländische Skischulen sowie zahlreiche Einzelselbstständige, vorwiegend aus dem angelsächsischen Raum. Nur dass die Franzosen interne Lizenzen ausländischer Verbände nicht anerkennen, daran hat sich mWn nichts geändert.
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