Neuer Papst

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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Jay
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Beitrag von Jay »

Theo hat geschrieben: Denen wo die katholische Kirche nicht passt, die sollen doch einfach austreten und eine neue Kirche nach ihren Vorstellungen gründen und diejenigen wo katholisch bleiben wollen wie bisher ganz einfach in Ruhe lassen.
Klarer und auch nachvollziehbarer Standpunkt.
Aber ich nehme mir es auch raus, Wahlen in anderen Ländern, Programme von Parteien oder Entscheidungen von Unternehmen zu kommentieren und aus meiner Sicht zu beurteilen. Auch wenn sie vielleicht keine direkten Auswirkungen auf mich haben, ich sie aber dennoch als wichtig betrachte.
Zum Thema Neugründung: Das hat vor einigen Jahrhunderten schon Luther gemacht und bei dem fühle ich mich auch ganz gut aufgehoben.

Jakob

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McMaf
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Beitrag von McMaf »

trincerone hat geschrieben:
Das Einfügen von Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch die Adoption bedeutet faktisch eine Vergewaltigung dieser Kinder in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein Umfeld einzuführen, das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist.
Lassen wir mal den Begriff "Vergwaltigung" außen vor, dann finde ich diese Aussage durchaus diskutabel.
Das hätte ich mal sagen sollen, dann wäre das Geschrei aber groß :?
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

:stumm:
Olli
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Beitrag von Olli »

Und die Idioten vom ORF haben sich heute wieder mal selber übertroffen, obwohl man von Sportübertragungen einiges gewohnt ist.


So sagte die an und für sich sehr gute Moderatorin Ingrid Thurnher, als Kardinalprotodiakon Medina Estevez in Kardinalsrot auf den Balkon trat: „Das ist der neue Papst“ :evil:

Obwohl das Prozedere in allen Zeitungen stand, war die werte Redakteurin total uninformiert. Dass die Kleidung eines Papstes nicht rot, sondern weiß ist, wußte sie auch nicht.

Damit hat der ORF wieder mal bewiesen, dass er in religiösen Fragen zu vergessen ist, ORF = Österreichischer Rotfunk sozusagen, Kirche ist uninteressant. Ich werde mich in Zukunft wieder auf die Übertragungen des 3. Programmes des Heimatlandes von Papst Benedikt XVI konzentrieren


Zu den Stimmen mit der Basis, Wir sind Kirche etc.
Ich finde es erstaunt, dass dies immer von linken Kreisen ausgesprochen wird, die normalerweise Populismus verabscheuen. Aber Populismus ist diesen Leuten offenbar nur schlecht wenn er von rechts kommt, von links kann er sehr wohl kommen und ist auch erwünschenswert.


Ich möchte nicht wissen, wie sich die Kirche darstellen würde, wenn man die Priester und Bischöfe wählen könnte. Jeder würde nur dem Volk aufs Maul schauen und auf Stimmenmaximierung gehen, der Glaube käme selbstverständlich zu kurz.
Zuletzt geändert von Olli am 19.04.2005 - 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

äh... was hat der wunsch, gehört, wahrgenommen zu werden, mit populismus zu tun? mein geld nehmen sie gern - meine meinung nicht. :gruebel:
Olli
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Beitrag von Olli »

Aber wenn, dann sollte das auch für Sachen von rechts gelten.


Mich stören ja nicht so sehr linke Ansichten an sich, sondern die oftmalige Inkonsequentheit.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

es kommt vor allem darauf an, dass man auch anderen argumenten zugänglich ist - sich nämlich einer diskussionskultur nicht verschließt; damit könnte man das ganze etwas erträglicher machen. nur halten sich meine hoffnungen in sachen kirche mit ratze durchaus in grenzen, in der vergangenheit war es ja stets schlechter brauch, kritiker rauszuschmeißen (küng, drewermann, ...)
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Beitrag von Pomaprince »

Grandiose Selbstdemontage, trincerone!

Aber keine Sorge: Für mich ändert sich nichts. ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich. Spätestens seit dem Bild von dir in Ökopulli und diesen grässlichen Hausschuhen im Alagna-Thread ... aber das ist ja inzwischen glücklicherweise offline!

Der erste Eindruck trügt seltene Grüße,

Tim
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Beitrag von Gletscherfloh »

Olli hat geschrieben:Und die Idioten vom ORF haben sich heute wieder mal selber übertroffen, obwohl man von Sportübertragungen einiges gewohnt ist.


