Overtourism in den Dolomiten

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Reginleif
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Reginleif »

Rusty1 hat geschrieben: 07.02.2026 - 11:00 @Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Weiß ich doch, ich komme selbst auf 18.000km Pendelstrecke im Jahr. Auch mit einem Kleinwagen deckt die Pauschale nicht die Kosten des Autos. Es ist der Umstand dass die Wohnung in der Stadt so viel teurer wäre dass es sich finanziell mehr lohnt zu pendeln. Das würde es wie gesagt auch ganz ohne Pauschale noch locker.
Das eigentlich noch ungerechtere an der Pendlerpauschale ist ja on Top, sie reduziert idiotischer Weise das zu versteuernde Einkommen, es ist kein pauschaler Nettobetrag. Sprich mit einem hohen Einkommen, kann ich damit rechnen, dass ich 42% der Pauschale netto kriege, also dann wenn ich eigentlich am wenigsten darauf angewiesen bin. Verdiene ich wenig und muss eh schon wenig Steuern zahlen, kann ich auch nicht den Spitzensteuersatz ansetzen und habe netto weniger.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 07.02.2026 - 18:40 Landbevölkerung meint oft sie würde so naturverbunden leben, weil sie mehr Grün um sich haben, aber Städte schonen die Umwelt viel mehr, weil sie die Belastung konzentrieren und insgesamt senken.
Das hängt sicher auch noch vom Gebäude- und Lebensstil ab, wenn ich z.b. meine Bohnen, Erdbeeren oder Tomaten aus dem Garten esse, der Stadtbewohner aber spanische Gewächshaustomaten im Supermarkt holt, ist das Landleben in dem Punkt wieder grüner. Aber im Grundsatz mag das stimmen.
Das lässt sich im übrigen auch auf den Massentourismus übertragen. Für die Natur ist es das schlimmste wenn jeder meint ich suche mir einen Ort an den nicht jeder geht und somit wird überall rumgetrampelt und nichts mehr bleibt unberührt. Massentourismus bündelt, auch wenn er lokal halt immer unbeliebt ist. Ein Punkt den Beführworter des sogenannten sanften Tourismus oft nicht sehen (wollen).
Ich muss ja davon ausgehen, wenn ich den Massentourismus irgendwo einschränke bleiben die Leute nicht zu Hause, sondern suchen sich was anderes.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Rusty1
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Rusty1 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 07.02.2026 - 18:40
Rusty1 hat geschrieben: 07.02.2026 - 11:00 @Reginleif Als Betroffener der Pendlerpauschale kann ich Dir überdies sagen: Spar Dir den Neid. Das macht das Kraut wirklich nicht fett und reicht auf keinen Fall für alle Ausgaben, die das extra dafür vorgehaltene zweite Auto erzeugt.
Und hast du da auch schon deine günstigere Wohnsituation eingerechnet?
Ich wohne im Münchner Süden, ich kann mir unter einer günstigen Wohnsituation leider nichts vorstellen. ;-)

Aber ganz ernsthaft, das mit den günstigen Wohnungen außerhalb mag ja in manchen, nicht so beliebten Regionen Deutschlands noch stimmen, aber so richtig günstige Wohnungen gibts doch nur noch so weit ab vom Schuss, dass Pendeln schon zeitlich keine realistische Option mehr ist, mal abgesehen von den Kosten. Ich persönlich wohne im Eigentum, das neutralisiert die Unterschiede dann vollends oder dreht sie sogar um (in der Stadt höhere Preise, dafür in der Regel bessere Wertentwicklung).
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Re: Overtourism in den Dolomiten

