Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

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judyclt
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von judyclt »

Das mit der Uhrzeit ist ja wirklich seltsam. Spielte das Wetter da eine Rolle?
Jeder sieht doch eigentlich zu, dass man eine größere Bergtour möglichst früh startet, um unterwegs für alle Eventualitäten Puffer zu haben.
Auch wenn 7km bergab besonders in den unteren 2/3 locker machbar sind, würde ich die nicht in der Dunkelheit machen wollen.
Und dann gleich mehrere Leute unabhängig voneinander so unterwegs? Merkwürdig.

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CV
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CV »

also, wenn die Kameraden nur einigermaßen den Wetterbericht lesen und beurteilen konnten, dann haben sie keine Übernachtung/biwak geplant. Dass es ab Mitternacht stürmisch mit Schneefall wird, war schon Tage vorher klar und ist auch so eingetreten. Offenbar waren sie ja gut ausgerüstet und haben wohl einen Stirnlampen-Abstieg geplant.

Triebschnee und drunter gefrorenes Blankeis vom Sommer ist jedenfalls keine gute Mischung. Ich bin kein Eiskletterer sondern nur Genuss-Skitourengeher und will mich daher nicht aus dem Fenster lehnen. Für mich habe ich jedenfalls schon seit der jugendlichen Sturm- und Drangphase entschieden, im Hochgebirge grundsätzlich erst ab März, tendenziell noch später, ins Gelände zu gehen, wenn es schöne Tag-Nacht Temperaturgradienten gibt. Höchstens dann früher, wenn ich's so hochfrequent beobachten kann wie Sella, Marmolada und Umgebung. Aber dort eigentlich auch nicht mehr...
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

frank123 hat geschrieben: 03.11.2025 - 22:05 Die Info bzgl. Übernachtung habe ich bisher noch nirgends gelesen, das würde das Ganze ja noch absurder machen, dann um 15:50 Uhr erst an der Unglücksstelle gewesen zu sein. Ich hatte es so verstanden, dass sie in Sulden morgens los sind, sich auf der Hütte getroffen haben und von dort aus weiter gegangen sind, offensichtlich alles etwas spät für die Jahreszeit. (Von der Hütte zur Unglücksstelle sind es rund 450Hm).
Du hast Recht - dass sie morgens in Sulden gestartet sind und nicht auf der Hütte übernachtet haben, steht so im Artikel des Bayerischen Rundfunks. Ich habe die Übernachtung fälschlicherweise hineininterpretiert, sorry.
Das macht die ganze Aktion wiederum für mich absurder - eine 1.700-Höhenmeter-Hochtour, die auf 12 Stunden reine Gehzeit veranschlagt ist, läuft man doch bei einer Sonnenscheindauer von nur noch rund 10 Stunden am Tag im November nicht mehr ... ?!? Auch nicht, wenn man die ersten beiden Stunden mit Stirnlampe aufsteigt. Da fehlt jeder Pausen- und Sicherheitspuffer.
Tyrolens hat geschrieben: 03.11.2025 - 21:28 Keine 7 km und 1.600 Hm bergab. Das packt man immer. [...] Jemand, der halbwegs fit ist, ist bis zum Mittagessen wieder zuhause in Sulden, quasi. ;)
Nee nee ... nicht im teilweise felsigen Gelände. So eine Höhendifferenz im Auf- plus Abstieg beansprucht schon mehr als die Hälfte des Tages.
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CV
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CV »

das Bild in diesem Artikel scheint den tatsächlichen Abbruch des Schneebretts zu erfassen. Damit kann ein Auslösen durch die obere Seilschaft in jedem Fall ausgeschlossen werden:
https://www.giornaletrentino.it/montagn ... -1.4216333
I tedeschi probabilmente avevano in programma di raggiungere la vetta con l'imbrunire e scendere poi con le lampade frontali, sono però stati traditi da un accumulo di neve a causa del forte vento in quota proprio nei pressi della vetta.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von gfm49 »

Aber auch hier nur Vermutungen
CV hat geschrieben: 03.11.2025 - 23:06
I tedeschi probabilmente avevano in programma di raggiungere la vetta con l'imbrunire e scendere poi con le lampade frontali, sono però stati traditi da un accumulo di neve a causa del forte vento in quota proprio nei pressi della vetta.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Harzwinter hat geschrieben: 03.11.2025 - 22:42 Nee nee ... nicht im teilweise felsigen Gelände. So eine Höhendifferenz im Auf- plus Abstieg beansprucht schon mehr als die Hälfte des Tages.
Die haben die Tour mit Start auf der Düsseldorfer Hütte in 10 Stunden gemacht:

https://www.hikr.org/tour/post136218.html


Gut, ich bin ja ohnedies vom Alpinstil verseucht und merke schon stark, dass wenige Menschen heutzutage früh morgens aufbrechen, sondern eben glauben, dass es auch klappt, wenn man später startet und einfach ein wenig schneller ist.

