Brandkatastrophe von Crans-Montana am 01.01.2026

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Kakadu
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Kakadu »

snowflat hat geschrieben: 02.01.2026 - 22:34 Es ist nur die „Krone“: Wirte bauten Todesbar in Crans-Montana selbst um
Strotzt nur so von Halbwahrheiten und Unterstellungen ...

– Nein, die Staatsanwaltschaft hat noch nicht "bestätigt", daß im Raum Akustikschaumstoffplatten an die Decken geklebt durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen entzündet wurden, sondern nur bekanntgegeben, daß dies eine der erfolgversprechendsten Erklärungsmöglichkeiten ist, die weiterverfolgt wird.

– Nein, FB und Insta-Accounts wurde nicht "gelöscht" (das würde viel zu lange dauern, bis alles weggeputzt wäre), sondern auf "blind" geschaltet (resp. Privacy auf "nur ich" gesetzt – und somit für andere unsichtbar).

– Gem. anderen Quellen wurde die Mitbesitzerin nicht an der Hand, sondern am Arm verletzt.

– Daß die Besitzer "einvernommen" worden seien, unterstellt eine schon eröffnete Strafuntersuchung gegen sie – sie wurden aber nur als Auskunftspersonen befragt.

– Es ist nicht Aufgabe des Gemeindepräsidenten, sämtliche Bauvorschriften bis ins letzte Detail auswendig wissen zu müssen; dafür sind die Kontrolleure da.

– Außerdem ist a) Teil der Untersuchung, ob die Brandvorschriften eingehalten wurden, und b) kann das einige Tage dauern, bis dahingehend eine klare Aussage gemacht werden kann.

– "Selber Hand anlegen" und "Handwerker mit einzelnen Umbauten beauftragen" ist etwas anderes als einem Generalunternehmer den Auftrag für einen Umbau abzutreten. Mit "selber umbauen" ist i.d.R. nicht letzteres gemeint, nicht ausschließlich nur allerersteres.

– Insgesamt scheint der Eindruck einer Vorverurteilung der Betreiber durch – der Hinweis auf die Unschuldsvermutung ist dann nur noch ein Lippenbekenntnis.
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Mt. Cervino
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Mt. Cervino »

Alles mit Vorsicht zu genießen aktuell, aber wenn das stimmt ist es nicht gut:
Nur zwei Kontrollen in zehn Jahren
Gastro-Chef aus Crans-Montana: „Die von der Gemeinde sagten: Es gibt keine Strafen“
...
"Zwei Kontrollen in zehn Jahren": Crans-Montana-Insider erhebt Vorwürfe
Der Gastronom, der anonym bleiben möchte, betreibt seine Bar seit einem Jahrzehnt im Herzen von Crans-Montana. Seine Bilanz zum Brandschutz ist ernüchternd: "Ich wurde in zehn Jahren genau zweimal kontrolliert. Nach der Eröffnung kam jemand von der Gemeinde und sagte, was ich umbauen soll. Dann kam er noch mal, um die Umbauten zu kontrollieren. Das war’s."

Weiter sagt er zu FOCUS online: "Weil meine Tür nach innen aufgeht und ich nicht genügend Fluchtwege habe, darf ich nicht mehr als 60 Gäste im Innenbereich haben. Die von der Gemeinde sagten damals wörtlich: Wenn ich dagegen verstoße, gibt es keine Strafen. Aber wenn etwas passiert, muss ich allein die Konsequenzen tragen."

Dass in einem so hochpreisigen Skiort derart schlampige Brandschutzkontrollen herrschen, wundert ihn selbst. "Nicht alles im Gebäude, in dem sich meine Bar befindet, entspricht dem Brandschutz. Doch die Gemeinde interessiert sich wenig dafür."
https://www.focus.de/panorama/gastro-ch ... ce918.html

Kein Wunder dass der Gemeindepräsident da aktuell etwas dünnhäutig reagiert...

