Schneefuchs hat geschrieben: 18.04.2024 - 17:14
Ein Abtransport ist ohnehin nicht zwingend gratis.
ich würde sagen niemals gratis. Wenn man nicht versichert ist, bekommt man die Kosten nicht erstattet. Ist wie mit einer Panne auf der Autobahn zu vergleichen. Eine Freundin von mir ist nach Kreuzbandriss noch die Piste auf einem Bein runtergefahren, damit sie nicht vom "Taxi" abgeholt werden musste. Kosten dafür IMHO 200-500 EUR.
zonk hat geschrieben: 18.04.2024 - 16:22
Ein bekannter hat mal. So ne geschlossene talabfahrt gemacht und schwupps, beim Sturz sich derart am Bein verletzt, dass er abtransportiert werden musste. Guess what:der musste das tatsächlich alles selber zahlen. Ob nun die Behandlung im weiteren Verlauf der Genesung, auch, weiss ich nicht. Aber aus direkter Quelle kann ich sagen, dass die vor-Ort-Behandlung und Transport ein Griff in seine eigene Tasche, bzw Portemonnaie waren. Vor ein paar Jahren hab ich das auch gemacht,die offiziell gesperrten, aber machbaren Abfahrten absolviert. Mittlerweile, auch wegen dieser Story, nicht mehr.
Wenn es danach ginge, dürfte man weder Off-Piste fahren, noch sich anders im alpinen Gelände bewegen (vor allem abseits von breiten Wegen).
Das ist alles ungesichert.
Für Fälle dieser Art habe ich schon seit Jahren eine Unfallversicherung.
Abgesperrte Pisten sind in den meisten Fällen nicht unsicherer als offene Pisten. Sie verlangen nur etwas mehr Eigenverantwortung.
Also mehr auf Sicht fahren und nicht über jede Kuppe rüber rasen, denn es ist mit schneefreien Flächen, Eis, Hindernissen oder Ähnliches zu rechnen.
Preparation gibt es häufig nicht oder nur minimal und trotzdem sind die Pisten gut zu fahren. Das habe ich im Dezember in Zell am Ziller erlebt.
Schwarze Talabfahrt geschlossen und vereist. Trotzdem in Relation gut zu fahren. Zur Öffnung für die Allgemeinheit aber nicht geeignet.
Die Pisten mit den gelben Tafeln "Hier endet das gesicherte Schigebiet", sind nicht mehr markiert und werden auch nicht mehr kontrolliert. Hier gilt das gleiche wie im freien Schiraum. Es ist erlaubt, aber auf eigenes Risiko. Hier greift normal auch jede Versicherung. Anders ist es bei einer "Gesperrt" Tafel. Hier ist das Befahren nicht mehr erlaubt. Hier kann auch eine Versicherung aussteigen. Man kennt ja die Versicherungen, die immer einen Fehler suchen um nicht zahlen zu müssen. Für alle die immer glauben, ein Befahren solcher Pisten sei nicht gefährlicher. Eine Sperre hat immer einen Grund und bedeutet, Lebensgefahr.
Will das offtopic ungerne vertiefen- aber ein Sperre bedeutet häufig keine Lebensgefahr sondern erfolgt oft zB aufgrund schneefreier Stellen was für Geübte mit etwas Vorsicht gut fahrbar (oder teils laufbar) ist, aber eben nicht für die breite Masse.
Besser ist es wenn dann ein Hinweis wie „teilweise schneefrei“ platziert wird oder eben ein Ausweis als Skiroute erfolgt. Ebenso ist es gut, wenn bei Lawinengefahr auch explizit darauf hingewiesen wird (gibt auch ein eigenes Schild dafür).
Gute Bergbahnen machen das so. Manchmal können die Liftbediensteten dazu auch Auskunft geben.
2025/25: 7 Tage - 5x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
Gleitweggleiter hat geschrieben: 19.04.2024 - 13:30
Will das offtopic ungerne vertiefen- aber ein Sperre bedeutet häufig keine Lebensgefahr sondern erfolgt oft zB aufgrund schneefreier Stellen was für Geübte mit etwas Vorsicht gut fahrbar (oder teils laufbar) ist, aber eben nicht für die breite Masse.