So sagte die an und für sich sehr gute Moderatorin Ingrid Thurnher, als Kardinalprotodiakon Medina Estevez in Kardinalsrot auf den Balkon trat: „Das ist der neue Papst“ :evil:

Obwohl das Prozedere in allen Zeitungen stand, war die werte Redakteurin total uninformiert. Dass die Kleidung eines Papstes nicht rot, sondern weiß ist, wußte sie auch nicht.

Damit hat der ORF wieder mal bewiesen, dass er in religiösen Fragen zu vergessen ist, ORF = Österreichischer Rotfunk sozusagen, Kirche ist uninteressant. Ich werde mich in Zukunft wieder auf die Übertragungen des 3. Programmes des Heimatlandes von Papst Benedikt XVI konzentrieren
Den Schluss von einer schlecht vorbereiteten Mitarbeiterin auf ORF = Öst. Rotfunk kann ich nun aber nicht nachvollziehen. Zumal Fr. Thurnher bekanntlich dem konservativen Lager zugerechnet wird (und auch das tut nichts zur Sache, auch Journalisten haben ein Recht auf eine politische Überzeugung). Ich fand den Lapsus von Fr. Thurnher sogar überaus witzig ... zumal die letzte Papstwahlberichterstattung ja auch schon ne Zeit her ist.

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Beitrag von lanschi »

Pomaprince hat geschrieben:Grandiose Selbstdemontage, trincerone!
ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich.
He Bua, owa vom Gas!! Mit mickrige 80 Beiträge brauchst do nit as motzn ofonga a wonn i in dem Punkt a nit an trincerone seina Meinung bin!! Owa derortige Bemerkungen kosd da sparn, so kosd mit deine Freind redn!! :twisted:

PS: Wünsch da a Heidngaudi beim Üwasetzn, des derfad jo fia di ois Preuß nit goa so leicht werdn!

Und des richt si nit gegn de ondan Preußn, owa bei derortige Ausdrücke zuck i hoid glei amoi aus.... Und des woa mei Senf zu dem Thema, obsichtlich nit a da Schriftsproch (oda Preußisch wias bei ins im Soizkommaguad hoasd)...
Olli
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Beitrag von Olli »

Stefan hat geschrieben:es kommt vor allem darauf an, dass man auch anderen argumenten zugänglich ist - sich nämlich einer diskussionskultur nicht verschließt;

Da bin ich völlig deiner Meinung.
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michamab
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Beitrag von michamab »

Ihr habt ja alle Probleme, als gläubiger Atheist müsste ich ja eigentlich ganz lässig von Außen auf dieses Theater hier draufschauen, aber leider ist der gesellschaftliche und politische Einfluß der katholischen Kirche und damit des Papstes nicht zu unterschätzen.

Jedoch will ich auf eine persönliche Bewertung erstmal verzichten, einige Beiträge wirken auf mich eher so, als ob eine sachliche Diskussion momentan nicht möglich ist. Persönliche Angriffe und politisches Marktgeschrei ohne stichhaltige Argumentationsführung sollten durch Betätigung der virtuellen Klospülung in die Tiefen des Schlundes gesogen werden.
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Beitrag von GMD »

Mein Bruder hat zu dieser Wahl nur gemeint: "In Rom gibt es nun einen Paparazzi mehr!"
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Beitrag von Fiescher »

Benediktus XVI ist echt das schlimmste was passieren konnte. auch ich trage seit heute abend aus der kirche auszutreten. Und ich war früher jahrelang auch Kirchendiener in verschiedenen Funktionen.
Aber es ist der erzkonsevativste Mensch den es gibt. Es wird noch schlimmer als bei Giovanni Paulo II. Denn warum sprechen sich denn die gesamte Deutsche Bischofskonferenz und die Deutschen Kardinäle gegen Josef Ratzinger aus. Aber es gibt auf dieser Welt noch sehr viele konservativ eingestellte Länder und Menschen...
Aber in Mitteleuropa wird die katholische Kirche weiterhin an Ansehen verlieren...
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Beitrag von Emilius3557 »

Dass ihr euch alle so für Kirchenpolitik interessiert, verwundert mich ein wenig.