Ggfs. auch das interessant:
Ein undatiertes Foto zeigt die Montage von Schaumstoffpaneelen an der Decke des ‚Le Constellation‘. Ob es sich hierbei um den Moment des verhängnisvollen Umbaus handelt, müssen nun die Brandermittler klären.
01-02-2026, 23-44-54.png
01-02-2026, 23-44-54.png (640.91 KiB) 1392 mal betrachtet
https://www.focus.de/panorama/nach-flam ... 21eae.html
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 03.01.2026 - 00:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von gfm49 »

Kakadu hat geschrieben: 02.01.2026 - 23:35– Es ist nicht Aufgabe des Gemeindepräsidenten, sämtliche Bauvorschriften bis ins letzte Detail auswendig wissen zu müssen; dafür sind die Kontrolleure da.
Aber wenn er weiß, daß die Gemeinde für die Überwachung der Brandschutzvorschriften zuständig ist (wenn er nicht einmal das wüßte, wäre er fehl am Platz), dann kann man erwarten, daß er sich in so einem tragischen Fall vor einer PK von seinen Kontrolleuren sagen läßt, ob und wann die Kontrollen stattgefunden haben - zumindest die letzte. Die entsprechenden Protokolle raussuchen zu lassen ist keine Weltraumwissenschaft.
Kakadu hat geschrieben: 02.01.2026 - 23:35– "Selber Hand anlegen" und "Handwerker mit einzelnen Umbauten beauftragen" ist etwas anderes als einem Generalunternehmer den Auftrag für einen Umbau abzutreten. Mit "selber umbauen" ist i.d.R. nicht letzteres gemeint, nicht ausschließlich nur allerersteres.
Der Betreiber hat selbst in einem früheren Interview - das auch von anderen Quellen zitiert wird - wörtlich gesagt "ich habe fast alles selbst gemacht". Das ist mehr als nur "Hand anlegen" und das sagt man nicht, wenn man nur Handwerker und keinen GU beauftragt.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Kakadu »

gfm49 hat geschrieben: 02.01.2026 - 23:51
Kakadu hat geschrieben: 02.01.2026 - 23:35– Es ist nicht Aufgabe des Gemeindepräsidenten, sämtliche Bauvorschriften bis ins letzte Detail auswendig wissen zu müssen; dafür sind die Kontrolleure da.
Aber wenn er weiß, daß die Gemeinde für die Überwachung der Brandschutzvorschriften zuständig ist (wenn er nicht einmal das wüßte, wäre er fehl am Platz), dann kann man erwarten, daß er sich in so einem tragischen Fall vor einer PK von seinen Kontrolleuren sagen läßt, ob und wann die Kontrollen stattgefunden haben - zumindest die letzte. Die entsprechenden Protokolle raussuchen zu lassen ist keine Weltraumwissenschaft.
Das Ereignis fand an einem Feiertag statt; der Tag darauf war ein weit genutzter Brückentag, da umgehend ein Wochenende folgt. Ob dann schon wieder Zugriff auf die Gemeinde-Server besteht und zudem das zuständige Personal nicht anderswo noch in den Ferien ist, kann nicht vorausgesetzt werden. Zudem ist die Identifizierung aller Betroffenen immer noch oberste Priorität – anderes hat zurückzustehen. Des weiteren sind noch keine Untersuchungsresultate publikationsfähig – und solange dies noch nicht der Fall ist, werden keine Teilinformationen herausposaunt. Dies sollte auch der Presse bekannt sein. Denn auch diese Informationen sind Teil der Untersuchung und werden bekanntgegeben, sobald sie erhärtet sind – nicht vorher. Die Reaktion des Gemeindepräsis war aber erkennbar unprofessionell ...
Kakadu hat geschrieben: 02.01.2026 - 23:35– "Selber Hand anlegen" und "Handwerker mit einzelnen Umbauten beauftragen" ist etwas anderes als einem Generalunternehmer den Auftrag für einen Umbau abzutreten. Mit "selber umbauen" ist i.d.R. nicht letzteres gemeint, nicht ausschließlich nur allerersteres.
Der Betreiber hat selbst in einem früheren Interview - das auch von anderen Quellen zitiert wird - wörtlich gesagt "ich habe fast alles selbst gemacht". Das ist mehr als nur "Hand anlegen" und das sagt man nicht, wenn man nur Handwerker und keinen GU beauftragt.
Selber machen impliziert aber nicht, alle Vorschriften zu ignorieren; das darf nicht a priori unterstellt werden!
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Mt. Cervino »

