Kalter Jahresbeginn: Ein Segen für die kleinen Skigebiete

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Jay
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Kalter Jahresbeginn: Ein Segen für die kleinen Skigebiete

Beitrag von Jay »

Aus der Wochenzeitung fuer das Emmental:
EMMENTAL/ENTLEBUCH: Kalter Jahresbeginn: Ein Segen für die kleinen Skigebiete

Skilifte in tiefen Regionen sind enorm vom Wetter abhängig: Dies zeigt sich am Beispiel Chuderhüsi bei Röthenbach. Nach zwei schlechten Wintern (2000/01; 2001/02), in denen der Lift fast nie in Betrieb war, stand die AG kurz vor dem Konkurs. Die fixen Kosten für den Unterhalt des Bügellifts sind beträchtlich. Mit Sponsorengeldern konnte die AG die nahe Zukunft überbrücken. «Dank den letzten beiden Wintern mit 46 beziehungsweise 54 Betriebstagen hat sich unsere Situation stark verbessert», sagt Edwin Loosli, Verwaltungsratspräsident. «Wir konnten wieder ein kleines Polster für schneearme Winter anlegen. Dieser Winter war der beste der letzten zehn Jahre.»
In Linden beschneiten die Betreiber der Skilifte erstmals einen kleinen Teil ihrer Piste. Das Fazit der Testsaison ist gut: «Wir werden die Schneelanze kaufen und weiterhin den Kinderlift beschneien», sagt Andreas Röthenmund, Mitglied des Verwaltungsrates. «In diesem Winter waren wir nicht stark vom Kunstschnee abhängig. Aber, es werden sicher wieder schneearme Winter kommen.»

Kleine Lifte halten die Leute im Schnee
Die Touristik AG in Flühli kann ebenfalls auf einen erfolgreichen Winter zurückblicken: «Wir machen seit drei Jahren Aktionen für Familien, das bewährt sich sehr. So kann eine Familie für 50 Franken einen Tag Skifahren», sagt Ernst Wicki. «Kleine Anlagen sind wichtig, um die jungen Leute auf dem Schnee halten zu können.»
Derselben Meinung ist Carolina Rüegg, Marketing-Leiterin der Bahnen in Sörenberg und Rothorn: «Die kleineren Anlagen sind für uns eine spürbare Konkurrenz. Ich sehe das aber positiv. Dank diesen Anlagen werden die Leute vermehrt animiert, um wieder Skifahren zu gehen, was insgesamt auch uns zugute kommt.»
Im Unterschied zu den tiefer gelegenen Liften velief die Saison in Sörenberg «nur» durchschnittlich. Die kurzen Weihnachtsferien, das oft schlechte Wetter an den Wochenenden und die Sportferien, die fast überall gleichzeitig stattfanden, sind einige Gründe. Waren die frühen Ostertage ein Segen? «Wir haben uns mehr versprochen», sagt Carolina Rüegg. «Das schlechte Wetter, oder vor allem die schlechten Prognosen, schreckten viele Leute ab.»
Die Bergbahnen Sörenberg AG, sie betreibt 19 Lifte und Bahnen, setzt auf Modernisierung. Vom Steinetli (oberhalb Schwand) wird in der kommenden Wintersaison eine Vierer-Sesselbahn auf die Hinterschwarzegg führen. Die Sesselbahn ersetzt die dortigen Bügellifte.

Nur noch in Sörenberg hats genug Schnee
Nach den Ostertagen sind nur noch in Sörenberg-Rothorn Lifte offen. Auf der Marbachegg wurde die Saison am Ostermontag beendet. An 97 Tagen wurden die Anlagen betrieben. Dies sei, laut Geschäftsführer Adolf Zihlmann, eine durchschnittliche Zahl.
In Sörenberg-Dorf dauert die Saison voraussichtlich bis am 3. April. Ein Woche länger sollen die Lifte auf dem Rothorn Schneesportler transportieren. Gestartet wurde die Saison am 18. Dezember, was rund 110 Betriebstagen entspricht.

Überdurchschnittliche Saison
zue. Die kleineren festinstallierten Skilifte im Emmental und Entlebuch können eine gute Saison verbuchen. Die Zahl der Betriebstage liegt bei allen über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dies zeigt der Überblick:

• Skilift Bumbach-Schangnau
Saison 04/05: ca. 80 Betriebstage
Durchschnitt: ca. 60 Tage

• Touristik AG, Flühli:
Saison 04/05: ca. 70 Betriebstage
Durchschnitt: ca. 45 Tage
• Skilift Schindelberg AG, Linden:
Saison 04/05: 52 Betriebstage
Durchschnitt: 36 Tage

• Skilift Netschbühl, Eggiwil:
Saison 04/05: 44 Betriebstage
Durchschnitt: 23 Tage

• Chuderhüsi AG, Röthenbach:
Saison 04/05: 54 Betriebstage
Durchschnitt: 32 Tage

• Skilifte Schüpfheim AG:
Saison 04/05: 45 Betriebstage
Durchschnitt: ca. 18 Tage

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