www.tirol.comRekordwinter für Tirols Seilbahnen
Einen neuen Umsatzrekord beschert die zu Ende gehende Wintersaison den Tiroler Seilbahnen. Verlierer sind diesmal die heimischen Gletscher.
Die Saison begann mit einem Fehlstart: Es fehlte an Schnee, die tausenden Schneekanonen konnten wegen zu hoher Temperaturen kaum eingeschaltet werden. Zudem fielen die Weihnachtsfeiertage schlecht. Die Startverluste konnten im Saisonverlauf mehr als wettgemacht werden, sagen Fachgruppenchef Ingo Karl und Geschäftsführer Helmut Lamprecht.
So konnte der vorjährige Rekordwinter beim Umsatz noch einmal übertroffen werden. Die Umsätze legten um 3,5% auf rund 520 Mio. ? zu. Die Frequenzen stiegen um 2%. Hauptgewinner waren wie schon im Vorjahr wegen der nach Weihnachten guten Schneelage die niedrigeren Regionen, vor allem die Bezirke Reutte, Schwaz, Kufstein und Kitzbühel.
Die Frequenzen legten hier um 2 bis 8% zu, die Umsätze um 1,5 bis 7%. Dagegen verloren die Gletscher (Ausnahme Kaunertal) sowohl bei Frequenzen (um 1,7 bis 6%) als auch Umsätzen (um 0,8 bis 8%). In Osttirol gab es Zuwächse um 2 bis 5%, in den hoch gelegenen Skigebieten im Ziller-, Stubai-, Ötz-, Pitz- und Paznauntal gab es keine einheitliche Entwicklung. Das Sonnenplateau Fiss-Serfaus legte um 5% zu, fünf andere Top-Skigebiete verloren 2 bis 8%. Der Arlberg hatte um 3% mehr Beförderungen, aber um 4% weniger Umsatz.
Wieder neu aufwerfen wollen die Seilbahner die Frage eines Beschneiungs-Euros auch für die örtlichen Hoteliers, Wirte, Skischulen, Skiverleiher oder Sportgeschäfte. Ohne Kunstschnee hätte es heuer massive Einbrüche nicht nur für die Seilbahnen, sondern den gesamten Tourismus gegeben, so das Argument. Die Investition für die Errichtung der Schneeanlage macht laut Experten bis zu 100.000 Euro aus, die Produktion eines Kubikmeters Schnee koste bereits 3 bis 5 Euro. Bei einer Ganztages-Skikarte würden allein 5 Euro auf die Beschneiung entfallen.
Unterdessen läuft die heute zu Ende gehende weltgrößte Seilbahn- und Winterdienstmesse Interalpin noch besser als erwartet. Das Besucherziel von 15.000 könnte übertroffen werden, rund 60% der Besucher kommen aus dem Ausland (über 50 Herkunftsländer).
Im Rahmen der Interalpin räumte das Zillertal zwei Toppreise ab. Die Mayrhofner Bergbahnen wurden beim internationalen Vergeleich des Fachmagazins Seilbahn Bus Tourismus als bestes Skigebiet gekürt. Die ITS (Interessenvereinigung der Tiroler Skischulen) wählte die Skischule Matrei/Goldried zur besten Tirols, bester Skilehrer des Landes ist demnach Matthias Ivkovits von der Skischule Gerlos Total.
Rekordwinter für Tirols Seilbahnen
- Jens
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Rekordwinter für Tirols Seilbahnen
Tiefschnee muss gewalzt sein