Kakadu hat geschrieben: 03.01.2026 - 00:48 Das Ereignis fand an einem Feiertag statt; der Tag darauf war ein weit genutzter Brückentag, da umgehend ein Wochenende folgt. Ob dann schon wieder Zugriff auf die Gemeinde-Server besteht und zudem das zuständige Personal nicht anderswo noch in den Ferien ist, kann nicht vorausgesetzt werden.
Naja, wenn ein solch dramatisches Ereignis mit 40 Toten und über 100 überwiegend Schwerstverletzten nicht rechtfertigt, die Gemeindemitarbeiter aus dem Urlaub zurückzuholen (so sie denn greifbar sind), sowie Zugriff auf den Sever zu bekommen (der sollte ja eh verfügbar sein), dann weiß ich nicht, was sowas jemals rechtfertigen würde.
Natürlich muss in solch einem Katastrophenfall jeder der bei der Gemeinde gebraucht wird, sofort wieder zur Arbeit erscheinen. Feiertag, Brückentag und Wochenende hin oder her...
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Kakadu »

Mt. Cervino hat geschrieben: 03.01.2026 - 01:06
Kakadu hat geschrieben: 03.01.2026 - 00:48 Das Ereignis fand an einem Feiertag statt; der Tag darauf war ein weit genutzter Brückentag, da umgehend ein Wochenende folgt. Ob dann schon wieder Zugriff auf die Gemeinde-Server besteht und zudem das zuständige Personal nicht anderswo noch in den Ferien ist, kann nicht vorausgesetzt werden.
Naja, wenn ein solch dramatisches Ereignis mit 40 Toten und über 100 überwiegend Schwerstverletzten nicht rechtfertigt, die Gemeindemitarbeiter aus dem Urlaub zurückzuholen (so sie denn greifbar sind), sowie Zugriff auf den Sever zu bekommen (der sollte ja eh verfügbar sein), dann weiß ich nicht, was sowas jemals rechtfertigen würde.
Natürlich muss in solch einem Katastrophenfall jeder der bei der Gemeinde gebraucht wird, sofort wieder zur Arbeit erscheinen. Feiertag, Brückentag und Wochenende hin oder her...
Schon – nur hat das für die Verletzten nicht oberste Priorität. Da muß nicht irgendwas über's Knie gebrochen werden, was sich dann als nicht genügend fundiert erweisen könnte. Zudem wäre es ineffizient, wenn nicht geschultes Personal auf die Schnelle auf dem Server irgendwelche Dokumente suchen müßte, wenn das zuständige Personal noch nicht da ist, das diese auf die Schnelle findet und einordnen kann.

Was sind das überhaupt für Vorstellungen, in einem Katastrophenfall alle sofort alles stehen und liegen lassen müssen und nur noch nach der Pfeife der Presse tanzen sollen?
Zuletzt geändert von Kakadu am 03.01.2026 - 08:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Mt. Cervino »

Da geht es ja nicht primär um die Presse.
Aber es muss alles getan werden, damit die Gemeinde und andere Institutionen mit möglichst maximaler Manpower supporten kann.
Bei der Versorgung der Opfer, der Unterstützung der Angehörigen, bei der Aufklärung, bei der Koordination vor Ort, Pressearbeit etc.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von GMD »

Das Problem ist nur, dass es zu falschen Anschuldigungen und einer Art Vorverurteilung kommen kann. Da hilft dann auch ein am Ende des Artikels noch beiläufig stehendes "Es gilt die Unschuldsvermutung" nicht mehr. Nur zu oft ist es schon vorgekommen, dass sich die Medien wie eine Meute hungrige Wölfe auf einen angeblich Schuldigen gestürzt und ihn regelrecht zerfleischt haben. Bloss um dann nach der juristischen Aufarbeitung feststellen zu müssen, den falschen erwischt zu haben. Noch tragischer wird es dann, wenn die Leute den Medien mehr glauben und von Täterschutz oder gar Justizversagen reden. Gerade Medien mit grosser Reichweite, und dazu gehört der Spiegel, haben da eine ganz grosse Verantwortung. Aber auch viel Erfahrung. Darum bin ich umso erstaunter, dass die versucht haben, quasi mit der Tür ins Haus zu fallen.