Interessant an der obigen Tourenbeschreibung ist, dass der Eis-Teil sehr unterschiedlich sein kann. Man kann die leichte Route mit 60° wählen oder die steile mir 110°. Dazu wird sich das alles vermutlich durch den Klimawandel von Jahr zu Jahr stark verändern. Möglich, dass das die Leute aufgehalten.

Was ich auch aus meinem Umfeld sagen kann: Länger zu brauchen, als geplant, ist echt gefährlich. Nicht nur, dass man dann immer weiter weg von dem liegt, was man vom Training her gewohnt ist, nagt gerade das an der Motivation und mir würde zb sehr schnell der Treibstoff (Zucker) ausgehen. Trinken ist da auch nicht zu unterschätzen.


Ich glaube aber nicht, dass wir einen Untersuchungsbericht zu sehen bekommen werden. Insofern: Alles reine Spekulation.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von mark13 »

Kann sowas eigentlich ein Auslöser sein ?
http://www.seismo.ethz.ch/de/earthquake ... nitude=1.5

Das war sehr schwach und weit weg aber Uhrzeit passt eben perfekt.

Ich habe das Beben selbst nicht bemerkt. Weil ich am Bodensee spazieren war und urplötzlich ganz seichte Wellen die Boote im Hafen geschaukelt haben, habe ich mal nachgeschaut und das als Ursache ausgemacht, da sonst nix auf dem See los war.

Über die Distanz und die Stärke halte ich es eigentlich auch für Zufall. Wenn ein Schneebrett derart labil ist würde jeder Umweltfaktor wie eine Böe ausreichen.
Zuletzt geändert von mark13 am 04.11.2025 - 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Mark13
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Die Bebenstärke war zwar nur 1.5, aber bei einer Epizentrumstiefe von lediglich 700 m würde ich es über die Distanz von 128 km zur Vertainspitze als Auslöser zumindest nicht ausschließen. Messbar wäre es vor Ort sicherlich gewesen. Allerdings müssten dann zeitgleich auch andernorts in den Ostalpen irgendwelche Lawinen abgegangen sein, worüber uns keine Information vorliegt.
Danke für diese vielleicht wichtige Information! :top:
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CV »

Im Lawinenblog von Südtirol vom 23.10. (!) werden die Vorteile aber auch die Gefährdungen in Eiswänden im Herbst nach ersten Schneefällen sehr gut beschrieben. Als Beispiel dient u.a. die Vertainspitze, an der es wohl im Nov. 24 auch schon einen Todesfall gab:
https://lawinen.report/blog/it-32-bz-de/4542
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Exakt diese Quelle hat Forenkollege Tyrolens auf S. 1 des Threads zitiert. :D
Aber natürlich trotzdem danke fürs weitere Analysieren.
Mittlerweile schreibt auch die Presse über einen möglicherweise geplanten Stirnlampenabstieg der Seilschaften von der Vertainspitze zur Düsseldorfer Hütte. Wahrscheinlich lesen die hier mit ...
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CV »

das hat die Bergwacht vermutet, laut italienischer Quelle im giornaletrentino.it
Allerdings steht dort nichts von Düsseldorfer Hütte. Das scheint mir für einen Stirmlampen-Abstieg auch der weniger geeignete Weg zu sein.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Eine andere Schutzhütte gibt es in dem Gebiet nicht. Ansonsten bleibt nur der Abstieg nach Sulden. Der Abstieg nach Nordosten ins Laaser Tal wäre noch weiter.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Gibt es einen anderen Weg zur Düsseldorfer Hütte als den über das Skigebiet? Wie geschrieben, ein Umweg im Vergleich zum direkten Abstieg nach Sulden.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von srj »

Mein Beileid den Angehörigen.