Also ich bin schon ein wenig stolz, dass unser ehemaliger Erzbischof von München/Freising jetzt zum Pabst gewählt worden ist. Benedikt XVI. ist sicherlich mit der angesehenste Theologe seiner Zeit und ein hochintelligenter Mann, dem vor allem in Deutschland in der öffentlichen Meinung ziemlich unrecht getan wird. Vielleicht spannt er in seinem Pontifikat den Bogen zu seinen jüngeren Tagen, als er entscheidend am 2. Vatikanischen Konzil als Berater des Erzbischofs von Köln mitgearbeitet hat.
Glaubt ihr im Ernst, dass in einer so zentralistischen, hierarchischen Organisation wie der katholischen Kirche das Oberhaupt plötzlich einer Minderheit nach dem Mund redet, unter dem Motto "um euch zu gefallen, geben wir mal schnell unsere seit langem propagierten Positionen auf". Das tun Politiker, aber nicht der Vatikan und obwohl auf vielerlei Positionen sicherlich der Geist des 2. Vatikanischen Konzils wieder wehen sollte, finde ich das in unser heutigen Zeit, wo alles nur noch ein einziger Medienhype ist (u.a. auch der Tod von Johannes Paul II. und die Wahl von Benedikt XVI.), nicht so schlecht. Also ich fand Kardinal Ratzingers Predigt von gestern durchaus interessant, v.a. auch intelektuell. Prinzipienfestigkeit ist meines Erachtens keine Untugend.
Die Mehrheit der Katholiken in den Entwicklungsländern ist übrigens bedeutend konservativer als der mitteleuropäische Mainstream - dieser Tendenz muss der Vatikan ja auch irgendwie Rechnung tragen.
Was die Vorgaben aus Rom für "uns Gläubige" angeht, bin ich der Meinung, dass nach wie vor auch eine gewisse Selbstverantwortlichkeit geboten ist - auch mit Blick auf die Entwicklungsländer. Alle Defizite dort dem Einfluss der Kirche gutzuschreiben, halte ich nicht für richtig. Wie ihr hoffe ich jedoch auch, dass sich hier etwas ändert, gibt sicher "theologische Hintertürchen".
Aber keine Sorge: Für mich ändert sich nichts. ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich. Spätestens seit dem Bild von dir in Ökopulli und diesen grässlichen Hausschuhen im Alagna-Thread ... aber das ist ja inzwischen glücklicherweise offline!
Also sorry, was soll so ein Beitrag? Admins bitte löschen! :sonicht:
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

Unabhängig von den Pros und Contras der heutigen Papstwahl ist mir völlig schleierhaft, wie man aus der zufälligen Tatsache, aus dem gleichen Land wie der Papst zu kommen, "Stolz" ziehen kann. Denkt doch bitte mal etwas über dieses Wort nach. Wie kann man grundsätzlich auf irgendetwas stolz sein, wozu man NICHTS beigetragen hat? Nur weil jeder und überall einer merkwürdigen Mode gleich auf irgendetwas stolz sein zu müssen zu glauben scheint, macht es die ganze Sache nicht sinnvoller. Aber das nur am Rande.

Was die obige gegenseitige Anpupserei anbelangt: 'Nur' 80 Postings berechtigen ebenso viel zur Pöbelei wie 'nur' 17 Jahre Lebensalter. Nämlich gar nicht.

Eine schöne Nacht wünscht
Roberto
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Aber ich nehme mir es auch raus, Wahlen in anderen Ländern, Programme von Parteien oder Entscheidungen von Unternehmen zu kommentieren und aus meiner Sicht zu beurteilen. Auch wenn sie vielleicht keine direkten Auswirkungen auf mich haben, ich sie aber dennoch als wichtig betrachte.
Find ich auch völlig in Ordnung. Man setzt sich ja auch mit den anderen politischen Parteien auseinander, auch wenn sie nicht die eigene Meinung vertreten (jedenfalls als politisch interessierter Mensch). Demgegenüber steht es auch jedem offen, der mit der Politik seiner Partei (so er denn Mitgleid ist) nicht mehr einverstanden ist, aus dieser auszutreten.

@pomaprince: na, da überschlägt sich ja wieder jemand was Protzen mit Intellekt angeht, was? Aber eigentlich finde ich das eher amüsant. Die Mehrheit hier Forum weiß natürlich, dass diese wenig stylischen Hausschuhe zum Inventar von Schutzhütten gehört und das Tragen vorrausgesetzt wird. Aber gut. Das mag Pech gewesen sein.

