In sich logisch und sicher richtig.
Wenn dies so funktioniert brauch sich ja auch keiner als geködert fühlen, denn im Anschluss an die erfolgreich plazierte Werbung erfolgt ja auch ein nicht geringer Teil an Auseinandersetzung mit der Sache durch den Konsumenten. Jeder bucht dann ja letztendlich dort, wo er auch hingehört.
Ob allerdings heutzutage dieser Prozess noch so vollständig erfolgen kann, wage ich zu bezweifeln. Das Leben ist schon recht hektisch geworden. Da bleibt dem weniger enthusiastischen Skifahrer vieleicht nicht mehr die Zeit, überhaupt die Schnittmengen zu bilden, die für ein objektives Abwägen erforderlich sind. Wir hier sind da ja ein bischen anders drauf und nehmen uns gerade für soetwas die Zeit heraus.
Daher kann ich mir vorstellen, dass das auch die Marketingstrategen erkennen und auf viel direktere Werbemethoden drängen. Heute gesehen, Morgen gebucht, Übermorgen gehts los.
Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
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- thun
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Re: Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
^^
Ja, das funktioniert. Und zwar fast ausnahmslos bei jeder Werbung. Du darfst auch nicht davon ausgehen, dass jedes Element gleich wichtig sei, das hängt vom Produktinvolvement (wie bewusst sich der Konsument mit dem Produkt vor dem Kauf beschäftigt, beim Urlaub wohl vergleichsweise hoch) und der Strategie des Unternehmens ab. Es gibt viele Produkte, bei denen der Abgleich von Gebotenem und Bedarf unbewusst oder praktisch überhaupt nicht stattfindet (Stichwort Spontankauf im Supermarkt, nachdem man das Produkt schon im TV-Spot gesehen hat).
Eine Orientierung an ein von Dir postuliertes hektischeres Leben wäre für Tourismuswerbung allerdings fatal, da nichtsdestotrotz eine beträchtliche Zeitspanne zwischen Erstinformation (wie auch immer) und tatsächlichem Kauf (Buchung des Urlaubs, Tagesausflug, etc.) liegen kann (im Extremfall sogar ein oder mehrere Jahre). Außerdem kann imo von einem relativ hohen Produktinvolvement ausgegangen werden, womit die Zeitnähe zwischen Erstinformation und Kauf an Bedeutung verliert. Insofern unterscheidet sich Tourismuswerbung grundlegend von klassischen Kauffallen im Supermarkt (Süßigkeiten an der Kasse) und z. B. auch Kfz-Versicherungen, die einmal im Jahr Werbung schalten, nämlich kurz vor der jährlichen Wechselfrist, damit jeder potenzielle Konsument merkt, dass er aktiv werden sollte. Oder wie erklärst Du dir sonst, dass Sommer-Urlaubsziele auch im Winter ihre Kampagnen schalten?
Ja, das funktioniert. Und zwar fast ausnahmslos bei jeder Werbung. Du darfst auch nicht davon ausgehen, dass jedes Element gleich wichtig sei, das hängt vom Produktinvolvement (wie bewusst sich der Konsument mit dem Produkt vor dem Kauf beschäftigt, beim Urlaub wohl vergleichsweise hoch) und der Strategie des Unternehmens ab. Es gibt viele Produkte, bei denen der Abgleich von Gebotenem und Bedarf unbewusst oder praktisch überhaupt nicht stattfindet (Stichwort Spontankauf im Supermarkt, nachdem man das Produkt schon im TV-Spot gesehen hat).
Eine Orientierung an ein von Dir postuliertes hektischeres Leben wäre für Tourismuswerbung allerdings fatal, da nichtsdestotrotz eine beträchtliche Zeitspanne zwischen Erstinformation (wie auch immer) und tatsächlichem Kauf (Buchung des Urlaubs, Tagesausflug, etc.) liegen kann (im Extremfall sogar ein oder mehrere Jahre). Außerdem kann imo von einem relativ hohen Produktinvolvement ausgegangen werden, womit die Zeitnähe zwischen Erstinformation und Kauf an Bedeutung verliert. Insofern unterscheidet sich Tourismuswerbung grundlegend von klassischen Kauffallen im Supermarkt (Süßigkeiten an der Kasse) und z. B. auch Kfz-Versicherungen, die einmal im Jahr Werbung schalten, nämlich kurz vor der jährlichen Wechselfrist, damit jeder potenzielle Konsument merkt, dass er aktiv werden sollte. Oder wie erklärst Du dir sonst, dass Sommer-Urlaubsziele auch im Winter ihre Kampagnen schalten?
Verstehe. Allerdings muss man wohl die Gültigkeit zumindest im Bezug zum Threadthema als allgemein gegeben annehmen (das gilt für jede Produktwerbung, schließt aber nicht aus, dass einige Individuen tatsächlich nicht beeinflusst werden (wenn auch wesentlich weniger, als das von sich behaupten), und dass verschiedene Werbemaßnahmen unterschiedlich effektiv sind. Insofern kann man schon von einer Allgemeingültigkeit ausgehen). Insofern ist imo nichts einzuwenden.3303 hat geschrieben:Mir ging es hauptsächlich darum, solche doch sehr pauschal klingenden Aussagen zu relativieren:thun hat geschrieben:@ 3303: Soweit ich weiß hat hier keiner eine absolute Beeinflussung der Entscheidung durch Marketingaktivitäten postuliert....