Ich bin ganz bei all denen, die der Meinung sind, dass diese Tour früher hätte abgebrochen werden sollen. So spät in dem Gelände, schon geplant Abstieg im Dunkeln...nicht gut.
Da hätte nur wenig dazu passieren müssen, dass sie in der Dunkelheit in der Nordwand herumirren.
Natürlich sollte man die Stirnlampe dabei haben, für alle Fälle, und wenn ich damit dem Hubi Zeichen geben kann...aber die Planung muss eigentlich soviel Puffer beinhalten, dass ich die Gefahrenzone bei Einbruch der Nacht hinter mir habe.
Ich bin mal mit zwei Kollegen die im Vergleich wirklich einfache Runde Osterfelder Kopf - Alpspitze (über die Schöngänge und die Ostflanke) - Matheisenkar - Höllentalanger - Klamm - Garmisch gegangen. Einer der Kollegen wurde im Abstieg immer langsamer, so dass es 20:00 Uhr wurde, bis wir an der Höllentalangerhütte waren, und dunkel, als wir durch die (beleuchtete!) Klamm nach Garmisch runter sind. Nicht schön.
Aber eben kein Vergleich - der Abstieg ist eine Autobahn. Warum man nicht spätestens um 14:30, 15:00 Uhr umgedreht hat, werden wir vermutlich nicht erfahren.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von frank123 »

Tyrolens hat geschrieben: 04.11.2025 - 15:25 Gibt es einen anderen Weg zur Düsseldorfer Hütte als den über das Skigebiet? Wie geschrieben, ein Umweg im Vergleich zum direkten Abstieg nach Sulden.
Nein, alles was direkt von der Vertainspitze zur Düsseldorfer-Hütte führt, ist Kletterei mit mehr oder weniger Eis. Der einfache Abstieg von der Vertainspitze führt, wie bereits weiter oben geschrieben wurde, via Rosimtal Richtung Bergstation Kanzel und von dort über verschiedene normale Wanderwege (dann im Bereich des Skigebietes) nach Sulden. Von der Bergstation Kanzel kann man natürlich auch wieder zur (im übrigen geschlossenen) Düsseldorfer Hütte aufsteigen, da ist der Abstieg nach Sulden aber schneller.

Hier übrigens noch der Link zum Unglück vom vergangenen Jahr:

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... bc918.html
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Tja. Das mit dem Umdrehen, quasi Aufgeben, ist nicht so einfach. Obwohl es eigentlich bei vielen Sportarten ganz normal ist, dass Zeitlimits gesetzt werden. Im Privaten, möchte man denken, wär's noch einfacher, einfach um zu drehen. Was es schwierig macht, ja klar, das Ego, aber ich glaube, es ist vor allem der Tunnelblick, wenn man eh schon alle Hände voll mit dem Klettern zu tun hat, verliert man schnell das Zeitgefühl.
Ich habe mir angewöhnt, meine Touren in Segmente zu unterteilen. Das macht es für mich zumindest einfacher, das Zeitgefühl zu behalten.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Endmoräne »

zonk hat geschrieben: 03.11.2025 - 15:54 Nein,der dauert auch nicht ewig..mit geringer Neuschneeauflage mag sich das oben ein wenig verzögern,aber in der Regel kann man durch das Rosimtal in 2 bis 3 Std unten sein.immerhin geht's ja schon bei 1900 los,und nur die ersten 500 hm sind in brösel-und blockgestein.für Leute,die Steileistouren machen,sollte das eigentlich gehen mit ein wenig umsicht.also max 40 min ,bis du unterhalb der Zunge des rosimferners bist.danavh,so ab 2900/3000 Meter,geht's eigentlich sehr einfach auf gut ausgelatschtem weg runter.mitneinen tick Erfahrung und notfalls Stirnlampe geht das alles.auch das stück vom Gipfel bis zur Zunge des ferners.
Ganz meine Meinung. Gerade auf Schnee sieht man übrigens mit einer Stirnlampe hervorragend.

Es stimmt, die Gruppen waren alle sehr spät - später als man das üblicherweise unternehmen würde - noch unterwegs. Aber es ist nicht erkennbar, wie das in irgendeiner Weise zu dem Unglück beigetragen hätte. Hinzu kommt, dass die Schlüsselstellen der Nordwand alle im unteren Teil liegen.

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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von zonk »

Hab gelesen,dass der Abstieg durchs Rosimtal 4 bis 5 Std dauert das ist natürlich quatsch.da muss man schon seeeehr langsam sein
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von judyclt »

Wer so fit ist und solche Touren plant, sollte vermeintlich in weniger als 4 Stunden unten sein. Das denke ich auch. Nützt nur nichts, wenn man oben schon abdankt. Und dann noch Vater und Tochter. Die armen Hinterbliebenen :nein:
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von frank123 »

Die Ermittlungen zum Unglück an der Vertainspitze laufen:

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 68aba.html

(Edit: Direktlink eingefügt - sorry!)
Zuletzt geändert von frank123 am 06.11.2025 - 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

frank123 hat geschrieben: 06.11.2025 - 19:53 Die Ermittlungen zum Unglück an der Vertainspitze laufen:
https://www.raisudtirol.rai.it/de/news.php
8O
Direkter Link zu diesem Bericht.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CrystalMountain »