Öko-Pulli? Na ja. Und überhaupt: ich vertrete so polarisierende Meinungen, die teilweise so ambivalent sind, und Dir fällt nichts besseres ein, als ein 10 Jahre alter Pulli, den ich mit aufs Rifugium nehme? Ich bitte Dich, es muss doch möglich sein, ein bisschen zielsicherer zu "flaaaaaamen" wie du das ja nennst, dafür muss man nur ein bisschen lesen. Als CSU-Mitglied kann ich über Kommentare zum Thema Öko-Pulli ebenfalls herzlich und süffisant grinsen, man man man, ich hoffe Du arbeistest mit Deiner Menschenkenntis nicht in irgendner Personalabteilung.... :)
ich fand dich nämlich vorher auch schon total peinlich
ach mein Gott, hätteste mir jetzt coolness attestiert, es hätte mich mehr demontiert.

Wie dem auch sei, lassen wir die Alberheiten hier, es mangelt an Zweckmäßigkeit. Wenn ich Dich mit meiner Aussage, jenes Statement zum Thema Homosexualität sei diskutabel, in Deinen Gefühlen verletzt haben sollte, so tut es mir leid. Ich gebe zu, Dein Avatar hätte mich diesbezüglich vorwarnen können. :)

@lanschi&Marius&Co: ich stelle mit Freuden fest, dass hier auch Leute differenzierte Meinungen vertreten.

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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Absoluter Support für Marius!

Da ich kein bisschen Gläubig bin, berührt mich der Papst sowieso nicht. So groß seine Macht auch in der Katholischen Kirche sein mag, auf mich hat sie keinen Einfluss.
Von daher sehe ich das von einer Seite wie der Bundeskanzler, der Bundespräsident, Müntefering oder Fischer:
Man kann stolz sein auf einen deutschen Papst. Wer hätte 60 Jahre nach unserem deutschen Trauma damit gerechnet, dass man als deutscher so akzeptiert werden kann in der Weltgemeinschaft. Zu dem Thema sind übrigens auch kritische Stimmen aus israel gekommen.
Wenn ich ehrlich bin spielt für mich als "ungläubiger" ein viel größere Rolle, dass er damit zeigt, dass deutsche in der Weltgemeinschaft voll integriert sind, als dass er die Kirche nun vollkommen reformiert.

Da stehe ich auf einer Linie mit Marius. Sry aber wie glaubwürdig wäre die Kirche wenn sie sich der Masse anpassen würde? Wer nicht glauben will, wechselt die Religion oder sonstwas. Das hat Marius schon sehr gut ausgedrückt.
Zudem behaupte ich, dass der Glauben bei den meisten hier in Deutschland eh keine Rolle mehr spielt. Daher dürfte es die meisten eh nicht betreffen ob der Papst nun konservativ oder reformfreudig ist.
Mir ist es wie gesagt total egal, daher sehe ich das nur aus dem Blickwinkel, was es für das Ansehen Deutschlands bringen kann. Das klingt hart aber ich bin halt ehrlich!
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