Apropos Aufarbeitung: Da habe ich Vertrauen in unsere Justiz. Wir sind ja keine Bananenrepublik! Zugegeben, das Wallis hat diesbezüglich nicht den besten Ruf. Immer wieder machte der Kanton durch Fälle von Korruption, Vetternwirtschaft und vorsätzlichem Missachten von dem kantonalen Recht übergeordneten Bundesrecht (weil es ihnen schlicht nicht in den Kram passte), sowie mangelnder Kontrolle und Aufarbeitung, negative Schlagzeilen. Nicht umsonst galt er als der wilde Westen der Schweiz. Aber die beiden schwersten Fälle, der Konkurs der Gemeinde Leukerbad und die Betrügereien beim Bau der Autobahn A9, haben das Fass zum Überlaufen gebracht und haben dazu geführt, dass der Rest der Schweiz aufmerksam geworden ist. Seitdem schaut man bei Vorfällen im Wallis etwas genauer hin und auch der Bund hat die Schrauben angezogen. Hier haben wir es nun mit einem Ereignis zu tun, dass nicht nur in der Schweiz für Schlagzeilen sorgte, sondern weltweit. Das ist man sich hoffentlich auch bei der Walliser Justiz bewusst und wird darum besonders intensiv und gründlich arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie aus Trotz und falschem Selbstbewusstsein riskieren, ihren Ruf als Rechtsstaat und auch als Tourismusdestination dauerhaft zu lädieren.

Eine solche Arbeitsweise erfordert aber Zeit. Das ist etwas, was die Öffentlichkeit leider oft nicht sieht oder gar nicht wahrhaben will. Gerade nach grossen Unglücken wollen viele sofort Antworten sehen. Verständlich, aber halt ebenso unrealistisch.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Tyrolens »

Ach. Wie es eben im Social Media Zeitalter läuft. Der Medienkonsument hängt am Ticker und verlangt: News, News, News. Je enger der Intervall, desto befriedigender.
Emotional muss das einem schon einiges geben. Immerhin vernichtet man damit ganze Tage.

Zum Thema an sich war schon am 1.1. alles gesagt, finde ich. Anstatt die Medienmeute zu füttern, wär's doch besser, die Ressourcen zur Betreuung der Betroffenen um zu lenken.

Pressearbeit wird überschätzt. Menschen haben heute eine Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagesfliege.

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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von NeusserGletscher »

In der gestrigen PK wurde auch noch von Wunderkerzen gesprochen, die jeder im Laden kaufen könne. Mittlerweile spricht das SRF von "Bengalkerzen". Und es war offenbar gängige Praxis in der Bar, diese Fontänen an Sekflaschen abzubrennen. Was die Frage auffwirft, ob solche Bengalfeuer in die Hände von angetrunkenen Jugendlichen gehören.

Das SRF meldete auch heute, dass derzeit für die gesamte Schweiz die Brandschutzvorschriften überarbeitet würden. Sie sollen 2027 in Kraft treten. Bislang ginge die Tendenz dazu, die Kontrolle auch durch private Anbieter durchzuführen (weniger Staat, mehr privat....). Was zu einem Interessenkonflikt führen kann, wenn ein zu strenger Kontrolleur keine Aufträge mehr bekommt. Gut möglich, dass der Brand hier zu einem Kurswechsel führt. Wobei mein Vertauen in die bisherige Praxis bereits beschädigt ist.

