Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

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CrystalMountain
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Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von CrystalMountain »

Sulden am Ortler, Südtirol ITA
Lawinenunglück unter Vertainspitze: Drei Skitourengeher tot, zwei noch vermisst
Die Gruppe war zu fünft unterwegs, als sich unter der Vertainspitze in Sulden eine Lawine löste und drei der fünf Tourengeher tödlich verschüttete. Zwei Tourengeher werden noch vermisst.

In der Ortlergruppe hat sich an der steilen Nordwand unterhalb der Vertainspitze am Nachmittag eine Lawine gelöst und ein Gruppe von Tourengehern unter sich begraben: Drei Skitourengeher starben. Bei den Opfern handelt es sich laut Bergrettung Sulden um eine junge Frau und zwei junge Männer, alle aus Deutschland. Zwei Tourengeher werden noch vermisst, die Suche wurde am Abend abgebrochen und wird morgen forgesetzt.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 5f69e.html

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Stefan
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Re: Sulden am Ortler 2025/26

Beitrag von Stefan »

"Drei Tote, zwei Vermisste: Lawinenunglück in Südtirol
Zwei Gruppen wurden im Ortlergebiet von einer Lawine erfasst. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort, die Suche soll am Sonntag fortgesetzt werden"

https://www.derstandard.at/story/300000 ... _entdecken
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Re: Sulden am Ortler 2025/26

Beitrag von judyclt »

Hat glaub ich mit dem Skigebiet nicht viel zu tun. Bin mir nicht mal sicher, ob die überhaupt auf Ski unterwegs waren. Hier kommt wenigstens das Bild nicht aus den Dolomiten:
https://www.stol.it/artikel/chronik/tra ... inenabgang
Martin_D
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Re: Sulden am Ortler 2025/26

Beitrag von Martin_D »

Das waren sicher Bergsteiger und keine Skitourengeher.

Hier eine Ansicht der Vertainspitze aus der Nähe der Bergstation der Schöntauf-KSB vom Herbst 2016
1 Sulden75.JPG
1 Sulden75.JPG (305.29 KiB) 2080 mal betrachtet
Der Normalweg verläuft unterhalb des Kammes, der von rechts zum Gipfel führt.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von mark13 »

wann genau ist die Lawine abgegangen ? Mein Beileid gilt den Angehörigen.
Gruß Mark13
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Hat es dort im Oktober auch so viel geschneit wie an der Alpennordseite? Wie war die Lawinenwarnstufe? Diese Infos, mit denen man die Situation beurteilen könnte, fehlen in den Medien.
Martin_D
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Re: Sulden am Ortler 2025/26

Beitrag von Martin_D »

bastian-m hat geschrieben: 02.11.2025 - 06:19 Das täuscht, ist regelhaft auf Tourenski begangen. https://www.vinschgau.net/de/ortlergebi ... pitze.html
Ja sicher, aber doch nicht um diese Jahreszeit.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von bastian-m »

Ich weiß nicht wie es in Sulden aussieht, aber dieses Jahr sind auf dem Oktober/November-Schnee schon so einige hochalpine Skitouren begangen. Ich hätte aus dem Bauch raus gesagt, dass wenn die Neuschneemenge für eine ausreichend große Lawine ausreicht, dann reicht sie auch auf felsigem Terrain aus, dass da jemand seine erste Spur reinlegt. Aber ich mag mich irren.
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Mt. Cervino
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Re: Sulden am Ortler 2025/26

Beitrag von Mt. Cervino »

Stefan hat geschrieben: 01.11.2025 - 21:26 "Drei Tote, zwei Vermisste: Lawinenunglück in Südtirol
Zwei Gruppen wurden im Ortlergebiet von einer Lawine erfasst. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort, die Suche soll am Sonntag fortgesetzt werden"

https://www.derstandard.at/story/300000 ... _entdecken
Leider sind die 2 Vermissten jetzt auch tot aufgefunden worden:
Nach dem Lawinenunglück in Südtirol sind auch die Leichen der beiden noch vermissten Deutschen gefunden worden. Nach Angaben der italienischen Bergwacht handelt es sich um einen Vater und seine 17-jährige Tochter.
https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... en,V1NhgBu
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Tyrolens
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Ich finde, das ist schon fast eine Art von Koinzidenz:

https://lawinen.report/blog/it-32-bz-de/4542
judyclt
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von judyclt »

Als Laie hätte ich eine Lawine zumindest vor einer Woche kaum für möglich gehalten, weil so wenig Schnee lag. Aber als Skifahrer hab ich wahrscheinlich falsche Vorstellungen von einer Lawine. Kletternd in der Eiswand kann ja schon eine kleine Schneerutsche in einer Rinne auf Blankeis ausreichen.
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Harzwinter
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Olaf Reinstadler, Leiter der Bergrettung Sulden hat geschrieben: 02.11.2025 - 16:15 [...] vermutet als Ursache ein kleines Triebschneepaket, das im oberen Teil in einer Mulde liegen geblieben war. [...] Offensichtlich aber seien die Verunglückten zu langsam gewesen [...] Zudem hätten sie den Schnee oben unterschätzt.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 46abe.html
Tyrolens
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Zu langsam - war vielleicht nicht die Ursache, hätte aber vermutlich später noch zu Problemen geführt.