McMaf hat geschrieben:Von daher sehe ich das von einer Seite wie der Bundeskanzler, der Bundespräsident, Müntefering oder Fischer: Man kann stolz sein auf einen deutschen Papst.
Leider falsch. Bis auf Hotte Köhler hat meines Wissens niemand der genannten Herren im Zusammenhang mit der Papstwahl irgend etwas von Stolz geredet. Selbst Köhler schränkt ein:
Dass ein Landsmann Papst geworden sei, erfülle die Deutschen mit "besonderer Freude und auch mit ein wenig Stolz".
Weitere Zitate von sueddeutsche.de:
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst Benedikt XVI. als “große Ehre für Deutschland“ bezeichnet. Benedikt XVI. sei ein würdiger Nachfolger des gestorbenen Papstes Johannes Paul II. „Ich gratuliere ihm im Namen der Bundesregierung und aller Bundesbürger“, sagte Schröder am Dienstag in Berlin. Er freue sich schon jetzt, das neue Kirchenoberhaupt beim Weltjugendtag in Köln im August willkommen zu heißen.
Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst als einen Anlass zur Freude bezeichnet. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit Ratzinger „genau so gut wird wie mit seinem Vorgänger“, sagte Fischer in Berlin.
SPD-Chef Franz Müntefering gratulierte dem neuen Papst im Namen der Deutschen Sozialdemokratie „vom ganzen Herzen“. Joseph Kardinal Ratzinger sei „ein bedeutender Kirchenführer, der bisher schon eine wichtige Rolle gespielt hat“, sagte Müntefering am Dienstag in Berlin. Er sei überzeugt, dass er als neuer Papst „Gutes daraus machen wird“. Der Papst habe einen wichtigen Auftrag bei der Friedenssicherung in der Welt. Auch brauchten die Menschen Orientierung. Er denke, dass Benedikt XVI. dieses zusammenführen wird. Müntefering: „Die SPD wünscht Benedikt XIV. ein gutes Pontifikat“.
Und jetzt bitte kein parteipolitisches und nationalstolzdurchtrieftes Gezänke. Mir geht es lediglich um korrekte Zitate.
Freut euch von mir aus über einen deutschen Papst, aber hebt euch euren Stolz für eure Kinder auf.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Da stehe ich auf einer Linie mit Marius. Sry aber wie glaubwürdig wäre die Kirche wenn sie sich der Masse anpassen würde? Wer nicht glauben will, wechselt die Religion oder sonstwas. Das hat Marius schon sehr gut ausgedrückt.
Diese Position kann ich auch nur unterstreichen.


Zudem behaupte ich, dass der Glauben bei den meisten hier in Deutschland eh keine Rolle mehr spielt. Daher dürfte es die meisten eh nicht betreffen ob der Papst nun konservativ oder reformfreudig ist.
Na, da bin ich mir nicht ganz so sicher, ich bin jedenfalls gestern überrascht gewesen, wieviele es am Ende tatsächlich gefeiert haben.

@roberto: nun, ich meine, dass zumindest noch die eine Aussage vom Bundeskanzler
als “große Ehre für Deutschland“ bezeichnet
inhatlich dasselbe aussagt, wie "auch ein wenig stolz, dass..." .

Unabhängig von den Pros und Contras der heutigen Papstwahl ist mir völlig schleierhaft, wie man aus der zufälligen Tatsache, aus dem gleichen Land wie der Papst zu kommen, "Stolz" ziehen kann. Denkt doch bitte mal etwas über dieses Wort nach. Wie kann man grundsätzlich auf irgendetwas stolz sein, wozu man NICHTS beigetragen hat
Nun, das ein bisschen die alte Diskussion, ob man auf sein Land und seine Nationalität stolz sein kann. In dne meisten anderen westlichen Ländern steht das außer Frage, aufgrund unserer Geschichte sind wir vorsichtiger mit dem Wort Nationalstolz und betrachten die Sache meist etwas differenzierter, was ich gar nicht verkehrt finde. Richtig ist, dass man auf etwas, was man nicht geleistet hat, nicht stolz sein kann. Das ist eigentlich auch das üblichste Contra-Argument in dieser Diskussion. Meines Erachtens wird dabei aber gerne übersehen, dass eine Nationalität mehr bedeutet als ein Wort im Pass. Man nimmt diverse kultuerelle Wurzeln, u.a. über die Schuldbildung mit, man ist Teil der Gesellschaft des Landes und trägt i.A. auf seine Art - mancher mehr und mancher weniger - zur Gestaltung des Landes und desssen Gesellschaft bei. Insofern steht auch jeder ein bisschen in der Verantwortung dafür, dass Deutschland ist wie es ist. Und trotz aller Kriitik, die in vielen Fällen sicher angebracht sein mag, gibt es auch Dinge, die hierzulande sehr gut laufen, dazu gehören meines Erachtesn die Rechtssicherheit, die Festigkeit unserer Demonkratie und der Pressefreiheit etc, die selbst in anderen westlichen Industriestaaten nicht immer so ausgeprägt ist. Dies alles hat sich das deutsche Volk innerhalb der letzten 50 Jahre durch seine Art die Dinge anzugehen erarbeitet, und jedes Individuum zu seinem kleinen Teil.