Verschiedenen Berichten zu Folge ging die Tür der Bar nach innen auf. Beim SRF läuft heute morgen ein Interview mit dem Brandschutzexperten Dumeng Wehrli in der Schleife, der meint, nach den derzeitig gültigen Vorschriften wäre bereits ab 50 Personen ein zweiter Fluchtweg obligatorisch. Da sind so viele offensichtliche Mängel beim Brandschutz, der Inspekteur muss blind gewesen sein.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Kakadu »

NeusserGletscher hat geschrieben: 03.01.2026 - 08:40 In der gestrigen PK wurde auch noch von Wunderkerzen gesprochen, die jeder im Laden kaufen könne. Mittlerweile spricht das SRF von "Bengalkerzen". Und es war offenbar gängige Praxis in der Bar, diese Fontänen an Sekflaschen abzubrennen. Was die Frage aufwirft, ob solche Bengalfeuer in die Hände von angetrunkenen Jugendlichen gehören.
Von mehreren durch Medien befragte Personen wurde berichtet, daß die Bengalkerzen (oder wie man die auch immer nennen will) an den Champagner-Flaschen befestigt gewesen seien, und diese von Damen serviert worden, die auf den Schultern von anderen Personen gesessen hötten – und somit die Bengalkerzen nicht auf einer "Servierhöhe" von etwas über 1m ab Boden durch den Raum getragen wurden, sondern auf über 2m – was dann zu nahe an der Decke gewesen sei. Diese Beschreibung scheint nicht unplausibel – und es ist sehr wohl davon auszugehen, daß diese Damen keine "angetrunkenen Jugendlichen" waren ... Also auch hier: bitte keine pauschalen falschen Anschuldigungen!
Das SRF meldete auch heute, dass derzeit für die gesamte Schweiz die Brandschutzvorschriften überarbeitet würden. Sie sollen 2027 in Kraft treten. Bislang ginge die Tendenz dazu, die Kontrolle auch durch private Anbieter durchzuführen (weniger Staat, mehr privat....). Was zu einem Interessenkonflikt führen kann, wenn ein zu strenger Kontrolleur keine Aufträge mehr bekommt. Gut möglich, dass der Brand hier zu einem Kurswechsel führt. Wobei mein Vertrauen in die bisherige Praxis bereits beschädigt ist.
Hier wird die Politik wohl nochmal über die Bücher gehen (müssen!) – was alles andere als unangebracht ist. Die Umsetzung von Brandschutzvorschriften ist weltweit ein Problem – da ist die CH kein Sonderfall (und auch das VS nicht).
Verschiedenen Berichten zu Folge ging die Tür der Bar nach innen auf. Beim SRF läuft heute morgen ein Interview mit dem Brandschutzexperten Dumeng Wehrli in der Schleife, der meint, nach den derzeitig gültigen Vorschriften wäre bereits ab 50 Personen ein zweiter Fluchtweg obligatorisch. Da sind so viele offensichtliche Mängel beim Brandschutz, der Inspekteur muss blind gewesen sein.
Aufpassen: das war ein anderer Barbetreiben, dessen Türen nach innen aufgehen und der nur 60 Personen einlassen darf – der hier im Focus erwähnt worden war. Einen zweiten Fluchtweg habe es gegeben – dieser sei aber nicht im erforderlichen Maße erkennbar resp. zugänglich gewesen. Grundsätzlich stellt sich sehr wohl die Frage, was solche Bengalkerzen in einem Kellerraum verloren haben – insbesondere, wenn das mehr als nur 1–2 gleichzeitig (resp. innert kurzer Zeit) abgefeuert werden und sich zudem mehr als nur wenige Leute (20 bis max. 50) im Raum befinden.

NB: ohne irgendwen angreifen zu wollen: genau auf diese Art (dieser hat gesagt, jener hat geschrieben etc. und "was ist eigentlich der geltende Maßstab?") kann man zuschauen, wie sich die Realität verbiegt und sich Halbwahrheiten verbreiten, die dann zu falschen Anschuldigungen führen. Ich hatte sowas auch schon mal bei einem Unfall (bei dem ich nicht selbst betroffen war) live miterlebt, als in einem Spitalzimmer an den vorhandenen Geräten und dem erkennbar damit geschulten Personal zu erkennen war, daß die medizinische Ausrüstung gut war – das dann aber von einer direkt betroffenen Person als "die Spitäler dort seien schlecht ausgerüstet" herumgereicht wurde, nur weil's nicht im Heimatland war – was dann nur schwer wieder geradezurücken war.