Bad Vigaun im Tennengau, Salzburg AUT
15-Jähriger stürzte bei Bergunfall 100 Meter ab

Am Schmittenstein (1.695 Meter) in der Osterhorngruppe ist am Donnerstag ein 15-jähriger Jugendlicher rund 100 Meter über steiles felsdurchsetztes Gelände abgestürzt. Seine zwei Begleiter – beide sind ebenfalls 15 Jahre alt – verständigten die Rettungskräfte.
Der Einsatzleiter der Bergrettung Hallein versuchte einen Rettungshubschrauber für eine nächtliche Windenbergung zu bekommen, „es war jedoch keiner zeitlich verfügbar. Unser anwesender Sanitäter erstversorgte den Verletzten und der Notarzt des verständigten Rettungshubschrauberteams stieg zur Unfallstelle auf. Es war wichtig, den jungen Mann aufgrund seiner lebensbedrohlichen Verletzungen so rasch wie möglich aus dem unwegsamen Gelände abzutransportieren.“ Seine beiden Begleiter blieben unverletzt und wurden von den Bergrettern sicher zur Tenneralm begleitet.
https://salzburg.orf.at/stories/3329025/
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CV »

Vertainspitze, Analyse des Schneedeckenaufbaus (https://www.giornaletrentino.it/montagn ... -1.4220390 übersetzt mit deepL:
BOZEN. „Der Neuschnee in Kombination mit dem Wind und wahrscheinlich auch den feuchten Luftmassen hat zur Bildung einer kompakten Schneeschicht an der Oberfläche (Schneebrett) geführt. Damit waren die Voraussetzungen für eine Schneebrettlawine gegeben.“ Dies bestätigen die Experten von Valanghe.report der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Bezug auf die Lawine, die am vergangenen Wochenende auf der Cima Vertana in der Ortlergruppe fünf Todesopfer gefordert hat. Es handelte sich – so heißt es in der Analyse des tragischen Ereignisses – um eine mittelgroße (Größe 2) Trockenschneebrettlawine; die maximale Höhe des Abgangsbereichs lag bei etwa 3460 m. Die Dicke der abgebrochenen Schneebrettlawine wurde auf etwa 20 cm geschätzt, die maximale Neigung im Abgangsbereich beträgt etwa 45 Grad.

Laut Valanghe.report „kann Neuschnee vor allem an steilen, schattigen Hängen und in der Nähe von Gletschern im Spätherbst in hohen Lagen liegen bleiben und sich je nach Wetterbedingungen durch konstruktive Metamorphose (vor allem in klaren Nächten) verändern. Dies führt zur Bildung einer Schneedecke aus facettierten, nicht zusammenhängenden Kristallen. Regnet es hingegen bis in hohe Lagen oder sind die Temperaturen besonders mild, kann die Schneedecke an der Oberfläche schmelzen. Eine Abfolge solcher Ereignisse führt dann zur Bildung einer Schneedecke, die aus Krusten und dazwischenliegenden Schichten facettierter Kristalle besteht („Krustensandwich” genannt, typisch für das Lawinenproblem „persistente Schwachschichten”).

Die Daten der Wetterstationen bestätigen diese klimatischen Bedingungen, und eine Untersuchung der Schneedecke auf dem Stubaier Gletscher in Nordtirol zeigt das Vorhandensein einer Abfolge von Krusten und Schichten facettierter Kristalle in der Schneedecke, die den Gletscher bedeckt.

„Auf dem Bild der Lawine ist zu erkennen, dass die Abgangsfläche sehr groß ist: Die Schwachschicht und die Schneebrettschicht müssen über einen weiten Bereich vorhanden gewesen sein. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich um ein Problem mit hartnäckigen Schwachschichten handelte, die sich auf dem steilen, nach Norden ausgerichteten Gletscher gebildet hatten”, so die Experten.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von freeriderin »

Touri in Sölden in Häuserspalt verkeilt - ich habe Fragen. Viele Fragen :?

https://tirol.orf.at/stories/3331118/?f ... n-M_EwoNgg
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phifue
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von phifue »

freeriderin hat geschrieben: 23.11.2025 - 14:18 Touri in Sölden in Häuserspalt verkeilt - ich habe Fragen. Viele Fragen :?

https://tirol.orf.at/stories/3331118/?f ... n-M_EwoNgg
Der hat sich schon mal einen neuen Ort für den Alkoholkonsum ab Dezember gesucht. :lol:

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