Ob man Nationalstolz nun für etwas positives oder negatives hält: ihn als unlogisch bzw. unbegründet von vorneherein kategorisch auszuschließen halte ich persönlich für unlogisch. Demgegenüber halte ich Nationalstolz aber auch für nicht ungefährlich. Er darf jedenfalls nicht zu Überheblichkeit o.ä. führen, und die Augen dürfen nicht blind werden gegenüberdem was in anderen Ländern passsiert. Vor allem, darf die Fähigkeit die eigene Situation kritisch zu analysieren nicht im überbordenden Nationalstolz versinken. Leider passiert das gerne, was der Grund istm warum ich mit einer gewissen Skepsis dem Nationalstolz begegne.

Demgegenüber glaube ich auch, dass ein gewisser Stolz auf sein Land, solange er sich in gewissen Grenzen bewegt, auch konstruktiv sein kann. Ich denke mal, dass der französische Gedanke der "Grande Nation" seinen Teil dazu beitrug, dass dort TGVs und ähnliches schon fuhren als die anderen europ. Staaten noch über den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken berieten.

Ich meine das hat alles sein für und wieder. Leider artet Nationalstolz zu schnell in Abfälligkeiten aus, und dass darf sicher nicht sein.

Bezüglich der Papstwahl denke ich, muss man durchaus die Fragen trennen, ob man nun stolz sein kann, dass jemand bestimmtes Papst geworden ist oder dass jemand aus unserem Land Pabst geworden ist. Wenn man sich als Mitglied unserer Gesellschaft und Wertegemeinschaft auffasst, dann kann man meines Erachtens durchaus sagen, dass es eine Ehre für diese Wertegemeinschaft und Gesellschaft ist, dass einer aus ihrer Mitte (dieser Punkt ist allerdings bei Ratzinger wiederum diskutabel) zum Pabst gewählt wurde, wie es der Bundeskanzler formuliert hat. Und wenn man sich slebst als gestaltendes Individuum dieser Wertegemeinschaft versteht, dann kann man da von mir aus auch ruhig ein wenig stolz drauf sein.

Unabhängig von dieser Diskussion finde ich allgemein, dass Stolz etwas positives ist, wenn er nach Innen wirkt, einen beflügelt und eine konstruktive Innere Kraft darstellt. Demgegenüber ist Stolz meines Erachtens etwas Negatives, wenn er nur nach Außen wirkt und sich in Ausgrenzung, Elitarismus und Borniertheit oder Arroganz widerspiegelt.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

Unabhängig von dieser Diskussion finde ich allgemein, dass Stolz etwas positives ist, wenn er nach Innen wirkt, einen beflügelt und eine konstruktive Innere Kraft darstellt. Demgegenüber ist Stolz meines Erachtens etwas Negatives, wenn er nur nach Außen wirkt und sich in Ausgrenzung, Elitarismus und Borniertheit oder Arroganz widerspiegelt.
genau so schauts aus, danke. ein wenig deiner selbstreflexion würde manchem gut tun....
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

trincerone hat geschrieben:Bezüglich der Papstwahl denke ich, muss man durchaus die Fragen trennen, ob man nun stolz sein kann, dass jemand bestimmtes Papst geworden ist oder dass jemand aus unserem Land Pabst geworden ist. Wenn man sich als Mitglied unserer Gesellschaft und Wertegemeinschaft auffasst, dann kann man meines Erachtens durchaus sagen, dass es eine Ehre für diese Wertegemeinschaft und Gesellschaft ist, dass einer aus ihrer Mitte (dieser Punkt ist allerdings bei Ratzinger wiederum diskutabel) zum Pabst gewählt wurde, wie es der Bundeskanzler formuliert hat. Und wenn man sich slebst als gestaltendes Individuum dieser Wertegemeinschaft versteht, dann kann man da von mir aus auch ruhig ein wenig stolz drauf sein.
Interessanter Aspekt.
Ich persönlich sehe jedoch keine Wertegemeinschaft. Deutschland ist ein sehr heterogenes Land, der Individualismus der Deutschen ist sehr ausgeprägt, die Werte des einzelnen höchst unterschiedlich. Die Gemeinsamkeiten zwischen Menschen ist stets themengebunden und beschränkt sich auf Kleingruppen. Während wir hier in diesem Forum begeisterte Skifahrer sind, was uns eint, werden wir wahrscheinlich gleichzeitig höchst konträre und unvereinbare Meinungen zu anderen Themen haben. Was natürlich auch gut so ist, alles andere wäre grottenlangweilig. Trotzdem bleibt für mich als einzige Gemeinsamkeiten der Pass und die Sprache.