Und nochwas: schon am ersten Tag wurden Videos und Aussagen herumgereicht, daß die Bengalkerzen eine Rolle gespielt hätten. Aber erst gestern wurde von den Behörden das aufgenommen – aber vorerst nur als "Spur, die näher untersucht wird" – und bis das dann als offizielle Ursache gelten würde, wird es auch noch seine Zeit gehen. Was heißt das? Nur gesicherte Informationen sind belastbar.
Zuletzt geändert von Kakadu am 03.01.2026 - 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von NeusserGletscher »

Kakadu hat geschrieben: 03.01.2026 - 09:16 Aufpassen: das war ein anderer Barbetreiben, dessen Türen nach innen aufgehen und der nur 60 Personen einlassen darf
Dieses Foto der Bar zeigt den "Notausgang" samt der dahinter liegenden Türe. Türbänder und Türschließer befinden sich auf der Innenseite. Also geht die Türe mit hoher Wahrscheinlichkeit nach innen auf. Es gibt zwar Sonderkonstruktionen und Montagearten bei Türschließern, welche eine entgegengesetzte Montage ermöglichen (Türschließer innen, Türe geht nach außen auf). Dies liegt hier, soweit ich das auf dem Foto erkennen kann, aber nicht vor.

Angeblich soll dies auch auf einem Bild in diesem Tweet zu erkennen sein. Ggf. kann das jemand mit einem Twitter Account bestätigen.

Ich habe auch wegen der zweiflügeligen Konstruktion Bauchschmerzen. In der Regel wird der zweite Flügel durch einen im Falz liegenden Schnäpper fixiert. Als Notausgang ist so was absolut untauglich.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von GMD »

Im Kanton Wallis sind die Gemeinden für die Kontrollen zuständig. Was durchaus zu einem Gewissenskonflikt führen kann, da sich die Akteure ja häufig kennen. Vor allem in den kleineren Gemeinden, und dazu gehören oft auch die Tourismusorte. Es wimmelt in der Saison zwar von Menschen, aber die meisten sind Gäste. Die eigentliche Gemeinde hat gar nicht mal so viele Einwohner, und da droht dann natürlich die Gefahr von Küngelei.

Schwierig kann in dem Fall auch sein, dass Gemeindepolitik in der Schweiz, ausser in den grossen Städten, in der Regel nebenberuflich ausgeführt wird. Da sind dann Gewissenskonflikte fast schon vorprogrammiert. Das erwachsene Kind eines Gemeinderates oder -rätin will sein Hotel auf eine nicht ganz so legale Art und Weise erweitern? Selbst wenn sein Elternteil nicht das dafür zuständige Amt führt, der oder die welche(r) es tut, muss mit dem anderen in der Gemeindepolitik zusammenarbeiten, kennt ihn oder sie sehr gut, man ist sehr wahrscheinlich per du, und wer weiss, vielleicht ist er oder sie ja selber mal froh, wenn im anderen Amt nicht so genau hingeschaut wird. Eine Hand wäscht die andere usw.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von stefan1893 »

GMD hat geschrieben: 03.01.2026 - 13:16 Im Kanton Wallis sind die Gemeinden für die Kontrollen zuständig. Was durchaus zu einem Gewissenskonflikt führen kann, da sich die Akteure ja häufig kennen. Vor allem in den kleineren Gemeinden, und dazu gehören oft auch die Tourismusorte. Es wimmelt in der Saison zwar von Menschen, aber die meisten sind Gäste. Die eigentliche Gemeinde hat gar nicht mal so viele Einwohner, und da droht dann natürlich die Gefahr von Küngelei.