Wenn man dermaßen aus dem Zeitrahmen fällt, und das betrifft hier ja nicht nur eine einzelne Gruppe, frage ich mich, was die Ursachen dafür waren.
Endmoräne
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Endmoräne »

Tyrolens hat geschrieben: 02.11.2025 - 17:41 Zu langsam - war vielleicht nicht die Ursache, hätte aber vermutlich später noch zu Problemen geführt.

Wenn man dermaßen aus dem Zeitrahmen fällt, und das betrifft hier ja nicht nur eine einzelne Gruppe, frage ich mich, was die Ursachen dafür waren.
Vermutlich eine Verkettung verschiedener ungünstiger Umstände: der Grieselschnee einerseits und andererseits die Tatsache, dass mehrere Seilschaften unterwegs waren, die alle gleichermaßen ziemlich langsam unterwegs waren. Dann denkst du leicht, das sei normal.
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Harzwinter
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Die Lawine ging am 1. November gegen 15:50 Uhr ab. Sonnenuntergang war an dem Tag in Sulden um ca. 17:05 Uhr. Gutes Wetter und somit eine lange Dämmerungsphase vorausgesetzt, war es vor Ort um ca. 17:30 Uhr dunkel, also spätestens 1:40 Stunden nach dem Unglück.
Die Grafik der Bildzeitung als einigermaßen korrekt vorausgesetzt, war um 15:50 Uhr keine der beteiligten Seilschaften auch nur in der Nähe des Gipfels der Vertainspitze. Die verunglückte Vater-Tochter-Seilschaft war am weitesten oben, hätte aber auch noch geschätzt eine Stunde bis zum Gipfel benötigt. Die anderen Seilschaften befanden sich deutlich tiefer.
Die Vater-Tochter-Seilschaft hätte vermutlich den Gipfel noch im Restlicht geschafft, hätte den Abstieg über Blockfelder im Höhenbereich jedoch entkräftet im Dunkeln durchführen müssen - Erfolg ist anzuzweifeln.
Die beiden anderen Seilschaften hatten nicht die entfernteste Chance, den Gipfel bei Tageslicht zu erreichen. Ein geplantes Biwak der Beteiligten auf dem Hängegletscher oder am Gipfel kann ich mir nicht vorstellen.
Vermutlich wollten die Seilschaften die Standardtour auf die Vertainspitze über die Nordwand begehen.
Jeder Alpinist mit einer Uhr und mit Verstand hätte Stunden vor dem Unglück bemerkt, dass das sichere Erreichen des Gipfels nicht durchführbar ist und wäre umgekehrt, zumal für den schutzhüttenlosen Abstieg vom Gipfel über 1700 Höhenmeter nach Sulden (bei Tageslicht) nochmals an die 4 Stunden zu veranschlagen sind.
Insofern ist nicht nur der Bergrettung Sulden ein Rätsel, was die Seilschaften dazu bewogen hat, die Tour fortzusetzen, als längst klar war, dass sie auch ohne Lawine nur noch als alpiner Notfall enden konnte.
Vielleicht können die beiden Überlebenden des Unglücks hier zur Klärung beitragen.

[Edit: Korrektur Zeitangaben.]

zonk
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von zonk »

Ich bin die Vertainspitze mal im Dunkeln abgestiegen.ist nicht supergünstig,aber es ging.zumindest über Normalweg und mit Stirnlampe machbar..und sofern man den Weg kennt.also ein absolut sicherer Fall für die Bergrettung wäre das nicht gewesen.aber ich würde nicht zu einer eistour nachmittags aufbrechen,zumindest nicht eine in dem umfang
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

So, wie die Leute heute drauf sind, kann ich mir auch vorstellen, dass die noch den Sonnenuntergang genießen wollten, ev. mit Biwak danach oder eben Abstieg. Wobei, wenn ich das richtig sehe, der Abstieg ewig dauert, wenn man nicht den gleichen Weg wie bergauf nimmt.
zonk
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von zonk »