Als gestaltendes Individuum habe ich sicherlich Einfluss auf meine persönliche Umgebung, die natürlich wiederum Teil der Gesellschaft ist. Aber daraus Stolz über die Papstwahl abzuleiten, will mir einfach nicht gelingen.

Aber wie gesagt, Freude oder auch Ehrgefühl über den deutschen Papst kann ich schon verstehen.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Ich persönlich sehe jedoch keine Wertegemeinschaft.
Trotzdem bleibt für mich als einzige Gemeinsamkeiten der Pass und die Sprache.
Find ich ebenfalls einen durchaus vertretbaren Standpunkt.

Zum Stichwort Pluralismus: das ist etwas, worauf ich in Deutschland wirklich stolz bin ((für andere Staaten kann ich nicht sprechen, da ich mich da nicht so auskenne; meine Aussage ist jedenfalls nicht ausschließend gemeint)).

Mancher mag kritisieren, dass das auch gelegentlich gewisse Prozesse verlangsamt, aber die Meinungsvielfalt, die wir in Deutschland haben, führt auch zu sehr fruchtbaren Diskussionen, die - wenn sie zeitlich im richtigen Verhältnis zu den folgenden "Taten" stehen - auch sehr gute Ergebnisse gewährleisten.

Das ist auch der Grund, warum ich mich gerne mit kontroversen Meinungen auseinandersetze, und demnach auch der Grund, warum ich eine starke und tatkräftige Regierungspartei genauso wichtig finde wie eine starke und schlagfertige Opposition. Genauso wie ein paar PDS Leute im Bundestag nicht schaden, auch wenn ich diese Partei nie wählen würde. Aber manchmal bringen deren Abgeordnete trotzdem Dinge zur Sprache, die diskutiert werden sollten, und es nicht verkehrt, sich die auch die kontroversen Standpunkte mal anzuhören. Man muss ja nicht die Meinung teilen oder danach entscheiden.

Daher liest man gerade in dieser Diskussion von mir oft sowas wie, "ich halte diesen Standpunkt für vertretbar" oder "aus seiner Sicht akzeptabel" etc. Das heißt ja nicht, dass ich diesen Standpunkt dann vertrete, im Gegenteil, was z.B. Verhütung und diese Dinge angeht, bin ich mit der Kirche überhaupt nicht auf einer Linie, da gibts noch tausend andere Beispiele. Das ist aber nur der subjektive Teil.

Objektiv muss ich sagen, habe ich kein Problem damit, dass jemand diese Standpunkte vertritt und aus Sicht der Kirche, halte ich sie für konsequent - eben auch wenn ich diese Sicht nicht teile. Vertretbarkeit und Zustimmung sind ja nicht synonym. Wenn die PDS fordern würde, die Gewerkschaften müssten weiter gestärkt, der Arbetismarkt zum Schutze der Arbeitnehmer deutlich stärker reguliert werden, dann wäre das in etwa des Gegenteil meiner Auffassung. Dennoch ist dieser Standpunkt meines Erachtens vertretbar, und aus Sicht der Partei auch konsequent.

Würde die PDS dagegen fordern, alle wirtschaftlichen Abläufe sollten zentral vom Staat geregelt werden, dann wäre dieser Standpunkt für mich nicht vertretbar, weil er verfassungswidrig ist und unser gesamtes System ad absurdum führen würde. Genauso sind ungefähr sämtliche Meinungen der NPD und Konsorten für mich völlig inakzeptabel.

Dies also einmal zu Abgrenzung "Vertretbarkeit" und "Zustimmung", ich habe den Eindruck, dass - wenn ich schreibe "halte ich für vertretbar" - hier mitunter angenommen wurde, der entsprechende Standpunkt entspräche meiner Meinung.

Um auf die Frage der Wertegemeinschaft zurück zukommen, meines Erachtens äußert sich der Pluralismus eher in Detailfragen. In meinen Augen existiert eine Ebene über dem Pluralismus ein recht einheitlicher Genralkonsens über Grundwerte unserer Gesellschaft: ich behaupte mal, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen sich einig ist, dass

- Pressefreiheit etwas Gutes ist
- die Marktwirtschaft gegenüber der Planwirtschaft zu bevorzugen ist
- der Schutz der Bürgerrechte eine wichtige Rolle spielen sollte

etc. etc.