Schwierig kann in dem Fall auch sein, dass Gemeindepolitik in der Schweiz, ausser in den grossen Städten, in der Regel nebenberuflich ausgeführt wird. Da sind dann Gewissenskonflikte fast schon vorprogrammiert. Das erwachsene Kind eines Gemeinderates oder -rätin will sein Hotel auf eine nicht ganz so legale Art und Weise erweitern? Selbst wenn sein Elternteil nicht das dafür zuständige Amt führt, der oder die welche(r) es tut, muss mit dem anderen in der Gemeindepolitik zusammenarbeiten, kennt ihn oder sie sehr gut, man ist sehr wahrscheinlich per du, und wer weiss, vielleicht ist er oder sie ja selber mal froh, wenn im anderen Amt nicht so genau hingeschaut wird. Eine Hand wäscht die andere usw.
Genau das Problem sehe ich auch.
Hinzu kommt - selbst wenn man sich nicht persönlich kennt, hat man als Gemeinde ja ein Interesse, dass die örtliche Gastronomie irgendwie überleben kann. Wenn Auflagen nicht mehr gestemmt werden können, kann's ja schnell passieren, dass dann halt ein Lokal schließt, was sich auf den Tourismus und die Einnahmen der Gemeinde auswirkt. Deswegen müsste der Brandschutz von einer übergeordneten Behörde kontrolliert werden, bei der diese Abhängigkeiten nicht vorliegen.
Bjoerndetmold
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Bjoerndetmold »

Vorverurteilungen sind immer falsch, aber manchmal sind Fehler und mögliche Verantwortlichkeiten auch ziemlich offensichtlich.
Dafür muss man weder Brandsachverständiger sein noch Staatsanwalt. Gesunder Menschenverstand reicht aus.

Dass diese Art der Deckenverkleidung nicht (oder nicht mehr, falls sie ursprünglich brandhemmend imprägniert war) geeignet war für diesen Einsatzort liegt leider auf der Hand.
Dass dafür jemand verantwortlich sein muss, und zwar für den Einbau des ungeeigneten Materials bzw. für den nicht erfolgten Austausch des nicht mehr geeigneten Materials einerseits, und für die nicht mit dem entsprechenden Erfolg durchgeführten Kontrollen andererseits, auch.

Das sehen auch andere so:
https://www.srf.ch/news/schweiz/brandka ... ich-sicher
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!

Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von CrystalMountain »

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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von schneesucher »

Jetzt wurde Strafuntersuchung eröffnet. Das war ja absolut vorhersehbar und in dem Fall kann man auch von einer Verurteilung ausgehen.
Sehr kritisch wird es wohl auch für die Gemeinde.
https://www.bild.de/news/todes-feuer-in ... 993e7cc496

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3303
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von 3303 »

Was die Rolle der Gemeinde angeht:
Man müsste mehr darüber wissen, was genau ihre Aufgaben bei Prüfungen und Begehungen sind.
Die werden ja sicher nicht jedes Material zu prüfen haben. Möglich wäre vielleicht auch, dass der Verantwortliche für die Bauausführung hier Zertifikate, Bescheinigungen o.Ä. über die Materialien hätte vorlegen müssen.
Auch ist mir nicht klar, ob es bei der Reaktivierung durch den jetzigen Betreiber eine Baubewilligung gab oder ob die Nutzung unverändert geblieben ist. Weiß das jemand?

Weiter wäre vermutlich noch relevant, wer Eigentümer ist und eben wo bei der baulichen Maßnahme die Verantwortlichkeiten angesiedelt waren.
Das kann unter Umständen eine komplexe Verteilung der Verantwortlichkeiten ergeben.
Heikel für den Betreiber könnte tatsächlich dabei sein, dass er offenbar selbst Baumaßnahmen durchgeführt hat und dass er eventuell selbst auch der Verantwortliche war.
Letzteres dürfte in Verbindung mit dem ungeeigneten verbauten Material sowie dem riskanten Umgang mit den Fontänen wohl auch dazu geführt haben, dass jetzt strafrechtlich ermittelt wird.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von waikiki83 »

Es gibt Berichte, in denen steht, dass die Bar in den letzten 10 Jahren nur dreimal kontrolliert wurde (laut Besitzer/Betreiber). Die Vorgabe ist, bei Clubs/Bars/Discos etc., die für über 100 Leute zugelassen sind, mindestens einmal pro Jahr zu kontrollieren. Das wurde also nicht gemacht.