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peteristda
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Re: Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
Ich bezweifle stark, dass man sich vor 20 Jahren Gedanken über Produktmarketing für Skigebiete interessiert hat, wenn es zu disem Zeitpunkt überhaupt sowas wie Produktmarketing gegeben hat.Südwand hat geschrieben:Das sagt man so leicht. Aber was glaubst Du, woher die Anderen das haben? Auch wenn Deine Bekannten auf Werbung immun wären (was ich stark bezweifle), haben zumindest deren Bekannte auf Marketing welcher Art auch immer angesprungenpeteristda hat geschrieben:Wenn ich mal für mich und meine Bekannten sprechen darf, so hat man seine favorisierten Skigebiete und sollte es mal ein anderes Skigebiet sein, nutzen wir lieber den Weg der Mundpropaganda. Diese Mundpropaganda hat Ihren Ursprung aber nicht aus der Werbung sondern aus eigenen Erfahrungen anderer Leute (Freunde/Familie/Arbeitskollegen).
Wenn ich mal meine Heimatstadt Hamburg betrachte, so fahren m.M.n. 90% aller Hamburger immer in dasselbe Skigebiet (same procedure as every year).
Diejenigen (vor allem junge Leute), die dann doch öfter das Skigebiet wechseln, fragen wie schon gesagt lieber den besten Kumpel oder die beste Freundin.
Welcher Anteil an Ski/Snowboardfahrern am großen Kuchen bleibt also noch übrig? 2%? 3%? Und diese 2-3% sollen also die Kosten einer Imagekampagne wieder einspielen? Naja, die Marketingabteilungen in Unternehmen müssen halt was zu tun haben….
Mein erstes Skigebiet war das "Heimatgebiet" meiner Eltern, das 2. Skigebiet war das Skigebiet einer Jugendreise unseres Sportvereins, worauf ich damals ebenfalls keinen Einfluss hatte. Ab da ging es nur noch über "Mundpropaganda". Und diese Mundpropaganda rührte eher daher, dass man dieses Skigebiet dann mit seinen Eltern "erforscht" und für gut befunden hat, nicht von iwelchen Marketingstrategen vorgekaut bekommen hat.
Warum sollte ich mich da so von anderen unterscheiden?
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Re: Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
Stimmt. Interessant wäre mal eine Zahl, wieviele Kaufentscheidungen Marketingbeeinflusst sind, und welcher Anteil nicht und welchen Anteil was am Wirtschaftskreislauf hat.thun hat geschrieben:..Allerdings muss man wohl die Gültigkeit zumindest im Bezug zum Threadthema als allgemein gegeben annehmen (das gilt für jede Produktwerbung, schließt aber nicht aus, dass einige Individuen tatsächlich nicht beeinflusst werden (wenn auch wesentlich weniger, als das von sich behaupten), und dass verschiedene Werbemaßnahmen unterschiedlich effektiv sind. Insofern kann man schon von einer Allgemeingültigkeit ausgehen). Insofern ist imo nichts einzuwenden.
Erstens wäre zu differenzieren in Kaufentscheidungen hinsichtlich Produkten, die vermarktet werden und denen, die nicht vermarktet werden.
Zweitens dürfte der Beeinflussungsgrad je nach Gewohnheiten des Konsumenten unterschiedlich hoch sein. Jemand, der jeden Tag zB 2 Stunden oder gar mehr TV (im Extremfall Privatsender) schaut, dürfte hier stärker manipuliert sein, als jemand der kein TV schaut. Schaltet jemand im Internet die Webebanner weitestmöglich ab, ist er auch weniger beeinflusst. Bleiben die Werbungen, gegen die man sich nicht wehren kann.
Was mich persönlich an dem ganzen Marketing nervt ist im AIDA Schema eigentlich nur das erste A, mit dem der Konsument "weichgekocht" werden soll. das sorgt für eine Aversion ebenso wenn im Büro Aquiseanrufe/Besuche kommen.
Wenn ich mal so meine letzten wichtigen Kaufentscheidungen revue passieren lasse, dann hat das erste A nicht stattgefunden, sondern ich habe mir selbst den Überblick verschafft, bevor ich überhaupt auf einen Hersteller gekommen bin oder es war definitiv nicht beeinflusst von Marketing überhaupt. (auch enn es manchem unrealistisch erscheint)
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Rüganer
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Re: Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
Ich lass mich gern durch Werbung beeinflussen ! ich probier gerne neue Sachen aus, und Werbung ist schliesslich ein grosser Teil unserer Wirtschaft.
Habe 1993 mal einen Reisebericht über die Sella Ronda im ZDF gesehen. Da wusste ich - da muss ich hin. Und seitdem fahre ich fast jedes Jahr hin - weil mir das Produkt gefällt.
Gleiches gilt für Zermatt ,Livigno und St. Moritz.
Ich kann diese negative Einstellung zum Marketing nicht verstehen.
Und die Suche nach dem Lebenspartner ist ja auch Marketing
Habe 1993 mal einen Reisebericht über die Sella Ronda im ZDF gesehen. Da wusste ich - da muss ich hin. Und seitdem fahre ich fast jedes Jahr hin - weil mir das Produkt gefällt.
Gleiches gilt für Zermatt ,Livigno und St. Moritz.
Ich kann diese negative Einstellung zum Marketing nicht verstehen.
Und die Suche nach dem Lebenspartner ist ja auch Marketing
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Das Skigebiet als Marke - Diskussion !
Im Endeffekt lässt sich jeder durch Werbung beeinflussen...
Auch wenn man selbst nur zB auf Empfehlung von Freunden in ein Gebiet fährt - auch diese wurden auf das Gebiet irgendwann mal (durch Werbung) aufmerksam gemacht. Ausnahmen bestätigen aber natürlich die Regel.
Auch wenn man selbst nur zB auf Empfehlung von Freunden in ein Gebiet fährt - auch diese wurden auf das Gebiet irgendwann mal (durch Werbung) aufmerksam gemacht. Ausnahmen bestätigen aber natürlich die Regel.