oder um mal konkretere Beispiele zu bringen

- dass eine Ehrverletzung kein Grund ist, jemand anderes schwer zu verletzen oder gar zu töten (und das wird in anderen Ländern sehr anders gesehen)

- dass Frau und Mann vor dem Gesetz gleich sein müssen

- dass Straftäter nicht vogelfrei sind, Dieben also nicht die Hnde abgehackt werden dürfen

- das Verhätnismäßigkeitsprinzip wichtig ist

- die Menschenrechte geachtet werden sollte

Ich meine, da lassen sich hunderte Beispiele finden, die einen gewissen Generalkonsens in grundsätzlichen Werten hierzulande aufzeigen, so dass ich eine Wertegemeinschaft durchaus für gegeben halte. Meines Erachtens spalten sich die Meinungen zum ganz großen Teil erst beim Übergang der abstrakten Werte zu konkreten Entscheidungsfragen, wo dann Abwägungen zwischen kontrastierenden Werten und Fragen der praktischen Umsetzungen der Wertegedanken eine Rolle spiele.

Ich will auch nicht sagen, dass man dadurch einen Stolz auf einen deutschen Papst ableiten muss, aber ich persönlich glaube, dass man das zumindest kann. Am Ende muss es eh jeder für sich entscheiden - und das ist gut so. :)
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Beitrag von Roberto »

Ganz kurz nur, muss eigentlich arbeiten...:
trincerone hat geschrieben:Um auf die Frage der Wertegemeinschaft zurück zukommen, meines Erachtens äußert sich der Pluralismus eher in Detailfragen, meines Erachtens existiert darüber ein recht einheitlicher Genralkonsens über Grundwerte unserer Gesellschaft: ich behaupte mal, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen sich einig ist, dass

- Pressefreiheit etwas Gutes ist
- die Marktwirtschaft gegenüber der Planwirtschaft zu bevorzugen ist
- der Schutz der Bürgerrechte eine wichtige Rolle spielen sollte

etc. etc.
Richtig.
Das sehen aber Briten, Spanier, Brasilianer, Österreicher und Japaner mehrheitlich auch so und ist kein deutsches Meinungsmonopol. Deswegen kann man allein darauf auch keine deutsche Wertegemeinschaft begründen. Kurz gesagt, es gibt keine 'typisch deutschen' Werte. In Frieden, Freiheit und Wohlstand leben will jeder.
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Beitrag von trincerone »

Das sehen aber Briten, Spanier, Brasilianer, Österreicher und Japaner mehrheitlich auch so und ist kein deutsches Meinungsmonopol. Deswegen kann man allein darauf auch keine deutsche Wertegemeinschaft begründen. Kurz gesagt, es gibt keine 'typisch deutschen' Werte. In Frieden, Freiheit und Wohlstand leben will jeder.
Ist sicher auch richtig. Ich finde aber die Tatsache, dass sich unsere Wertegemeinschaft teilweise mit anderen überschneidet, ist kein Grund anzunahmen, dass sie keine Autonomie besitzt. Ich habe jetzt natürlich sehr allegemeine Beispiele gewählt, aber beispielsweise wird derzeit in den USA die Pressefreiheit nicht so hoch gehalten. Auch das Recht, sein Haus und seine Familie mit mit Waffen zu verteigen, wird dort ganz anders gesehen. Auch innerhabl Eutopas klaffen die Werte z.T. weit auseinander: Euthanasie ist im Süden strafbar, in Holland legal und bei uns umstritten und teilweise zulässig. Abtreibung wird ebenfalls sehr unterschiedlich gesehen. Den Deutschen sagt man einen gewissen Hang zur Genauigkeit nach, garede im Maschbau, den Italienern ein Improvisationstalent und eine felxiblität, der auf uns manchmal etwas chaotisch wirken mag. In Deutschland ist Ordnung ein gewisser Wert, Richtung Süden zählt eher mal die Praktikabilität (da hängen die Telefonleitungen dann kreuz und quer von haus zu Haus und werden nciht aufwendig in der Erde verlegt).

Fazit: Wenn man sich die großen Probeleme, die wir bei der Harmoniserung europäischer Werte und Rechtsauffassungen innerhalb der EU haben, so lässt sich dadurch m.E. schon auf teilweise sehr autonome Wertegemeinschaften schließen, auch wenn die sich wiederum jeweils teilweise mit andren decken.

P.S. Sorry, wollte dich nicht von deiner Arbeit abhalten.

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