Die Cousine einer Bekannten gehört leider auch zu denen, die noch als vermisst gelten.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von don pipone »

Es gibt überhaupt keinen Grund, warum der Gemeindepräsident in einer PK keine 48h nach diesem schweren Unglück irgendwelchen Ermittlungsergebnissen vorgreifen müsste, nur um den Informationsdurst der (deutschen) Presse zu stillen. Noch sind nicht mal alle Opfer identifiziert und der Spiegel möchte schon gerne die Protokolle irgendwelcher Untersuchungen sehen, oder was? Da geht es doch um evtl. strafrechtliche Dinge mit u.U. drastischen Auswirkungen für einzelne.

Dass er professioneller antworten kann, steht auf einem anderen Blatt. Da ist er scheinbar nicht Politprofi genug, um solche unangenehmen Fragen einfach wegzulabern.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von zonk »

Ich wäre nicht überrascht,wenn das da auf dem Land laxer gehandhabt würde .Bei Bekannten auf dem Land in der Eifel werden Leute, die bei Planungen von was auch immer ,auf die Brandschutzrichtlinien hinweisen,nicht selten als Korinthenkacker oder ähnliches bezeichnet.man solle sich nicht so anstellen etcpepe
Dort kennt halt jeder jeden irgendwie und man will am Ende nicht schlecht dastehen,dass man sich in den Weg gestellt hätte.Denke schon,dass das oft der Fall ist.man hat viel zu verlieren in Sachen Reputation,wenn man jeden dort kennt.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von barmuc73 »

3303 hat geschrieben: 03.01.2026 - 17:06 Was die Rolle der Gemeinde angeht:
Man müsste mehr darüber wissen, was genau ihre Aufgaben bei Prüfungen und Begehungen sind.
Die werden ja sicher nicht jedes Material zu prüfen haben. Möglich wäre vielleicht auch, dass der Verantwortliche für die Bauausführung hier Zertifikate, Bescheinigungen o.Ä. über die Materialien hätte vorlegen müssen.
Womöglich wird man auch die Frage stellen müssen, ob die Prüfung bei der örtlichen Gemeinde richtig angesiedelt ist.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Werna76 »

Wer auch immer aus dem Forum auf der Insta-Seite vom Gspusi gepostet hat… vielen Dank dafür.
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von DaDani10 »

Werna76 hat geschrieben: 03.01.2026 - 20:02 Wer auch immer aus dem Forum auf der Insta-Seite vom Gspusi gepostet hat… vielen Dank dafür.
Was genau meinst du, ich hab das nicht mitbekommen?
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Re: Explosion in Crans montana

Beitrag von Seilbahnjunkie »

GMD hat geschrieben: 03.01.2026 - 13:16 Im Kanton Wallis sind die Gemeinden für die Kontrollen zuständig. Was durchaus zu einem Gewissenskonflikt führen kann, da sich die Akteure ja häufig kennen. Vor allem in den kleineren Gemeinden, und dazu gehören oft auch die Tourismusorte. Es wimmelt in der Saison zwar von Menschen, aber die meisten sind Gäste. Die eigentliche Gemeinde hat gar nicht mal so viele Einwohner, und da droht dann natürlich die Gefahr von Küngelei.

Schwierig kann in dem Fall auch sein, dass Gemeindepolitik in der Schweiz, ausser in den grossen Städten, in der Regel nebenberuflich ausgeführt wird. Da sind dann Gewissenskonflikte fast schon vorprogrammiert. Das erwachsene Kind eines Gemeinderates oder -rätin will sein Hotel auf eine nicht ganz so legale Art und Weise erweitern? Selbst wenn sein Elternteil nicht das dafür zuständige Amt führt, der oder die welche(r) es tut, muss mit dem anderen in der Gemeindepolitik zusammenarbeiten, kennt ihn oder sie sehr gut, man ist sehr wahrscheinlich per du, und wer weiss, vielleicht ist er oder sie ja selber mal froh, wenn im anderen Amt nicht so genau hingeschaut wird. Eine Hand wäscht die andere usw.
Das ist anderen Ländern auch nicht anders.

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