Besser ist es wenn dann ein Hinweis wie „teilweise schneefrei“ platziert wird oder eben ein Ausweis als Skiroute erfolgt. Ebenso ist es gut, wenn bei Lawinengefahr auch explizit darauf hingewiesen wird (gibt auch ein eigenes Schild dafür).
Gute Bergbahnen machen das so. Manchmal können die Liftbediensteten dazu auch Auskunft geben.
1970 hat geschrieben: 19.04.2024 - 13:11
Für alle die immer glauben, ein Befahren solcher Pisten sei nicht gefährlicher. Eine Sperre hat immer einen Grund und bedeutet, Lebensgefahr.
Darum der Zusatz von mir "in den meisten Fällen" und "Eigenverantwortung"
Beispiel die 80 nach Samnaun während der heißen Tage.
Am 08.04.24 war die 80 schon morgens gesperrt. Aber das Netz war nur bis ca. 3/4 der Piste gestellt.
Am Nachmittag war das Netz dann über die ganze Piste bis in den Tiefschnee gestellt. Spätestens jetzt sollte klar sein,
dass die Gefahr akut war.
1970 hat geschrieben: 19.04.2024 - 13:11
Eine Sperre hat immer einen Grund und bedeutet, Lebensgefahr.
Das ist m.E. aber schon sehr drastisch formuliert. Für mich bedeutet Sperrung erstmal Gefahr. Häufig ist diese Gefahr einfacher Schneemangel, solche Pisten bin ich auch schon oft gefahren. Sofern ich mir nicht sicher bin, was der Grund ist, oder dieser außerhalb des von mir kontrollierbaren liegt (z.B. Lawinengefahr) fahre ich die gesperrten Pisten nicht. Oft meinten Liftler auf Nachfrage aber auch so etwas wie:"Du kannst da schon noch inoffiziell runter, musst halt aufpassen.". Das ist dann meist Schneemangel.
1970 hat geschrieben: 19.04.2024 - 13:11
Eine Sperre hat immer einen Grund und bedeutet, Lebensgefahr.
Das ist m.E. aber schon sehr drastisch formuliert. Für mich bedeutet Sperrung erstmal Gefahr. Häufig ist diese Gefahr einfacher Schneemangel, solche Pisten bin ich auch schon oft gefahren. Sofern ich mir nicht sicher bin, was der Grund ist, oder dieser außerhalb des von mir kontrollierbaren liegt (z.B. Lawinengefahr) fahre ich die gesperrten Pisten nicht. Oft meinten Liftler auf Nachfrage aber auch so etwas wie:"Du kannst da schon noch inoffiziell runter, musst halt aufpassen.". Das ist dann meist Schneemangel.
Und wenn der Pistenchef anordnet die gesperrte Piste herzurichten und Schnee auf die aperen Stellen zu schieben, das aber der Liftler nicht mitbekommt? Dann möchte ich nicht in seiner Haut stecken. Auch wenn es rechtlich für ihn vielleicht keine Folgen hat. Intern im Betrieb bekommt er ein Problem. Und persönlich muss er selber erstmal klar kommen, wenn es zu einem tödlichen Unfall kommt. Auch wenn einige hier im Forum glauben, die Gefahr einschätzen zu können. Diese Diskussion hatten wir schon einmal. Man weiß nie alles.
Und genau das dachten sich auch diese beiden Frauen, letzte Saison.
Die Piste war ja offen nur der Umfahrungsweg war gesperrt. Also kann ja keine Lawinengefahr sein. Die Sperre muss einen anderen Grund haben und wir können schon schnell die Umfahrung fahren. https://www.gr.ch/DE/institutionen/verw ... 04302.aspx
Gestern war ich nochmal in Ischgl und muss sagen, dass alles noch gut in Schuss ist, die Präparierung war teilweise etwas schlechter, aber vielleicht liegt das auch einfach am Frühlingsschnee. Im Gelände gab es dafür den besten Firn den ich in der bisherigen Saison gefahren bin. Wer es sich für morgen noch überlegt, macht auf jeden Fall nichts falsch, ich werde auch nochmal vor Ort sein.