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Reginleif hat geschrieben: 08.02.2026 - 20:19 Das eigentlich noch ungerechtere an der Pendlerpauschale ist ja on Top, sie reduziert idiotischer Weise das zu versteuernde Einkommen, es ist kein pauschaler Nettobetrag. Sprich mit einem hohen Einkommen, kann ich damit rechnen, dass ich 42% der Pauschale netto kriege, also dann wenn ich eigentlich am wenigsten darauf angewiesen bin. Verdiene ich wenig und muss eh schon wenig Steuern zahlen, kann ich auch nicht den Spitzensteuersatz ansetzen und habe netto weniger.
Korrekt, und das ist nicht der einzige Fall wo das so ist. Man redet immer gerne vom Kindergeld, das ja tatsächlich eine Pauschale ist, aber wer weiß schon, dass es da alternativ auch eine Steuerermäßigung gibt wenn man genug verdient? Brauchen die Leute auch nicht.
Reginleif hat geschrieben: 08.02.2026 - 20:19 Das hängt sicher auch noch vom Gebäude- und Lebensstil ab, wenn ich z.b. meine Bohnen, Erdbeeren oder Tomaten aus dem Garten esse, der Stadtbewohner aber spanische Gewächshaustomaten im Supermarkt holt, ist das Landleben in dem Punkt wieder grüner. Aber im Grundsatz mag das stimmen.
Du kannst auch in der Stadt die Tomaten vom Bio Hof kaufen und wenn man sich auf dem Land mal so umschaut, dann züchten die wenigsten die Tomaten im Garten. Aber selbst wenn, damit kompensierst du die tägliche Fahrerei mit dem Auto nicht.
Reginleif hat geschrieben: 08.02.2026 - 20:19 Das lässt sich im übrigen auch auf den Massentourismus übertragen. Für die Natur ist es das schlimmste wenn jeder meint ich suche mir einen Ort an den nicht jeder geht und somit wird überall rumgetrampelt und nichts mehr bleibt unberührt. Massentourismus bündelt, auch wenn er lokal halt immer unbeliebt ist. Ein Punkt den Beführworter des sogenannten sanften Tourismus oft nicht sehen (wollen).
Ich muss ja davon ausgehen, wenn ich den Massentourismus irgendwo einschränke bleiben die Leute nicht zu Hause, sondern suchen sich was anderes.
Absolut richtig, und damit schaffen wir endlich halbwegs den Bogen zurück zum Thema. :wink: Man muss sich nur mal anschauen was so als sanfter Tourismus gilt. Da fallen einem als erstes Wandern oder Skitouren gehen ein. Im Vergleich zum gerne kritisierten Skifahren bedeutet das aber oft auch, dass sich die Leute morgens erstmal ins Auto setzen um zum möglichst abgelegenen Ausgangspunkten zu kommen. Dort wo das nicht der Fall ist, die Leute also wie beim Skifahren gebündelt mit der Seilbahn irgendwo hoch fahren, wird es auch gleich wieder kritisiert.
Gesteigert wird das dann noch durch die, die gleich noch ihre Unterkunft mitnehmen, sprich mit dem Camper unterwegs sind. Das fällt halt nicht so auf, weil es nicht so viele machen und es sich besser verteilt, aber beim sanften Tourismus tut man sich extrem schwer das ohne Auto abzubilden. Das geht dann nur bei Leuten die z.B. weitwandern oder mehrtägige Radtouren machen. Ansonsten bekommst du halt ein großes Gebiet mit verteilter Nachfrage nicht mit ÖV abgedeckt.
Rusty1 hat geschrieben: 08.02.2026 - 22:01 Ich wohne im Münchner Süden, ich kann mir unter einer günstigen Wohnsituation leider nichts vorstellen. ;-)

Aber ganz ernsthaft, das mit den günstigen Wohnungen außerhalb mag ja in manchen, nicht so beliebten Regionen Deutschlands noch stimmen, aber so richtig günstige Wohnungen gibts doch nur noch so weit ab vom Schuss, dass Pendeln schon zeitlich keine realistische Option mehr ist, mal abgesehen von den Kosten. Ich persönlich wohne im Eigentum, das neutralisiert die Unterschiede dann vollends oder dreht sie sogar um (in der Stadt höhere Preise, dafür in der Regel bessere Wertentwicklung).
Dann versuch mal eine vergleichbare Wohnung in München zu bekommen.
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