Nein,der dauert auch nicht ewig..mit geringer Neuschneeauflage mag sich das oben ein wenig verzögern,aber in der Regel kann man durch das Rosimtal in 2 bis 3 Std unten sein.immerhin geht's ja schon bei 1900 los,und nur die ersten 500 hm sind in brösel-und blockgestein.für Leute,die Steileistouren machen,sollte das eigentlich gehen mit ein wenig umsicht.also max 40 min ,bis du unterhalb der Zunge des rosimferners bist.danavh,so ab 2900/3000 Meter,geht's eigentlich sehr einfach auf gut ausgelatschtem weg runter.mitneinen tick Erfahrung und notfalls Stirnlampe geht das alles.auch das stück vom Gipfel bis zur Zunge des ferners.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Hm. Sehe ich das richtig, dass Start und (geplantes) Ende an der Düsseldorfer Hütte war?
Dann wär's wirklich nicht weit. Oder wird das auf Basis oder obigen Tourenbeschreibung gegangen. Da steht was von 12 h in Summe.
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Harzwinter
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Harzwinter »

Tyrolens hat geschrieben: 03.11.2025 - 16:49 Hm. Sehe ich das richtig, dass Start und (geplantes) Ende an der Düsseldorfer Hütte war?
Eher nicht. Aber möglich wäre es zumindest.
Die Verunglückten haben die Nordwand-Tour auf die Vertainspitze über den Hängegletscher gemacht, erleichtert durch Übernachtung auf der Düsseldorfer Hütte, um die vielen Aufstiegs-Höhenmeter auf zwei Tage zu verteilen. Der Abstiegsweg dieser Tour führt üblicherweise auf dem erwähnten, wenig schwierigen, aber langen Bergwanderweg durchs Rosimtal zurück nach Sulden.
Kletterer könnten (rein theoretisch) auch über den Nordwestgrat der Vertainspitze zur Düsseldorfer Hütte absteigen (Schwierigkeit III+). Ich glaube aber nicht, dass man das nach geschaffter Eisklettertour machen möchte. Und für die Verunglückten kam das aufgrund fortgeschrittener Tageszeit erst recht nicht in Frage.
Einen direkten, offiziellen Abstiegsweg von der Vertainspitze zurück zur Düsseldorfer Hütte ohne Kletterei gibt es an der Nordflanke des Berges nicht. Wenn man unbedingt zur Hütte zurück will, könnte man zunächst den Abstieg nach Süden nehmen, dann auf der Ostflanke der Vertainspitze über den Laaser Ferner queren, weiter über die Angelusscharte und von dort den Reinstadlerweg zur Hütte nehmen, der normalerweise der Aufstiegsweg auf den Hohen Angelus ist. Also quasi das hier in umgekehrter Richtung (auf der Karte erst grüner, dann roter Weg, ohne Hohen Angelus). Das wäre von der Vertainspitze aus aber ein Umweg mit Zwischenaufstieg, und im Dunklen wäre es gefährlich.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Tyrolens »

Wäre auch unsinnig, was ich geschrieben habe, weil der Weg direkt runter nach Sulden deutlich kürzer wäre. Keine 7 km und 1.600 Hm bergab. Das packt man immer.

Kann es sein, dass die Leute dort die Tour unterschätzt haben? Jemand, der halbwegs fit ist, ist bis zum Mittagessen wieder zuhause in Sulden, quasi. ;)
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von Bjoerndetmold »

Das kommt einem wirklich alles sehr merkwürdig vor und es muss um 16 Uhr eigentlich allen klar gewesen sein, dass das (unabhängig von der Lawine) nichts Gutes mehr werden kann. Vielleicht wollte man sich auch ausfliegen lassen... und selbst das wäre knapp geworden.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
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Re: Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

Beitrag von frank123 »

Harzwinter hat geschrieben: 03.11.2025 - 21:04
Tyrolens hat geschrieben: 03.11.2025 - 16:49 Hm. Sehe ich das richtig, dass Start und (geplantes) Ende an der Düsseldorfer Hütte war?
Eher nicht. Aber möglich wäre es zumindest.
Die Verunglückten haben die Nordwand-Tour auf die Vertainspitze über den Hängegletscher gemacht, erleichtert durch Übernachtung auf der Düsseldorfer Hütte, um die vielen Aufstiegs-Höhenmeter auf zwei Tage zu verteilen. Der Abstiegsweg dieser Tour führt üblicherweise auf dem erwähnten, wenig schwierigen, aber langen Bergwanderweg durchs Rosimtal zurück nach Sulden..
Die Info bzgl. Übernachtung habe ich bisher noch nirgends gelesen, das würde das Ganze ja noch absurder machen, dann um 15:50 Uhr erst an der Unglücksstelle gewesen zu sein. Ich hatte es so verstanden, dass sie in Sulden morgens los sind, sich auf der Hütte getroffen haben und von dort aus weiter gegangen sind, offensichtlich alles etwas spät für die Jahreszeit. (Von der Hütte zur Unglücksstelle sind es rund 450Hm).
Sulden - bärig!
Saison 25/26 Opening 09.11., Sulden (9), Schöneben(1), Sulden(1), Reinswald(1), Sulden (1) Total: 13

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